OberstFleischer
PC-Selbstbauer(in)
Das war eine eher unglücklich gewählte Zusammenfassung mehrerer PostsNatürlich hat man auch beeinflussung in LS-Kabeln. Schon mal was von dem Übersprechen bei Signalkabeln gehört? Das wollt ich den Unbelehrbaren ja begreiflich machen.

Mein Posting ging an dekay55 und Audioliebhaber

Beeinflussung:
LS-Kabel= z.B.: Länge,Querschnitt,Material,Aufbau, usw.
Signalkabel Cinch(analog): z.B.:Stromkabel,Material,Schirmung,Antennenwirkung, usw.
Antennenwirkung:
Kabel können wie Antennen wirken und elektromagnetische Felder und hochfrequente Radioimpulse einfangen. Daher soll dies mittels der die Leiter umgebenden Abschirmung verhindert werden. Leider kann jedoch die Abschirmung selbst wiederum zur Antenne werden, was man mit kombinierten Techniken (Gewebe, Folie, unterschiedliche Materialien) zu vermeiden sucht, jedoch nie ganz verhindern kann. Gegen elektromagnetische Einflüsse kann es immerhin helfen, wenn z.B. die Leiter miteinander verflochten sind.
Voodoo?
Viele Menschen können sich nicht vorstellen, zu welcher Leistung ein geschultes Gehör fähig ist und welche technischen Hintergründe bestimmten klanglichen Phänomen zugrunde liegen. Diese neigen daher leicht dazu, anderen Menschen mit weitergehenden Erfahrungen dieselben abzusprechen und ins Reich der Einbildung zu verweisen.
Ihrer Meinung nach gibt es z.B. keine klanglichen Unterschiede bei Hifi-Anlagen und schon gar nicht eine Notwendigkeit für hochqualitative und dann entsprechend auch hochpreisige Komponenten.
Wir und Sie wissen, daß dies Unsinn ist.
Klangunterschiede bei Geräten sind immer auf Unzulänglichkeiten durch Nichtwissen des Konstrukteurs, bewußte Designkompromisse, Halbfertig- oder gar Fehlkonstruktionen zurückführen und daher durchaus real.
Es gibt keine perfekten Geräte oder Gerätekombinationen (falls doch, wäre es nett, wenn diese mal hier explizit aufgezählt würden, speziell von denjenigen, die hier gebetsmühlenartig jeden Klangunterschied zwischen bestimmten Komponenten bestreiten wollen).
Solange jeder diese seine Meinung für sich behält, kann jeder denken, was er mag. Kritiker in Ihrem eigenem Umfeld können Sie leicht überzeugen, indem Sie ihn zu sich nach Hause einladen und ihn selbst hören und eigene Erfahrung machen lassen. Damit ist die Angelegenheit dann auch meistens erledigt.
Ärgerlich wird es erst in dem Augenblick, indem innerhalb einer öffentlichen Diskussion audiophilen Hörern ihr gegenüber Normalhörern erweitertes Hörvermögen als Einbildung abgetan wird, ohne daß man Gelegenheit hätte, durch praktische Demonstrationen seinen Diskussionspartner zu überzeugen.
Denn der besprochene Sachverhalt läßt sich leider nur selbst erfahren und nicht ausdiskutieren.
Meistens werden nämlich vom Diskussionspartner auch noch technische Begründungen für das Gehörte abverlangt, wozu man als Normalhörer selbstverständlich nicht in der Lage ist.
Ganz ärgerlich wird es dann, wenn in einem Forum einem unbefangenen Fragesteller eine die audiophile Realität verzerrende Auskunft ohne Widerspruch als absolute Wahrheit verkauft werden soll (meistens noch in Inanspruchannahme der Gesamtkenntnis physikalischer Zusammenhänge).
Dieses Phänomen ist eigentlich erst durch die weite Verbreitung von Internet und Usenet entstanden, wo buchstäblich Hinz und Kunz, durch keine Sach- oder Fachkenntnis belastet, mittlerweile gleichberechtigt seine subjektive Meinung zu allen Dingen dieser Welt kundtun darf.
Dieser Vorgang an sich ist natürlich im Sinne wirklich demokratischer Meinungsäußerung grundsätzlich zu begrüßen; allerdings kann schnell einmal ein schiefes Bild der Realität dargestellt werden, wenn extreme Äußerungen mangels Rhetorik- oder schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten oder der Angst, sich öffentlich zu blamieren, seitens der meistens schweigenden Mitleserschaft unwidersprochen bleiben.
