Neukauf i7 5960x oder 6900k?

i7 5960x oder 6900k

  • i7 5960x

    Stimmen: 16 32,0%
  • i7 6900k

    Stimmen: 34 68,0%

  • Umfrageteilnehmer
    50

vfxworld

PC-Selbstbauer(in)
Hey,

Ich warte mit dem Systemupgrade fast seit Mitte letzten Jahres, weil ich unbedingt Broadwell-E abwarten wollte. Anfangs noch mit der Hoffnung auf einen bezahlbaren 10 Kerner, nachdem die ersten Preise bekannt wurden war mir aber klar, dass der wesentlich zu teuer sein wird - was sich jetzt auch tatsächlich bestätigt hat. Jetzt habe ich nur noch die Wahl zwischen dem älteren i7 5960x und dem i7 6900k. Man sollte meinen diese Frage klärt sich von selbst, da das neuere ja besser sein sollte. Nach den ersten Reviews trat aber, besonders im Hinblick auf das OC Potential, recht schnell Ernüchterung ein. Der maximale OC den ich für den 6900k bisher gefunden habe, waren 4,4 GHz. Bei anderen war bereits bei 4,3 GHz Schluss (wohlgemerkt ging dann tatsächlich nichts mehr, selbst mit absurd hoher vcore). OC Ergebnisse des 5960x sehen wesentlich besser aus. Natürlich weiß ich, dass jede CPU unterschiedlich ist und es gut und schlecht übertaktbare gibt. Alle 6900k Reviews haben aber bisher die gleiche Aussage: 4,3 - 4,4 GHz, danach ist ende. Jedoch verwenden alle bisherigen Reviews die ich gesehen habe keine Retail CPUs und in Foren findet man noch wenig Ergebnisse von anderen Usern.

Auch habe ich bisher kein Reviews entdeckt, welches 5960x und 6900k mit gleichem Takt testet. So könnte man sehen, ob die neue Generation tatsächlich Leistungsstärker ist. Ich hab zwar Reviews gesehen in denen sich der 6900k leicht vom 5960x abhebt, allerdings taktet er auch höher. Der Preisunterschied ist nicht wesentlich und beeinflusst die Kaufentscheidung nicht. Allerdings, wenn beide CPUs gleich Leistungsstark sind, der 5960x sich aber besser OCen lässt und dazu noch 50€ weniger kostet, wäre ich ja eigentlich schön blöd den 6900k zu nehmen. Zudem scheint der 6900k mehr Strom zu benötigen, trotz 14nm. Sehe also auch hier keinen Vorteil.

Was den 6900k interessanter macht sind halt die neuen Technologien wie Turboboost 3, aber ob das wirklich ausreicht um sich für die neue Generation zu entscheiden? Interessant werden noch OC Ergebnisse von Retail CPUs, hat hier schon jemand sein Examplar getestet?

Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass ich generell wenig bis gar nicht übertakte. Ich habe allerdings gerne die Gewissheit, dass ich, wenn ich Leistung knapper wird, noch einiges aus der CPU rausholen kann. Mir ist langlebigkeit und Stabilität wichtiger, als reine Geschwindigkeit. Dennoch, warum sich für eine CPU entscheiden die auf Max langsamer ist als die andere (ist sie das überhaupt?).

Generell brauche ich die CPU zum Rendern (3D Software), möchte allerdings keinen Xeon, weil ich doch gerne mal nen Spiel spiele. Ich will nen Allround PC, mit dem ich aber auch gut Arbeiten kann. Reiner Gamingrechner lohnt sich nicht, reine WS wird noch nicht benötigt, dennoch geht das System eher in Richtung Arbeitsgerät als Spielepc. Ein "Hybrid" wie der 5960x oder 6900k ist also perfekt.

Wie würdet ihr euch entscheiden?
 
