Bilderthread Naturfotografie Thread

@nuol
also ich bin mit meinen Motiven, Kontrast usw mehr als zufrieden. Die Farbechtheit meiner damals benutzten Kamera liegt so bei 99% - es wurde also praktisch genau das aufgenommen, was auch tatsächl. zu sehen war. So gibt es für mich auch keinen Grund, den Himmel blauer und den Sand gelber zu machen. Das nennt man Authenzität - und so bleibt es bei meinen Fotos auch (denn das sind wirklich welche, und keine manipulierten).

Es ist nunmal so, dass nicht jedes Motiv jedem gefällt - muß es auch gar nicht und wissen sollte man das sowieso. So gesehen ist es demnach sinnlos, sich darüber auszulassen. Dass derjenige Fotograf dann aus der Situation heraus etwas mit seinem shot verbindet, was einem aussenstehenden Betrachter natürlich nicht bekannt ist, lässt sich auch nicht vermeiden.

Und weil das so ist - gibt es gleich den nächsten shot:
Bei meiner kleinen Wanderung von Santiago-Masca-Santiago (Teneriffa-SW) - Schlucht von Masca - die Anhäufung von Häusern ist Masca itself - weiter hinten im Dunst kann man noch La Gomera erkennen.

PS: Was mein 1. Foto angeht: Es ist eigentl. die Nordküste v. Jandia und die Pos ist westl. v. Cofete.
 

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Das weiter oben verlinkte Video zeigt vor allem eines:
Ein gutes Foto braucht Vorbereitung:
1. Man macht sich über das Motiv Gedanken, von welchem Winkel aus es am besten wirkt.
2. Man macht sich über die Beleuchtung Gedanken, bei Naturfotos bedeutet das eben, zu welcher Tageszeit das Motiv am besten zur Geltung kommt. (Da muss man dann schonmal nen ganzen Tag oder mehr an einem Ort verbringen um das rauszubekommen) - oder mit einem Spiegel mehr ausleuchten.
3. das Motiv wird geknipst mit allem was die Ausrüstung hergibt, also unterschiedliche Blenden und Belichtungszeiten ausprobieren - wenn es eben geht. Wenn das nicht möglich ist (wie zB beim iPhone) muss ich eben mit der Beleuchtung und der Einstellung experimentieren.
4. ein gutes Bild entsteht heute auch in der EBV (elektronische Bildverarbeitung) - das ist keine Schande und keine Realitätsverbiegung.
Ich nehme da als Beispiel mal die Bilder von den Kanaren von GERMAX - man sieht interessante Motive, aber die Bilder wirken für mich sehr flach, emotionslos und langweilen mich eher. (Bitte nicht persönlich nehmen, aber das sind eben meine Eindrücke dazu).
@GERMAX: hattest DU diese Gefühle, als Du die Bilder gemacht hast, also fandest Du den Strand langweilig, hattest keine Emotionen und der Kontrast vom gelben Sand zum Meer oder blauen Himmel hat Dich auch gelangweilt? Ganz bestimmt nicht, aber hast Du die gleichen Emotionen wenn Du die Bilder jetzt siehst? Oder denkst Du eher, so wie ich es dort fand kommt es nicht auf den Bildern rüber?

Also mir geht es bei Naturfotos so: Ich bin meistens ziemlich beeindruckt und geflasht von einem Motiv oder einer Stimmung und habe viel Emotionen und Gefühle. Die versuche ich dann in meinem Foto auszudrücken.
Schaue ich mir dann die entwickelten Bilder an und empfinde nicht das, was ich während des Fotografierens empfunden habe, versuche ich durch EBV eben genau diese Emotionen wieder zu erzeugen.
Deswegen finde ich Bildbearbeitung nicht falsch sondern oft notwendig.

Dazu muss man auch sagen, dass eine Kamera technisch gar nicht in der Lage ist, so zu sehen wie wir Menschen es können. Die Farben sind da nur ein Beispiel, der sRGB-Farbraum oder bei besseren Kameras der AdobeRGB Farbraum beinhaltet bei weitem nicht alle Farben, die ein Mensch sehen kann. Genausowenig entsprechen das Kontrast- und Helligkeitsempfinden einer Kamera nicht dem eines Menschen. (Das ist übrigens ein Problem, das man mit HDR-Fotografie lösen möchte, die "künstlerischen HDRs meine ich damit jetzt nicht einmal).
Die EBV hilft nur, die interpolierten Bilder einer Kamera wieder eher an das menschliche Empfinden anzupassen.
 
