PC-Piraterie wirklich so schlimm wie behauptet?

Schreiberling

PC-Selbstbauer(in)
Moin!

@Liebe Admins: Es scheint kein allgemeines Spielekultur-Forum zu geben, bei Bedarf einfach verschieben.

Mittlerweile haben ja viele Spiele-Entwickler bescheinigt, dass PC-Piraterie starke Auswirkungen auf ihr Geschäft gehabt hat, und dass das ein Grund für den Statusverlust der Plattform PC sei. Ich bekam teilweise den Eindruck, dass z. B. CliffyB von Epic Games geradezu verbittert darüber war und gerne gerade für den PC weiter entwickelt hätte, sich dann aber zu einem Umdenken gezwungen sah (ich muss das Interview nochmal rausfischen). Kennt ihr da gute Quellen zu den Zahlen der Piraterie? Immerhin ist das Ganze ja schwer zu beziffern, da es keine »offiziellen« Zahlen geben kann. Ich finde es komisch, dass heutzutage noch so viel kopiert werden soll, zu einer Zeit, da PC-Spiele heutzutage doppelt und dreifach gesichert sind, z. B. durch
1. CD im Laufwerk
2. Seriennummer wird abgefragt
3. Spiel wird an einen Account gebunden
4. Spiel wird teilweise sogar an die eigene Hardware gebunden.
Müsste dies nicht dem Kopieren einen Riegel vorschieben? Früher war es doch wesentlich einfacher, ein Spiel zu kopieren? Ich kaufe meine PC-Spiele jedenfalls grundsätzlich selber, und bei zwei Spielen schon wurde meine Seriennummer nicht angenommen (UT2004 und Nail'd). Glücklicherweise waren das zu der Zeit keine Vollpreisspiele mehr. Man müsste als ehrlicher Käufer eher gehegt und gepflegt werden (das könnte mit gewissen Offline-Inhalten wie Postern usw. gelingen).

P.S. Der Trend zu Free2Play macht mir Sorgen. Zunächst klingt das verlockend, aber man macht sich doch was vor, wenn man Leistung zu nix bekommen soll. In Wirklichkeit handelt es sich doch um Free2Begin, und schlussendlich landet im Schlund Free2Play leicht mehr Geld als bei einem Vollpreistitel. Außerdem zahle ich ungern hartes Geld für flüchtige Dinge, die irgendwo geladen werden und später wieder verschwinden können. So altmodisch es klingt, ich habe gerne eine Schachtel bzw. DVD-Box im Regal liegen, um das Spiel auch physisch besitzen zu können. Mit den DVD-Boxen ist leider auch ein bisschen Schachtel-Artwork aus den guten alten Zeiten verschwunden, finde ich. Ich habe zuhause immer noch meine Schachteln von Unreal, Unreal Tournament, No One Lives Forever etc. *schwärm*. Manches vom früheren griffig-physischen Flair ist verschwunden mit der superschnellen und manchmal etwas beliebigen Internetwelt.

Was denkt ihr darüber?

Exzellenter Artikel zum Weiterlesen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hui, mehrere Themen gemischt :D

1:
Piraterie ist tatsächlich ein riesiges Gebiet, und man hört abartig hohe Zahlen von Kopien. Das ist natürlich alles sinnfrei, da man ja nicht feststellen kann, wer es denn alles kopiert hat :D
Sicher bleibt, dass es wirklich viele sind.

Es wäre jedoch Unsinn anzunehmen, diese Spieler würden die Spiele andernfalls alle kaufen. Ich würde mal behaupten, dass die Meisten das Spiel eifnach nicht spielen würden, wenn sie es bezahlen müssten.
(Gleiches Thema auch bei Musik und der GEMA, aber das schweift jetzt ab)

2:
Man kann jedes Sicherheitssystem knacken :P Der ewige Wettlauf zwischen Sicherheitssoftware und Crackern/Blackhead-Hackern :D

3:
Eine Spieleschachtel ist wirklich was feines, ordentlich Sachen bekommt man da aber auch nur in Limited Editions.
Die altbewährte Sicherheit eines Datenträgers mit einer Version des Spiels drauf ist natürlich längst Quatsch. Ohne Steam/Origin/Uplay läuft fast nix mehr, sollten die in 10 Jahren eingestellt werden bringt dir die DVD auch nichts mehr. Natürlich geht es dank obengenannter Fraktion auch schon jetzt ohne, aber zB ein Battlefield 3 oder Medal of Honor ist ohne Battlelog wirklich zu garnichts mehr zu gebrauchen.
Dieser Schritt ist eine Gradwanderung zwischen Fortschritt und Unsinn, und für Menschen, die gerne mal wieder alte Spiele ausbuddeln natürlich auch ganz übel.
(Ich persönlich frage mich auch, was jetzt eigentlich an BL besser sein soll als an einem normalen Spielmenü ... und den Social-Network-Aspekt nutzt auch kein Mensch, der wird auch von allen Usern sehr einstimmig als überflüssig bewertet)
 
