offener Brief an Trump

Sehr gute Entscheidung vom Supreme Court :daumen:

Warum? Ernstgemeinte Frage. Denn an irgendwelche nennenswerten Straftaten von eingereisten Buergern des Iran, aus dem Jemen, Libyen, Somalia oder Syrien erinnere ich mich beim besten Willen nicht. Ohnehin ist der Markt fuer Gewaltverbrechen, gerne mit Schusswaffen, mit Einheimischen mindestens ge- wenn nicht uebersaettigt. "Witzigerweise" sieht der 45er (sic!) da aber so gar keinen Handlungsbedarf?
 
Also der Richter, der von Trump ernannt wurde, stimmt für Trump.
Na ja -- Vetternwirtschaft eben.

So viele Fehler in einem kleinen Post, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Nehmen wir das offensichtlichste zuerst.

Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten – Wikipedia

Trump hat bisher genau einen Richter ernannt. Ein Richter gar nicht alleine einen Beschluss fassen, also haben auch andere - nicht von Trump ernannte - Richter für diesen Beschluss gestimmt.

Das Richter generell der Politik des Präsidenten folgen, der sie ernannt hat, ist nichts, was mit Trump begonnen hat, das war schon vorher so. Das der Präsident die Richter ernennt - und der Senat diesen zustimmen muss - hat nichts mit Vetternwirtschaft zu tun, das ist der verfassungsmäßige Ablauf in den USA.

Aber hey, hauptsache gegen Trump gewettert, gell?

Warum? Ernstgemeinte Frage. Denn an irgendwelche nennenswerten Straftaten von eingereisten Buergern des Iran, aus dem Jemen, Libyen, Somalia oder Syrien erinnere ich mich beim besten Willen nicht. Ohnehin ist der Markt fuer Gewaltverbrechen, gerne mit Schusswaffen, mit Einheimischen mindestens ge- wenn nicht uebersaettigt. "Witzigerweise" sieht der 45er (sic!) da aber so gar keinen Handlungsbedarf?

Weil der Supreme Court die Macht der Exekutive stärkt, zu bestimmen, wer ins Land darf und wer nicht. Das finde ich gut, vorallem nach dem die Demokraten - wahrheitswidrig - bisher immer behauptet hätten, das wäre nicht zulässig.
 
Weil der Supreme Court die Macht der Exekutive stärkt, zu bestimmen, wer ins Land darf und wer nicht. Das finde ich gut, vorallem nach dem die Demokraten - wahrheitswidrig - bisher immer behauptet hätten, das wäre nicht zulässig.

Der Supreme Court gehoert zu den sog. "Checks & Balances"; es ist nicht seine Aufgabe, der "Exekutive" den Weg freizuraeumen, damit die ihre Agenda durchsetzen kann.

"Wer ins Land darf und wer nicht", auch wenn es Dein Lieblingsthema ist, entscheidet die "Exekutive" auch nicht nach Bauchgefuehl, sondern nach Faktenlage. Sollte sie jedenfalls. Warum nun libysche Geschaeftsleute ein groesseres Risiko fuer die Sicherheit der USA sein sollten als Handelsreisende aus Nordkorea oder Gewuerzhaendler aus Afghanistan, konnte mir bisher niemand wirklich erklaeren. Du btw auch nicht. Weshalb der Verdacht naheliegt, dass es sich eben doch um eine Bauchentscheidung, damit bestenfalls Willkuer und schlimmstenfalls Diskriminierung handelt. Immerhin vier der neun Richter sahen das wohl aehnlich. Was daran nun "wow" sein soll, weiss, wie so oft, nur der schrullige Onkel aus der Wella-Werbung.

Ueberhaupt. Die "Exekutive". Besteht die nur noch aus einer Person? Haelst Du das fuer einen anstrebenswerten Zustand? Fuer mich klingt das nach Fuehrerstaat. Erdogan, Putin, Trump. Who is next?

Gruselig, wie viele daran offenkundig Gefallen finden.
 
Wenn die Exekutive nur aus einer Person besteht hat das gar nichts mit Führerstaat zu tun, da die anderen 2 bzw 3 Gewalten noch unabhängig sind.
 
Der Supreme Court gehoert zu den sog. "Checks & Balances"; es ist nicht seine Aufgabe, der "Exekutive" den Weg freizuraeumen, damit die ihre Agenda durchsetzen kann.

Richtig, es hat (unter anderem) die Aufgabe zu prüfen, ob die Exekutive oder aber die Legislative ihre Rechte gemäß der Verfassung nutzt.

Ihm vorliegenden Fall hat das Gericht das auf eine konkrete Handlung der Exekutive hin bejaht.

"Wer ins Land darf und wer nicht", auch wenn es Dein Lieblingsthema ist, entscheidet die "Exekutive" auch nicht nach Bauchgefuehl, sondern nach Faktenlage. Sollte sie jedenfalls. Warum nun libysche Geschaeftsleute ein groesseres Risiko fuer die Sicherheit der USA sein sollten als Handelsreisende aus Nordkorea oder Gewuerzhaendler aus Afghanistan, konnte mir bisher niemand wirklich erklaeren. Du btw auch nicht.

Im Idealfall erklärt die Exekutive ihre Handlungen. Verpflichtend ist es nach meinem Kenntnisstand nicht.

Weshalb der Verdacht naheliegt, dass es sich eben doch um eine Bauchentscheidung, damit bestenfalls Willkuer und schlimmstenfalls Diskriminierung handelt. Immerhin vier der neun Richter sahen das wohl aehnlich.

