News Open Gaming Collective: Linux gemeinsam besser machen

Käse voller Sicherheitslücken und ungetesteter Tweaks, instabiler und unsicherer wird.
Sagt wer?
Den Kernel mit eigenen, unsicheren und instabilen Tweaks zu erweitern, kann Spaß machen, wird aber niemals den Weg in den offiziellen Kernel finden.
Ja das ist wenn ich meinenKernel optimiere. Ich traue den "Kiddis" allerdings schon zu nicht nur eine eigene Distro zu kompilieren sondern auch zum Linux Kernel Code beizutragen. Ich kenne die Personen nicht, sicher das da keiner dabei ist der nicht schon am Kernel mitgearbeitet hat?
Irgend welche Tweaks, werden es erst nach gründlicher Prüfung in den stabilen Quellcode des Kernels schaffen, dafür muss der Tweak dann eingereicht werden und wird dann meist abgelehnt, da zu "schlampig programmiert" oder meist keinen Mehrwert hat.
Ja wer sagt das das nicht passieren wird. Du setzt jetzt schon vorruas, dass da schlampig programmiert wird. Gibt es dafür einen belastbaren Grund?
Erweiterungen die nicht im offiziellen quellcode sind, werden eher früher als später wieder verschwinden.
Kann sein kann aber auch nicht sein. Who knows?
Also wieso kann man keinen skylake oder zen5 optimierten Kernel bauen?
Kann man nicht?
Soso! :schief:

Die Antwort ist, es bringt nichts.
Oh, wird aber dennoch gemacht.
Der Windows Kernel ist z.B. für gar nichts optimiert. Windows 11 würde auf einer 20 Jahre alten CPU laufen.
Keine ahnung ist das so? Würde bedeutet ja nicht tut es auch. MS schreibt doch vor welche Hardware für Win 11 zu nutzen ist und welche nicht.
 
Es gibt immer Gründe wieso Hacks und Tweaks nicht im offiziellen Kernel landen.
Ja das ist wenn ich meinenKernel optimiere. Ich traue den "Kiddis" allerdings schon zu nicht nur eine eigene Distro zu kompilieren sondern auch zum Linux Kernel Code beizutragen. Ich kenne die Personen nicht, sicher das da keiner dabei ist der nicht schon am Kernel mitgearbeitet hat?
Der letzte große optmierungs Hype war ein neues Build-System für den Linux Kernel um endlich mal neue CPUs zu unterstützen. Ebenfalls wollte man -march=native in den Kernel-Build hinzufügen. Das wurde massiv abgelehnt.
Ebenfalls wurde die Compiler Optimierung LTO, im Linux Kernel abgelehnt.

Dann gibt es richtige patche, die irgend welche Systemwerte ändern. Das ist aber auch über das /proc System möglich im laufenden System.

Neue Features im Linux Kernel die wirklich etwas bringen und auch etwas beim Gaming beschleunigen, schaffen es dann doch in den Kernel. Siehe z.B NTSYNC:


Diese Linux-Kernel und Proton Erweiterung wurde u.a von Steam programmiert.

Also echte Profis!

Ja wer sagt das das nicht passieren wird. Du setzt jetzt schon vorruas, dass da schlampig programmiert wird. Gibt es dafür einen belastbaren Grund?

Eingereichter Quellcode wird regelmäßig mit als zu schlecht, zurück gewiesen:


Hier ein Beispiel von vielen.

Kann man nicht?
Soso! :schief:

Du kannst natürlich einen Kernel bauen, der -march=native und -O3 für den ganze Quellcode anwendet. Aber dieser Kernel ist dann nicht stabil. Und es wird dieses Möglichkeit, nicht im offiziellen Quellcode angeboten. Das muss man sich dazu tweaken.

Keine ahnung ist das so? Würde bedeutet ja nicht tut es auch. MS schreibt doch vor welche Hardware für Win 11 zu nutzen ist und welche nicht.

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Windows 11 auf einem Pentium 4 ! Läuft !
Pentium 4 CPUs gibt es seit 2000 !
 
Neue Features im Linux Kernel die wirklich etwas bringen und auch etwas beim Gaming beschleunigen, schaffen es dann doch in den Kernel.
Oh also doch!

Da noch nicht abzusehen ist wie die Features aussehen werden kann ich nicht nachvollziehen dass dieses jetzt schon abgelehnt wird.