Die altbewährte Sicherheit eines Datenträgers mit einer Version des Spiels drauf ist natürlich längst Quatsch. Ohne Steam/Origin/Uplay läuft fast nix mehr, sollten die in 10 Jahren eingestellt werden bringt dir die DVD auch nichts mehr.
Das stimmt, aber immerhin kann man von einem Datenträger problemlos mal eben neu installieren - wie das bei Downloads ist, weiß ich nicht, da ist die Kontrolle wohl nicht ganz so groß, das Serviceprogramm Origin/Steam/Ubiplay etc. übernimmt oft völlig die Regie. Bei irgendeinem Spiel kann man die Sprache auch nur bei einer DVD-basierten Version ändern (Batman Arkham City?). Über die Abhängigkeit von Servern habe ich auch nachgedacht, das stimmt schon. Ich hoffe nur, dass die ganzen Fesseln nach ein paar Jahren mit einem letzten Patch weggepatcht werden (oft wohl ein frommer Wunsch), wie bei UT436. Wenn man Spiele als Kulturgut ansieht, ist es schon ziemlich haarsträubend, sich vorzustellen dass innerhalb einiger Jahre ein Spiel nicht mehr funktioniert - man stelle sich mal vor, ein Beatles-Album hätte sich in den 1970ern selbst zerstört und müsste jetzt aufwendig restauriert werden, um wieder angehört werden zu können.
 
NEIN
Es ist sogar so das die Szene release Werbung für alle PC Spiele sind.
Klar es gibt Einige die das als Selbstbedienungsprogramm sehen, aber solche Menschen würden auch normal ohne diese Angebot kein PC Spiel kaufen.
Ist etwa so wie der gemeine Videotheken Spiele Ausleiher bei den Konsolen, würde es das Angebot nicht geben würde man halt gar nicht Spielen.

Wo kein Angebot da keine nachfrage.
 
Neuinstallationen sind bei Steam und Origin eigentlich halb so wild. Ich habe noch nie ein Spiel "deinstalliert" und dann neuinstalliert, aber die Spiele sind schon mal umgezogen:

Beide Programme sortieren die gesamten Daten fein säuberlich in Ordner, die nach dem Spiel benannt sind. Wenn man diese bei einem neu installierten Origin/Steam einfach wieder dareinkopiert, erkennt der Download-Manager was bereits da ist und ergänzt. Macht also zB nur die Registry-Einträge neu, oder ergänzt nur die fehlenden Daten.

Das funktioniert soweit sehr gut, aber sonst wärs ja auch unzumutbar.

Ein Spiel deinstallieren geht zumindest bei Steam so halbwegs, indem man die lokalen Daten löscht. Ob das wirklich einer sauberen Deinstallation gleichkommt weiß ich nicht, aber das geht ja auch wiederum noch über die Systemsteuerung.


Ich fand die Grundidee von Steam/Origin anfangs auch nicht gut, habe mich mit den beiden aber mittlerweile angefreundet. Solange sie laufen ist das ja nicht schlecht. Die Frage ist natürlich, was passiert wenn die mal abgeschafft würden ... Aber derartige Fragen stellen sich in der aktuellen technisierten Welt natürlich überall ;) Unser Finanzwesen würde auch zusammenbrechen wenn in Deutschland plötzlich ein Virus alle Internetserver killt :D
 
Interessantes Thema ;) .. schonmal :daumen:

Ich denke schon das den Firmen ein beträchtlicher Teil an Geld verloren geht bei der ganzen Raubkopiererei .. allerdings finde ich die Entwicklung der Gesellschaft in diese Richtung generell ziemlich negativ, heute laden die meisten weil sie kein Geld für etwas ausgeben möchten, weil sie dem Produkt und den Menschen dahinter keinen Respekt mehr zollen, es wird sogar nichtmal als Diebstahl angesehen sich kostenlos Sachen zu ziehen. Ein großer moralischer Verfall ist meiner Ansicht nach hier viel bedenklicher und natürlich zeigen sich hier Veränderungen in der Entwicklung von Kopierschutz, der Preisentwicklung und der generellen Überwachung von Software und Usern.
 