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Letztendlich sind die Fotos nur so gut wie die Kamera. Man kann zwar mit der Nachbearbeitung noch einiges rausholen, wenn mans richtig macht, das sollte aber nicht an die Qualität einer guten Kamera herankommen.
 

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Letztendlich sind die Fotos nur so gut wie die Kamera. Man kann zwar mit der Nachbearbeitung noch einiges rausholen, wenn mans richtig macht, das sollte aber nicht an die Qualität einer guten Kamera herankommen.
....und nahm seine Handycam.:daumen:

Bezüglich der momentanen Diskussion, finde ich Aussagen wie "Das Bild ist s******" wenig gehaltvoll. Auch allgemein Tipps zum besseren Fotografieren helfen meist nicht weiter. Schöner wäre es wenn man Anregungen geben würde, was man bei dem speziellen Bild hätte anders oder besser machen können.
Ich denke das würde die Quali des einzelnen verbessern.
FlyPic.jpg
 
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Letztendlich sind die Fotos nur so gut wie die Kamera. Man kann zwar mit der Nachbearbeitung noch einiges rausholen, wenn mans richtig macht, das sollte aber nicht an die Qualität einer guten Kamera herankommen.
Gutes Werkzeug macht noch lange keinen Meister!
Du solltest Dir mal das weiter oben verlinkte Video anschauen... ;)
Wenn ein Fotograf im Bereich Komposition, Bildaufbau, Originalität des Motivs oder Ausleuchtung bereits patzt, ist es egal ob er mit einer EOS 5 oder einer Handycam knipst... Und das sind nunmal die ersten Punkte, die es zu bewerten gilt. Erst dann kommt für mich die technische Komponente. Fotografie ist mehr als nur den Auslköser drücken - ist nicht von mir, hat mal irgendein berühmter Fotograf gesagt.


@Flykilla: Kritik in so einem Forum ist schwierig, da sich die meisten sofort angegriffen fühlen. Da appeliere ich lieber an die Fotografen hier, nochmal in sich zu gehen bevor man postet und sich fragen, ob es ein Bild wirklich wert ist, der Community gezeigt zu werden. Von den Bildern die ich mache, schaffen es zB auch vielleicht 1% ins Forum, den Rest halte ich nicht für so toll, dass ich ihn allen zeigen muss - auch wenn er mir gefällt.
Vielleicht sollte man öfter den "Gefällt mir" Knopf zu drücken, wenn ein Foto gefällt.
 
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Natürlich macht der Fotograf das Foto. Aber das Video von Nichtraucher hat wenig mit Naturfotografie zu tun. Wenn man die Natur fotografiert, dann kommt es eben auf die Kamera an, wie diese die Lichtschauspiele der Sonne einfängt. Die Kamera muss zu dem Fotografen passen und der Fotograf muss die Kamera zu bedienen wissen. Ich bin z.B. gestern extra ein bisschen geradelt, um ein Foto für meinen Beitrag zu knipsen. Dabei bin ich an einer Wiese stehen geblieben. Auf der Wiese haben die Grashalme geglitzert. Das ganze sah total toll aus, aber mit meiner Cam unmöglich zu fotografieren.
 
Also ich bin in mich gegangen und habe dieses Foto als ehrwürdig genug erachtet um präsentiert zu werden :)
Das Bild wurde ganz in der Nähe von El Medano (Teneriffa SO) aufgenommen und zeigt einen Süsswassertümpel, verwitterten hellen Sandstein und ein paar Vulkankegel.



Ansonsten bleibt mir nur festzustellen, dass es offnsichtl. verschiedene Auffassungen von Naturfotografie gibt. Ich gehöre zu der Fraktion, die sich in der Natur bewegt und fotografiere, was zu diesem Zeitpunkt zu sehen ist.

