Partition=Platter=>schneller? <alias> Unabhängige Köpfe zur Performancesteigerung

b0s

PCGH-Community-Veteran(in)
Partition=Platter=>schneller? <alias> Unabhängige Köpfe zur Performancesteigerung

Hallo liebe Freunde der Technik! :D
Ich hatte gerade einen Gedankengang, der mich in der Theorie mal interessieren würde (zu einem späteren Zeitpunkt evtl. auch mal praktisch).

Ausgangsgedanke: Ein Kopiervorgang auf derselben HDD ist langsamer als einer zwischen zwei HDDs (HDD1->HDD1 vs. HDD1->HDD2).

Wenn ich mich nicht irre liegt das (vllt. neben weiteren Faktoren, die ich nicht kenne, die aber gerne von Kundigen beigetragen werden dürfen) vor allem an den Bewegungen der Schreib- & Leseköpfe (sowie evtl. der Schnittstelle auf der HDD-Platine). Beim Kopieren auf einer HDD muss der Kopf immer hin und her wandern, während bei zwei HDDs jeder Kopf gemütlich am Stück seine "Bahnen" über den Platter streifen kann (mal von Idealfall geringer/nicht vorhandener Fragmentierung ausgegangen).

Diese eine-HDD-Problematik bleibt ja unabhängig von mehreren (beliebig erstellten) Partitionen auf jener erhalten.

Und nun mein Geistesblitz :devil: : Könnte obiger Zustand nicht umgangen werden, wenn man die Partitionen nach Plattern der HDD erstellt? Sodass jede Partitionsgröße nur ein ganzzahliges Vielfaches der vorhanden Plattergröße wäre. Dadurch würde ausgeschlossen, dass derselbe Lesekopf auf einem Platter zwischen dem Bereich wo er liest und dem wo er schreibt hin und her wandern muss.
S-ATA müsste ja schnell genug sein um die volle (physikalische) Transferrate der Festplatte sowohl zum Chipsatz, als auch von ihm zurück zu verarbeiten.

Nach parallelen Recherchen scheint meiner Idee jedoch jetzt schon der garaus gemacht zu sein :( : Wenn ich das richtig sehe sind alle Köpfe fest mit einander verbunden (auf derselben Actuatorachse), können als nur an den gleichen Stellen auf ihrem jeweiligen Platter lesen/schreiben? :wall:

Damit das hier (zwar gratis, aber) dennoch nicht ganz umsonst war :lol:, wie wärs mit ner Disskussion dazu?
Es wäre doch eigentlich ne gute Sache um die HDD-Performance zu steigern. Weiß jemand wie es um den technischen Aufwand zur Realisierung von unabhängig bewegbaren Schreib-/Leseköpfen bestellt ist?

MfG


PS: Falls dieser Thread im Futurama besser aufgehoben ist, bitte dorthin verschieben.
 
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Ja, so kenen ich das auch, Köpfe alle verbunden, alle selbe Stellung. Wenn du was beschleunigen willst. Musst du es auf zwei verschiedene HDDs packen.
Ansonsten gilt meistens, dass HDDs mit weniger Plattern schneller sind als welche mit mehr. Afaik wegen der höheren Datendichte auf der mit weniger Plattern.
 
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aber schlecht wärs nich... hdd mit 3 plattern sind standart, jeweils einen unabhängigen kopf, und ab gehts...
 
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Von der Performance her wären unabhängige Köpfe sicher nicht verkehrt. Evtl. gibts ja jemand mit mehr technischem Festplattenwissen, der uns sagen kann, warum die fest verbunden sind. :)

Bei meinen jetzigen Platten würde es allerdings nichts bringen, ich hab die dünnen 250er von Seagate mit jeweils nur einem Platter drin. :D
 
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Ansonsten gilt meistens, dass HDDs mit weniger Plattern schneller sind als welche mit mehr. Afaik wegen der höheren Datendichte auf der mit weniger Plattern.
Ja, einmal die Datendichte, auch die Zugriffszeit könnte geringer sein, da die Ärmchen leichter sind und so weniger Masse beschleunigt/gebremst werden muss.
 