Also ich bin etwas belesen über die "Szene" und höre von "Bekannten" das sie die Spiele ausprobieren und auf einen geeigneten Zeitpunkt zum Kauf warten.
Besonders bei Spielen die sich Online abspielen oder zum Start ziemlich verbuggt sind aber vom Gameplay her gut so unter anderem Skyrim.
Ich denke auch das man für Spiele bezahlen sollte die es wert sind.
Ich bin obwohl ich dank meiner langsamen Internetleitung unter Systemen wie Steam oder Origin leiden ein großer Supporter von eben diesen.
Der Kopierschutz der gerade durch Steam gewährleistet wird, sowie die Community, Rabatt Aktionen und Generell die Mentalität von Valve halte ich für unübertroffen.
So habe ich durch diese Angebote schon viel Geld gespart und viel Freude an zusätzlichen Inhalten wie den Workshops für Skyrim gehabt.

Was Free2Play angeht bin ich zweigeteilter Meinung, einerseits bietet es vielseitiges Gameplay und Spielspaß auch in grafisch anspruchsvollen spielen (Generals 2,Team Fortress 2, Battlefield Play4Free oder auch LeagueOfLegends, wobei letzteres auf das Spiel fokusiert ist).

Negativ denke ich über Pay2Win, mir ist bis jetzt noch kein solches Spiel auf die Festplatte gegangen aber der Allgemeine Konsens beschreibt dies häufig als Problem


Gruß

Mick Jogger
 
Ich denke auch das man für Spiele bezahlen sollte die es wert sind.

Da würde mich persönlich nur interessieren wer dies deiner Meinung nach entscheidet, du ? Versteh mich nicht falsch :) .. das ist kein Angriff, nur wer bestimmt darüber welches Spiel es wert ist und welches nicht ? Im Grunde steckt in jedem Spiel und in jedem "geschaffenen" Arbeit, es geht hier ja um Eigentum.
 
Ich finde es komisch, dass heutzutage noch so viel kopiert werden soll, zu einer Zeit, da PC-Spiele heutzutage doppelt und dreifach gesichert sind
Die Leute kopieren die Spiele heute ja nicht selbst wie früher indem man in eine Videothek ging, sich mit CloneCD eine 1 zu 1 Kopie gemacht und das Original wieder zurück in die Videothek gebracht hat. Heute zieht man sich ein fertig gecracktes Image bei irgendeinem One Click Hoster wenn man schlau bzw. über Torrent, wenn man dumm ist.

Außerdem zahle ich ungern hartes Geld für flüchtige Dinge, die irgendwo geladen werden und später wieder verschwinden können. So altmodisch es klingt, ich habe gerne eine Schachtel bzw. DVD-Box im Regal liegen, um das Spiel auch physisch besitzen zu können.
Steam bietet eine Backupfunktion aller einmal heruntergeladenen Spiele. Damit lässt sich die eigene Sammlung gut archivieren und das Problem des flüchtigen Mediums ist gelöst. Allerdings ist das letztlich nur eine Illusion, solange eine Plattform wie Steam für die Ausführung des Spiels benötigt wird.

Von der Idee, dass bei Abschaltung eines DRM Dienstes wie Steam, UPlay, Origin etc. ein Patch für alle daran gebundenen Spiele bereit gestellt werden wird, sollte man sich schleunigst verabschieden. Das ist rein rechtlich schon vollkommen ausgeschlossen, weil hierbei die Publisher der einzelnen Spiele und nicht Valve das letzte Wort haben. Eher werden die Spiele in einer Classic Version nochmal verkauft werden, als dass es einen NoDRM Patch geben wird.
 
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@Conspiracy
Ich glaub ich hab mich etwas falsch ausgedrückt.
Ich würde nicht die Spiele raubkopieren die mir nicht gefallen bzw. die es nicht wert sind.
Man muss sich genau wie bei einem Hardwarekauf vorher informieren und dann entscheiden ob es einem persönlich Wert ist.
Die Alternative dazu ist nicht es sich raubkopiert holen sondern es garnicht zu holen.
Denn wie in binär zählt nur 1 oder 0 also Kaufen oder es bleiben lassen.
Von dem Zwischenweg dem raubkopieren halte ich wie gesagt nicht besonders viel.
 
Mich würden auch mal die Zahlen interessieren, wie viel heutzutage noch Raupkopiert wird und wie viel das früher war.
Ich gebe zu, früher flogen viele Raubkopien bei Lan's über die Tische. Ich hab mir dennoch die Spiele gekauft, die mich auch interessierten. Heutzutage kommt nur noch 1 oder 2 Spiele im Jahr ins Haus. Zum einen, da einfach gar nichts tolles mehr auf den Markt kommt, das mich noch vor den Bildschirm fesselt, zum anderen weil ich auch wegen Studium kaum Zeit habe. Meist spiele ich, wenn ich spiele, sehr intensiv, einige Stunden.
Ich kaufe auch lieber mir die Spiele, weil ich sie dann auch selber im Regal sehe. Man muss sich auch keine Sorgen machen dass irgendwann mal der Downloadserver nicht mehr erreichbar ist, wobei heutzutage ja schon alles eine Internetverbindung benötigt. Und wenn wir schon beim Internet sind, hier auf dem Land ist auch gerade durch das Internet spielen heutzutage unmöglich. Will man mal speilen gibts n' neues Update und lässt es deswegen dann doch. 30km Luftlinie zur Cebit sind es von hier ;)
Ich finde diese ganzen Kopierschutzmechanismen einfach nur lästig. Zum einen Budgetverschwendung die in die Entwicklung gehen hätte können, zum anderen bei sowas wie bei GTA 4 extrem nervend.

