Neue Bundesregierung 2025

Nein,
das jetzige Wirtschaftsmodell muss Umssatz generieren um den Wohlstand zu sichern.
Davon abhägig ist auch der Strompreis (Ausgangsbasis).

Schau dir deine Stromabrechung an, da findest du sehr wenig Umweltschutz und Nachhaltigkeit, sondern zunächst erst mal ordentlich Gewinn bei den Stromkonzernen in DE (z. T. viel, viel mehr als nur im benachbarten Ausland^^) und ordentlich Steuern und Abgaben, die garantiert nicht in Nachhaltigkeit fließen.
Mindestens 50% deines Strompreises sind Abgaben und von den 50% gehen um die 10-15% in Dinge, die man mit viel gutem Willen als Nachhaltig bezeichnen kann - ist leider so.
Wir haben also einen hohen Strompreis, der mit-verursacht (nicht alleinig, die Bautellen sind mannigfaltig), dass wir weniger Einnahmen als Staat haben.
Kann man machen, bis wir eben nix mehr haben.

Das Ganze ist ja eine offene Frage, die ich jetzt zum zweiten mal (einmal direkt und einmal indirekt) gestellt habe.

Wie sieht die Alternative aus, ohne den vorhandenen Wohlstand zu gefährden?

Schwierig, auch klar. Eine Antwort oder ein sinniges und in sich schlüssiges Konzept hier erwarte ich auch gar nicht.

Aber - Ausgangsbasis - war meine Reply zum posting von @TrueRomance , wie z. B. die EU gedenkt, die aktuelle Energiekrise zu bewältigen.

Dass die hohen Preise für fossile Energie auch eine Chance für nachhaltige Energieformen sein kann, auf die Idee scheint ja kaum einer zu kommen.
Genau jetzt wäre also eine gegenäufige Preispolitik beim Strom die "Goldrandlösung".
5 ct Steuern runter auf den Strompreis und Privat wie Wirtschaft würden mit Sicherheit mehr Energiemodelle suchen, die eben nicht fossil heissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du warst es, der China als Vergleich anführte, worauf ich lediglich hinwies, wie die Preise dort zustande kommen: Der Mix aus umgedrehter Subvention für Privatkunden und eben Raubbau an der Umwelt zur Förderung der Industrie.

Dass die hohen Preise für fossile Energie auch eine Chance für nachhaltige Energieformen sein kann, auf die Idee scheint ja kaum einer zu kommen.
Auf die Idee kommt keiner von den Konservativen und Rechtsextremen!

Genau jetzt wäre also eine gegenäufige Preispolitik beim Strom die "Goldrandlösung".
5 ct Steuern runter auf den Strompreis und Privat wie Wirtschaft würden mit Sicherheit mehr Energiemodelle suchen, die eben nicht fossil heissen.
Mich stört das nicht mehr. Ich tanke gelassen mit min. 3x 6A und vorzugsweise, wenn der Strom "günstig" mit 18 ct / kWh vom Dach kommt. Ich brauchte keine 5 ct weniger auf den Strompreis, um mich dafür zu entscheiden. Es war einfach logisch. Selbst ohne eigene Lademöglichkeit hätte ich mich so entschieden.

Ich kann mir zudem nicht vorstellen, dass 5 ct weniger Stromsteuer, auch nur einen der bornierten Menschen in diesem Land dazu bewegen würde mehr auf E-Mobilität oder E-Wärme zu setzen.

Schwierig, auch klar. Eine Antwort oder ein sinniges und in sich schlüssiges Konzept hier erwarte ich auch gar nicht.
Das Konzept haben wir doch schon. Hier wird alles mit eingepreist. Selbst das Scheißhauspapier in den Fabriken wird im Preis für das Produkt abgebildet. Und währen man in China und USA und anderswo auf der Welt die Kosten für den Raubbau an der Umwelt nicht mit einpreist, findet das hier statt. Will man mit der Welt konkurrieren, dann muss man wie die Welt agieren. Tja, und das bedeutet in letzte Konsequenz, dass man die Wirtschaft auf Kosten der Umwelt und Gesundheit betreibt. Es sei denn, man überlegt sich ein System, wo man das eine mit dem anderen verbindet. :ka:
 
Du warst es, der China als Vergleich anführte, worauf ich lediglich hinwies, wie die Preise dort zustande kommen: Der Mix aus umgedrehter Subvention für Privatkunden und eben Raubbau an der Umwelt zur Förderung der Industrie.

