Der Punkt ist ein anderer.
Die hohen Lohnnebenkosten (nicht der einzige Punkt) sind Standortnachteil.
Es investieren weniger ausländische Unternehmen und Inländische wandern ab oder geben auf.
Gerade aktuell zu sehen, immer weniger Unternehmen müssen immer höhere Soziallkosten mittragen.
Die Schieflage im Sozialsystem resultiert nicht oder nur zu einem sehr geringen Anteil aus dem Verlust von Arbeitsplätzen = Anstieg der Arbeitslosenquote. Die liegt heute auf ähnlicher Höhe, wie zu Beginn der 90er und war zwischendurch z.T. auch noch deutlich höher.
Das von Jahr zu Jahr immer weiter steigende Problem ist die Rentnerquote.
Ich verstehe nicht warum nicht an der Kapitalertragssteuer (25%) etwas geändert wird.
Bis 50.000 senken auf 20%.
Von 50.000 bis 100.000 25%
dann in 50-tausender Schritten immer weiter erhöhen.
Dann kann man bei 48% Schluss machen.
Tut den wenigsten die es betrifft weh, man entlastet sogar die Sparer und Kleinanleger.
Die Kapitalertragssteuer wird nicht nur als Einkommens-, sondern auch als Körperschaftssteuer erhoben. Und während ich dir zwar durchaus zustimme, dass man auch da niemandem wehtun würde, um den es mir leid täte, wenn man alles über 350000 € mit 48% besteuert, wird das z.B. die Deutsche Bank vermutlich anders sehen. Und in Deutschland wird Politik für die Finanzindustrie gemacht, nicht für kleine Bürger. (Siehe Rentendebatte, wo es derzeit bei allen Reformforschlägen ausschließlich darum geht, einen Teil der Einzahlungen an die Finanzindustrie abzuzweigen.)
Du musst das bitte im Gesamtkontext betrachten.
Der Spitzensteuersatz greift bei Einkommen ab 60.000 € - also heutiger Mittelstand.
Du kannst nicht Menschen mit "nur" 60.000 € brutto z. B. mit 37% wie in 1986 belasten.
Im Gegenzug wurden die Kosten "verallgemeinert"
Mehrwertsteuer etc..
Selbst die Rentenversicherung und Arbeitslosenversichung sind billiger geworden.
Die Grafik zeigt das ganz gut.
Anhang anzeigen 1523861
Oder anders gesagt: Die Besteuerung für Reiche wurde gesenkt, die für arme erhöht.
60000 € Brutto müssten übrigens schon die obere Hälfte der Mittelschicht sein; der Median liegt unter 28000 € Netto. Weiß nicht, was man so weit oben für einen Abgabenteil zahlt und kann somit das zugehörige Brutto nur raten, aber sagen wir mal 50000-55000 €? Von daher ist der aktuelle Spitzensteuersatz für die darüber folgende, untere Oberschicht gar nicht schlecht platziert. Aber es fehlt eben eine weitere Stufe für die obere Oberschicht und eine für Reiche. Zusätzlich beteiligen sich diese Kreise unterproportional am Gesundheits- und am Rentensystem.
Außer man will, dass die Arbeitnehmer höhere Beiträge als die Arbeitgeber bezahlen, bei Besserbezahlten heute schon Realität.
Mit Ausnahme von Minijobbern ist das heute bei allen Realität. Vollkommen egal ob Gesundheitsversorgung, Pflegeeinrichtungen oder Altersvorsorge: Überall sinkt das Leistungsniveau und "private" Zuzahlungen, Zusatzabsicherungen, etc. muss der Arbeitnehmer weitestgehend alleine oder vergleichbaren Arbeitgeberanteil bezahlen. Da werden seit den 90er Jahren systematisch Arbeitgeber ent- und Arbeitnehmer belastet. Zusätzlich wird noch ein Kostenoverhead aus der Tasche der Arbeitnehmer als Gewinn an die Versicherungsbranche abgeführt und gar nicht mehr in Leistungen verwandelt.
die haben ganz andere Probleme in Deutschland, und das sind die Energiepreise und fehlende Aufträge.
Die ganze Infrastruktur ist mist, das fängt schon mit dem lächerlichen Internet und Handy Empfang in Deutschland an.
In Norwegen bist du auf irgendeinem Berg und hast 20km um dich rum nichts außer Wald, trotzdem haben die Elche 5G Netz und können telefonieren.
Deutsche Unternehmen könnten, trotz fehlender Aufträge, wunderbar produzieren, wenn es auf Berggipfeln 10G-Fibre und billigen Strom gäbe
Oder sind es die Elche, die uns zum Paradies fehlen?
