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Patentverletzung! Wird der Core2Duo vom Markt genommen?

mad-onion

Software-Overclocker(in)
Golem.de schrieb:
Intels Prozessor Core 2 Duo soll das US-Patent Nr. 5,781,752 verletzen, in dem eine tabellenbasierte, spekulative Schaltung zur parallelen Befehlsverarbeitung beschrieben ist. Das entsprechende Patent wurde 1996 eingereicht und 1998 erteilt.

Das Patent wurde von vier Wissenschaftlern der Universität Wisconsin-Madison eingereicht. Nach Ansicht der WARF, die die Wissenschaftler vertritt, vermarktet Intel ihre Erfindung im Core 2 Duo: "Die Technik erhöht die Möglichkeiten zur parallelen Verarbeitung von Instruktionen in modernen Prozessoren signifikant und erhöht so ihre Ausführungsgeschwindigkeit", meint Michael Falk, Justiziar der WARF, die die Wissenschaftler vertritt.

Bereits 2001 habe die WARF Intel kontaktiert und seitdem wiederholt versucht, direkte Gespräche über Möglichkeiten zur Lizenzierung ihrer Patente zu führen. Intel sei aber nicht sehr gesprächig gewesen, so dass es keinen anderen Weg gebe, als vor Gericht zu ziehen.

Das Gericht soll nun die Patentverletzung durch Intel feststellen, dem Chiphersteller den Verkauf des Core 2 Duo untersagen und zudem zu Schadensersatzzahlungen verurteilen. Mit den aus der Vermarktung generierten Einnahmen unterstützt die WARF die Universität Wisconsin-Madison. Dabei kommen jährlich rund 45 Millionen US-Dollar zusammen. Universität und WARF sind zwar enge Partner, die WARF ist aber eine eigenständige, gemeinnützige Stiftung.

Den kompletten Text findet man unter: http://www.golem.de/0802/57579.html
 
Zuletzt bearbeitet:

Atosch

PCGH-Community-Veteran(in)
Wow dann soll AMD die Anwälte der Kläger zahlen dann sin sie Intel kräftig auf den Fuß gestiegen ;-)
 
TE
mad-onion

mad-onion

Software-Overclocker(in)
Meine Meinung dazu:
Intel sollte sich möglichst schnell aussergerichtlich einigen, ansonsten können sie mit der Entwicklung ganz von vorne anfangen.
Betroffen ist ja die gesamte core2-Architektur, denn auch ein core2quad ist nur ein doppelter core2duo.
Ausserdem schimmert hier Intels wahre Seite mal wieder durch.
Knebelverträge, die die Händler dazu bringen, keine Konkurrenzprodukte in Form von CPU's zu verkaufen und nun das Bekanntwerden einer jahrelang bewussten Patentsverletzung, die dermassen einschneidend ist.
Was mich am meisten "freut" ist, dass das Patent nicht einem anderen IT-Unternehmen gehört, dass sie einfach "schlucken" (aufkaufen) könnten.
Mein persönliches Fazit:
Je höher sie stehen, desto tiefer sie fallen.
 

X_SXPS07

PCGH-Community-Veteran(in)
Stimmt dir da zu....wenn die keine C2D mehr verkaufen dürften, dann wäre das ein richtig harter Rückschlag bzw. eine komplette Generation wäre "weg" und wer weiß, wenn davon noch etwas im Nehalem steckt dann müssten sie noch einmal von ganz vorne anfangen. Was für uns nicht nicht grade gut wäre wenn AMD das Monopol dann hätte, weil dann könnten sie machen was sie wollten so wie INTEL im Moment. Würde AMD aber auch mal ganz gut tun bisschen mehr Umsatz zumachen :)
 

lexx0049

PC-Selbstbauer(in)
Wow dann soll AMD die Anwälte der Kläger zahlen dann sin sie Intel kräftig auf den Fuß gestiegen ;-)

"Der Nettogewinn von Intel im 2. Quartal 2007 beträgt 1,28 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der Nettogewinn im zweiten Quartal 2006 lag bei 0,89 Milliarden Dollar."

Quartalszahlen! Meinst Du wirklich mit 45 Millionen jährlich tritt man dann kräftig auf die Füße? :ugly:
 

StellaNor

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Sollte Intel in einem Urteil obliegen, würde es mMn allenfalls zu Schadensersatzzahlungen sowie einer "kräftigen" Lizenzzahlung kommen. Das die C2Ds vom Markt genommen werden oder gar die Entwicklung/Produktion des Nehalem beeinflusst, ist weniger realistisch.
 

Secondfly

Gesperrt
Sollte Intel in einem Urteil obliegen, würde es mMn allenfalls zu Schadensersatzzahlungen sowie einer "kräftigen" Lizenzzahlung kommen. Das die C2Ds vom Markt genommen werden oder gar die Entwicklung/Produktion des Nehalem beeinflusst, ist weniger realistisch.