Ja natürlich, daher von Anfang an ja der Hinweis auf das heutige Wirtschaftsmodell von DE, der EU, im Prinzip der ganzen Welt. Du musst was verkaufen, am besten im Ausland, damit Kohle für einem selbst reinkommt.
Und natürlich, wenn wir in diesem Wirtschaftsmodell weiter bewegen und nichts proaktiv dagegen tun, es zu stabilisieren (eben exemplarisch mit einem günstigeren Strompreis), fliegt uns das System eher über kurz denn über lang um die Ohren.
Auf die Idee kommt keiner von den Konservativen und Rechtsextremen!

Die Polarisierung, die ja mittlerweile Standarddiskussionsgut ist (nicht auf dich persönlich bezogen) hilft an der Stellle nicht weiter. Ich habe jetzt unter der Ampel auch keine nachhaltigen Maßnahmen festgestellt.
Den mein zitierter Hinweis funktioniert ja nur dann, wenn eben exemplarisch der neue "Treibstoff" günstiger als der alte ist.
Insofern geben sich "die" alle nix.
DEN Impulsgeber erkenne ich in der DE-Politiklandschaft noch nicht.
Wobei es mir fast völlig wurscht ist, welche Farbe denn das Männchen hat, blau-braun brauche ich in dem Zusammenhang nicht.

Ich kann mir zudem nicht vorstellen, dass 5 ct weniger Stromsteuer, auch nur einen der bornierten Menschen in diesem Land dazu bewegen würde mehr auf E-Mobilität oder E-Wärme zu setzen.

Nsa ja, du und ich haben Strom vom Dach und im Eigenheim.
Wir sind eine relative Minderheit, auch an der Wahlurne.
Aber:
Fast 60% der Menschen in DE wohnen in Miete und sind in einem abhängigen Arbeitsplatzverhältnis, für DIE muss die Lösung her.

Das Konzept haben wir doch schon. Hier wird alles mit eingepreist. Selbst das Scheißhauspapier in den Fabriken wird im Preis für das Produkt abgebildet. Und währen man in China und USA und anderswo auf der Welt die Kosten für den Raubbau an der Umwelt nicht mit einpreist, findet das hier statt. Will man mit der Welt konkurrieren, dann muss man wie die Welt agieren. Tja, und das bedeutet in letzte Konsequenz, dass man die Wirtschaft auf Kosten der Umwelt und Gesundheit betreibt. Es sei denn, man überlegt sich ein System, wo man das eine mit dem anderen verbindet. :ka:

Zuerst sind alle Risiken eingepreist.
Wir sind keine Nation der Dichter und Denker mehr, sondern eine , die sich über alles beschwert und am liebsten dann noch aus Rechthaberei einen Prozess anstrebt.
Keine Ahnung, wann das genau angefangen hat, aber wir leben hier in einer Art Stasis - nur keine Veränderung.

Ich lebe beruflich ja in der Wissenschaftscommunity.
Schaut man da in andere Länder, da sind die Akzeptanz von Risiken (z. B. Startups) ungleich höher.
In Chile z. B. haben sich ein Südafrikaner und ein Russe zusammengetan und betreiben als Startup eine Analysefirma zur Aufbereitung von Daten aus der Astrophysik für namhafte Unis. Das Startup-Geld kommt primär aus Indien.
Da musst du in DE lange suchen, um ähnliche Konstellationen zu finden.

Eine Antwort auf das Kernproblem, wie gestaltet man das Ganze um, damit der Wohlstand erhalten bleibt, habe ich als Einzelperson natürlich auch nicht.
Klar ist, das alte Wirtschaftsmodell hat mittlerweile heftige Grenzen und in totalitäre Systeme abzurutschen oder sich daran anzupassen ist auch - schwierig....
Wenn wir das alles nicht wollen, müssen wir uns so neu erfinden, dass weiterhin viele in DE in Brot und Arbeit sind.
Und wenn wir weiterhin signifikant an der Bewältigung des Klimawandels mitwirken wollen, brauchen wir schnell udn sehr gute Ideen.
 
Nsa ja, du und ich haben Strom vom Dach und im Eigenheim.
Wir sind eine relative Minderheit, auch an der Wahlurne.
Aber:
Fast 60% der Menschen in DE wohnen in Miete und sind in einem abhängigen Arbeitsplatzverhältnis, für DIE muss die Lösung her.
Ich hab mir vor 2-3 Jahren auch nochmal einen Benziner gekauft.
Bei den heutigen Spritpreisen wäre mir zwar zumindest ein Hybrid lieber gewesen, aber ich wohne in so typischen Wohnblocks, und sehe es nicht ein mir da irgendein 50m Kabel vom Keller des Blocks bis zum Parkplatz zu legen.
In ~5 Jahren bewerte ich die Situation beim Autokauf wieder neu.
 