Ich glaube du hast schon fast alle für die Entscheidung aktuell verfügbaren und relevanten Infos zusammengetragen. Bei hwbot kann man noch keine Eintragungen für den 6900k bewundern, aber man sollte wohl wirklich nicht von einem OC Wunder ausgehen. Alle aktuellen Tests deuten auf geringes OC Potenzial bei höherem Kühlaufwand hin, nichts desto trotz ist ein 6900k @stock gerade in Spielen aktuell stärker als ein 5960x@stock. Bei einer so hohen Investition würde ich an deiner Stelle die ersten vernünftigen Benchmarks und Vergleiche definitiv abwarten. Angeblich wird es in der nächsten Ausgabe der PCGH Printausgabe noch ein paar weitere OC Versuche zu bewundern geben, von daher warte das mal besser ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die besseren Ergebnisse kommen vom neun Software Lösung eines Windows Problems genannt turbo boost 3.
Das ist die Lösung was andere mit Prozessorlasso und oc gemacht haben.
Zusätzliche Feature geringerer Takt bei avx Nutzung (somit software OC)
Die Möglichkeit per Software max Turbo zu erhöhen um 2 stufen. bei geringer Threat Anzahl bsp 1 oder 2 Kerne

Du zahlst also für ne Software knapp 80€ mehr die man kostenlos (fast Prozessorlasso kostet was, alternative ist Prozessexplorer von ms)
Und die Möglichkeit per Software die Taktraten des Turbo Modus einzustellen.
 
Danke euch zwei und allen bisherigen votern! Wäre nett, wenn die die voten eine kurze Begründung dalassen :)

hanrot: Du hast absolut recht, ich warte noch einige Wochen, besonders bis es glaubwürdige Reviews mit Retail CPUs ist. Bisher sind tatsächlich alle Reviews die ich gesehen habe mit Engineering Samples durchgeführt wurden. In einigen OC Foren trudeln die ersten Ergebnisse ein, allerdings noch nichts weltbewegenedes (ausser vielleicht ein 6950x auf, 5,1 oder 5,3GHz allerdings mit vcore 1,7 (laut screenshot, bin jetzt wie gesagt nicht so der OCer, aber wie lange läuft sone CPU bis sie den geist aufgibt?). Meinst du in der Printausgabe kommen Retail CPUs zum Einsatz, oder auch die ES?

Prozessorarchitektur: Du meinst sicher das Singlecore Problem unter Windows beim 5960x, der nur auf der Einstellung Höchstleistung hochtaktet, weil durch die Anzahl an Kernen die CPU bei Last auf nur einem Kern nur bei ein paar % Auslastung ist und die CPU dadurch nicht hochtaktet? Ich hoffe ich abe das Problem richtig verstanden. Da das mehr ein Windows Problem zu sein scheint, habe ich eigentlich gehofft das MS da mal mit nem Fix kommt. DU tendierst also eher zum 5960x? Ich muss gestehen, dass tue ich auch. Aber wie gesagt, erst einmal noch zumindest einen Monat abwarten.

Da stellt sich mir die Frage: Wie lange wird der 5960x wohl noch verfügbar sein?
 
Das werden vermutlich auch noch ES sein. Ich persönlich glaube aber nicht, dass sich da noch maßgeblich etwas an der Leitsung oder so ändern wird. Änderungen wären hier wohl eher im Bereich Energiesparverhalten usw. zu erwarten.
CPUs laufen lange. Sehr lange ;) Bei normaler Benutzung sind da bestimmt 10, 15 oder sogar 20 Jahre drin, wobei das selbstverständlich auch von deinem Board und der CPU Güte abhängt. Auf jeden Fall wirst du eher aufgrund von mangelnderer Geschwindigkeit upgraden als aufgrund einer an Altersschwäche gestorbenen CPU. Mit OC reduziert sich die Lebenserwartung wegen der höheren Temperatur und/oder Spannung natürlich wirklich, aber ob man den theoretischen Unterschied zwischen 15 Jahren und 12,5 Jahren Betriebsdauer wirklich merken würde wage ich zu bezweifeln.
Von den bis jetzt zugänglichen Informationen her würde ich auch zu einem 5960x tendieren, aber es könnte sich natürlich auch noch herausstellen, dass der 6900k doch die berühmte Eier legende Wollmilchsau ist.
 
Ehrlich gesagt hat mir der Artikel nicht besonders weitergeholfen, im Prinzip steht dort alles bisher bekannte drin. Im Artikel ist ja explizit erwähnt, dass es noch einen Nachtest mit Retail CPUs geben wird, für den aktuellen Test wurden auch ES CPUs verwendet. Auch hier scheint es die besagte "Schallmauer" bei ~4,3 - 4,4Ghz zu geben. Ähnliche Ergebnise habe ich auch schon bei Retail CPUs gesehen. Zwar bin ich noch nicht auf besonders viele Ergebnisse gestoßen, allerdings bewegen sich die bisherigen auf sogut wie dem gleichen Niveau, 4,3-4,4GHz unter vernünftigen Spannungen.