Und fünf der neuen Richter halt nicht. Und damit ist die Entscheidung des US-Präsidenten verfassungsmäßig gewesen.

Ueberhaupt. Die "Exekutive". Besteht die nur noch aus einer Person? Haelst Du das fuer einen anstrebenswerten Zustand?

Wenn man es ganz strengt nimmt, ja, dann besteht die Exekutive in den USA aus einer Person bzw. ist sehr stark auf eine Person ausgerichtet. Nämlich auf den US-Präsidenten. Und wegen der starken Stellung des US-Präsidenten innerhalb des politischen Systems der USA gibt es ja das – von dir genannte – Verfahren der "Checks & Balances". Damit die Exekutive nicht tut und lässt was sie will.

Also funktioniert der Rechtsstaat.

Die Exekutive der USA hat eine Handlung vorgenommen (in diesem Fall das Dekret des Präsidenten über ein Einreiseverbot). Die Zulässigkeit dieser Handlung wurde in Frage gestellt

Die Judikative hat ein Urteil dazu gefällt und die Zulässigkeit bejaht.

Fuer mich klingt das nach Fuehrerstaat. Erdogan, Putin, Trump. Who is next?

Die Unterschiede im politischen System zwischen Russland und Türkei auf der einen Seite und der USA auf der anderen sind doch schon erkennbar, oder nicht?

Ich wüsste nicht, was es rechtfertigt Trump auf einer Stelle mit Putin oder Erdogan zu stellen.

Gruselig, wie viele daran offenkundig Gefallen finden.

Gruselig finde ich den Vergleich Trumps mit Putin oder Erdogan.

Wenn die Exekutive nur aus einer Person besteht hat das gar nichts mit Führerstaat zu tun, da die anderen 2 bzw 3 Gewalten noch unabhängig sind.

Das ist der springende Punkt, der die USA von der Türkei oder Russland unterscheidet.
 
Warum? Er räumt doch auch gerne alle seine Gegner aus dem Weg. Das haben ja alle drei gemeinsam.

So wie es Putin und Erdogan tun? Na dafür hätte ich gerne Beweise.

Nahezu die komplette Medienlandschaft in den USA schaut bei Trump übergenau hin und berichtet über alles, was er tut.

Machen das die Medien in der Türkei oder Russland?
 
Er hat doch schon den FBI Chef und zahlreiche Minister und Berater entlassen. Weil sie ihm unangenehm wurden...

Diese Leute zu entlassen steht ihm verfassungsmäßig zu. Ich kann mich nicht erinnern, dass er dabei Vorschriften missachtet hätte. Also ist das ist kein Beweis dafür, dass Trump auf einer Stufe mit Putin oder Erdogan steht.
 
Diese Leute zu entlassen steht ihm verfassungsmäßig zu. Ich kann mich nicht erinnern, dass er dabei Vorschriften missachtet hätte.
Das mag sein. Die Vorgehensweise ist aber sehr ähnlich.

Und ganz ehrlich das FBI sollte unabhängig sein. Und kein Präsident einfach den FBI Chef entlassen können. Das sollte wenn dann das Parlament entscheiden.
 
Das mag sein. Die Vorgehensweise ist aber sehr ähnlich.

Aber ist es rechtlich ein Unterschied und das ist der Knackpunkt. Der US-Präsident kann tun und lassen, was er will, solange der seine Kompetenzen nicht überschreitet.

Sollte er das tun (oder nur andeuten es zu tun), wird die Opposition sich schneller an Gerichte wenden, als Trump Twitter sagen kann.

Die Öffentlichkeit und die Medien schauen doch genau hin, was Trump tut. Alleine das eine Entscheidung von ihm vor dem obersten Gericht verhandelt wurde (und dort mit einer knappen Mehrheit 5 zu 4 entschieden wurde) ist doch schon ein immenser Unterschied zu Erdogan und Putin.

Man kann ja Trump gerne und viel kritisieren, wenn man das möchte, aber ihn auf einer Stelle mit Putin oder Erdogan zu stellen, ist meiner Meinung nach nicht zutreffend.
 
Diese Leute zu entlassen steht ihm verfassungsmäßig zu. Ich kann mich nicht erinnern, dass er dabei Vorschriften missachtet hätte. Also ist das ist kein Beweis dafür, dass Trump auf einer Stufe mit Putin oder Erdogan steht.

Erdogan und Putin missachten auch kein geltendes, nationales Recht; allenfalls beugen sie es und da, wo es ihnen im Weg steht, aendern sie es eben. Der eine macht das per Volksentscheid, der andere hat eine Duma als Kulisse und Blondie regiert halt per Dekret.

Und Nein, in der Tat stelle ich die unheiligen drei Koenige nicht auf eine Stufe - jedenfalls noch nicht. Nur liegt das eher an den Praegungen und Geschichten der jeweiligen Laender und weniger an den Akteuren selbst. Denn da sind die Parallelen eigentlich unuebersehbar. Alle drei schwafulieren von Verschwoerungen sinistrer Maechte gegen sie und alle drei entfernen missliebige Personen aus solchen Aemtern, aus denen sie ihnen gefaehrlich werden koennen. Das in Washington keine russischen oder tuerkischen Verhaeltnisse herrschen liegt auch daran, dass Trumps Artgenossen einen zeitlichen Vorsprung haben.
 
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