Ich hab mir vor 2-3 Jahren auch nochmal einen Benziner gekauft.
Bei den heutigen Spritpreisen wäre mir zwar zumindest ein Hybrid lieber gewesen, aber ich wohne in so typischen Wohnblocks, und sehe es nicht ein mir da irgendein 50m Kabel vom Keller des Blocks bis zum Parkplatz zu legen.
In ~5 Jahren bewerte ich die Situation beim Autokauf wieder neu.
Gerade wurde ja ein Gesetz verabschiedet, dass die Nachrüstung mit E-Tankstellen in Mietgeschosswohungen fördert - also für die Eigentümer.
Soweit informiert, die 1/2 Milliarde reicht es für ca. 20-30.000 Tanken, abgerufen wurden bisher lt. BR24 im Radio gerade mal 50 Tanken.
Hättest du ne Tanke an deinem Stellplatz und wäre dann noch der Strompreis paar ct billiger, wäre die Entscheidung in 5 Jahren ein Nobrainer - schätze ich.
 
Gerade wurde ja ein Gesetz verabschiedet, dass die Nachrüstung mit E-Tankstellen in Mietgeschosswohungen fördert - also für die Eigentümer.
Soweit informiert, die 1/2 Milliarde reicht es für ca. 20-30.000 Tanken, abgerufen wurden bisher lt. BR24 im Radio gerade mal 50 Tanken.
Hättest du ne Tanke an deinem Stellplatz und wäre dann noch der Strompreis paar ct billiger, wäre die Entscheidung in 5 Jahren ein Nobrainer - schätze ich.
Das wird schon noch mehr werden.

Ein Problem löst es aber immer noch nicht --> Viele haben KEINEN festen Stellplatz.
Und damit ist das für Viele durch.

Ich hätte zumindest für uns in den neuen Bundesländern eine bessere Idee.
Viele Garagenhöfe sollen momentan "abgewickelt" werden. Die Pachtverträge werden von den Kommunen nicht mehr verlängert, danach kommt Abriss.:wall:

Genau diese Garagenhöfe und Pächter* sollten in die Förderung aufgenommen werden. Viele Höfe sind als Vereine organisiert, da Geld reinstecken und die Elektroinstallationen ausbauen inkl. Solar auf dem Dach.
Dann würde man nicht wenige dazu bringen, über ein E-Auto nachzudenken.

*Die Pächter sind in aller Regel Mieter angrenzender Plattenbau Wohnungen.
Die Garagen selber oft (mittlerweile nur noch ca. 50%) ihr Eigentum, aber auf gepachtetem Boden
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Anwort darauf fehlt mir und die Antwort kann nicht sein, der Staat macht was, weil der keine Kohle dazu hat.
Und da muss man zwangsläufig fragen, warum dem Staat die Kohle fehlt.

Fehlende Investitionen in die Zukunft, was die CDU aktuell wiederholt. Mit dem Unterschied, dass sie es dieses Mal nichtmal versucht zu verschleiern.

Festhalten an Abhängigkeiten um die Taschen weniger Menschen zu füllen.

Das Fehlen von Sicherheiten für die Industrie. Dieses hin und her ohne Sinn und Verstand zum Beispiel beim GEG.

Keine Klare Linie und keine politischen Rahmenbedingungen für den Wandel des Automobilesektors, der nunmal auch ohne Deutschland stattfindet.

Die Übergabe von Schlüsseltechnologien an China.

Die Unantastbarkeit der Reichen, die kaum Steuern bezahlen.
Ich habe jetzt unter der Ampel auch keine nachhaltigen Maßnahmen festgestellt.
Naja, Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien wurden beschleunigt, es wurden verhältnismäßig viele Bauvorhaben in dem Bereich genehmigt und auch umgesetzt, wir wurden dadurch also unabhängiger, wirtschaftlich interessant ist auch, dass Schutzsuchende schneller arbeiten durften, das GEG wurde sozial verträglicher gestaltet.
Deutschlandticket.
Klar, wenn die CDU alles über den Haufen wirft, ist Nachhaltigkeit leider schwierig.

Wobei es mir fast völlig wurscht ist, welche Farbe denn das Männchen hat
Aber es ist ja erkennbar, dass die schwarzen eher teure Energien bevorzugen, die uns abhängig machen. Auch der Sprint in die Vergangenheit bezüglich erneuerbarer Energien war absehbar.


Und die CDU macht auch kein Geheimnis daraus, was uns zukünftig erwarten wird. Ganz unverblümt wird mit dem Finger auf die SPD gezeigt, nur weil sie manche Dinge als das definiert was sie sind. Blödsinn. Teure Energien und Chaos bei jeder Krise sind vorprogrammiert und die Arroganz der Merz CDU wird größer und größer obwohl sie jüngst von der AFD in Umfragen überholt wurde. Jetzt rutscht sie selbst natürlich noch weiter nach rechts weil das bisher so gut funktioniert.
 