Die Benchmarks sind leider auch alle @ stock, so kann man die reine Differenz nicht sehen. Der 6900k schneidet überall etwas besser ab als der 5960x, läuft aber auch dementsprechend mit höherer Taktung. Interessant wären Verlgeiche bei z.B. genau 4GHz.

BW-E unterstützt ja nun 2400MHz Ram, aber theoretisch kann ich ja auch mit nem Haswell-E RAM mit 3000MHz+ nutzen. Auch hier die Frage, wie der unterschied ausschaut, wenn beide Testsysteme gleiche Taktung nutzen.

Also nein, ehrlich gesagt bin ich noch nicht viel schlauer, tendiere weiterhin eher in Richtung 5960x, die Frage ist eben nur, wie lange die CPU noch zum Kauf verfügbar sein wird. Ich lasse mir mit der Entscheidung gerne auch noch 1-2 Monate Zeit, mehr als 3 will ich in jedem Fall nicht mehr warten.

Das Umfrageergebnis des Threads geht ja klar in Richtung 6900k, allerdings hat sonst leider niemand eine Meinung gepostet, so macht es mir die Entscheidung nicht wirklich leichter.
 
Naja du hast auf Seite 32 in dem Kasten für die Spannungsskalierung Cinebench R15 Punkte unter OC. Der 6900K kommt hier maximal auf 1808 Punkte und entspricht so einem 5960x auf vermutlich 4.6GHz.
http://extreme.pcgameshardware.de/b...ch-11-5-cinebench-r15-u-cinebench-2003-a.html
Bei den Vergleichen bei 4GHz ist klar wer gewinnt: der 6900k. Die Pro-MHz-Leistung hat sich von Haswell zu Broadwell verbessert. Vergleichbar ist die Architektur hier ja anscheinend eher mit der des 5775C.
Leider scheint auch bei PCGH das Problem mit den maximal ungefähr 4.4 GHz (Plus evtl per core OC) deswegen scheint das dein maximal erwartbares Limit darzustellen.
Du musst also einen 5960X finden, der mindestens auf 4.6GHz läuft um an einem ebenfalls übertakteten 6900K vorbeiziehen zu können.
Eigentlich sind die Vergleiche auf einer festen Taktfrequenz meist auch nur semi interessant, da man damit das "Feature" des höheren Taktes einfach ignoriert. Taktsteigerungen sind aber nunmal seit Ewigkeiten Merkmale neuerer Generationen.
Alles läuft also bei dir eher auf die Enschteidung hinaus ob du massives OC betreiben möchtest oder nicht. Wenn du kein Problem hast den 5960X permantent über 4.6GHz laufen zu lassen ist die Entscheidung recht einfach, ansonsten ist der 6900k der sparsamere Prozessor aus dem du mit keinem (oder recht geringem) Aufwand mehr Leistung herausbekommst. Rekordpunktzahlen werden dann aber eher nicht bei dir über den Bildschirm flackern.
 
Du hast recht, ich hab nur bis Seite 29 gelesen bisher, habe übersehen das dort noch was war. Bin noch nicht wirklich dazu gekommen.

Die Ergebnise lassen mich dann doch zum 6900k tendieren. Ich will kaum bis gar nicht übertakten, zumindest die ersten Jahre nicht. Genug reserven hat der 6900k ja. Scheint das bessere Gesamtpaket zu sein. Ich werde mit dem Kauf aber dennoch noch 1-2 Monate warten.

Danke dir für die gute Zusammenfassung.
 
Für 24/7 ist bei mir 4 GHz eine gute Sache. So lief mein 3770K, mein 4790K und jetzt auch mein 5820K. Ein guter Kompromiss aus Leistung und Abwärme und Stromkosten.
Ich verdiene damit (Fotograf und halt Bildbearbeitung in LR und etwas PS) mein Geld. Mir ist klar, dass der Sprung von 6 auf 8 Kerne mir kein bisschen mehr Geld einbringen wird.

