Solange der Senat mehrheitlich von den Republikanern kontrolliert wird, wird es leichter sein, einen Richter der eigenen Klientel durchzudrücken.
Willkommen in der Tagespolitik. Das ist unter einem demokratischen Präsidenten nicht anders, als unter einem republikanischem. Jeder versucht einen Richter nach seinen Vorstellungen in den Supreme Court zu berufen.
Das kann sich aber Ende des Jahres auch wieder ändern und so schnell wird ein Richter des obersten Gerichts nicht ernannt. Der muss erst genau durchleuchtet werden -- nicht, dass der noch Leichen im Keller hat.
Ich kann mir schon vorstellen, dass der Senat ein Interesse hat, schnell einen eher konservativen Richter zu benennen.
... in der Trump scheinbar nicht nur unkritisch gesehen wird; z. B. von McCain.
So wie in wohl jeder politischen Partei.
Wenn Du also davon sprichst, "die Republikaner" gut zu finden - welche Republikaner hast Du da im Blick?
Ich finde die republikanische Partei gut.
Den Grabbinator oder seine Kritiker?
Wenn meinst du?
Jedenfalls scheinst Du dass zu denken und / oder zu hoffen. Anders kann ich mir solche Kommentare zumindest nicht erklaeren:
Also darf man als Konservativer keine konservative Richtermehrheit befürworten, weil das impliziert, man wäre gegen das System „Checks & Balances“?
Klingt fuer mich eher nach Seelenverwandtschaft als nach Richter?
Republikanische Präsidenten ernennen eher konservative, demokratische Präsidenten eher nichtkonservative Richter.
Ich kann da keinen Skandal erkennen.
Eine Judikative, die dem Exekutor den Ruecken frei haelt, anstatt ihm auf die Finger zu schauen und ihm seine Grenzen (sic!) aufzuzeigen, damit der gewaehlte Fuehrer seine Agenda durchdekretieren kann.
1) Es heißt Exekutive.
2) Unterstellst du das nur bei einem von Trump ernannten Richter oder ist das einen generelle Kritik an dem amerikanischen System, wie Mitglieder des Supreme Courts berufen werden?
Die finale Ausbaustufe davon heisst Roland Freisler.
Gibt es auch nur im Ansatz irgendwelche Anzeichen dafür, dass das hier so kommt?
Ein Kollege vom Raketenmann. Wer austeilt - und Don Trumpeone tut gar nichts lieber als das - muss auch einstecken koennen.
Also weil du findest, dass das unsachlich ist, was Trump macht, machst du genau was? Unsachlich werden?
Ein Vergleich ist nicht dasselbe wie eine Gleichstellung - und ich habe weder das Eine noch das Andere getan. Ich habe lediglich formuliert, wo es enden kann, wenn sich Richter mehr Staat und Staatsfuehrer denn Recht und Rechtsgrundsaetzen verpflichtet fuehlen.
Gibt es dafür Anzeichen, dass diese Gefahr überhaupt droht, also dass sich der Richter nicht dem Recht und Rechtsgrundsätzen verpflichtet fühlt?
Zumal es ja ein weiteres Organ der „Checks & Balances“ gibt, die ja der Berufung zustimmen muss. Der Senat. Und wie du ja bereits ausgeführt hast, gibt es ja auch Kritiker von Trump.
Sehe ich absolut genauso, nur im Grunde nach ist es mir egal, die werden es nie lernen, solange sie mit Gatling Guns in den Wald fahren können und Wildschweine zersieben können ist für die alles in Ordnung, die paar Toten sind sie in den USA eben gewohnt, genau aus diesem Grund würde ich niemals in den USA ziehen wollen.
Und du kannst bestimmt auch darlegen, dass der durchschnittliche Amerikaner einfach so eine vollautomatische Waffe, wie die Gatling Gun erhält?
Ich finde generell das gesamte System in den USA sehr seltsam und mich wundert es das es überhaupt solange funktioniert hat, der Präsident ernennt die wichtigsten Richter (keine Kritik an Trump, sondern am System an sich, jeder US-Präsident hat sich ihm genehme Richter eingesetzt)?, das ist eine ziemliche Gewaltenverschränkung, da bin ich sehr froh, dass in Deutschland nicht eine Person entscheidet wer im Bundesverfassungsgericht hockt.
Der Präsident (Exekutive) schlägt vor und der Senat (Teil der Legislative) stimmt zu.
Der Präsident ernennt nicht die Richter im Alleingang.
Genauso ihr lächerliches Wahlrecht, aber naja, außer ihnen selbst kann das keiner ändern und ich will es auch gar nicht, denn scheinbar wollen sie ja all das, was ihr gutes Recht ist, auch wenn es aus unserer europäischen Sicht nicht sonderlich viel Sinn macht.
Ihr „lächerliches“ Wahlrecht hat seit fast 250 Jahren (also ein Viertel Jahrtausend) ein stabiles demokratisches System ermöglicht.
In der Zwischenzeit hatten wir die Kleinstaaterei, dann das Deutsche Reich, die erste deutsche Demokratie, dann das dritte Reich, dann das geteilte Deutschland und dann das vereinte Deutschland.
Fun Fact. Unsere heute Demokratie (die wesentlich stabiler ist, als die erste, die Weimarer Republik) verdanken wir unter anderem den Amerikanern.
Aber die Vergleiche mit Putin und Erdogan sind schon sehr extrem, Erdogan lässt sich ihm unangenehme Personen einfach einsperren, bei Putin passiert dann eben ein "Autounfall", derartige oder auch nur im Ansatz ähnliche Aktionen von Trump wären mir nicht bekannt.
Korrekt. Bei aller – berechtigen wie unberechtigten – Kritik an Trump, aber er ist nicht auf einer Stufe mit Erdogan und Putin.