Mag sein, wünschen würde ich es Intel aber allemal! Nicht weil dann AMD etwas davon hätte sondern weil die Egozentriker in der oberen Etage mal begreifen müssen das sie auch nur Menschen und keine Götter sind. Demnach haben sie sich mit Sicherheit nicht ständig über andere zu stellen. Und ich denke so ein Schlag in die Fre**e würde Intel und vor allem den Anlegern mal ordentlich die Augen öffnen.
 

Piy

PCGH-Community-Veteran(in)
Bis es da z ueiner Entscheidung kommt kann es noch Jahre dauern.

eben, selbst wenn die c2 architektur eingestellt würde, wäre er dann bestimmt schon längst veraltet :D

naja wie man die amis kennt kommt da eh nix nach. die gucken sich doch immer erst die kontostände der kläger/angeklagten an und wer merh hat, der hat recht.
 

McZonk

Moderator
Teammitglied
Bis es da z ueiner Entscheidung kommt kann es noch Jahre dauern.

1. Dieser Gesichtspunkt
2. beachten wir, dass es sich nur um ein "Gerücht" handelt. Geprüfte Fakten, dass Intel wirklich dagegen verstößt, liegen ja mal noch garnicht vor. "soll verstoßen", "Intel habe" etc.pp

Meine Devise: Abwarten und Tee trinken. Aber so schnell, wird sich da eh nichts tuen

Wenn ich da auf Golem in den Kommentaren teilweise "Ende von Intel" lese, fasse ich mir doch an den Kopf. Vorher wird Intel schon zu einer außergerichtlichen Einigung bereit sein. *Kopfschüttel*
 
TE
mad-onion

mad-onion

Software-Overclocker(in)
eben, selbst wenn die c2 architektur eingestellt würde, wäre er dann bestimmt schon längst veraltet :D

naja wie man die amis kennt kommt da eh nix nach. die gucken sich doch immer erst die kontostände der kläger/angeklagten an und wer merh hat, der hat recht.

Das mag zwar sein, jedoch beschreibt dieses Patent einen Grundbaustein der Core2-Architektur, welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit solange in deren CPU's angewandt wird, bis sie etwas besseres gefunden haben.

Von einer Generation zur nächsten werden meistens lediglich zusätzliche Features zugefügt, nicht aber das Rad neu erfunden.
 

Secondfly

Gesperrt
Das mag zwar sein, jedoch beschreibt dieses Patent einen Grundbaustein der Core2-Architektur, welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit solange in deren CPU's angewandt wird, bis sie etwas besseres gefunden haben.

Von einer Generation zur nächsten werden meistens lediglich zusätzliche Features zugefügt, nicht aber das Rad neu erfunden.

Und somit könnte die Geschichte viel weitere Kreise als bisher angenommen ziehen.
 

Hyperhorn

Inaktiver Privat-Account von PCGH_Stephan
Das daraus eine richtig große Sache wird, bezweifle ich. Intel wird das durch Spitzenanwälte testen lassen und ggf. eine außergerichtliche Lösung herbeiführen. ;)
 

jetztaber

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Das daraus eine richtig große Sache wird, bezweifle ich. Intel wird das durch Spitzenanwälte testen lassen und ggf. eine außergerichtliche Lösung herbeiführen. ;)


Erstens: Dieses.

Zweitens: Derartige Patentstreitereien sind in den USA an der Tagesordnung und somit dort ganz normales Geschäftsgebaren.

Drittens: Schon erstaunlich, dass sechs Jahre rumgemacht wird und das ganze dann erst gegen Ende der C2D-Architektur öffentlich wird. Da meint jemand zumindest einen Mitnahmeeffekt erzielen zu können (siehe Erstens).
 

Stefan Payne

Kokü-Junkie (m/w)
Solche Streitigkeiten werden idR außergerichtlich beigelegt, die Frage ist, wie sicher sich die Wissenschaftler sind und ob sie überhaupt noch Bock auf eine außergerichtliche Einigung haben...

Wenn sie gut und schnell sind, können sie durchaus einen Verkaufsstop erwirken, hängt ganz davon ab, was wie wollen (ich hoffe, das sie einen Verkaufsstop erwirken, auch wenn er nur für einen Monat oder 2 ist).
 

Tommy_Lee

Freizeitschrauber(in)
Jo also ich werde mal mit meinem Anwalt reden, da Intel mir einen CPU Verkauft hat, der Gestohlen ist.

Werde erst mal keinen neuen CPU Kaufen, das wäre ja noch schöner gleich ein zweiten gekauten zu kaufen. Jetzt bin ich ja Mitwisser, was zu einer Gefängnisstrafe führen kann.