Diese Linux-Kernel und Proton Erweiterung wurde u.a von Steam programmiert.

Also echte Profis!
So wie die Profis bei Microsoft möchtest Du sagen?
Btw ich kenne sehr viele Bereiche in der Wissenschaft wo Amateure herausragendes leisten. Insbesondere da Profis dafür meist nicht die Zeit haben. Ich bin selbst Amateur was das Holzwerken betrifft und schaffe es doch einen Stuhl zu bauen der nicht nur Stabil sondern auch sehr gut aussieht.
Aber ist Okay wenn für Dich nur die Arbeit von Profis gilt.
Du kannst natürlich einen Kernel bauen, der -march=native und -O3 für den ganze Quellcode anwendet. Aber dieser Kernel ist dann nicht stabil. Und es wird dieses Möglichkeit, nicht im offiziellen Quellcode angeboten. Das muss man sich dazu tweaken.
Ja und was ist da jetzt das Problem für Dich? Weil ich das als Amateur für mich selber mache und keinen Profi damit beauftrage?
 
Ich finde den Begriff "Script-Kiddies" auch abwertend, fehl am Platz. Aus CachyOS-Nutzerperspektive zu CachyOS:
Es mag Änderungen abseits des Kernels haben. CachyOS' Kernelmanager ermöglicht aber auch das Verwenden der Standard-Kernel, auch LTS.
Peter vom CachyOS Team sagte mal in einem Interview, dass er u.a. in der Grafk-Treiber-Entwicklung unter Linux aktiv ist ...
 
Peter vom CachyOS Team sagte mal in einem Interview, dass er u.a. in der Grafk-Treiber-Entwicklung unter Linux aktiv ist ...
Och komm der kann doch sicher nichts und seine Arbeit kommt auch nicht in den Kernel. Ist ja kein Profi sondern ein Kiddie.
Verfolgst Du den Thread nicht? Nur wenn richtige Profis, also Linus T. oder das Team von Steam, davon sprechen an der Grafik-Treiber-Entwicklung zu arbeiten darf man das ernst nehmen.

:fresse:
Hier ein Beispiel von vielen.
Aus dem Beispiel geht nicht hervor welche Amateure oder Kiddies dafür verantwortlich waren. Gibt es da Erkenntnisse?
 
Aus dem Beispiel geht nicht hervor welche Amateure oder Kiddies dafür verantwortlich waren. Gibt es da Erkenntnisse?
Ich hab mich da mal schlau gemacht. Derjenige der da eingereicht und wessen Beitrag abgelehnt wurde ist aufgrund der Ausbildung und der Tätigkeit welcher er nachgeht durchaus als Profi zu bezeichnen.
Ob es wirklich schlecht programmiert war oder es Herrn T. einfach zu spät eingereicht wurde wird nur er selber wissen. Ist aber egal.

Die sogenannten Kiddies täte ich ebenso wie das Team was hinter einer Linux Distro steht ebenso durchaus in die Kategorie Profis in ihrem Job bezeichnen. Nun ist ein Hochschulstudium und entsprechend lange Tätigkeit im Beruf nicht unbedingt ein Indiz für Können. Aber allgemein darf man davon ausgehen.

Daher halte ich es weiterhin für eine gute Sache wenn sich Entwickler Zusammenschließen um etwas voran zu bringen.
 
Deshalb meinte ich ja, Valve an Board holen, die steuern das und alles wird gut.
Genügt dir wohl nicht das dieser Verein schon das Liniux-Gaming Monopol hat. Jetzt willst du das Valve auch noch sein Monopol auf gesamt Linux ausweitet.
Wobei Proton die weitere Native Entwicklung im Bereich Spiele eher behindert als forciert. Warum sollte ein Entwickler noch Nativ entwickeln wenn es dafür einen Drittanbieter (Wine/Proton) gibt?
Merke: Valve macht das alles nicht weil sie die User so toll finden, sondern um ihre Kasse zu füllen. Valve ist ein Profit Orientiertes Unternehmen und kein Wohlfahrtsverein. Wer denkt sowas wie Proton würde Valve nur für die User Mitentwickeln weil sie die User so toll finden der sollte mal aus seiner Valve/Steam Fan Bubble so langsam rauskommen.
 