Deutschland war im Bereich der erneuerbaren Energien wie Solarzellen mal führend.
Sind sie schon lange nicht mehr.
Bei Elektroautos haben sie zu lange geschlafen. Und wurden von China überholt.
Jetzt haben sie noch das ehrgeizige Ziel im KI-Bereich ein Global Player zu sein.
Da habe ich auch meine Zweifel.
Zumal KIs viel Energie benötigen und man sich da nicht einig ist wie es weitergehen soll.
 
Ja natürlich, daher von Anfang an ja der Hinweis auf das heutige Wirtschaftsmodell von DE, der EU, im Prinzip der ganzen Welt. Du musst was verkaufen, am besten im Ausland, damit Kohle für einem selbst reinkommt.
Und natürlich, wenn wir in diesem Wirtschaftsmodell weiter bewegen und nichts proaktiv dagegen tun, es zu stabilisieren (eben exemplarisch mit einem günstigeren Strompreis), fliegt uns das System eher über kurz denn über lang um die Ohren.
Eben nicht. Was hier als große Angst vor der Deindustrialisierung verkauft wird, ist eigentlich nur ein normaler Entwicklungsschritt, den andere westliche Länder schon längst hinter sich gelassen haben.

Wir sind mit fast 26 % BIP durch Industrie/Fertigung deutlich über dem weltweiten Schnitt von 15 % BIP-Anteil. Unsere beiden deutschsprachigen Nachbarn sind ähnlich aufgestellt, aber der Rest halt nicht. Normalerweise wandelt sich eine Wirtschaft mit steigender Bildung weg von einer Industriewirtschaft und hin zu einer mit Forschung und Dienstleistung. Der Anteil der Industrie sinkt in der Folge. Das sieht man gut an den USA oder auch GB aber auch an Ländern wie China, wo der Dienstleistungssektor von Jahr zu Jahr wächst und der Anteil der Industrie weniger wird. Früher oder später landen auch die Chinesen an dem Punkt, an dem wir uns gerade befinden.

Man sollte diese Entwicklung nur nicht verpennen und sich 16 Jahre merkelschen Stillstandes leisten. Das fällt einem nämlich irgendwann auf die Füße - z.B. jetzt!

Wir sind keine Nation der Dichter und Denker mehr, sondern eine , die sich über alles beschwert und am liebsten dann noch aus Rechthaberei einen Prozess anstrebt.
Siehst du dich so? Du bist doch als Forscher das perfekte Beispiel! Kopfarbeit hat die Handarbeit ersetzt. Deine Kinder machen was am Ende? Werksarbeiter oder auch eher was mit dem Kopf?

Soweit informiert, die 1/2 Milliarde reicht es für ca. 20-30.000 Tanken, abgerufen wurden bisher lt. BR24 im Radio gerade mal 50 Tanken.
Ja, weil du mind. 6 Stellplätze haben musst, um an die Förderung zu kommen. Die Anforderungen für diese Förderung sind teils absurd.
 
Nicht Handwerk mit Industrie vermischen. Handwerksjobs im Dienstleistungsbereich werden weiterhin benötigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ÖPNV-Ausbau? Der ist hier so schon teuer wie die Sau. Einzelfahrt 3,9 €, im 4er-Pack noch immer ~3 € für das Stadtgebiet.

Wie sieht das wohl aus, wenn der Bus (von hier) häufiger als ganze zwei Mal pro Stunde fährt?
Doppelte Anzahl an Fahrern, Bussen, Verbrauch.

Ergibt bei doppelt so vielen ÖPNV-Nutzern den gleichen Preis pro Nase.
Bei viermal so vielen Nutzern fällt der Preis näherungsweise auf die Hälfte.
Bei achtmal so vielen auf rund ein Viertel.

Und wir haben schon im Schnitt genug nicht-ÖPNV-Nutzer, um deren Zahl mehr als zu verachtfachen. In Gegenden mit der von dir beschriebenen Ausgangslage sind es oft sogar unter 5%, also eine Chance auf ver-20-Fachung. ÖPNV lebt davon, dass viele ihn nutzen; dieses Henne-Ei-Problem muss man erstmal überwinden. Und wer sich die boomenden Metropolregionen anguckt, der wird ziemlich oft feststellen, dass die groß und erfolgreich geworden sind, NACHDEM sie ihren Einzugsbereich mit einem leistungsfähigen Nahverkehrsnetz erweitert haben, nicht umgekehrt.


