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PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

MetallSimon

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Wieviel Wärme kann man mit einem 12cm*24cm*200cm Rohr abführen? Wie groß muss da die Temperaturdifferenz sein?
Ich hatte überlegt, meinen PC Passiv zu kühlen. Dazu eine Wasserkühlung mit einem 2x120mm Radiator im Deckel und dort einen Kamin aufgesetzt.
Würde das funktionieren?
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Wieviel Wärme kann man mit einem 12cm*24cm*200cm Rohr abführen?

Was ist denn ein "12cm*24cm*200cm Rohr"?
Meinst du damit Innen/Außendurchmesser und Länge?

Aber ist auch relativ egal, denn: Das reicht nicht ansatzweise. Bei einem normalen DN10-Rohr geht man von etwa 40W pro Meter Rohr aus die abgegeben werden - bei 60°C Temperaturdifferenz, sprich 80°C heißem Wasser was für WaKüs nicht in Frage kommt.
Bei für Wasserkühlungen üblichen Temperaturen von sagen wir 40°C hättest du ein 20°C-Temperaturdelta zum Raum und vielleicht rund 10-15W Wärmeabgabe pro meter Rohr.

Oder anders gesagt um einen ordentlichen Spiele-PC der in der Gegend 250-300W Abwärme erzeugt zu kühlen müsstest du 30 Meter Rohr verlegen. ;)
 

Abductee

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Ein langsamer Heck oder Deckellüfter bewirkt Wunder, komplett passiv ist extrem aufwendig/teuer.
Mit einem Thermalright Macho + langsamer Gehäuselüfter kannst du jede normale CPU problemlos betreiben.
 
TE
MetallSimon

MetallSimon

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Was ist denn ein "12cm*24cm*200cm Rohr"?
Meinst du damit Innen/Außendurchmesser und Länge?

Aber ist auch relativ egal, denn: Das reicht nicht ansatzweise. Bei einem normalen DN10-Rohr geht man von etwa 40W pro Meter Rohr aus die abgegeben werden - bei 60°C Temperaturdifferenz, sprich 80°C heißem Wasser was für WaKüs nicht in Frage kommt.
Bei für Wasserkühlungen üblichen Temperaturen von sagen wir 40°C hättest du ein 20°C-Temperaturdelta zum Raum und vielleicht rund 10-15W Wärmeabgabe pro meter Rohr.

Oder anders gesagt um einen ordentlichen Spiele-PC der in der Gegend 250-300W Abwärme erzeugt zu kühlen müsstest du 30 Meter Rohr verlegen. ;)
Ahh Ok, 30 Moter Rohr ist mir dann doch etwas zuviel.
Mit meinen 12x24x200 meinte ich ein 2m langes Vierkantrohr, was genau auf die 2 Lüfteröffnungen passt.
Vielleicht könnte man mit einem Peltier die Differenz hochsetzen.... aber das wäre alles schonwieder zu kompliziert:rollen:
Danke für die schnelle Info:daumen:
 

Duke711

Freizeitschrauber(in)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Was ist denn ein "12cm*24cm*200cm Rohr"?
Meinst du damit Innen/Außendurchmesser und Länge?

Aber ist auch relativ egal, denn: Das reicht nicht ansatzweise. Bei einem normalen DN10-Rohr geht man von etwa 40W pro Meter Rohr aus die abgegeben werden - bei 60°C Temperaturdifferenz, sprich 80°C heißem Wasser was für WaKüs nicht in Frage kommt.
Bei für Wasserkühlungen üblichen Temperaturen von sagen wir 40°C hättest du ein 20°C-Temperaturdelta zum Raum und vielleicht rund 10-15W Wärmeabgabe pro meter Rohr.

Oder anders gesagt um einen ordentlichen Spiele-PC der in der Gegend 250-300W Abwärme erzeugt zu kühlen müsstest du 30 Meter Rohr verlegen. ;)

Wie kommst Du auf 40W ?

Passiv bedeutet (vereinfacht)

5 ( "5 - 8") W/(m²·K) * 1 Meter * 0,012 Meter * Pi * 1 Kelvin = 0,2 Watt oder bei 8 W/(m²·K) = 0,3 Watt pro Meter. Zzgl. Wärmestrahlung kann man das Ergebnis dann nochmal verdoppeln.
 