Wobei Valve noch in der luxuriösen Position ist, privat geführt zu sein und z.B. kein Aktienunternehmen ist, was irgendwelche Gewinnvorgaben für Aktionäre zu erfüllen hat. Das merkt man auch, weil kein Vorstand z.B. die langwierige Integration in Linux, oder ein VR-Projekt wie Half Life Alyx je abgesegnet hätte.

Batze1 hat aber trotzdem recht: Den Sprung zu Linux gabs auch nur, weil Valve sich von Microsoft lossagen, von ihnen nicht mehr ultimativ abhängig sein will. Es gab ja eine kurze Zeitperiode, in der MS ganz konkret meinte, Windows-Software würde künftig nurnoch über den MS-eigenen Store installierbar sein, ähnlich wie z.B. beim iOS- oder Android-Store. Das impliziert, dass Valve sämtliche Einnahmen mit MS hätte teilen müssen, und MS hätte das Letzte Wort überhaupt gehabt was z.B. Veröffentlichungen und Patches angeht. MS wäre zuzutrauen gewesen, einen weiteren Store neben dem MS-Store einfach nicht mehr zu erlauben und die Installation davon gänzlich unmöglich zu machen. Gabe Newell sah die Gefahr und unternahm dann weitreichende Schritte, um langfristig nicht mehr von Windows abhängig zu sein...

Wobei Proton die weitere Native Entwicklung im Bereich Spiele eher behindert als forciert. Warum sollte ein Entwickler noch Nativ entwickeln wenn es dafür einen Drittanbieter (Wine/Proton) gibt?
Das hatte Valve zur Anfangszeit ja auch versucht, vereinzelt sogar AAA-Entwickler dazu gebracht, Linuxversionen am selben Releasetag wie bei der Windows-Version zu veröffentlichen. Ich kenne mich in dem Bereich leider nicht gut genug aus um zu sagen warum, aber: Einige damalige Linux-Builds haben mit heutigen Linux-Distributionen z.T. massive Probleme. Sehr wahrscheinlich setzt Valve auch deshalb mittlerweile sehr stark auf Proton...
 
Das hatte Valve zur Anfangszeit ja auch versucht, vereinzelt sogar AAA-Entwickler dazu gebracht, Linuxversionen am selben Releasetag wie bei der Windows-Version zu veröffentlichen. Ich kenne mich in dem Bereich leider nicht gut genug aus um zu sagen warum, aber: Einige damalige Linux-Builds haben mit heutigen Linux-Distributionen z.T. massive Probleme. Sehr wahrscheinlich setzt Valve auch deshalb mittlerweile sehr stark auf Proton...
Ja nun das ist eben das Große Problem von Linux. Alle paar Monate kommt ein Neuer Nerd und denkt er müsste einen Neuen Build aufsetzen weil im die vorhandenen +800 Distros nicht reichen.
Heute ist es schwieriger sich für die richtige Distro zu entscheiden als Linux zum laufen zu bringen. Ein Extra Linux für Gaming, Extra Linux für DaVinciResolve, Extra Linux für Audio Sachen und so weiter. Es ist schon traurig das nicht alles unter einer Distro läuft.
In dieser Position, sorry für den Ausdruck ist Linux einfach Scheiße und für niemanden zu empfehlen. Das hat sich Linus Torwalds sicherlich so nicht vorgestellt.
Linux selbst ist sicherlich eine tolle Sache. Aber was man damit teils macht krempelt mir die Schuhsohle um. Ganz ehrlich, mehr als Browsing und bissel Office und Gaming per Proton ist damit nicht wirklich viel zu machen und Schuld daran ist Linux und die Nerds selbst wenn sie nicht wollen das auch Gewinnorientiertes im Bereich Desktop Einzug findet. Auch wenn einige das ein oder andere nicht mögen, aber Linux für MS Office oder auch bestückt mit Adobe würde einen riesen Schub für Linux geben. Ich bin Großer Racing Fan. Versucht mal eine der bekannten Racing Hardware (Fanatec, Moza usw.) unter Linux zum laufen zu bringen. Eine Katastrophe weil es keine eigenen Treiber der Hersteller für Linux gibt. Und so geht es bei sehr viel anderer Hardware Extern auch zu. Habe hier ein Audio Interface von Steinberg, also keine kleine Firma, unter Linux kaum zum laufen zu bringen das man damit richtig arbeiten/einstellen kann. Und so weiter.
Drum sollten sich die Linux Entwickler mal kümmern. Aber da besteht eben kein Interesse. Hauptsache ihr Nerd Gedanke bleibt am Leben. Da muss man sich auch nicht Wundern das es mit Linux nicht wirklich nach vorne geht.
Die Sache mit Proton finde ich zwar nicht so gut weil es in die falsche Richtung läuft, also weg von Nativer Entwicklung. Aber wenn die Macher selbst nicht erkennen das Linux so den Bach runter geht müssen eben andere ran die auch ein wenig Ahnung von Wirtschaft haben, denn am Ende geht es auch bei Valve/Proton nur ums Geld, was hier aber einen Positiven Effekt hat.
Und das es mit einem Unix ähnlichem Kernel geht zeigt ja wohl Apple ziemlich Eindrucksvoll. Man muss es nur wollen. Linux Nerds wollen es eben nicht.
Und wer hier mit Linux Netzwerk/Server oder Android kommt wie toll Linux da doch ist, ich rede hier nur von Linux Desktop und von nichts anderen.
Gabe Newell sah die Gefahr und unternahm dann weitreichende Schritte, um langfristig nicht mehr von Windows abhängig zu sein...
Ja und was hat man jetzt? Die komplette Abhängigkeit über Linux-Gaming von Valve. Ob das unbedingt besser ist wage ich mal sehr stark zu bezweifeln.
 