Insgesamt würde ich sagen, dass früher um einiges mehr gecrackt und kopiert wurde. Heutzutage lohnt es sich kaum noch, da man meist Online spielt und dafür einen richtigen Key braucht. Aber wer natürlich kein Geld ausgeben will kommt trotz DRM und Onlinezwang drum rum, aber um einiges umständlicher als früher.
 
Da würde mich persönlich nur interessieren wer dies deiner Meinung nach entscheidet, du ? Versteh mich nicht falsch :) .. das ist kein Angriff, nur wer bestimmt darüber welches Spiel es wert ist und welches nicht ? Im Grunde steckt in jedem Spiel und in jedem "geschaffenen" Arbeit, es geht hier ja um Eigentum.

Jeder für sich selbst..
 
Hallo Schreiberling und die anderen,

Auf Grund des neuen Leistungsschutzrechtes und die allgemeine Verunsicherung über ihre gesetzlichen Folgen, kann ich leider keine Links posten. Ich mach es aber trotzdem. Alle Rechte an den Links liegen bei ihren jeweiligen Rechteinhabern. Ich weiß von nichts, muss wohl meine Katze gewesen sein, die über die Tastatur gelaufen ist. dfsHhdhDHIVNJHühiogfj321 Laut des Artikells bei ComputerBase liegt der Anteil in Deutschland bei 26% und macht etwa 2 Mrd € aus im Jahr 2012.
Und Kopierschutz ist für die Tonne. Willst du einen Schutz entwickeln, der lange genug hält, so das sich das knacken nicht lohnt, muss du eine Menge Geld in die Hand nehmen. Dann muss du dafür sorgen, das der auch überall funktioniert. Ein Grund, warum Konsolen so beliebt sind für Entwickler. Eine Plattform, ein Ergebnis. Und schlussendlich geht es um garantierte Einnahmen.
Raubkopien werden nicht 1zu1 umgerechnet, aber bestimmt zu 20% bis 50%. Und so kannst du dir selber errechnen, wie sinnig ein Kopierschutz für zig Millionen ist, der auch noch nach einer Woche geknackt ist. Das meiste is dummes Geschwetz, was Firmenbosse über Software- und Filmpiraterie reden. Weder Studien, die Wahrheit der Statistiker, noch signifikante Gewinneinbrüche lassen darauf schließen, dass Raubkopien DAS Problem sind, dass die Unternehmen aus den Branchen haben. Es ist aber immer leichter anderen die Schuld zu geben, als seine eigenen Konzepte zu überarbeiten. Und sein wir mal ehrlich. Selbst die guten Filme oder Spiele sind zum größten Teil einfach nur noch Schrott. Folgen immer den gleichen, ausgelutschten Klischees und präsentieren uns das ewig gestrige als neu, hip und modern. Und wenn wir Glück haben, bekommen wir sogar eine neue Engine oder 4k3D: "Schärfer als die Realität." Schon mal Chilli gegessen, das ist scharf und brennt auch noch zweimal für den Preis von einem.

Bitte nicht lesen, totaler Mist
Ich hab erst letztens eine CD gefunden, die schon an die 15 Jahre alt ist. War eine Industriepressung. Kann nicht mehr gelesen werden. Hat damals 29,99 DM gekostet. Ist nichts mehr Wert. So läuft das auch mit den Spielen bei Steam. Guck dir nur einfach mal bei Steam Fallout 3 an. Da steht schön "nicht für Win 7 optimiert". Warte noch 2-3 Jahre und du kannst das Spiel auf Windows purpurzinober nicht mehr spielen. Oder Homeworld:Cataclysm ist vielelicht 10 Jahre alt. Läuft unter Win 7 nicht mehr, weil der Kopierschutz nicht Win 7 kompatibel ist.
Verabschiede dich von der Vorstellung, irgendwas würde auch noch in 10 Jahren funktionieren. So funtioniert die Wirtschaft nicht. Und die Spanne, in denen Produkte noch mit älteren kompatibel sind, wird sich immer mehr verkürzen. Apple macht das schon ganz gut. Jedes Gerät ein neuer Stecker. Denn die, die keine Ahnung haben, wundert es aber stört es wohl nicht. Rechne es dir selber aus. 20 Mio Geräte jedes Jahr neu + neue Peripherie macht summa summarum noch mehr Geld. Geld Geld Geld.