Also ich möchte Schweigegeld erzwingen, sonst sage ich aus das Intel mir einen E6420 Verkauft hat, dann können Sie dicht machen. :D

So lol also was sagt ihr, Sammelklage gegen Intel? Finde so was ist schlimmer als einem Kind den Lutscher zu stibitzen. Werde meinen CPU gleich Heute noch ausbauen, zurück schicken mit der Begründung, dass es sich hierbei um Raubmaterial handelte was Intel Wissentlich weiterverkauft hat.


Bin dabei meinen Weg in die Wirtschaft zu nehmen, mist das ich noch nicht Mitspielen darf, da wären Millionen oder gar Milliarden drin.



Mit freundlichen Grüßen

Tom
 

Adrenalize

BIOS-Overclocker(in)
Jo also ich werde mal mit meinem Anwalt reden, da Intel mir einen CPU Verkauft hat, der Gestohlen ist.
[...]
So lol also was sagt ihr, Sammelklage gegen Intel? Finde so was ist schlimmer als einem Kind den Lutscher zu stibitzen. Werde meinen CPU gleich Heute noch ausbauen, zurück schicken mit der Begründung, dass es sich hierbei um Raubmaterial handelte was Intel Wissentlich weiterverkauft hat.
Si tacuisses...
Oder war das ironisch gemeint?

Im Grunde gehts halt darum ob Intel denen was abgeben muss oder nicht. Mit patenten ist es eh so eine Sache, da ändert man hier und da ein wenig, und schon ist es nicht mehr dasselbe.
Wenn Intel zahlt, dann außergerichtlich. Ist ärgerlich für die, weils halt ein paar Prozent Umsatz kostet. Aber Intel ist ein Gigant mit Standbeinen auf diversen Gebieten (CPUs, Boards, Flashspeicher etc.), so etwas macht denen wenig aus.

Sowas gibts eh dauernd. Siehe
Intel vs Transmeta
AMD vs Intergraph

Ach, und ratet mal, der erste AMD Prozessor damals führte direkt zu einem Patentsreit mit Intel :D

Das gehört einfach zur Branche. Nehmen wir mal den ersten IBM-PC 1981, der Vater aller unserer heutigen Rechner damals. Bestand aus Zeit- und Kostengründen aus freien Teilen, also keine reine IBM-Entwicklung, weil man ja gegen den Apple II anstinken wollte und IBM eine proprietäre Plattform wohl nicht in unter 5 Jahren fertigbekommen hätte. Das Einzig geheime an dem Kasten war das Bios.
Was machten nun andere Firmen? Richtig, Reverse Engineering. Man setzt einen Typen in einen Raum mit einem IBM PC. Der baut das ding auseinander und analysiert das Bios. Seine Analyse wandert in Papierform zu nem anderen Typen in einem anderen Raum. Der weiß nicht, was da analysiert wurde, entwickelt aber auf der Grundlage der Daten einen eigenen Bioschip. Und siehe da, Firmen wie Compaq können plötzlich einen IBM-kompatiblen PC anbieten, natürlich günstiger ;)
So nahm alles seinen Anfang. Natürlich gabs damals noch nicht das heutige Patentrecht, aber die Reverse Engineering Techniken sind wohl immer noch dieselben.

Verloren hat damals auch Apple bei der Klage gegen Microsoft, kopierte Windows 1.0 doch die GUI von MacOS (die Apple sich im Xerox PARC vom Xerox Alto abschaute). Heutzutage sähe das vielleicht auch anders aus, damals war "geistiges Eigentum" noch eine leicht flüchtige Substanz.

Jedenfalls gibts in der Branche keine Heiligen, jeder schaut vom anderen ab und wer erwischt wird, hat Pech. Wenn einer von euch damit ein Problem hat, sollte er am besten alles, was irgendwie nach Elektronik aussieht, aus der Wohnung werfen... ;)

Steve Jobs hat einmal in dem Zusammenhang Pablo Picasso zitiert:
"Bad artists copy. Great artists steal."
 

jetztaber

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
@ Tommy_Lee

Viel besser, Du schickst die CPU zurück und sie sollen das entsprechende Stück Microcode und die dafür vorgesehenen Leiterbahnen entfernen :devil:.

Dann bekommst Du einen 486 DX2 zurück... und den machst Du mit einem Hammer pinkompatibel für LGA 775. :D
 

Hyperhorn

Inaktiver Privat-Account von PCGH_Stephan
:lol:
Was du wieder für einen Blödsinn verzapftst...

@Adrenalize: Und wenn eine Privatperson etwas von Reverse Engineering versteht kommt manchmal so etwas wie der geniale RivaTuner heraus. :)
 

Adrenalize

BIOS-Overclocker(in)
@Adrenalize: Und wenn eine Privatperson etwas von Reverse Engineering versteht kommt manchmal so etwas wie der geniale RivaTuner heraus. :)
Ja, gutes Beispiel. Davon haben dann auch alle was. :)
Hoffe nur das Nivida da nicht meckert. Ich glaube gegen die Omega-Treiber sind sie ja zu Detonatorzeiten mal vorgegangen.
 
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