Genügt dir wohl nicht das dieser Verein schon das Liniux-Gaming Monopol hat.
Valve haben wir die aktuelle Situation erst zu verdanken, sonst hätten wir noch immer den gleichen Stand wie vor 10 Jahren. Man braucht eben Standards damit sich etwas durchsetzt, vor allem wenn der Konkurrent >90% marktanteil hat.
Nur durch einen distro wildwuchs wie er gerade für gaming distros passiert ändert sich nix zum guten.
 
Valve haben wir die aktuelle Situation erst zu verdanken, sonst hätten wir noch immer den gleichen Stand wie vor 10 Jahren. Man braucht eben Standards damit sich etwas durchsetzt, vor allem wenn der Konkurrent >90% marktanteil hat.
Nur durch einen distro wildwuchs wie er gerade für gaming distros passiert ändert sich nix zum guten.
Stimme ich zu. Daran sieht man aber auch wie schlecht es wirklich um Linux steht das sie es in 30 Jahren nicht geschafft haben mehr aus ihrer Situation zu machen, und das nicht nur im Gaming.
 
Ja und was hat man jetzt? Die komplette Abhängigkeit über Linux-Gaming von Valve. Ob das unbedingt besser ist wage ich mal sehr stark zu bezweifeln.
Wieso abhängig? Valve führt und die Software bleibt Open source. Das funktioniert in ganz vielen anderen Bereichen so im Linux Umfeld. Heißt ja nicht das von der Community nix kommt. Der Linux Kernel funktioniert auch nur weil es einen bzw sehr wenige gibt die bestimmen was in den Linux Kernel kommt. Stell dir vor jeder Hans dürfte da was einbauen was ihm gefällt, so ähnlich ist es mit den distros jetzt.
 
Das hatte Valve zur Anfangszeit ja auch versucht, vereinzelt sogar AAA-Entwickler dazu gebracht, Linuxversionen am selben Releasetag wie bei der Windows-Version zu veröffentlichen. Ich kenne mich in dem Bereich leider nicht gut genug aus um zu sagen warum, aber: Einige damalige Linux-Builds haben mit heutigen Linux-Distributionen z.T. massive Probleme. Sehr wahrscheinlich setzt Valve auch deshalb mittlerweile sehr stark auf Proton...
Das Grundproblem ist einfach dass es bei der Linux Entwicklung erlaubt ist einfach mal APIs umzuschmeißen/abzuschaffen, während API Definitionen bei MS wie eine heilige Kuh behandelt werden. Bei SW die als Quellcode ausgeliefert wird lässt sich so eine kleine API Änderung durch irgend einen freiwilligen Entwickler simpel nachholen, aber für den Vertrieb von Binaries (und das ist nun mal die Vertriebsform von Spielen/generell fast aller proprietärer Software) ist das ne mittlere Katastrophe, weil die ständig vom Hersteller selbst aktuell gehalten werden müssen. Am besten noch in N Versionen für die Verschiedenen Generationen.
Proton löst das indem man den Binaries gegenüber die stabile MS API aufrecht erhält, während in Proton selbst dann die Interface Agilität von Linux auflöst.
 