An dieser Stelle muss ich noch einmal darauf hinweisen, dass nicht mehr weiter gelesen werden sollte. Ich spoiler das doch nicht ohne Grund.

"Der ehrliche Käufer." :D Du müsstes sehen, wie ich über den Boden rolle. Köstlich, so viel Naivität.
"Ich entwickle nicht für die Kunden! Ich entwickle nicht für die Kunden! Ich entwickle nicht für die Kunden!" So oder so ähnlich steht Cliff morgens vor dem Spiegel. Das ist sein Mantra. Den Cliff ist Entwickler. Einer der guten, wie man sagt. Vielleicht sogar der Beste. Aber das sagen nur seine Freunde. Und nur, wenn er dabei ist.
Cliff ist verwirrt. Denn Cliff fragt sich nun schon seit einiger Zeit: "Warum sind denn die Spieler alle so, wie sie sind. Unfair. Unersättlich und vor allem: ungemein Dumm, ahnungslos und hoffnungslos."
Cliff weiß das nicht. Cliff hat keine Ahnung. Cliff macht nur seinen Job.

Ein bisschen Werbung und schon wirds trotzdem angeguckt. Deswegen kriegen wir so viele dumme Spiele.

Ein kleines Gedankenexperiment. Wenn du noch einmal nicht weiter weißt, weil du irgendwas nicht versehst oder nicht begreifen willst, warum das so gemacht wird, stell dir die Fragen: "Wer hat da seine Finger im Spiel? Wer hat dadurch einen Vorteil?" Und vielleicht die wichtigste Frage von allen: "Kann ich anders mehr Geld kreieren?" Mit diesen drei kleinen Fragen kannst du etwa 90% aller wirtschaftlichen Entscheidungen nachvollziehen und sogar verstehen, wenn du bereit bist, jegliche Moral, Rücksicht und Anteilnahme über Bord zu werfen. Hast du das geschafft, dann bis du bereit für ein BWL Studium.
Jeder, der sich hier beleidigt fühlt. Ihr gehört natürlich zu den anderen 10%, die auf Grund von Nächstenliebe, Anteilnahme und Rücksicht Entscheidungen in einem Unternehmen treffen. Und kommt mir blos nicht mit Wettbewerb und Konkurrenz.
Doch bitte, kommt mir damit!

derGronf
Hier wollt ich eigentlich Cliff beleidigen, weil er den Anschein erweckt, ein bisschen Minder bemittelt zu sein. Aber man soll sich ja über kranke Menschen nicht lustig machen, wenn sie nichts dafür können. Deswegen habe ich mich entschieden, Cliff nicht zu beleidigen, ihn nicht als Arschloch zu bezeichnen und vor allem auch nicht zu behaupten, das Cliff schon seit einiger Zeit jeglichen Kontakt zur Realität verloren hat. Das entspricht vor allem auch nicht meiner Meinung.dAFJKNGJK:R§iogajkgauil Ah, Katze, gehst du da weg!

PS: Mit Cliff meine ich nicht Cliff Bleszinski. Ihr könnt für Cliff jeden belibiegen Namen einsetzen, der gerade dazu passen könnte. Der ganze Text entspringt nicht meiner persönlichen Meinung. Ich konnte nur gerade den Text nicht löschen, den mein Kapuzineräffchen Katze hier durch zufall eingetippt hat.
 
Von der Idee, dass bei Abschaltung eines DRM Dienstes wie Steam, UPlay, Origin etc. ein Patch für alle daran gebundenen Spiele bereit gestellt werden wird, sollte man sich schleunigst verabschieden. Das ist rein rechtlich schon vollkommen ausgeschlossen, weil hierbei die Publisher der einzelnen Spiele und nicht Valve das letzte Wort haben. Eher werden die Spiele in einer Classic Version nochmal verkauft werden, als dass es einen NoDRM Patch geben wird.
Nee, ich dachte da an den Spieleentwickler selber, nicht die Plattform.

Insgesamt würde ich sagen, dass früher um einiges mehr gecrackt und kopiert wurde. Heutzutage lohnt es sich kaum noch, da man meist Online spielt und dafür einen richtigen Key braucht. Aber wer natürlich kein Geld ausgeben will kommt trotz DRM und Onlinezwang drum rum, aber um einiges umständlicher als früher.
Das meinte ich nämlich. Heutzutage zieht man als ehrlicher PC-Spieler nämlich alle Nachteile auf sich: erst hat man brav bezahlt, wird dann aber mit unzähligen, störanfälligen Schutzmechanismen malträtiert, und bekommt oft nur einen lustlosen Konsolenport serviert. Das ist ein bisschen so, wie wenn man sich gerade eine teure Blu-ray gekauft hat, und sich dann die nicht überspringbaren Disclaimer mit ihren Bohrinseln (ich LIEBE sie!) & co reinziehen muss, obwohl die ja eigentlich an die Nutzer illegaler Kopien adressiert sind.