Zuletzt bearbeitet:

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Nimmste die 0,3W die du pro Meter UND KELVIN ausgerechnet hast mal 60K Temperaturdifferenz und bist auf 18W Konvektion, dann wie du sagst grob verdoppeln wegen Strahlung und siehe da, (fast) 40W.

Aber ich komme da gar nicht rechnerisch drauf (die Berechnungen stimmen sowieso nicht da es beispielsweise drauf ankommt ob die Rohre horizontal oder vertikal verlaufen usw.) sondern einfach durch nen Blick ins Tabellenbuch des geneigten Maschinenbauingenieurs. Findet man auch leicht online (Rohrwärmeabgabe, Wärmeabgabe ungedämmter Rohrleitungen oder http://www.fiw-muenchen.de/media/pdf/wtag2012/Vortrag-02-TG.pdf Seite 9). ;)
 
TE
MetallSimon

MetallSimon

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Ahh Ich glaube ihr versteht mich falsch, deswegen eine schnelle Zeichnung
maschne.png

Der Effekt wie z.B. bei einem Aufwindkraftwerk – Wikipedia nur eben nicht um die Turbinen anzutreiben, sondern um den Lufstrom zur Kühlung zu nehmen.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Der Luftstrom dürfte viel zu klein sein als dass man damit sinnvoll was kühlen kann. Das kann ich dir jetzt nicht beweisen, ist nur ein Gefühl/Erfahrung.
Ein 2m hoher Kamin erzeugt wenns wirklich gut läuft vielleicht einen Luftstrom der mit der Hand grade so fühlbar ist - ein 400 UPM schneller Lüfter dürfte dasselbe schaffen. :ka:

Ich meine schau dir echte Kamine an - die sind zig Meter hoch und arbeiten mit Hunderten von Kelvin Temperaturdifferenz (Kaminfeuer) und da haste ja auch nur einen leichten Luftzug und keine Orkanböen.
 
R

Rotkaeppchen

Guest
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Ahh Ich glaube ihr versteht mich falsch, deswegen eine schnelle Zeichnung
Die Idee kann nicht funktionieren, weil ein Kamin von der Temperaturdifferenz und der Höhe lebte.

Es geht um die Druckabnahme im System. Wenn wir, um jetzt nicht großartig in die Mathematik
einzusteigen, den Luftdruck linearisieren und als Daumenwert annehmen würden, dass der
Luftdruck (1000mbar) über 10km Atmosphärte linear abnimmt auf null, dann hätten wir mit
einem 10m hohen Schornstein 1mbar Druckdifferenz zwischen unten und oben. Nur so als
Daumenwert, um einen Vergleich zu Lüftern zu bekommen.

Ohne Temperaturdifferenz passiert aber gar nichts. Ein normaler Ofen (nicht Brennwert) hat
eine Abgastemperatur oderhalb vom Taupunkt des Abgases, also grob geschätzt 60-100C.

Im Schornstein also 60-100°C mehr als außerhalb, darum gibt es unten am Schornstein minimalen
Unterdruck. Die Temperatur im Schornstein beträgt 350-390K, im Raum 290K. Es gibt also eine
prozentuale Zunahme um ca. 30%, entsprechend sinkt die Dichte um 30%. Wären also bei 10m
Schornsteinhöhe und 80°C grob als Daumenwert geschätzt eine Differenz von etwa 0,3mbar.
Je höher der Schornstein und je höher die Temperatur, desto besser zieht er.

Du hast weder Höhe noch Temperaturdifferenz, denn Du wirst kaum auf 100°C im Gehäuse setzen,
oder? Die Luftmenge durch so ein System wäre minimal. Und selbst wenn es ähnlich viel wäre, wie
mit einem Lüfter, wäre die Geräuschentwicklung eher höher, weil auch Schornsteine Strömungs-
geräusche erzeugen.