Andere verlegen ihr Fotostudio raus und warten ab, bis die Natur so ist, wie sie zu sein hat - wenn dabei Widerstände seitens des Motivs zu Tage treten, wird digital nachbearbeitet. :D
 

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Man sollte halt immer ein bisschen selbstkritisch sein. z.B. die vor ein paar Seiten gezeigten Bilder von irgendwelchen Blättern mit Schnee drauf wirkten auf mich wie ein Schnappschuss. Ich konnte in diesen Bildern kein wirkliches Motiv ausmachen, vom Licht her wirkte es wie ein trister, bewölkter Tag.
Im Grunde kann man egal wo man ist aus jedem Ort an dem man steht wenigstens ein gutes Bild rausholen. Man muss es aber erkennen und wissen, wie was auf einem Foto wirkt, um es richtig umsetzen zu können. Das erfordert viel Übung, man muss experimentieren und sich in Vorabvisualisierung üben. Vielleicht auch mal eine Filmkamera mitnehmen oder sich ein bestimmtes Bilderlimit für den Tag setzen, damit man wirklich bewusst an die Sache rangeht.
Wer sich z.B. mal hier durch den Thread klickt: Nature Photography Making of Picture of the Day - DSLR-Forum wird sehen, das man aus oft schlecht wirkenden Locations einiges rausholen kann (und die meisten diese Bilder wären auch ohne die Profikameras problemlos möglich).

Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen, sich mal ein gutes Buch zu Bildgestaltung und Komposition zuzulegen, mir zumindest hat das sehr geholfen und mein Ausschuss ist merklich kleiner geworden.

Es auf das Equipment zu schieben ist immer eine ziemlich lahme Ausrede. Mit jeder Kamera kann man gute Bilder machen, aber nicht jedes gute Bild mit jeder Kamera. Das stimmt. Nur sollte man dann von den Bildern, die diese Kamera halt nicht kann absehen (z.B. Portraits mit einer Kompakten, bei denen dann der Hintergrund total scharf ist) und sich auf die konzentrieren, die mit dieser Kamera perfekt werden.
 
Wer sich z.B. mal hier durch den Thread klickt: Nature Photography Making of Picture of the Day - DSLR-Forum wird sehen, das man aus oft schlecht wirkenden Locations einiges rausholen kann (und die meisten diese Bilder wären auch ohne die Profikameras problemlos möglich)

Problem bei deinem Link ist (nichts gegend en Inhalt): die Bilder sind nur von dort angemeldeten Benutzern zu sehen.
Ich habe dort keinen Account - kann also folglich nichts sehen (außer das eine Datei in einem Post ist / mit dran hängt)
 
evil-pepper.jpg Evil Pepper - neulich auf dem Küchentisch (das nur zur allgemeinen Aufheiterung).


So dann werde ich jetzt mal 2 Bilder von mir hier posten, die für mich in der Kategorie misslungen laufen.

startup.jpg kaefer.jpg

Da saß auf der gelben Blüte ein schöner, lila farbener Käfer - ich dachte toll, lila Käfer und gelbe Blüte, kontrastiger geht's kaum - ich positioniere mich, rücke so nah wie möglich ran, scharfstellen, näher rücken, scharfstellen... optimiere Blende und Bel.zeit zum vorhandenen Licht und drücke ab.
Ich sehe gerade noch, wie die Sau wegfliegt... Immerhin ist er im Bild noch auf der Blüte zu sehen, ich habe keinen Vorschaubildschirm, war also spannend bis zur entwicklung. (War ein warmer Sommertag, die Insekten entsprechend flink.)
Das zweite von dem blauen Käfer ist eigentlich OK, aber es ist eben nur ein blauer Käfer auf einem Stein. Eigentlich nichts besonderes sondern eher langweilig. Misslungen im technischen Sinne ist es vielleicht nicht, aber eben langweilig.
 
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Bei ISO 80 und 1/200s sollte nicht viel rauschen (eigentlich gar nichts),
dass ist eher minderwertige Qualität, eventuell durch schlechte Bildkomprimierung.
 
Vielen Dank für die konstruktive Kritik :daumen: Das Bild ist schon einige Jahre alt und wurde mit einer 08/15 Kamera im Automatikmodus gemacht.

Ich habe das Bild mal 2x unterschiedlich stark "entrauscht". Kriegt man das besser hin? Wie mit welchen Programmen?

098-Langenargen-Sonnenuntergang mit Schwänen.JPG 098-Langenargen-Sonnenuntergang mit Schwänen_filtered.jpg 098-Langenargen-Sonnenuntergang mit Schwänen_filtered2.jpg
 
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