Um es zusammenzufassen: ich sehe es so, dass sowohl die Spielefirmen als auch die Spieler gewisse Verpflichtungen haben: die Spielefirmen, ein ordentliches und faires Produkt abzuliefern, und die Spieler, dieses Produkt dann auch zu bezahlen. Beide Seiten verhalten sich manchmal egoistisch: Manche Spieler ziehen Raubkopien vor, und Spielefirmen missbrauchen teilweise ihre Macht bei Origin & co und legen miesen Verbraucherschutz an den Tag. Ich hoffe, dass die beiden Seiten sich wieder annähern anstatt noch weiter voneinander wegzudriften wie bisher. Koroush Ghazi hat da in dem von mir erwähnten Artikel zum Schluss ein paar sehr schöne Lösungsansätze (siehe Practical Solutions) vorgeschlagen.
 
Ich denke das der Anteil an Raubkopierern mehr geworden ist weil das Internet immer weiter Ausgebaut ist.
Und dadurch auch die Geschwindigkeit da ist um ein Spiel mit paar Gigs mal eben in 2Std oder so runtergeladen ist. (ich weiß es ist immer noch nicht überall so)
Das Problem ist aber nicht Pc-Only denn bei den Konsolen wirds genauso gemacht.
Den Unterschied macht da aber wieder das eben mittlerweile Wetlweit gesehen mehr Konsolengames verkauft werden als Pc-Spiele.
Ergo ist es beim Pc ärgerlicher als bei den Konsolen grad wenn man allein für die PC-Version extra Arbeit rein steckt wie es als aktuelles Bsp. bei Crysis 3 passiert ist.
Wenn jetzt nur mal so angenommen von 10Millionen PC-spieler ca. 2,5Millionen raubkopien sind und dagegen 30 Millionen Konsolenspiele wovon 7,5Millionen Raubkopien sind haben sie durch die Allgemein viel höheren Verkaufszahlen einiges mehr am Konsolenspiel verdient als am PC-Spiel selbst wenns 10Millionen Raubkopien sind bei der Konsole.
Und da kommt dann eben der Kosten/Nutzen-Faktor ins Spiel.
Warum soll ich für eine Plattform, wo es allgemein schon viel weniger Spieler gibt, noch mehr Geld in die Entwicklung stecken wenn sie nicht annähernd so rentabel ist wie bei den anderen Plattformen.
Darum wird eben auch oft das Spiel 1 zu 1 von den Konsolen übernommen.
Klar schreien da sofort alle PC-Spieler auf was das soll und das die nur viel Kohle mit wenig aufwand verdienen wollen und blabla blödsinniges Gewäsch.
Die Spieleentwickler wie auch die Publischer sind gewinnorientierte Unternehmen und die machen das was ihnen mehr Geld in die Taschen spielt.
So ist das auf dem Weltmarkt und nur so gibt es eine Weiterentwicklung und wer nicht immer mehr Geld verdient geht über kurz oder lang unter egal wie gut seine Produkte waren oder wie "sozial" sie zu PC-Spielern waren.
Klar, ich reg mich auch darüber auf als PC-Gamer aber wer mal rein logisch an die Sache rann geht sieht das auch so.
Darum freue ich mich auf Spiele wie Crysis 3 und zahle dafür auch gerne zum Marktstart 40-50€ auch wenns nicht das perfekte Game ist, denn das sind wir mal erlich gibt es nur noch sehr selten, aber es ist sicher 100x besser wie die jährlichen Neuerscheinungen von gewissen Games ohne wirkliche Neuerungen fürs gleiche Geld oder mit DLCs teils das Doppelte.

Aber trotzdem gibt es keinen wirklichen Grund spiele zu ziehen, wenn man zu geizig ist soll man es einfach lassen.
Wem würde es gefallen wenn die Ware womit man sein Lebensunterhalt verdient überall umsonst herumgereicht wird und sie somit keiner mehr kauft?
Jeder möchte für seine Arbeit entlohnt werden denn dafür gehen wir alle Arbeiten und das soll doch egal wo auf der Welt und egal in welchem Bereich überall so sein.

