Du hast beim Auslesen via MMIO immerhin 6 Sensorwerte, von denen Du aber nicht genau weißt, was sie eigentlich im Einzelnen bedeuten. Wenn man da auch nur zwei ausliest (HWMonitor), dann ist die Chance, daneben zu liegen, ungleich größer. Da HWMonitor extrem schwankt (teilweise Jumps um bis zu 5 Grad innerhalb einer Sekunde) gehe ich davon aus, dass hier irgendwelche Peak-Werte (über)bewertet werden. Außerdem muss man auch das Kontroll-Value auswerten, ob überhaupt valide Werte geliefert wurden und generell eine Plausibilitätsprüfung ansetzen, denn Sensoren können auch mal Grütze liefern. HWiNFO ist da konservativer, denn Martin nimmt alle 6 Sensoren und bewertet erst danach.
Ich gehe komplett anders vor, aber da NVIDIA für die Kühlung die richtigen Daten nutzt (denn sie wissen ja, was sie tun), liege ich da näher bei Martin. Ich schließe von NVIDIAs Steuersignal auf die Temperaturen zurück, was auch ohne MMIO ganz gut zu funktionieren scheint. Dumm ist aber in jedem Fall, dass man nur schätzen kann, denn es gibt keine echte Dokumentation. Und mir wird so langsam klar, warum NVIDIA das Ganze gesperrt hat. Anstelle eines Wertes, kommen sechs zurück. Dass NVIDIA daraus dann eine Kühlungskennlinie bastelt, ist gut und schön, aber ich denke mal, dass auch dieser Wert eher eine konservative Schätzung mit viel Sicherheits-Headroom ist.
HWMonitor zeigt bis heute die falschen RAM-Temperaturen bei Blackwell an, obwohl man sie eigentlich richtig ausliest. Sie sind nur in der Liste falsch zugeordnet. Auch da gibt es keine Unterlagen, aber RAM kann man messen. Deshalb stimmen die von HWiNFO und mir. Bei HWMonitor stehen die richtigen Werte als Temp#10, #11 und #12 drin. Er hat sie ja gefunden, nur eben falsch interpretiert. So schnell kann es manchmal gehen