AW: Praxis-Video: Wasserkühlung selber zusammenbauen
Nur schade, dass eine Wakü von den Kosten her schon deutlich teurer ist, als eine Luft Kühlung. Einen CPU Kühler kaufe einmal und kann ihn lange nutzen. Habe selber den Mugen 3 schon seid fast 3 Jahren und der wird es auch nie nächsten 3 Jahre machen. Bei einer Wasserkühlung, muss man immer wieder Wasser oder so nachkippen oder wechseln etc.
Der Wartungsaufwand hält sich nach meiner Erfahrung sehr in grenzen. Obwohl ich nur noch selten Zeit (und Anlass) finde, an meinem privaten System zu basteln, habe ich noch nie einfach so das Wasser gewechselt. Wenn ich den Kreislauf geleert habe, dann immer wegen Bastelarbeiten. Die nachzufüllende Menge hält sich auch sehr in Grenzen. Wenn man nicht den kleinsten Ausgleichsbehälter hat, sollten die Wartungsintervalle bei 6 bis 12 Monaten liegen.
Der Preis ist übrigens relativ. Die gezeigte Kombination aus Lüftern, Radiator, Pumpe und Verbindungen kostet um die 140 Euro und kann langfristig genutzt werden. CPU-Kühler gibt es aber 35 Euro und diese überleben meist zwei bis vier Sockel-Generationen.
Einzig Full-Cover-Grafikkartenkühler gehen ins Geld. Mindestens 80 Euro pro Karte, für die Lightning-Kleinserie sind sogar 140 Euro fällig. Aber Grafikarten-Luft-Nachrüstkühler sind auch nur begrenzet nutzbar und erreichen bei weitem nicht die hier möglichen Temperaturen.
Tolle Sache, ich steck auch gleich mal ein Stück Draht irgendwo rein um somit vielleicht auch was zu überbrücken. Das ganze natürlich wie im Video gezeigt ohne Schutz!
Im Video wird nicht dazu aufgerufen, Drähte irgendwo reinzustecken. Das könnte ins Auge gehen.
Am ATX-Stecker eines ausgeschalteten ATX-Netzteiles gibt es aber nur zwei stromführende Adern. Das eine ist die beschriebene Power-On-Leitung ohne nenneswerte Leistung, die andere ist die 5 Volt Stand-By-Leitung. Die 9 Volt Blockbatterien in einigen Lego-Produkten haben mehr Gefahrenpotential.
Gut erklärt, ich würde aber die Schläuche etwas "besser" abscheiden gerade den bei der GPU, der schaute arg "abgefressen" aus. Für mich sahen auch die Gewinde der Anschlussstücke an der Pumpe kürzer aus als die an der GPU. Hätte man die nicht einfach tauschen können und die "Adapterringe" bei der GPU weglassen?
Aber mal was andres, wenn ich mich doch mal für ne WK (CPU/GPU) entscheide, wie bekomme ich dann die Luft aus dem System? Weil so wie gezeigt hin und her wackeln/drehen is net mit meinem Gehäuse
Zum Entlüften empfehle ich drei Ansätze, die sich auch kombinieren lassen:
- Schwenken und Schütteln, wie gezeigt. Geht nicht bei hohem Gewicht
- Rotieren, also das System abwechselnd auf Front, Rückseite, Deckel,... legen, so dass eine Luftblase den ganzen Kreislauf "nach oben" durchlaufen kann. Geht mit jedem Gewicht, aber man muss den Ausgleichsbehälter dabei waagerecht halten.
- Entlüftungsschrauben an Stellen, an denen es nicht anders geht. Gerade bei einem oben liegenden Radiator kann es helfen, wenn man einen zweiten Abgang öffnen kann, durch den dann die Luft entweicht. Wichtig: In diesem Momant darf natürlich kein weiter unten liegende AGB geöffnet sein.
Die Anschlüsse hätte man auch umgekehrt nutzen können – aber wie hätte ich dann die Bedeutung von Gewindelängen veranschaulicht?
Schönes Video Torsten - mehr davon!
Mit etwas Glück gibt es auf der DVD 03/15 eine extended-Fassung, in der ich noch den Deckel einer Laing wechsel. Raff möchte nämlich auch eine 780ti mit besserer Kühlung
Ich würde bei der Kühlermontage jedoch immer vom "Leichten aufs Schwere" arbeiten und nie umgekehrt. Warum kann man schon bei Minute 5 erahnen, wo der Fullcover einen ordentlichen Satz in Richtung Karte macht. Bei den inzwischen großen Kühlkörpern ist die Schwerkraft einfach undankbar, wenn man versucht ihn präzise zu positionieren und mal etwas abrutscht.
Kurzum: Kühler umgekehrt ans Ende der Tischplatte oder auf die Verpackung sodass die Slotblende nicht auf dem Tisch aufsitzt und die Karte rücklinks aufsetzen (hat nebenbei auchden Vorteil dass die Positionierung anhand der PCB-Löcher einfacher fällt - Pads müssen ggf. auf dem Kühler angebracht werden).
Nach meiner Erfahrung haften nie alle Pads so gut, dass man die Karte einfach umdrehen könnte. Eine Positionierung auf dem Kühler ist möglich, aber die genaue Position der zu kühlende Bauteile oft nicht erkennbar. Da ist es in meinen Augen einfacher, den Kühler einfach gut festzuhalten. Gegebenenfalls sollte man vorher Anschlüsse einschrauben, die geben einen zusätzlichen Angriffspunkt.
Schönes Video. Vor allem in der kurzen Zeit, Topp.
Real-Zeit waren übrigens knapp zwei Stunden vom ersten öffnen der Kartons bis zur laufenden Kühlung. Ohne parallele Dreharbeiten wären es sicherlich 30-45 Minuten weniger gewesen.
Interessant wäre mal zu Wissen, bei welchen Karten ein Fullcover-Kühler empfehlenswert ist und bei welchen ein GPU-Only reicht.
Das ist sehr schwer zu sagen. Der Speicher dürfte bei keiner Karte ein Problem machen, aber die Spannungswandler sind schwer einzuschätzen. Da gab es auch schon Probleme mit Mittelklassekarten, die die gleichen Spannungswandler wie High-End-Modelle nutzen. Zwar in deutlich geringerer Anzahl, aber mit der gleichen Leistungsdichte - und die kann für manche Kühler schon zum problem werden.
War etwas schmerzhaft für mich, wieder an die Wärmeleitpad-auf-Graka-fummel-Orgie erinnert zu werden.
Du möchtest nicht wissen, was für ein Spaß der R9-290-Kühlertest seiner Zeit war...
Die Welt braucht mehr 256-Bit-Interfaces!