Du wirst mit Deinem Aufbau nichts erreichen. Nimm einfache Lüfter und gut ist. Die bekommt man
geräuschlos hin.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Narbennarr

BIOS-Overclocker(in)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Der Thread zeigt übrigens mal wieder, warum generell im PC der "Kamineffekt" quasi nicht existent ist ;)
 

ct5010

BIOS-Overclocker(in)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Mal abgesehen davon, dass es günstiger wäre, den PC einfach in einen anderen Raum zu stellen und zu verkabeln, ist eine Passivkühlung eines Spiele-PCs nicht gerade lohnenswert. Denn selbst wenn du die unverhältnismäßig hohen Kosten für einen komplett passiv gekühlten Spiele-PC aufbringst, bleiben meist noch andere Geräusche wie z.B. Spulenfiepen (abgesehen davon, dass die WaKü-Pumpe auch Geräusche produziert und WaKü nicht in einen echten Silent-PC gehört). Und angenommen du kaufst dir dann noch die hochwertigsten Bauteile und schaffst es, deinen PC so zu gestalten, dass er absolut keine Geräusche von sich gibt, wird es immer noch von draußen oder wo auch immer andere Nebengeräusche geben, die dich stören und somit deine immensen Investitionen lächerlich machen.

Ich empfehle dir daher, wenn du einen sehr leisen PC haben möchtest, eine semipassive Kühlung, d.h. große Kühlkörper für CPU und GPU mit großen Lamellenabständen kombiniert mit ein paar langsam drehenden Gehäuselüftern. Ich habe meine Lüfter mit SpeedFan so eingerichtet, dass die Lüfter oberhalb des CPU-Kühlers, die die Luft oben aus dem Gehäuse pusten und die Frontlüfter, die Luft in Richtung Grafikkarte befördern, erst ab einer bestimmten Temperatur anfangen, sich langsam und dann immer schneller zu drehen. Als Netzteil verwende ich das nahezu unhörbare (man hört es nur, wenn man mit dem Ohr ganz nah an den Lüfter geht) be quiet! Straight Power E10 400W. Im Idle höre ich den PC also gar nicht (in normaler Sitzposition), unter Last höre ich ihn nur, wenn ich aufmerksam hinhöre (also sehr leise), erst unter Volllast (Prime+FurMark) wird der PC wirklich hörbar.
 

Morgoth-Aut

Freizeitschrauber(in)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

abgesehen davon, dass die WaKü-Pumpe auch Geräusche produziert und WaKü nicht in einen echten Silent-PC gehört

Gibt doch auch leise Pumpen bei 60L/h Durchfluss. Im Desktopbetrieb dreht sich sowieso nichts im PC. Wenn die Kühlung gut ausgelegt ist braucht man bei älteren Spielen/grafisch nicht aufwendige auch keine Lüfter.
Und wenn es wie es bei mir ist mal ein leistungshungriges Spiel zockt laufen halt die Noctua Redux auf 350-400U/min ;)
 

INU.ID

Moderator
Teammitglied
Zuletzt bearbeitet:

raupi2

Komplett-PC-Käufer(in)
AW: PC Passiv mit Kamineffekt kühlen?

Das hast du dir hübsch gedacht, aber für den Kamineffekt braucht man diese 30 Meter als Höhenunterschied. Da hilft aufwickeln nicht ;)
 

Duke711

Freizeitschrauber(in)
AW: PC Passiv mit kamineffekt kühlen?

Nimmste die 0,3W die du pro Meter UND KELVIN ausgerechnet hast mal 60K Temperaturdifferenz und bist auf 18W Konvektion, dann wie du sagst grob verdoppeln wegen Strahlung und siehe da, (fast) 40W.

Aber ich komme da gar nicht rechnerisch drauf (die Berechnungen stimmen sowieso nicht da es beispielsweise drauf ankommt ob die Rohre horizontal oder vertikal verlaufen usw.) sondern einfach durch nen Blick ins Tabellenbuch des geneigten Maschinenbauingenieurs. Findet man auch leicht online (Rohrwärmeabgabe, Wärmeabgabe ungedämmter Rohrleitungen oder http://www.fiw-muenchen.de/media/pdf/wtag2012/Vortrag-02-TG.pdf Seite 9). ;)

Achso, Du hast dich auf die 60 K Differenz bezogen.
Natürlich stimmt die Rechnung so nicht (steht ja auch vereinfacht da). Aber die Tabellen von Dir stimmen noch viel weniger. Weder die Luftgeschwindigkeit ist als Variable berücksichtig, noch die Materialeigenschaften, noch die Temperaturdifferenz bezüglich Wärmestrahlung und Konvektion. Sondern es wurde nur eine Messung aufgezeichnet.
 
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