Heute ist es schwieriger sich für die richtige Distro zu entscheiden als Linux zum laufen zu bringen. Ein Extra Linux für Gaming, Extra Linux für DaVinciResolve, Extra Linux für Audio Sachen und so weiter. Es ist schon traurig das nicht alles unter einer Distro läuft.
Sorry, du übertreibst aber massiv. Die meisten Distros stammen entweder von Archlinux, Debian oder Fedora ab, und die Distros unterscheidet primär die Zusammenstellung der einzelnen Pakete. Die ganzen Audiosachen z.B. nutzen meist einen Echtzeitkernel, der für Audioproduktion extrem wichtig ist um jedes Fitzelchen Latenz festzustellen, aber in allen anderen Bereichen - auch Office, Servertätigkeiten und Gaming - Nachteile haben. Die Distros nehmen dir ab, diese Optimierungen von Hand zu machen, aber es spricht auch nichts dagegen z.B. in Debian ein Repository einzubinden, um darüber dann den Kernel problemlos austauschen zu können.

Klar, das Problem ist, erstmal das Wissen über derlei Kleinzeug zu erlangen. Oder, man macht es wie die meisten Linux-Umsteiger: Man googelt, welche Distro für den eigenen Einsatzzweck am Besten passt, und dann stellt sich raus, dass die Auswahl zu 99% mit dem übereinstimmt, was man haben wollte.

Ja nun das ist eben das Große Problem von Linux. Alle paar Monate kommt ein Neuer Nerd und denkt er müsste einen Neuen Build aufsetzen weil im die vorhandenen +800 Distros nicht reichen.
Deswegen ziehst du auch nur die Distros in Betracht, die z.B. etablierte Leute aus der Linux-Community maintainen oder eine Firma hinter sich haben. Dann reduziert sich die Auswahl der Distros auf eine Handvoll. Wenn du nicht tief in der Linux-Materie drin bist, kriegst du außer in Distro-Übersichtsseiten von den restlichen ~790 Distros nichts mit, außer jemand Unbekanntes erwähnt es auf Reddit oder so...

Ganz ehrlich, mehr als Browsing und bissel Office und Gaming per Proton ist damit nicht wirklich viel zu machen und Schuld daran ist Linux und die Nerds selbst wenn sie nicht wollen das auch Gewinnorientiertes im Bereich Desktop Einzug findet.
Bitte nur auf den Desktop-Bereich beziehen, Linux hat schon längst seinen Weg in Hardware und Server gefunden.

Auch wenn einige das ein oder andere nicht mögen, aber Linux für MS Office oder auch bestückt mit Adobe würde einen riesen Schub für Linux geben. Ich bin Großer Racing Fan. Versucht mal eine der bekannten Racing Hardware (Fanatec, Moza usw.) unter Linux zum laufen zu bringen. Eine Katastrophe weil es keine eigenen Treiber der Hersteller für Linux gibt. Und so geht es bei sehr viel anderer Hardware Extern auch zu.
Du tust so als ob Linux-User froh wären, dass es kein MS Office oder Adobe für Linux gibt. Sind sie nicht. Natürlich wärs ein großer Vorteil wenn es beides für Linux geben würde, aber die Schuld dafür kann man Linux kaum ankreiden. Trotz wechselnder ABIs wäre zumindest für "Wald-und-Wiesen-Software" der Aufwand nicht so groß, um auch Linux-Versionen zu der meisten Software zu ermöglichen. Wobei MS Office nochmal ein eigenes Biest ist, weil es stark auf z.T. uralte Windows-ABIs angewiesen ist.

Bei den Treiber-Geschichten ist es aber wirklich bescheuert und es gibt keinen Grund, die nicht zu unterstützen: Die Hersteller bräuchten nur einmal einen Treiber entwickeln der den Qualitätsanforderungen genügt, und die Maintainer um Torvalds selbst pflegen die bei der Kernelentwicklung. So werden z.T. seit Jahrzehnten z.B. WLAN-Treiber nachgezogen.