Durchschnittliche 7 l /100 km mit Diesel waren vor dem Krieg bei einem Literpreis von 1,75 € für 12,25 € zu haben.
Durchschnittliche 20 KWh / 100 km bei einem preis von 0,60 € / kWh am Schnellader bekam man für 12 €. Nimmt man mein Beispiel am 22 KW AC Lader in Kiel, dann ist man bei 9,6 €. Deine Aussage ist also irgendwie nicht richtig.

Bei jemandem, der 7 l Diesel pro 100 km verschleudert, brauchen wir über sparsame oder umweltfreundliche Mobilität doch gar nicht erst zu reden. 7 l sind selbst mit einem halbwegs modernen Benziner leicht zu unterbieten, bei Dieseln reden wir eher von <5 l. Erst recht wenn es um die armen, armen, armen, armen Langstreckenpendler vom Land geht, die dazu gezwungen wurden, in großen, günstigen Anwesen zu hausen, anstatt wie Normalsterbliche in kleinen Stadtwohnungen zu erblühen. Die sollten nämlich überwiegend Landstraße, also konstant bei mäßiger Geschwindigkeit, und somit im Verbrauchsoptimum fahren. Keine Ahnung, was da mit Dieseln möglich ist, aber mein Rekord Parkplatz-Parkplatz mit 80-90 Reisegeschwindigkeit und über alles (inkl. Parkplatzsuche) liegt bei 4,9 l E10. Zieh von deinen 12,25 also mal rund 4 € ab und schon wird das mit dem billigen Batterieautofahren denkbar knapp.

Das ist aber nicht das Hauptproblem, denn wie du schon selsbt gesagt hast: Die Verbrauchskosten sind selbst bei Verbrennern nur ein Faktor unter vielen. Damit ich mit meinem Benziner auch nur den Kaufpreis auf den ersten 200 Mm vertanke, müsste ich schon im Schnitt 2,10 € pro Liter zahlen und bislang liege ich da deutlich drunter. Ein Batterieauto, dass auch für Sommerurlaube in Frage käme, hätte mich aber ein Vielfaches gekostet und liegt auch heute noch locker beim Doppelten des von mir gezahlten Preises. (Der Verbrennernachfolger ist zugegebenermaßen auch teurer, nicht dass ich den haben wollte, aber damit sind wir bei einem anderen Thema: Immer weniger Leute können sich Neuwagen leisten. Und gute Batterieautos gibt es nunmal noch nicht in großer Zahl gebraucht.)


....es geht ja nicht nur um Autofahrer.

So gut wie alle Waren die im Regal stehen, werden per LKW angeliefert.
--> Transportkosten werden an den Kunden weitergeben, egal ob er selber viel oder weniger fährt.

Und die Waren selbst, werden ebenfalls teurer --> weil ihre Bestandteile meist auch transportiert werden müssen.

Will heißen, an den Dieselpreisen hängt schon vieles dran.

Das heißt wir hoffen jetzt nicht nur wie Merz, dass die Ölkonzerne Steuergeschenke 1:1 an die Tankstellen weitergeben, anstatt die eigene Rendite zu erhöhen, sondern wir hoffen zusätzlich auch, dass die Speditionen bei sinkenden Spritpreisen 1:1 weniger gegenüber den Auftraggebern berechnen, anstatt ihre Marge zu steigern, und dass die Lebensmittelkonzerne sowie Supermarktketten sinkende Transportkosten 1:1 auspreisen, anstatt ihre Gewinne zu erhöhen?
Und morgen spielen wir dann alle Lotto in der Zuversicht, dass wir damit unsere Rente sichern?


Langsam stellt sich nicht mehr die Frage, mit wem die CDU zukünftig koalieren will, sondern eher wer noch mit der CDU zusammenarbeiten möchte wenn alles links des rechten Rands als linksextrem propagiert wird.

Mit wem Spahn koalieren will, ist seit langem offensichtlich und Merz macht auch Politik, für den es exakt nur einen Koalitionspartner gibt, mit der seine Partei auch schon (als einzige sogenannte demokratische) kooperiert hat.

Umgekehrt muss ich ganz ehrlich sagen: Eine Partei, die sich nicht von diesem Haufen distanziert, sondern gar ein damit koalitionsfähiges Wahlprogramm aufstellt, ist für mich unwählbar. Weiß nicht, ob das zu Spahns Masterplan gehört, dass er Grokos und Schwarzgrün systematisch unmöglich macht, sodass er am Ende "leider" Blau-Schwarz machen "muss". Söder findets aber bestimmt geil, wenn die Grünen und die Sozen ausgeschlossen werden.


Ich kann mir zudem nicht vorstellen, dass 5 ct weniger Stromsteuer, auch nur einen der bornierten Menschen in diesem Land dazu bewegen würde mehr auf E-Mobilität oder E-Wärme zu setzen.

