Ein Mix plus weitere Ungereimtheiten. Mir gehts genauso und ich würde nach wie vor 100 mal lieber erneut die alte GoW Saga durchspielen, als das neue anzurühren. Die Formel hat sich für mich so schnell so hart abgenutzt, dass ich es mich selbst überrascht hat. Abgesehen davon gibt es zu viele Knackpunkt innerhalb der Spiele, die sich nach dem Abhaken einer Checkliste anfühlen, damit sich auch bloß niemand außen vor oder auf den Schlips getreten fühlt.
Ich vermisse die alten "auf-die-Fresse"-Spiele, die damit gespielt haben, "edgy" zu sein bzw. auch anecken durften und gar nicht den Anspruch hatten, jedermann gefallen zu müssen, ohne den Anspruch zu verlieren, ein gutes und vor allem integeres Spiel zu sein. Spiele, bei denen man merkte, dass die Entwickler Bock hatten, ein Spiel zu erschaffen, das sie gerne Spielen und erleben würden - und kein Spiel, welches sich anfühlt wie von einem Algorithmus errechnet, um einem Multimillionen Dollar Konzern und dessen Chairmen, die mittlerweile keinen Bezug mehr zu ihren Fans und ihren Spielen haben, weitere Millionen zu bescheren.
Diese alten (und ab und zu auch noch neuen) Herzensprojekte sind oft die Spiele, die es weit gebracht haben und/oder im Kopf hängen geblieben sind; Spiele die nach dem aktuellen gesellschaftlichen Trends gar nicht mehr entwickelt werden dürften/könnten. God of War (2005) war damals so ein Spiel, neben vielen anderen Spielen aus der Ära.
Um die Brücke zum Thema zu schlagen; ich glaube aus diesen Gründen würde mir auch Spiderman 2 keinen Spaß machen. Es ist eine beeindruckende technische Leistung, was die Damen und Herren da gezaubert haben, aber bei dem Spiel ansich muss ich passen. Heißt nicht, dass ich das Spiel schlecht reden oder jemandem den Spaß daran nehmen möchte, aber ich bin noch so vollgefressen von so vielen anderen Spielen dieser Art, dass ich kotzen müsste, einen weiteren Happen in mich reinzustopfen. Danke GoW 2018 und Forbidden West, ihr seid schuld.