Dafür aber generell mehr Freude. Und beim Export der Bilder und den Vorschauen aus den RAW-Bildern kann ich dann früher mit der Bearbeitung anfangen bzw früher irgendwas anderes tun.
Da der Broadwell-E die letzte Möglichkeit ist für meinen Sockel 2011/3 und ich erstmal keinen Bock auf ein neues System habe - der 6900K ist soeben bestellt. Ob der nun 50 Euro Brutto mehr kostet ist mir sowas von egal. Ob der nun nur 4,3 statt 4,6 GHz schafft ist mir sowieso komplett maximal egal.

Insofern: Ich freue mich. :)
Vielleicht helfen Dir solche Überlegungen ja auch bissl.

Falls mir jemand einen 6950X Retail für zwei Wochen lässt, kann ich aus Bildbearbeitungssicht auch bissl was beisteuern.
 
Habe den 6900k soeben eingebaut.
Booted alles, supi. Nur sind einige Farben nicht mehr so, wie sie vorher waren. Macht nichts, Treiber neu installieren, Colorimeter drüber und dann wird es das wohl gewesen sein.

Dann Speicher auf 3000 eingestellt. Automatisch wird dann BCLK 125 und Cache 3000 (statt 3200) eingestellt. Hab dann einfach CPU-Cores auf Auto und schon bin ich bei 4 GHz. Hier zeigt mir CPU-Z dann 1,149 Volt an. Finde ich gut!

Nur... Auf Idle bleibt es auch bei 1.149 Volt. Finde ich nicht gut! Muss ich gleich mal gucken, aber jetzt erst ein paar Tests. :)
 
Das ist in diesem Fall eigentlich kein OC auf gut Glück, sondern passiert automatisch. Eigentlich ist schneller RAM aufgrund der enormen Bandbreite nicht mehr so wichtig und beim hochtakten des Speichers nimmt er direkt den BCLK mit. Aktuell haben das ganz viele bei sich, ich habe aber noch von keinen Problemen gelesen.
Was hast du denn jetzt für z.B. Cinebench scores GBP?
 
Hab auch den 6900K. Ich habe auch 3000er RAM und den BCLK Strap hat XMP auf 125 gestellt. Hab jetzt 1.11V Vcore manuell gesetzt und der Rechner läuft stabil auf 4GHz :-)

//EDIT: Bei mir lag Vcore bei Auto auf 1.277V -.- (Asus X99 Deluxe II)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist in diesem Fall eigentlich kein OC auf gut Glück, sondern passiert automatisch. Eigentlich ist schneller RAM aufgrund der enormen Bandbreite nicht mehr so wichtig und beim hochtakten des Speichers nimmt er direkt den BCLK mit. Aktuell haben das ganz viele bei sich, ich habe aber noch von keinen Problemen gelesen.
Was hast du denn jetzt für z.B. Cinebench scores GBP?

Ich komme aktuell fast gar nicht an den Rechner, um mal was zu machen. Bin voll im Geldverdien- undbisslFreizeit-Stress. :)
(Cinebench müsste ich mir erstmal suchen und installieren.)

Deswegen habe ich noch nicht so wirklich rumfummeln können. Die Versuche mit BCLK 125 schienen nicht problemfrei, was mich wundert. Aber... Nicht richtig ausgetestet. Mir fehlt gerade ehrlich gesagt ein "Reset-auf-CPU-Default"-Button im BIOS um sauber von vorn anfangen zu können... Hätte ich das mal direkt am Anfang abgespeichert als User-Preset. Theoretisch kann ich erst nächste Woche mal für ne Stunde rumprobieren, den Rest bin ich dann schon wieder unterwegs oder an der Bildbearbeitung.
Das war mit dem 5820K einfacher, weil es da einen One-Klick-Preset von Asrock selbst gab für die 4GHz plus es einfach gepasst hat mit einem Klick für DDR4-3000. :)
Für die Broadwell-E gibt es das aber nicht mehr. Ja, aktuelles BIOS ist drauf. Deswegen das rumfummeln. Bin jetzt bei 4000/3200/100 und 2933 für RAM. Hätte aber gerne 4000/3200/125 und 3000 und kriegs grad nicht einfach hin und fühle mich bissl doof deswegen.
 
Hallo,

ich muss für einen Freund ja zwischen 6850k und 5930k entscheiden. Stecke also in einer ähnlichen Lage. Würde mich über Tests von dir sehr freuen :)
 
Zurück