Bei Batterieautos nicht, siehe oben. Bei E-Wärme könnte es tatsächlich einen Unterschied machen, denn zumindest wenn ohnehin Heizungsumbauten anstehen, überwiegen da die Verbrauchspreise.

Allerdings hilft genau das eben wieder nicht der breiten Masse der Bevölkerung, sondern nur den priviliegerten im Eigenheim, denen diesbezüglich ja schon reichlich fremdes Geld in den Arsch geblasen wurde. Kommerzielle Vermieter dagegen haben wenig Interesse an der Einsparung von Kosten, die sie sowieso abwälzen können. Und auf der Skala von "sehr billig" bis "mehr Lebensqualität", die es bei strombasierten Heizungen gegenüber Gas gibt, ordnen die sich auch nicht gerade am oberen Ende ein. Stichwort: Zuverlässigkeit, Lärmbelästigung, reale Effizienz.


Eben nicht. Was hier als große Angst vor der Deindustrialisierung verkauft wird, ist eigentlich nur ein normaler Entwicklungsschritt, den andere westliche Länder schon längst hinter sich gelassen haben.

Was man auch nicht vergessen sollte: Die Industrien, die Deutschland aktuell hat, sind quasi durchgängig welche, von denen man in einer schönen Zukunft sehr, sehr, sehr viel weniger sehen will. Chemie in der Landschaft, Zementintensiver Bau, Stahlkolosse, Straßenpanzer - sorry, aber es ist allgemeiner Konsens, dass das weniger werden muss und natürlich geraten die bei entsprechenden Marktentwicklungen unter Druck.
Wenn wir in Zukunft noch von Industrie leben wollen, dann von Solar, Wind, Kommunikation, Recycling, Biomasse-basiertes, biologisch abbaubares, Biotech, rote und weiße Gentechnik und natürlich digitales.
Also all das, wo Deutschland seit Jahrzehnten den Anschluss verpennt oder sogar, wenn die Union regiert, mutwillig zerstört, während Kohle, Gas und VW subventioniert werden. Der einzige Industriezweig, in dem Deutschland derzeit eine Zukunft hat, sind Industriemussen. Alles andere müssten wir erstmal aufbauen, denn auch mit noch so viel Steuerzahlerausbeutung kann man überkommende Industriezweige nicht ewig am leben erhalten, das hatte sogar die SPD mal eingesehen - wenn auch erst 30-40 Jahre nach dem kommerziellen Ende der Ruhrkohle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Während wir immernoch vom Aus des Verbrenneraus schwurbeln, aktuell in China:


Wir sind eben technologieoffen und lieben das Brumm Brumm, die Emotionen des Verbrenners, den Sound, den Geruch. Stromautos haben ja keine Zukunft und wer will schon ein Auto ohne Seele fahren?

Und jetzt? Schnellladung in 5 Minuten und Reichweiten jenseits der 1000km. Schade, dass wir nicht mitspielen wollten.
 
Wir sind mit fast 26 % BIP durch Industrie/Fertigung deutlich über dem weltweiten Schnitt von 15 % BIP-Anteil. Unsere beiden deutschsprachigen Nachbarn sind ähnlich aufgestellt, aber der Rest halt nicht. Normalerweise wandelt sich eine Wirtschaft mit steigender Bildung weg von einer Industriewirtschaft und hin zu einer mit Forschung und Dienstleistung. Der Anteil der Industrie sinkt in der Folge. Das sieht man gut an den USA oder auch GB aber auch an Ländern wie China, wo der Dienstleistungssektor von Jahr zu Jahr wächst und der Anteil der Industrie weniger wird. Früher oder später landen auch die Chinesen an dem Punkt, an dem wir uns gerade befinden.
Das ist mir etwas zu unscharf.
Soweit ich die Zahlen aus dem Netz auf die Schnelle holen kann, ist der reine Industriesektor "nur" 20%, das des verarbeitenden Gewerbes ca. 17% (hier ist der Punkt Handwerker von @RyzA ).
Für die USA sind die Zahlen im ersten Wurf schwieriger zu bekommen, soweit ich das sehe, ist der Industriesektor bei knappen 18%, das verarbeitende Gewerbe, insbesondere low-level-Bau = Einfamilienhaus, Trailer usw. läuft augenscheinlich unter Dienstleistung mit ca. 15% eingeordnet.
USA hat > 70% Dienstleistungsanteil und ist somit weltweit einzigartig.
Der Hauptanteil am Bip wird somit zu fast 80% im Konsum gewonnen. Es ist faktisch das einzige Land auf der Erde, dass tatsächlich eine Art Kreislaufwirtschaft eingerichtet hat und formal nicht auf Importe vital angewiesen ist (im Detail wirds dann wieder schwieriger).
Wichtig hierbei sind die Schwergewichte bei Dienstleistung die großen Tech-Unternehmen, deren Export-Leistung, also software, Anwendungen (Apps) aber auch Rechenzentren fast an die Hälfte BiP der ganzen EU ca. 20 Billionen € herankommt.
Das Bip beträgt knappe 30 Billionen.
Der US-Dienstleistunsgsektor ist also extrem exportlastig.

