Wieso sollte man heute ein Spiel rausbringen welches maximal ein paar Millionen potentielle Käufer hat?
Keiner wäre heute so dumm das zu machen, die meistverwendete Karte ist laut Steam Survey eine GTX 1060, und an sowas halten sich Entwickler, und nicht an dem Wunschdenken mancher User.
High-End-Hareware war früher auch ganz klar die Minderheit.
Trotzdem sind damals Spiele erschienen, welche jeden High-End-Rechner zum platzen gebracht haben.
Dein Argument läuft damit schonmal ins Leere.
Und was heißt wo bleiben diese Titel?
Viele davon sind tot weil sie offensichtlich nicht wirtschaftlich waren, ein Medal of Honor war Multiplattform und ist seit Warfighter eine tote Marke.
Spiele kommen und gehen.
Call of Duty war früher PC-Exklusiv.
Crysis ebenso, genauso wie
Quake,
Far Cry,
Battlefield,
Counter-Strike oder
Half-Life.
Oder Entwickler, die früher Spiele exklusiv für den PC gebracht haben, wie BioWare, Monolith, Croteam oder Blizzard.
Nun ist das nicht mehr der Fall.
Aber natürlich kann das nicht sein, dass das daran liegt, dass der PC alleine nicht genug Geld abwirft.
Neeein, natürlich nicht...
Du redest ständig von der Vergangenheit, Du solltest die Realität und das Jetzt mal akzeptieren.
Gaming ist heute ein viel größerer Bestandteil der Entertainment Industrie wie vor 15 Jahren, keiner kann es sich leisten 100 Millionen Dollar in ein Projekt zu investieren welches maximal 5 Millionen potentielle Kunden hat.
Dann lieber so dass 100 Millionen PC Spieler und 100 Millionen Konsolenspieler es spielen können. Bei solchen Budgets kann man es sich nicht leisten zu verlieren.
Quake 2 kam vor 21 Jahren, 1997, Du solltest Dich mit dem Gedanken anfreunden lassen dass das Jahr 2018 in vielerlei Hinsicht anders ist wie das Jahr 1997.
Ja, natürlich freunde ich mich mit dem Gedanken an, überwiegend account-gebundene Spiele zu spielen, die einen durch DLCs und Mikrotransaktionen fortwährend Geld aus der Tasche ziehen, zu spielen.

Oder Independent-Games, welche zwar an sich - vielleicht - recht innovativ und künstlerisch durchaus wertvoll sind, aber nur eine sehr kurze Spieldauer haben und meist ohne jeglichen Wiederspielwert.
Oder die ganzen, im Prinzip, seelenlosen Games, die nur ein altbekanntes Muster verwenden und keinerlei spielerische Tiefe aufweisen.
Oder mit den ellenlangen Forendiskussionen, welche Plattform nun die bessere für Spiele ist und/oder die bessere Grafik bietet usw. usf. - sowas gab's nämlich früher auch nicht, da war's jedem schnurzegal auf welchem Gerät man gespielt hat.
Seit die Service-Games den Markt übernommen haben, rentiert es sich schlicht nicht mehr, groß Gamer zu sein.
Passionierter Spieler bin ich deswegen jedenfalls schon lange nicht mehr.
Sorry, aber da gibt's schlicht bessere Hobbies.
