Oha da gibt es sooo viele Gründe für und alle sind verständlich ...
1. Qualität der Spiele
Die Qualität der AAA Titel hat mehr als deutlich nachgelassen. Dank Breitband-Internet können Patches über Patches nachgeliefert werden, wodurch der Qualitätsanspruch der Publisher geringer geworden ist. Gerade auch wegen dem Druck aus der Community .... Jaaa wir sind da nicht ganz unschuldig dran. GTA 5 ist das beste Beispiel. Zuerst kam es für LastGen raus. Verkaufszahlen stimmten. Einige PC'ler hatten es sich für ihre alte PS3 sogar gekauft. Als es für PC angekündigt wurde, begannen die Community-Debatten. "Will ich nicht mehr ..." oder "... brauch ich nicht mehr!" waren da keine Seltenheit. Dann kam ein Gerücht, das die PC und CurrentGen Versionen verschoben werden sollen, weil das Spiel noch nicht soweit ist. Und schon schreit die Community wieder "Könnt ihr dann behalten ..." oder "... will nicht mehr warten. Schnauze voll!". Nun wurde dieses Gerücht dementiert. Nun kommt meine Freiheit, aus diesem Verhalten etwas zu interpretieren. War es wirklich ein Gerücht oder hat Rockstar wegen der Community-Reaktion zurückgerudert und setzt uns ein unfertiges Spiel vor? Wenn letzteres der Fall ist, dann wissen wir, das dieses Gerücht eigentlich keines war! Und dann kann man dank Meinungsfreiheit auch sagen, das die Community selber schuld hat!
2. Kein Probezocken mehr
Dank Onlinezwang, DRM oder Onlinelizenzprüfung gibt es keine Videotheken mehr, wo man sich die Spiele mal leihen kann. Demo's wie früher gibt es ebenfalls nicht. Schön war es, wo man ein Spiel schon stellenweise 1-2 Wochen vor Release in der Demo anzocken konnte. Ist nicht mehr! Da haben wir echt Glück, das es Let's Play's gibt. Da kann man zwar nicht selber zocken. Aber man kann zumindest mehr sehen als auf der Spieleverpackung. Wie soll man sich da für ein Spiel entscheiden? Gerade weil jeder Spieler seine eigenen Anforderungen und Erwartungen an ein Spiel hat. Wenn man ein Auto kauft, will man sich das ja auch vorher ansehen. Warum sollen wir Spieler die Katze im Sack kaufen?
3. Verheizen von Erfolgslizensen
Sacred 3 ... ich denke damit dürfte schon klar sein, worauf ich hinaus will. Legendäre Spiele oder gute Lizensen, die immer schlechter umgesetzt werden, weil ein Publisher eine Cashcow sieht, die es mit so wenig Aufwand wie möglich zu schlachten gilt. Auch The Sims 4 ist ein solcher Kandidat, der sogar vom eigenen Entwickler/Publisher verheizt wird. Man schau mal alleine
hier, was da alles an Spiele und Erweiterungen in den Unterartikeln gelistet werden. Und das alles war zum größten Teil kostenpflichtig. Wird Minecraft das nächste? Wird es jemand zum bisherigen Preis kaufen, wenn MS den Nachfolger machen würde? Ich denke das Ding würde MS sogar zum Preis eines AAA-Titel's auf den Markt schmeißen. Das traue ich denen zu! Zum Glück ist es nur ein Gerücht!
4. Preisentwicklung
Anfang der Euro-Ära hat man für PC-Spiele im Fachhandel durchschnittlich 40 € (Dawn of War, Unterground 2, Call of Duty etc.) pro AAA-Titel gezahlt. Heute liegt der Preis bei 55-65 € im Durchschnitt. Hinzu kommt noch, das der € weniger Wert geworden ist, als er es noch am Anfang war. Denn die Lebenserhaltungsgüter (Nein .. keine Games, kein Bier .. höchsten Tiefkühlpizza

) wie Lebensmittel, Unterkunft etc. sind einfach so teuer geworden, das die jenigen, die ihren eigenen Unterhalt tragen müssen besonders auf das Geld achten und somit auch seltener das Geld für ein AAA-Titel ausgeben wollen. Und wenn dürfen die Punkte 1-3 auf das Spiel nicht zutreffen. Es ist also genau betrachtet um einiges Teurer geworden.
5. Qualität von unabhängigen Entwicklern steigt
Early Access ist voll mit von Publishern unabhängigen Entwicklern und Projekten, die dort in aller seelenruhe entwickelt werden. Diese beziehen die Community mit ein und entwickeln es auch für die Community. 7 days to die zum Beispiel hat eine ausgesprochen hohe Qualität und die Entwickler selbst geben sich auch mit keiner minderen als dieser zufrieden. Und da kein Spieler auf das Spiel warten muss, sondern zeitgleich zur Entwicklung das ganze schon spielen können, gibt es bzgl. der Fertigstellung auch keinen Druck. Auch Mojang hat für die PC-Version von Minecraft keinen Publisher. Natürlich lässt sich hier über die Qualität streiten. Aber im großen und ganzen ist es eine beachtliche Leistung dafür, das es aus eigener Kraft entstanden, verkauft und gewartet wird. Das Internet ist auch hier das Medium, um unabhängig auch im Vertrieb zu aggieren. Hier bekommen Spieler viel für recht wenig Moneten.
6. Zentrale unabhängige Vertriebsplattformen mindern Wert/Preis
Valve stellt mit Steam eine weit verbreitete Plattform für Vertreib UND Lieferung zur Verfügung. DRM hin oder her. Dank Paysafe, Paypal oder Kreditkarte können Spieler ihr Wunschspiel binnen Sekunden bezahlen und die Installation starten. Nicht erst in den Laden fahren! Nicht erst bestellen und auf das Paket warten! Die Zeit zwischen kaufen und spielen wird von der Geschwindigkeit der Internetleitung vorgegeben. Und nicht mehr die Kilometer, die man bis zum nächsten Mediamarkt oder Saturn brauch. Durch die Sale's und die geringeren Kosten beim Liefern der Ware kann, wie es auch viele machen, der Publisher den gleichen Preis verlangen, aber durch fehlen der DVD, Cover, Handbuch, Transport etc. einiges an Geld sparen! Die Ausbeute ist im Grunde besser und ein Sale lockt zusätzlich Kunden.
7. Zuletzt kommt dann auch die Vernunft ...
... denn wer zahlt freiwillig 60 € für ein Spiel, wenn er weiß das es dieses bald auch für die Hälfte gibt?