Den globalen %Satz anzuwenden, ist auch tricky, da die Hauptwirtschaftsleistung von 140 Ländern ( von in Summe 195 Ländern) in der Landwirtschaft liegt.
Also, die haben sich nicht global weiterentwickelt zu Industrie- oder gar Dienstleistungswirtschaften, sondern hängen überwiegend hintendran (sofern das dann ein Maßstab sei) mit eher bäuerlichen Strukturen.

China habe ich für Industrie + Gewerbeanteil am Bip 36,5%, Landwirtschaft grob 6.5% und Dienstleistung ungefähr 56% gefunden.
Während wir immernoch vom Aus des Verbrenneraus schwurbeln, aktuell in China:


Wir sind eben technologieoffen und lieben das Brumm Brumm, die Emotionen des Verbrenners, den Sound, den Geruch. Stromautos haben ja keine Zukunft und wer will schon ein Auto ohne Seele fahren?

Und jetzt? Schnellladung in 5 Minuten und Reichweiten jenseits der 1000km. Schade, dass wir nicht mitspielen wollten.
Viel besser finde ich eigentlich das:
 
Während wir immernoch vom Aus des Verbrenneraus schwurbeln, aktuell in China:


Wir sind eben technologieoffen und lieben das Brumm Brumm, die Emotionen des Verbrenners, den Sound, den Geruch. Stromautos haben ja keine Zukunft und wer will schon ein Auto ohne Seele fahren?

Und jetzt? Schnellladung in 5 Minuten und Reichweiten jenseits der 1000km. Schade, dass wir nicht mitspielen wollten.

Zur Wahrheit gehört auch, dass China Verbrennungsmotoren bis 2 Liter Hubraum fördert und sich selber "Technologieoffenheit" verordnet hat.

Warum darf das China, aber Deutschland in deinen Augen nicht?
Das ist Messen mit zweierlei Maß.
 
7 l sind selbst mit einem halbwegs modernen Benziner leicht zu unterbieten, bei Dieseln reden wir eher von <5 l
Ammenmärchen. Das habe ich mit keinem Benziner oder Diesel der letzten 15 Jahre geschafft. Reale 7-9 Liter kommt da schon eher hin.

Wenn du stetig mit 80 über die Straße gleitest, dann sieht das vielleicht anders aus. Dann komme ich auch mit meinem EV3 auf nur knapp über 16 kWh, habe dabei aber noch immer >= 90 % Effizienz gegenüber <= 40 % Effizienz der Verbrenner.

Und gute Batterieautos gibt es nunmal noch nicht in großer Zahl gebraucht.
In drei Jahren kannst meinen haben. Der wird dann 40 TKM gefahren sein, noch 3 Jahre Garantie haben und ist obendrein bis Ende 2032 mit OTA Softwareupdates versorgt. ;)
 
Ammenmärchen. Das habe ich mit keinem Benziner oder Diesel der letzten 15 Jahre geschafft. Reale 7-9 Liter kommt da schon eher hin.

Wenn du stetig mit 80 über die Straße gleitest, dann sieht das vielleicht anders aus. Dann komme ich auch mit meinem EV3 auf nur knapp über 16 kWh, habe dabei aber noch immer >= 90 % Effizienz gegenüber <= 40 % Effizienz der Verbrenner.
Also unter 7l bin ich mit meinem Fiesta selbst bei viel Stadtverkehr. Wenn ich nur mit 80 über die Landstraße gleite sind es eher so 5 bis 5,5l. Ich vermute so geht es vielen Wägen in der Klasse.
 
Ammenmärchen. Das habe ich mit keinem Benziner oder Diesel der letzten 15 Jahre geschafft. Reale 7-9 Liter kommt da schon eher hin.