Drum sollten sich die Linux Entwickler mal kümmern. Aber da besteht eben kein Interesse. Hauptsache ihr Nerd Gedanke bleibt am Leben. Da muss man sich auch nicht Wundern das es mit Linux nicht wirklich nach vorne geht.
Es spricht ja keiner ab, dass das ein Problem unter Linux ist. Nur, was kann Linux dafür, wenn die Entwickler sich nicht drum kümmern wollen?

Was das mit Nerd-Gedanken zu tun hat, müsstest du auch mal genauer erklären und nicht bloß als ständiges Schlagwort ohne Substanz benutzen. Wenn du damit andeuten willst, dass man Linux nicht professionell nutzen kann, muss ich dich enttäuschen...

Die Sache mit Proton finde ich zwar nicht so gut weil es in die falsche Richtung läuft, also weg von Nativer Entwicklung. Aber wenn die Macher selbst nicht erkennen das Linux so den Bach runter geht müssen eben andere ran die auch ein wenig Ahnung von Wirtschaft haben, denn am Ende geht es auch bei Valve/Proton nur ums Geld, was hier aber einen Positiven Effekt hat.
Es ist der pragmatische Ansatz. Und er funktioniert in fast allen anderen Bereichen, in denen Linux mitmischt.

Und wer hier mit Linux Netzwerk/Server oder Android kommt wie toll Linux da doch ist, ich rede hier nur von Linux Desktop und von nichts anderen.

Linux und Windows verfolgen komplett andere Ansätze. Das ist so, das kriegt man auch nicht mehr weg.

Windows schleppt seit über 30 Jahren irgendwelche Altlasten mit, damit jede Software von Anno dazumal kompatibel bleibt. Nachteil davon ist der irre Aufwand, die ganzen Altsysteme zu pflegen. Das sieht man im Server-Segment deutlich schlimmer als auf dem Desktop, aber auch dort ist es spürbar, z.B. mit dem vergleichsweise großen Ressourcenverbrauch im Vergleich zu Linux, und dass da auch Bugs und Quirks über Monate und Jahre mitgeschleppt werden, weil die in MS' Strategie keine Priorität mehr hat. Und Microsoft bekommt ja sogar mittlerweile auf dem Desktop Probleme, den ganzen Wildwuchs unter Kontrolle zu halten (bestes Beispiel ist etwa die klassische Systemsteuerung und der neue Einstellungen-Dialog; eigentlich hätte die Systemsteuerung lt. Microsoft schon vor 5 Jahren eingestampft werden sollen... Aber man kann die nicht einstampfen, weil einige Funktionen bis heute nur darüber eingestellt werden können...).

Ja und was hat man jetzt? Die komplette Abhängigkeit über Linux-Gaming von Valve. Ob das unbedingt besser ist wage ich mal sehr stark zu bezweifeln.
Valve hält sich an die OpenSource-Lizenzen. Linux macht sich NICHT von Valve abhängig, das ist ein Riesen-Unterschied. Die haben den Ansatz von Linux verstanden und halten sich dran.

Sollte der theoretisch mögliche Fall eintreten, dass sich Valve von Linux verabschiedet (was aktuell kaum wahrscheinlich ist, aber tun wir mal so...), kann sich immernoch jemand anderes den Code schnappen und daran weiterarbeiten. Es gibt ja schon z.B. GE-Proton, was sich Proton nimmt und mehr oder weniger experimentelle Patches einpflegt.
 
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Deswegen ziehst du auch nur die Distros in Betracht, die z.B. etablierte Leute aus der Linux-Community maintainen oder eine Firma hinter sich haben. Dann reduziert sich die Auswahl der Distros auf eine Handvoll. Wenn du nicht tief in der Linux-Materie drin bist, kriegst du außer in Distro-Übersichtsseiten von den restlichen ~790 Distros nichts mit, außer jemand Unbekanntes erwähnt es auf Reddit oder so...
Ich verstehe dieses Argument auch nicht. Letztlich ist es eine Frage der Perspektive und des Ansatzes. Linux hat und ermöglicht halt diesen modularen Aufbau. Und warum sollten einzelne Entwickler:innen, die Lust und Kompetenz haben, ihre Distro nicht nach eigenen Vorstellungen aufbauen können? Die 80Xte Fork hindert wiederum Andere doch nicht daran, diese zu ignorieren und Debian oder Arch Linux zu wählen. Warum sollte auch eine nischige Hacker:innen- oder Server Distro interessant für bspw. Gamer:innen sein? Zumal dazu gesagt sei, dass Forks für Umsteiger:innen offenbar auch (gerade) von Interesse/Vorteil sind - wie bspw. Linux Mint, ZorinOS, Ubuntu, KDEneon usw.. Teils entstehen Distros wohl auch aufgrund Beschränkungen einer Distro bezüglich der Wahl der Desktop-Umgebung. Wenn wer bspw. GNOME nicht mag und eine DU möchte, die sie:ihn an Windows erinnert, die:der dürfte sich freuen, dass es nicht bloß Ubuntu gibt sondern auch Kubuntu (KDE als DU) oder Xubuntu (XFCE als DU).