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ich glaube, dass die Mechanik für das einzelne Ansteuern eines Lesekopfes deutlich aufwendiger werden würde. ich weis nicht, wer schon einmal eine Platte geöffnet hat, aber da befindet sich am Ende des Lesekopf-Armes ein Elektromagnet, welcher in einem Permanentmagnet eingeschlossen ist

http://www.nomad4ever.com/wp-content/uploads/2007/09/Open_Hard_Drive.jpg

wenn man das ganze x3 oder x 4 machen müsste, würde es sehr schnell eng werden ;)

Mein Gedanke zu solchen Platten war, dass man einfach einen 2. Schreib/Lesearm gegenüber einbauen sollte, also so eine Art OnboardRAID

-->

attachment.php


lg Klemens
 
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Onboard-Raid, lol, genial! :D
Quasi das HDD-Pendant zu CF/SLI auf einer Karte ;).

Hmm ich find echt kaum was zum physischen Aufbau von Festplatten, woraus man die Arm-Problematik evtl. erkennen könnte. Bis jetzt konnte ich nämlich noch nicht im Detail rausfinden, wie der Arm gelagert ist und wie er überhaupt bewegt wird :ka:
Werde aber noch weiter schauen....



Edith sagt ich habe gerade rausgefunden, dass die Möglichkeit der gleichen Positionierung aller Köpfe auf jedenfall auch Sinn hat. So können bei HDDs mit mehr als einem Platter auf allen diesen gleichzeitig gelesen bzw. geschrieben werden. (Mit unabhängigen Armen würde das aber ja natürlich auch gehen)
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich denke Klemens hat die richtrige Spur, die Arme werden ja magnetisch bewegt, und wenn man alle Arme separat bewegen würde, bräuchtem an da mehr Platz für die Steuereinheit am Ende der Arme. bzw. die verschiedenen Magnetfelder kämen sich evtl. ins Gehege.
Die Idee mit dem zweiten Arm gegenüber ist nicht schlecht. Das wäre ja z.B. bei 2,5" Platten machbar, der Trend geht ja angeblich ohnehin in die Richtung, kleine Platten in 3,5" Rahmen einzubauen. Da könnte man noch einen zweiten Kopf ranflanschen. Die müssen ja nicht auf den Selben Platter zugreifen dann.
 
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Die Idee mit dem zweiten Arm gegenüber ist nicht schlecht.
Das hat man mal vor langer langer langer Zeit wirklich vor gehabt!
Zumindest war das mal in 'ner c't zu lesen, ist aber auch schon dekaden her.

Da hatte man aber nur vor, einen Lesekopf auf einen Arm zu befestigen und nicht 2, wie mans bisher tut.

Der Intergedanke dabei war das man so den Abstand der Platter zueinander verringern kann, so dass man mehr Platter in einem Gehäuse unterbringen könnte.
 
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Gibt nur ein Problemchen....die interne Organisation. Das muss ja genau organisiert werden, damit jez mal doof gesagt, der eine Lesekopf weis, was der andere tut. Um sowas zu realisieren, bräuchte man nen guten Steuerchip und ob der so einfach zu realisieren ist, steht auch in den Sternen. Ist immerhin ne enorme Rechenleistung von Nöten.
Die Ausfallrate würde sich auch mindestens verdoppeln und ob es dann nicht noch mechanische Probleme geben würde, steht auch im Raum.
 
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Die Idee mit den zwei gegenüberliegenden Armen ist interessant, aber sie würde natürlich Platzprobleme bringen. Passen würde es mit Plattern im 2,5-Zoll-Format in einem 3,5-Zoll-Gehäuse. Die aber bieten schon von sich aus geringere Übertragungsraten (je größer der Scheibendurchmesser, desto höher die maximale Geschwindigkeit im Außenbereich - die Velociraptor muss ihre kleinen Platter durch ihre 10.000 U/min ausgleichen) und natürlich weniger Kapazität. Ferner würden Energiebedarf und Lautstärke sowie die Ausfallwahrscheinlichkeit steigen.
Da ist es wohl einfacher, zwei Platten im RAID 0 zu koppeln :)
 
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