Wenn du stetig mit 80 über die Straße gleitest, dann sieht das vielleicht anders aus. Dann komme ich auch mit meinem EV3 auf nur knapp über 16 kWh, habe dabei aber noch immer >= 90 % Effizienz gegenüber <= 40 % Effizienz der Verbrenner.
Das sind keine Ammenmärchenn je nach Fahrzeug.
Mit einem neueren Skoda Fabia 1.2l 3Zylinder und 110PS 6Gang Schaltgetriebe habe ich 5l auf der Autobahn mit 120-140km/h verbraucht über eine Strecke von 400km/h
Meine uralte A Klasse 180CDI Diesel 110PS von 2005 mit 6Gang Getriebe verbraucht auf der Autobahn bei 120-140km/h 5,5l Diesel.
Der neue Passat Kombi meines guten Freundes mit 1,5 TSFI 150PS 6Gang Getriebe Benziner braucht 6l bei 130-140km/h von Hannover nach Heidenheim, mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern plus Gepäck.
Der SUV meiner Eltern Kia Sportage von 2017, 1,7l 149PS 8Gang Automatik, Diesel, braucht 7l von Winnenden nach Hannover bei 120-130km/h.
Vor 25 JAhren brauchte mein Alfa 145 (Heizerkiste) 2.0l 155PS, 5Gang Schaltgetriebe, Benziner, bei 120-130km/h auf der Autobahn 7,5-8 Liter.

Die neueren downsizing Motoren mit wenig Hubraum und Turbolader mit 6 Gängen, können ohne Probleme bei moderater Fahrweise und Gewicht des Fahrzeuges mit 5-6l bewegt werden, wenn man im 6 Gang 130km/h auf der Autobahn fährt. Dafür sind sie ja entwickelt worden.
 
Warum darf das China, aber Deutschland in deinen Augen nicht?
Natürlich darf Deutschland das. Nur leider bedeutet "Technologieoffen" hier eher sowas wie "wir bleiben mal lieber in den 80ern kleben". Deutschland hat in seiner Kernkompetenz leider nichts brauchbares vorzuweisen. China dafür sehr viel. Das ist der Unterschied.

Ob die in China auch Verbrenner subventionieren ist da doch irrelevant. Wieso sollte das zur Wahrheit gehören?

Wichtig ist nur, dass uns 1/3 des Weltmarkts im Automobilbereich weggebrochen sind weil wir lieber Verbrenner verkaufen anstatt in neue Technologien zu investieren. Und zur Folge haben wir neue Abhängigkeiten und wenn zum Beispiel Nissan sein 18000€ E-
Auto auch in Europa anbietet, ist es eben nicht VW, die diese
Mobilität erschwinglich machen. Die Kiste wird bei uns möglicherweise unter 25k€ kosten. Ist m.E. unschlagbar. Und was gibt's eventuell bald von VW? Einen Kleinwagen bei dem du mit wenigen Extras bei mindestens 10k mehr bist. Damit bekommen die keinen Fuß in die Tür.


Und Autos wie der VW Up werden leider gar nicht mehr hergestellt. Für die Großstadt ist eine solche Größe super. Ein E-Up für unter 15k wäre mal eine Ansage.

Ammenmärchen. Das habe ich mit keinem Benziner oder Diesel der letzten 15 Jahre geschafft. Reale 7-9 Liter kommt da schon eher hin.
Also mit meinem Diesel von 2013 schaffe ich das auf Langstrecke locker. Meinen damaligen Arbeitsweg konnte ich blind fahren und da waren im Sommer locker 5,5L/100km Realverbrauch drin. Mit 120 auf der BAB war das erst Recht kein Thema. Im Winter logischerweise ca. 0,5 bis 1L mehr.
Für über 7L/100km muss ich mir bei Langstrecke echt Mühe geben und sehr schnell fahren.
Jetzt in der Großstadt reichen natürlich keine 8L/100km. Aber ich nutze das Auto kaum noch.
 
Für über 7L/100km muss ich mir bei Langstrecke echt Mühe geben und sehr schnell fahren.
Jetzt in der Großstadt reichen natürlich keine 8L/100km.
Der Mix macht die Musik. Man fährt weder nur mit 120 km/h Langstrecke als auch nicht nur Stadt. Dem Bordcomputer kann man bei sowas auch nicht trauen. Kannst halt nur messen. Ne mixed Tour, wenn du bei Aufblinken der Reserveleuchte gleich tankst, dir die Liter merkst und dann schaust wie viele KM man gefahren ist, wenn die Leuchte wieder angeht, das ist dann der reale Verbrauch.

Ich schrieb doch, dass man gleichbleibenden Geschwindigkeiten, ohne viel beschleunigen, abbremsen, wieder beschleunigen ziemlich verbrauchsarm unterwegs sein kann. Aber selbst dann verbrauche ich vom Energieverbrauch her mit dem EV3 umgerechnet knapp 2 l Diesel.

Das Statistische Bundesamt gibt für 2023 jedenfalls an, dass private Diesel- PKW im Schnitt 9,1 Liter auf 100 KM verbrauchten.

 
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