Powerlan Bandbreite mit 3 Adaptern

blackbird

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo erst einmal.
Ich habe nur zwei kurze Verständnissfragen zum Thema Powerlan. Bei meinem Vater steht nun auch der Umstieg auf einen IP basierten Inet Anschluss an. Im Zuge dessen wandert der neue Router (AVM 7490) in die Garage, direkt neben die alte ISDN Telefonanlage. Wie das nunmal mit einer Garage so ist, alles Stahlbeton rings herum bis auf das Tor. Wir hatten bisher schon Wlan Probleme, ein stabiles und gutes Signal von unten nach oben zu bekommen.
Nun wollen wir es einmal mit Powerlan versuchen, da ein verlegen mehrer Lankabel nicht in Frage kommt.
Zum Szenario:
Es soll ein Powerlan natürlich direkt neben den Router als Verteiler. Ein weiterer in die obere Etage (inkls wlan) um dort Laptop und Mobile Geräte zu versorgen und ein Powerlan auf der gleichen Etage wie die Garage (Arbeitszimmer/Haupt PC).
Internet soll ein neuer 100Mbit Anschluss sein.

Meine erste Frage nun, reichen die 500Mbit Modelle unter Berücksichtigung von geg. Störeinflüssen bzw ungünstiger Elektrik grundsätzlich aus? (Haus wurde Ende der 70er gebaut. Zu der genauen Elektrik kann ich leider nichts sagen)
Hatte mal etwas gelesen, das es bei verschiedenen Phasen (wovon ich als Laie jetzt mal ausgehe, bei unterschiedlichen Etagen) zu beträchtlichen Bandbreite Einbußen kommen kann.

Zweite Frage: Sollten die 500er Adapter grundsätzlich reichen, wie verhällt sich ein solches Powerlan Netz bezüglich der Bandbreite? Macht es Sinn z.b. den Adapter am Router größer zu wählen? z.b. ein 1000er Modell und die anderen beiden mit 500Mbit, damit es nicht zu Engpässen kommt, wenn noch neben dem Internet weitere Daten verschoben werden?
 
Wichtig wäre vorne weg ob die Stromkreise auch harmonieren. Wenn die Dose in der Garage eine ganz andere Phase als der geplante Raum ist wird es zu Problemen kommen, bzw. dann sollte man direkt Abstand nehmen, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Herausfinden kann man sowas besser nur über den Elektriker, der kann im Notfall auch die Phasen so auf die Räume umverteilen, dass es wieder passt.

Ich finde Power-Lan persönlich eine Katastrophe weil es durch die ungeschirmten Stromleitungen wie ein Sender fungiert (Antenne rückwärts). Das strahlt z.B. in UKW Radio ein und versaute mir in einer Mietswohnung die Aufnahmen von Schallplatten auf einen DAT-Recorder (im Eingang des Rechners hatte ich die Störungen ebenfalls, waren mittels Oszi sogar gut nachweisbar).

Power-Lan ist bei den Datenraten vergleichbar mit den Mogelpackungen von WLAN. Die Brutto Rate ist sehr viel höher als die Netto Rate. In denke je nach Entfernung und Phase kriegst du kaum mehr als 20 MBit/s durch die Leitung, wobei das für den Alltag auch als ausreichend angesehen werden könnte. Ich nutze zu Hause das Netzwerk mehr als 50% beruflich und möchte auf meine 1 GBit/s Leitungen zwischen den Rechnern nicht verzichten.
Sollte z.b. nur ein DSL über das Power-Lan übertragen werden, so geht die Rate sicherlich in Ordnung. Ob die bei mir maximal vom Kabelanbieter lieferbaren 24 MB/s (200 MBit/s) allerdings noch komplett drüber gehen würde, möchte ich anzweifeln.

Edit:
Angehangen habe ich soeben noch ein altes Foto vom "Flugaufbau" damals (müsste 2012 rum gewesen sein). Aus ein paar Cinchkabeln wurde eine Antenne gebaut, die auf den Boden gelegt und so das ein recht "sauberes" Signal vom Power-Lan empfangen. Die Peaks auf dem Display des Oszi waren die Störungen, die ich als Knacken in den Schalllplatten Aufnahmen hatte (alle 1-2s ein "Knack"). Zusätzlich war ein permantes Signal messbar, welches den Haupteil des Displays ausfüllte. Bei zu Hause (jetzt freistehendes Einfamilien Haus) herrscht absolutes Power-Lan Verbot ;-).
 