PS. Die einzige Raubkopie die ich als OK empfinde ist wenn man ein Spiel gekauft hat und es aus welchen Gründen auch immer nicht mehr läuft aber zB. mit einer gecrackten Version geht!
Man kennt es ja, leider ist der Support heutzutage alles andere als gut oder man soll ne Nummer die 2€ pro Minute kostet anrufen die aber auch nix bringt.
Ich hab zB. früher auch immer den NoCD Patch genommen weil ich einfach keine Lust hatte jedesmal nach der CD zu suchen oder sie zu wechseln darum find ich jetzt zB. Steam oder Origin in der Hinsicht einiges besser.
 
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Wer einen Steam Account hat der sollte das Piraterie von Spielen nicht so schlimm ist wie es behauptet wird. Es gibt sehr viele Leute die kaufen sich einfach Top Spiele 2 oder 3 mal um es dann an Freunde zu schenken. Dann gibt es noch die Cheater die sich Spiele 2 oder 3 mal kaufen weil sie verbannt wurden. Mir wollte man auch schon einige Spiele schenken, Payday und Saints Row 3 zum Beispiel aber ich hatte beide schon. Es gibt also genügend Leute die es sich mehrmals kaufen und somit für dritte mitzahlen. Die Spiele Industrie hat da keinen Grund zu meckern, es gibt zu einem diese Leute die mehrere Spiele kaufen und dann auch noch die, die mehrere kaufen weil sie sich nicht gut auskennen. Ich kannte da zum Beispiel einen der Left 4 Dead 2 mehrmals in den Warenkorb gelegt hat und es sich dann 2 mal gekauft hat, da hat man ihm dann auch nicht das Geld zurück erstattet als er sich beim Support meldete, die zahlen übrigens auch nicht zurück wenn die Produktbeschreibung falsch ist.

Das kann man jetzt sehen wie man möchte, ich glaube aber das Counter Strike: Global Offensive ein recht gutes Beispiel dafür ist das Piraterie nicht schadet. Global Offensive wurde nämlich noch nicht gecrackt, weder online noch offline und die Verkaufszahlen sind trotzdem schlecht. Sogar cs:s und cs 1.6 haben mehr Spieler. Wenn die Spiele Industrie Recht hätte und ein guter kopierschutz wirklich die Leute dazu bringen würde es zu kaufen, dann sollte cs:go bessere Verkaufszahlen haben. Wenn etwas gut ist dann wird es auch gekauft.

Mal von den Spielen abgesehen, Windows und Adobe wären heute nicht so beliebt wenn es keine Piraterie gebe.
 
@anon666
Das sind aber Einzelfälle, welcher Anteil wird wohl höher sein: "ich kaufe mir das Spiel ausversehen 2-mal" oder "...hab kein Bock auf bezahlen!"
Raubkopierer gibt es zu Hauf, ob das jetzt mehr sind als damals weiß ich nicht.
Aber es hat sich eines in den letzten sehr verändert, die Entwicklungskosten der Games sind unglaublich nach oben geschossen.....während der Preis für ein Spiel seit 20 (und mehr) Jahren gleich blieb.
Natürlich ist auch der Absatzmarkt größer geworden, aber trotzdem tut jede Raubkopie den Entwicklern weh.
Deshalb werden werden Cash Cows auch zu Tode gemolken, und nur noch wenige Entwickler können es sich leisten etwas kreatives/innovatives/neues zu schaffen. Denn wenn das Projekt scheitert, kann man Dicht machen, für immer!
Bestes Beispiel aus jüngster Vergangenheit "Bulletstorm".......lustig, mal was anderes.......nur leider zu oft kopiert, und weil es noch eine unbekannte Marke war die der mainstream nicht kauft, gescheiter! (Denn was der Bauer nicht kennt, frisst er nich.)
Schöne neue Spiele-Welt.:schief:
 
Das sind aber Einzelfälle, welcher Anteil wird wohl höher sein: "ich kaufe mir das Spiel ausversehen 2-mal" oder "...hab kein Bock auf bezahlen!"

Ich kann mir nicht vorstellen das jemand sagt "so ich habe jetzt 50 spiele gekauft, ab jetzt wird nur noch illegal runter geladen", wer einmal zahlt der wird auch wieder zahlen.

Aber es hat sich eines in den letzten sehr verändert, die Entwicklungskosten der Games sind unglaublich nach oben geschossen.....während der Preis für ein Spiel seit 20 (und mehr) Jahren gleich blieb.

Die Preise sind nicht wirklich gleich, es gab früher viele kostenlose Inhalte auch nach Jahren gratis dazu. Heute muss man für jedes extra (DLC) bezahlen und Teilweise werden auch bereits fertige Inhalte raus genomen um diese dann später zu verkaufen. In Street Fighter x Tekken war es so, die zusätzlichen Spieler waren bereits auf der CD, man musste diese aber erst bezahlen. Man zahlt also 50€ + 10-20€ für DLCs. Saints Row 3 war auch so, da gab es die ganzen DLCs auch sofort beim release.