Unterscheiden muß man übrigens auch Newsgroups im Usenet (z.B. de.rec.musik.hifi) und HTML-Foren im Internet. In Internetforen wird in der Regel anonym bzw. mit "nickname" gepostet, so daß hier, wenn der Betreiber des HTML-Forums nicht einschreitet, oft und gerne die "virtuelle Sau rausgelassen wird". Entsprechend niedrig ist dann dort das Niveau.
Im Gegensatz hierzu gilt vor allem im unmoderierten Usenet die "Net(t)ikette"; man postet unter vollem Namen und gültiger Email-Adresse und hält sich freiwillig an bestimmte Verhaltensregeln. Manche Poster geben sogar Arbeitsstelle, Anschrift und Telefonnummer an, so daß auch Kontakte mit ihnen außerhalb des Usenets möglich sind.
Das Diskussionsklima ist deswegen nicht weniger scharf, auch "flame wars" sind möglich, aber das Niveau ist grundsätzlich höher und die Beiträge fundierter.
Natürlich findet man auch hier Leute, die ihre Verhaltenstörungen online ausleben; aber eine sachliche Auseinandersetzung mit extrem kontroversen Themen ist hier - mittlerweile - schon eher möglich und hat in der Vergangenheit auch schon für alle direkt und indirekt Beteiligten durchaus positive Aspekte gehabt.
Allerdings bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.
Meistens wird ein reiner Erfahrungstausch innerhalb eines Forums oder einer Newsgroup zwischen Hifi-Interessierten von einigen (es sind übrigens über Jahre hinweg immer dieselben, was auf extreme Weiterbildungsresistenz oder zwanghaften Lustgewinn durch das Niedermachen Andersdenkender schließen läßt) mißbraucht, um denjenigen, die ihre Hörerfahrungen miteinander austauschen, pure Einbildung und Autosuggestion in Verbindung mit technischer Ahnungslosigkeit vorzuwerfen.
Über Sinn oder Unsinn solchen Verhaltens kann im übrigen viel spekuliert werden. Wir wollen hier nur einige Aspekte herausgreifen und beleuchten. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderem "Abstreiter™" beim Überdenken der eigenen Position oder dem Audiophilen, wenn er sich dann wirklich auf eine derartige Diskussion einläßt (die im übrigen meistens sinnlos ist und zu keinem Ergebnis führt (führen kann)), als kleines Argumentationsreservoir.
Klang ist eben noch nicht meßbar. Wenn die Korrelationen zwischen Hören und Messen nicht mehr eindeutig zuordnungsbar sind, zählt nur noch empirisches Wissen, das aber erst langwierig angeeignet werden will und dann für einen Hersteller unbezahlbar wertvoll ist. Man redet dann nicht ohne Grund von den Leuten mit den goldenen Ohren.
Daher sind die "Abstreiter™" ausnahmlos außerhalb der Audiobranche und auch fast nur im (virtuellen) Internet zu suchen.
Auch wer im Studiobereich arbeitet, ist damit nicht automatisch prädestiniert, kompetent in dieser Angelegenheit mitreden zu können. Weder das technische Equipment im Studio noch die letztendlich erzielten Ergebnisse in Form produzierter Audio-CDs (und nur damit läßt sich von dieser Seite wirkliche Kompetenz nachweisen) lassen in den meisten Fällen den Schluß zu, daß hier an dieser Stelle wirklich auf Qualität geachtet wird.
Gute Aufnahmen sind die Ausnahmen und nicht die Regel, was auf ein gestörtes Verhältnis der verantwortlichen Studioleute zu ihrer durchaus vorhandenen handwerklichen Tradition schließen läßt.
Audiophile, die Kritik an Aufnahmequalität vorbringen, werden als spinnerte Störenfriede betrachtet, die nur den schnellen Massenabsatz dieser mittlerweile Großindustrie behindern und ansonsten eine kleine Minderheit darstellen, auf die Rücksicht zu nehmen nicht lohnt.
Bezeichnenderweise gibt es bei uns so gut wie keine Literatur von seiten der "Abstreiter™" über derartige klangliche Phänomene, während es einiges auf audiophiler Seite zu diesem Thema gibt
Lesenswert !!!

thx an BlackNeo !!!
Zuletzt bearbeitet:


, genau diese Leute jagen doch immer dem letzten Fitzelchen mehr hinterher. Ich nicht.