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Schon mal vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort!
Hauptsächlich wird darüber wohl der Internetanschluss genutzt werden. Wobei die Nutzung mehrheitlich auf normales surfen, emails abrufen und gelegentlich mal ein Video aus einer Mediathek hinaus laufen wird.
Ich weiss, 100Mbit Vdsl sind da ein kleines bischen überdimensioniert ;)

Was die Phasenverteilung angeht, kann ich nur Vermutungen anstellen. Das Einfamilienhaus besteht aus einer unteren Etage und einer darüber liegenden. Adapter 1 am Router wird in der Garage sein und Adapter 2 im Büro neben an. Die räumliche Nähe muss nicht unbedingt etwas heissen, bezüglich der Phasen denke ich mal. Adapter 3 wird genau über der Garage im Wohnbereich sein. Bei diesem gehe ich einmal davon aus, das er mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer anderen Phase liegen wird. Wie gesagt, kenne mich damit nicht aus. Die Elektrik stammt aus Ende der 70er Jahre in dem Haus.

Hauptproblem ist halt, selbst mit Repeater ist das Wlan im oberen Wohnbereich solala und separate Lankabel ziehen mit dazu gehörigen Bohrungen kommen nicht in Frage. Daher bleibt leider wohl nur Powerlan. Würde es z.b. Sinn machen, den Adapter am Router als Verteiler direkt grösser zu wählen? Sprich ein 1000Mbit Modell. Würde damit geg mehr netto Leistung bei den kleineren 500er Modellen in den jeweiligen Räumen ankommen? Oder sollten alle Adapter die gleiche Bandbreite haben?
 
Hallo!

Ich habe in meiner Wohnung mehrere Adapter von Devolo (550 duo+)
im Einsatz. Meine Erfahrung damit ist, das die durchaus sinnvoll einsetzbar sind mit annehmbarer Übertragungsraten, aber wenn die Elektrik im Haus nicht mitspielt (Entkoppelte Phasen, andere Störquellen usw) dann is schnell Essig. Der Nachteil wie bereits beschrieben ist auch das die Stromleitungen nicht geschirmt sind.

Mein Kabelmodem steht im Wohnzimmer und der Router in der Abstellkammer. Das sind etwa 15m Stromleitung und hier liegt fast 450 Mbit an.

Mit einem zweiten Paar bringe ich einen Netzwerkanschluss in den Keller. Hier sinkt die Geschwindigkeit auf etwa 90-100Mbit.
Bei uns ist zwar der Sicherungskasten neu aber die Verkabelung ist teilweise an die 50 Jahre alt.

Man kann Adapter unterschiedlicher Bandbreite mischen. Die Vorraussetzungen dafür bitte beim jeweiligen Hersteller nachlesen.
Es ist hier dann meist so, dass sich die Übertragungsraten nach dem kleineren Modell richtet.
 
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Was die Phasenverteilung angeht, kann ich nur Vermutungen anstellen.

Phasen verteilt man nicht auf Etagen. Sie dienen der reinen Lastverteilung. Im Idealfall hat jede Etage jede Phase. In moderneren Schaltschränken verteilt man die drei Phasen mit fertigen Schienen auf alle verfügbaren Automaten, das ist dann ohne Überlegung vorher ein reines Glücksspiel wo welche hinkommt (weil es technisch "egal" ist).
Wenn die Idee Power-Lan fix ist, dann würde ich wirklich in die nähere Planung der Phasen gehen, oder einfach zwei Adapter bestellen und testen (die Resultate kann man schnell und einfach an der verfügbaren Bandbreite ablesen). Sollten sich bewahrheiten (bei 3 Phasen ist 100% Erfolg ja nur zu 33% gegeben ;-)), dass die Phasen unterschiedlich sind, kann ein Elektriker sowas in jedem Fall realisieren, "wenn" (nichts ohne dieses Wort) denn überhaupt die Phase der Garage auch bis zum gewünschten Platz schaltbar ist. Ansonsten wären auch hier wieder Stemmarbeiten notwendig, aber das hoffen wir doch mal nicht.

Sprich ein 1000Mbit Modell. Würde damit geg mehr netto Leistung bei den kleineren 500er Modellen in den jeweiligen Räumen ankommen? Oder sollten alle Adapter die gleiche Bandbreite haben?

"nein". Sicherlich sind Optimierungen in die neuern Standards geflossen, dennoch heisst bei gleich schlechter Leitung der neue Standard nicht die doppelte Rate.
 
Erst mal mit 2 Adaptern testen, hört sich gut an. Denke das werden wir so erst mal versuchen. Vielen Dank für alle Anworten!
 
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