Die Spiele sind schon deutlich teurer geworden und haben weniger Inhalt.

Denn wenn das Projekt scheitert, kann man Dicht machen, für immer!
Bestes Beispiel aus jüngster Vergangenheit "Bulletstorm".......lustig, mal was anderes.......nur leider zu oft kopiert, und weil es noch eine unbekannte Marke war die der mainstream nicht kauft, gescheiter! (Denn was der Bauer nicht kennt, frisst er nich.)

Bulletstorm war einfach nur schlecht (wenn es dir gefallen hat dann gehörst du zur Minderheit) und ist deswegen gescheitert. Ich kann ein Spiel auch 50 mal Tag kopieren, deswegen wird es scheitern. Wenn ein Spiel scheitert dann liegt es einfach daran das es schlecht ist. Hier kann man Hawx 2 als Beispiel nennen, wurde gar nicht illegal runter geladen und hat sich trotzdem nicht verkauft. Call of Duty dagegen verkauft sich sehr gut obwohl es sehr oft runter geladen wird.



Man geht da aber falsch an die Sache ran. Wenn ich mich nicht irre dann war das von Bill Gates, der sagte das es okay ist wenn Leute etwas illegal runter laden, denn irgendwann werden sie es dann hoffentlich kaufen. Selbst wenn sie es nicht kaufen, sie werden dafür Werbung machen indem sie ihren Freunden davon erzählen.

Es ist so, Menschen die illegal runter laden werden einfach damit weiter machen, das einzige was man dagegen machen kann ist sie für sich zu gewinnen.

Deswegen schaden Raubkopien nicht, denn der, der es runter geladen hat hätte es jetzt sowieso nicht gekauft, da er es aber jetzt testen kann wird er es vielleicht in der Zukunft kaufen. Man kann ja deutlich sehe das es bei Adobe und Windows gut funktioniert hat.
 
Ich persönlich sehe Piraterie nicht mal als so schlimm.

Durch das immer schnellere Internet und das erschreckend einfach herankommen an Raubkopien hat die ganze Raubkopiererei natürlich gepusht.

Aber ich seh das auch ganz einfach. Es gibt die einen, die ihre Spiele gern antesten bevor sie ihr Geld rausschmeißen. Denn es gibt einfach keine Möglichkeit mehr, sich selbst ein Bild von einem Spiel zu machen.
Videotheken sind aufgrund von Accountbindungen etc eh schon außen vor. Und dann? Demos..kann mich nicht erinnern letztes Jahr etwas von einer Demo für ein gutes Spiel gehört zu haben.

Dann gibt es die, die einfach nicht zahlen wollen und sich das Spiel als Raubkopie besorgen. Aber da sag ich nur eins...die hätten es sowieso nicht gekauft, also entsteht hier auch kein schaden.

Dann versucht natürlich Herr Publisher das ganze sicherer zu machen. Kopierschutz da, Onlinezwang hier und Accountbindung dort.
Was den Herrschaften natürlich nicht klar ist, das man somit den Leuten einen weiteren Grund gibt für ein Spiel nicht zu zahlen und sich einfach das Game im Internet zu laden.

Natürich soll man Filesharing nicht gutheißen. (sollte :D)
Aber ein Schaden in diesem Sinne nimmt hier eigentlich keiner.
Der einzige der Schaden verursacht ist der Publisher der versucht seine Kunde zu gängeln. Die Verluste die sie einstecken sind alle selbst verursacht. Wer ein gutes Spiel produziert, hat auch kein Problem sein Produkt zu verkaufen.




Es ist so, Menschen die illegal runter laden werden einfach damit weiter machen, das einzige was man dagegen machen kann ist sie für sich zu gewinnen.

Klar. Aber das sind auch meist die, die am meisten kaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was kostet denn Street Fighter x Tekken in der Grundausstattung.....ich sag mal 49,95€.
*Hülle von Street Fighter 2 CCE Mega Drive anguck* 149,95 DM.....und zwar 1993.....Inflationsbereinigt will ich mir das gar nicht ausrechnen.

Bulletstorm war nicht "schlecht". (aber ist Geschmackssache) Die Käuferschicht bei einer neuen Marke ist aber um ein Vielfaches kleiner, als bei etablierten Marken.
d.h. Wenn Bullettstorm 500 tausend mal kopiert wird, sich aber nebenbei 500 tausend mal verkauft --> 50% Verlust gemacht wurde, das macht eine menge aus.
CoD verkauft sich trotz minimaler Verbesserungen zum Vorgänger vermutlich 20-30 mio Mal (wahrscheinlich öfter).......wenn davon 1 Mio Kopien durch die Gegend wandeln ist der Verlust viel besser zu verschmerzen. --> Und die Produktionskosten werden sich nicht groß unterscheiden.
 
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