Ich halte es jedoch für wahrscheinlicher, dass ich den ersten voll funktionsfähigen Fusionsreaktor erleben kann, als einen Warpantrieb.
Die Frage ist: Schafft man das, bevor hier die Lampen(Ressourcen) ausgehen und wir uns wegen so banalem Zeug wie Wasser bekriegen
Um die Sache kurz zu erden und zu zeigen, warum der Artikel kompletter Stuß ist:
Um einen Warpantrieb zu bauen muß man den Raum so manipulieren, damit entweder die Zeit dort deutlich schneller vergeht oder die Längen schrumpfen. Man macht also entweder aus einer Sekunde eine Stunde oder aus einem Meter einen Millimeter, oder sogar noch extremer. Solche Bedingungen existieren an den Rändern von schwarzen Löchern (in Sachen Zeit umgekehrt). Nachdem man das geschafft hat, muß man nur noch eine Möglichkeit finden, das ganze abzuschirmen, denn sonst würde die Erde von den Kräften zerrissen, auch wenn man am Mars vorbeifliegt, vom Inneren wollen wir garnicht reden. Wenn man das geschafft hat, dann kann man das Innere des Schiffs durch die manipulierte Blase schicken und es sieht für den ruhenden Beobachter aus, als würde das Schiff mit (über) Lichtgeschwindigkeit reisen, während für die Leute im inneren alles normal bleibt.
Soweit die Theorie.
Der Punkt ist, dass wir all das nicht mal im Ansatz beherrschen, wirklich gar nichts. Das Konzept ist sogar noch gewagter, als die Vorstellung alter Zivilisationen, man könnte einen Turm bis zum Mond bauen. Einen 380.000km hohen Turm zu bauen ist in der Theorie nicht ausgeschlossen, wir haben da irgendwelches Nanomaterial, bei Warpantrieb fehlt uns komplett das Verständnis. Wenn es irgendjemand irgendwie schafft, den Raum künstlich zu manipulieren, damit die Zeit auch nur ein Millionstel schneller vergeht oder er um ein millionstel schrumpft (ich rede hier von künstlich, also nichts das durch Gravitation oder Geschwindigkeit gemacht wird), dann ist einem der Nobelpreis absolut sicher (sofern man nicht vorher das zeitliche segnet).
Zu behaupten, es wäre ein Wettrennen im Gang oder dass das ganze in aabsehbarer Zeit kommen könnte, ist völliger Blödsinn.
Afaik ist weder gelöst, wie man Stoffe im Plasma austauschen soll, um einen fortwährenden Betrieb zu gewährleisten, noch ist man mit der jetzigen Technik in der Lage, die nötigen Magnetfeldstärken mit der verfügbaren Energie zu erzeugen: Der Reaktor wird heiß, um Energie gewinnen zu können <=> die Magneten bleiben kalt für Supraleitung <=> die Magneten sind nah am Reaktor, um eine hohe Feldstärke zu erreichen. Pick 2 of 3.
Das ist vom Prinzip kein Problem, man muß die Reaktoren nur entsprechend groß bauen, das ist bekannt. Das Problem ist, dass das extrem teuer ist (ITER ist die Sparversion) und die große Frage ob das wirtschaftlich ist. In Deutschland hat man ja eine Phobie vor Nuklearmüll, international muß sich das Konzept gegen konventionelle Kernkraftwerke behaupten können. Fraglich, ob das gelingt.