Ganz ehrlich, mehr als Browsing und bissel Office und Gaming per Proton ist damit nicht wirklich viel zu machen und Schuld daran ist Linux und die Nerds selbst wenn sie nicht wollen das auch Gewinnorientiertes im Bereich Desktop Einzug findet. Auch wenn einige das ein oder andere nicht mögen, aber Linux für MS Office oder auch bestückt mit Adobe würde einen riesen Schub für Linux geben.
Nerd, Schuld - warum so negativ? Du gehst offenbar mit einem anderen Ansatz/Anspruch an Linux heran. Linux ist großteils FOSS und zu einem guten Teil Community betrieben. Warum sollte diese Communtiy etwas entwickeln, wofür viele aus ihr bisher kaum Interesse gehabt haben? Verbreitung ist doch kein Selbstzweck! Es kommt doch auch darauf an, wofür ein Produkt (nicht unbedingt im Sinne einwr Ware) steht. Wenn vielen der Community GIMP und LibreOffice reichten, warum sollten sie an der Integration von Photoshop oder Office365 arbeiten? Und doch passiert das doch augenscheinlich aktuell - bspw. mittels Weiterentwicklung von WINE. Und sicher gibt es da Vorbehalte aufgrund deren Entwicklerinnen (Microsoft, Adobe) und deren Geschäftsmodelle.

Ich würde einigen Deiner Punkten gar nicht mal komplett widersprechen. Zu einem Teil stellst Du andererseits einiges auf den Kopf. Es hängt eben einiges an den Nutzungsstrukturen (verbreitete Software im Betrieb und Branche), teils an der Motivation der Computer-Anwender:innen.
Und warum Linux sich kaum verbreiten konnte, liegt auch an der OEM-Strategie von Microsoft oder auch an der gering verbreiteten Computerkompetenz (bezüglich Neuinstallation) unter Computernutzer:innen, weil sonstige Kenntnis wie über Datenschutz(mängel) kaum verbreitet ist oder relativiert wird ... Manches lässt sich leichter ändern, anderes nicht.

Edit: Korrekturen, Verdeutlichungen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe dieses Argument auch nicht. Letztlich ist es eine Frage der Perspektive. Linux hat halt diesen modularen Aufbau. Und warum sollten Einzelne, die Lust und Kompetenz haben, ihre Distro nicht nach eigenen Vorstellungen aufbauen können? Die 80Xte Fork hindert einen doch nicht daran, diese zu ignorieren und Debian oder Auch Linux zu wählen. Warum sollte auch eine nischige Hacker oder Server Distro interessant für bspw. Gamer:innen sein? Zumal dazu gesagt sei, dass Forks für Umsteiger:innen offenbar auch von Interesse/Vorteil sind - wie bspw. Linux Mint, ZorinOS, Ubuntu, KDEneon usw.. Teils entstehen Distros wohl auch aufgrund Beschränkungen einer Distro bezüglich der Wahl der Desktop-Umgebung. Wenn wer bspw. GNOME nicht mag und eine DU möchte, die sie:ihn an Windows erinnert, die:der dürfte sich freuen, dass es nicht bloß Ubuntu gibt sondern auch Kubuntu (KDE als DU) oder Xubuntu (XFCE als DU).
Das hätte ich deutlicher formulieren sollen: Die waren in meiner beschriebenen Beschränkung mit eingebaut. Natürlich sind auch z.B. Linux Mint und Kubuntu gute Alternativen. Da hast du vollkommen recht damit.

