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PC Upgrade vom i7 860 auf i7 6700K

Nein, das wäre noch schlimmer.

Das Problem ist einfach, dass diese Netzteile technisch alt und gruppenreguliert sind.
(Hier folgt ein Text von Threshold den ich etwas übrarbeitet habe)

Ein gruppenreguliertes Netzteil bedeutet, dass die drei vorhandenen Spannungen im Netzteil (3,3V, 5V und 12V) gemeinsam erzeugt werden. Diese drei Spannungen sind also abhängig voneinander.
Belastest du nun eine Leitung sehr stark (heute meist nur 12V für GPU, da 5V nur für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich nicht mehr benötigt), sinkt die Spannung dieser ab, sodass statt 12V z.B. nur noch 11,6 vorhanden sind. 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX-Spezifikation, bei 11,4 Volt wird es aber schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5V-Leitung bis 5,5V oder gar 6V angehoben wird.
Dies kann nur ausgeglichen werden indem man die zu hohe Leitung stärker belastet. Dies ist aber nicht so einfach, da es kaum Komponenten im PC gibt, welche 5V benötigen. Eine SSD oder HDD schafft diese Belastung nicht.
Wenn in dem gruppenregulierten Netzteil noch eine billige Filterung und Glättung vorhanden ist (zu erkennen an den verbauten Kondensatoren), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung.
Man kann die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, aber es ist möglich, sie so weit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss auf die Hardware mehr hat.
Sobald die Restwelligkeit aber wieder ansteigt, hat sie ab einem gewissen Punkt wieder Einfluss auf die Hardware. Oft ist das der Grund, warum Festplatten ausfallen.
Bei guten Netzteilen mit entsprechenden Schutzschaltungen, schalten diese ab, sobald die Spannung auf einer Leitung unter einen gewissen Wert sinkt.
Wenn man zum Beispiel mit einem gruppenreguliertem 450 Watt-Netzteil (Beispiel be quiet System Power 7) eine Grafikkarte übertaktet, dann schaltet das Netzteil ab, obwohl die Leistung des Netzteiles ausreichen sollte. Das Netzteil schaltet ab, da wie Spannung der 12V-Leitung unter einen bestimmten Wert sinkt und die 5V-Leitung nicht ausreichend belastet wird.
Es gibt allerdings auch Netzteile, welche gar nicht abschalten und weiter Strom zuführen, auch wenn die 12V-Leitung schon unter 10V gefallen ist. Dies liegt dann an dem Fehlen der Schutzschaltungen.
Beispiele für diese Netzteile wären z.B. die Corsair RM-Serie und die Thermaltake Germany-Serie.
Das wird auch dann zum Problem, wenn man Netzteile hat, die sehr viel Leistung bringen, z.B. ein be quiet L8 mit 730 Watt. Dies suggeriert einem, dass es eigentlich genug Leistung für Multi-GPU haben sollte. Allerdings ist die Spannungsstabilität dabei so schlecht, dass man sie dafür nicht nutzen sollte.
Dann gibt es so genannte Indy-Netzteile. Bei denen werden, wie der Name schon erahnen lässt, die verschiedenen Spannungen unabhängig voneinander erzeugt. Dies passiert mit Hilfe eines DC-DC-Converter. Daher werden diese Netzteile auch DC-DC-Netzteile genannt. Der Vorteil dabei ist die Spannungsstabilität. Selbst wenn die 12V-Leitung sehr sehr stark belastet wird, hat dies keine Auswirkungen auf die 5V- und 3,3V-Leitung.
Dennoch sind Schutzschaltungen unumgänglich, denn bei einem Fehler wird sonst das Netzteil nicht abgeschaltet und es könnte zu Schäden an der Hardware kommen.

Es gibt aber auch Netzteile, welche so stake Kondensatoren haben, dass sie Problemlos mehr Leistung bewältigen können. Da wäre zum Beispiel ein be quiet P11 mit 550 Watt zu nennen, welches in der Lage ist, kurzfristig mehr als 700 Watt zur Verfügung zu stellen, ohne dass sich die Spannungsstabilität ändert. Das P11 wäre zum Beispiel sehr gut für ein Multi-GPU-System zu empfehlen.

Außerdem gibt es noch die Sache mit dem Peakwert. Aktuelle Grafikkarten (z.B. die 900er Serie von Nvidia) haben zum Teil stark schwankende Peakwerte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen maximaler Last und Idle hin- und herschalten. Grund dafür ist der Boost-Modus in den aktuellen Karten.
So kann es passieren, dass eine Karte mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 180 Watt einen Peak über 300 Watt hat. Dieser Unterschied wird bei übertakteten Karten noch größer.
Einen interessanten Test dazu gab es vor einiger Zeit bei Toms Hardware (als die 900er Serie von Nvidia auf den Markt kam), dort lag die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas unter 200 Watt, allerdings gab es Peaks bis 400 Watt.

Zusammengefasst:
Gruppenregulierte Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung (was heute, angesichts der 12V-Leitung der Normal fall ist) ein Problem mit der Spannungsstabilität. Dies führt im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils (wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind), im schlimmsten Falle aber zur Beschädigung der Hardware (falls Filterung und Glättung schlecht sind).
Indy-Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Hier ist allerdings der Nachteil, dass im Bereich der maximalen Leistung die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt. Dies ist oft auf schlechte Komponenten im Netzteil zurückzuführen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schutzschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, welches aber erst jenseits von 80 Ampere greift, denn schon bei weniger als 50 Ampere fangen die Leitungen an zu schmelzen.