Ich dachte, Batze beziehe sich auf Distros die hauptsächlich in Spezialfällen genutzt werden (und für mich die einzige Erklärung war, wie er überhaupt auf ~800 Distros kommen könnte, auch wenn klar ist dass er da massiv übertreibt). So Sachen wie Clonezilla, ShredOS oder Kali Linux... "Normale" Benutzer haben an sowas überhaupt kein Interesse. Ich kann aber verstehen, wenn z.B. der Blick auf distrowatch.com und darüber, wieviele Linux-Distributionen es gibt, für einen potentiellen Umsteiger überfordernd wirken kann... Darum der Verweis auf die vergleichsweise wenigen Platzhirsche.

Und warum Linux sich kaum verbreiten konnte, liegt auch an der OEM-Strategie von Microsoft oder auch an der gering verbreiteten Computerkompetenz (bezüglich Neuinstallation) unter Computernutzer:innen, weil sonstige Kenntnis wie über Datenschutz(mängel) kaum verbreitet ist oder relativiert wird ... Manches lässt sich leichter ändern, anderes nicht.
MS hatte damals halt wirklich jeden miesen Trick versucht, um Konkurrenten davon abzuhalten, was anderes als Windows und Windows-Programme zu benutzen. Das, was noch am meisten im Kopf blieb, ist etwa der sog. Browserkrieg, bei dem sich Bill Gates persönlich vor Gericht verantworten musste. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs...
 
Das hätte ich deutlicher formulieren sollen: Die waren in meiner beschriebenen Beschränkung mit eingebaut. Natürlich sind auch z.B. Linux Mint und Kubuntu gute Alternativen. Da hast du vollkommen recht damit.

Ich dachte, Batze beziehe sich auf Distros die hauptsächlich in Spezialfällen genutzt werden (und für mich die einzige Erklärung war, wie er überhaupt auf ~800 Distros kommen könnte, auch wenn klar ist dass er da massiv übertreibt). So Sachen wie Clonezilla, ShredOS oder Kali Linux... "Normale" Benutzer haben an sowas überhaupt kein Interesse. Ich kann aber verstehen, wenn z.B. der Blick auf distrowatch.com und darüber, wieviele Linux-Distributionen es gibt, für einen potentiellen Umsteiger überfordernd wirken kann... Darum der Verweis auf die vergleichsweise wenigen Platzhirsche.
Mag sein, dass ich da am ursprünglichem Kommentar von @Batze1 vorbeigeschrieben habe und etwas vorschnell war. Darauf bis Du zuvor allerdings ja gut eingegangen, finde ich. Intendiert hatte ich meinen Beitrag als Ergänzung ....
 
Es ist schon traurig das nicht alles unter einer Distro läuft.
Es läuft alles unter einer Distro.
Drum sollten sich die Linux Entwickler mal kümmern.
Das ist kein Linux Problem sondern ein Problem der Hardware Hersteller, dass diese ganz offensichtlich kein Interesse an Linux haben. Es gibt ja Hersteller die entweder die Treiber bereitstellen oder die offenen Schnittstellen die ja vorhanden sind nutzen.
Hauptsache ihr Nerd Gedanke bleibt am Leben.
Quatsch mit Soße. Völlig alltagstauglich das OS. Die Nerd Zeiten sind da schon lange vorbei.
Da muss man sich auch nicht Wundern das es mit Linux nicht wirklich nach vorne geht.
Da geht nichts voran?
BITTE?
Und das es mit einem Unix ähnlichem Kernel geht zeigt ja wohl Apple ziemlich Eindrucksvoll. Man muss es nur wollen. Linux Nerds wollen es eben nicht.
Vom Unix ähnlichen Kernel wie MacOS ist Linux doch ein gutes Stück entfernt. Auch der Ansatz ist bei beiden OS Grundverschieden. Btw es gibt ja auch BSD welches näher an MacOS dran ist, dennoch ist die Nutzer Basis doch wirklich recht überschaubar.


So viel und dennoch so wenig zum eigentlichen Threadthema. Dennoch muss und sollte man der ein oder anderen Aussage widersprechen da diese einfach falsch ist.


Nur durch einen distro wildwuchs wie er gerade für gaming distros passiert ändert sich nix zum guten.
Was eigentlich völlig irrelevant ist.
Stell dir vor jeder Hans dürfte da was einbauen was ihm gefällt,
Darf ja auch jeder. Nur nicht jeder kann das was Hans gebaut hat auch bekommen.
 
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