Moderne Netzteile, wie das be quiet E10 oder auch das Antec Edge (es gibt natürlich noch weitere) haben keine Probleme mit den Peak Werten. Ihre Filterung kann dies problemlos abfangen.
Bei älteren oder gruppenregulierten Netzteilen kann es passieren, dass diese Peaks zu hoch sind und die Schutzschaltung greift (abfallende 12V-Leitung).
Dies ist gerne in älteren Netzteilen der Fall, denn Kondensatoren werden über die Zeit belastet und altern somit. Wenn ein Kondensator platzt, dann kann es zu Schäden kommen.

Das heißt nicht, dass alle Netzteile, welche älter als 4 Jahre sind, sofort entsorgt werden müssen. Wenn man die Hardware nicht verändert und alles gut läuft, dann besteht erstmal kein Grund dazu, ältere Netzteile auszutauschen.
Allerdings ändern sich die Konfigurationen von Zeit zu Zeit. Wenn man nun von einem Sockel 775-System mit GTX 280 auf ein aktuelles System mit aktueller Grafikkarte updated, sollte man sich im Klaren sein, dass das Netzteil von damals vielleicht den modernen Ansprüchen nicht gerecht wird. Dann wäre es notwendig, das Netzteil auszutauschen.
 
Hmm, danke. Also wenn ich das so lese, sollte ich wohl eher mein altes Tagan weiternutzen (hat sich nie abgeschalten oder sonstwas gemacht) und dann in ein paar Monaten ein vernünftiges neues einbauen. Dann kann man dann auch wieder 100-150 Euro investieren.
 
Das heißt nicht, dass dein Netzteil sofort alles kaputt macht. Ich möchte keine Panik machen sonder lediglich aufzeigen, was im schlimmsten Fall passieren kann.

150€ musst du gar nicht investieren, 70-100€ reicht schon voll aus.
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ggf noch Cougar GX-S450 450W ATX 2.4 Preisvergleich | Geizhals Deutschland
 
Es war ein Vorschlag, um etwas Geld zu sparen. Natürlich ist ein i7 6700k bzw i7 700k top. Aber so viel Geld muss man eben nicht investieren. ;)
 
Hmm, danke. Also wenn ich das so lese, sollte ich wohl eher mein altes Tagan weiternutzen (hat sich nie abgeschalten oder sonstwas gemacht) und dann in ein paar Monaten ein vernünftiges neues einbauen. Dann kann man dann auch wieder 100-150 Euro investieren.

Was für ein Tagan ist das denn?
Ich kenne jetzt keins, das brauchbar ist.
 
Habe mir bei Caseking mal das Cougar GX-S 80 Plus Gold 450W hinterlegen lassen und nehme es mit, sobald ich die CPU und das MB abholen kann. Das Corsair werde ich dann mal zurückschicken.
 
So, seit vorhin liegt jetzt folgendes vor mir und wird heute/morgen zusammengebastelt:

intel i7 6700K
Prolimatech PK2 Nano WLP (Wollte es nicht drauf ankommen lassen ob meine 7 Jahre alte Arctic Silver noch was taugt)
MSI Z170A Gaming M3
2x8 GB Crucial Ballistix Sport LT DDR4-2400
Cougar GX-S 450W

Vielen Dank an alle für die rege Diskussion und Anregungen, vor allem Schnuetz1 wegen des Netzteils!
 
Gerne.

Hast du vor zu übertakten?

Nicht unbedingt, meinen i7 860 habe ich erst vor 2 Jahren auf 3,6 GHz übertaktet. Aber wenn du Tipps hast, dann bin ich immer offen. Wenn dann eher meine GTX970, wobei ich schon mit einer GTX 1070 liebäugle in 1-2 Monaten, obwohl ich bei Grafikkarten eigentlich immer nur jede 2. Generation update. Aber es juckt mir irgendwie in den Fingern ;-)

Freu mich schon heute Abend wieder zu basteln, auch wenn es mir wie so oft beim Grafikkartentausch etwas Sorge bereitet wie ich das alles in mein Inter-Tech HTPC 2008-V reinbekomme. Da gehts jetzt schon sehr eng zu. Hoffe, dass durch das Ausbauen der alten Festplatten mehr Platz reinkommt, da ich dann die HDD-Käfige weglassen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
GTX970 ist eh eine Mühle mit den 3,5GB VRAM. Mich nervt sie auch schon eine Weile, ich warte aber geduldig auf AMD Vega. :D

Das MSI M3 ist, vorsichtig gesagt, nicht ideal für stärkere Übertaktung. Durch die fehlende LLC (Loadline Calibration) sickt oft der Vcore ab und das System wird instabil.
Solltest du mal im Hinterkopf behalten, falls du mit Instabilitäten zu kämpfen hast.
Die Spannungswandler mögen viel Spannung auch nicht so gerne.

Ansonten auf jeden Fall viel Spaß mit dem neuen Unterbau!
 
GTX970 ist eh eine Mühle mit den 3,5GB VRAM. Mich nervt sie auch schon eine Weile, ich warte aber geduldig auf AMD Vega. :D

Das ist bei mir wie bei der CPU. Immer wieder zu NVIDIA zurück, auch wenn die AMD GPUs weniger enttäuschend waren als die Prozessoren.

Ich halte mal Ausschau, ob ich eine 1070 für max. 350 Euro finde oder was Gebrauchtes. Habs ja nicht eilig. Würde auch ne 980 nehmen, aber die ist leider zu lang, passt nicht ins Gehäuse. Diese 1070 Mini hats mir irgendwie angetan. Sieht süß aus die Kleine. :D
 
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