Ich verstehe dich aber leider ist es nicht so einfach. Recht haben und Recht bekommen....du kennst es sicher.
Die AGBs sind erstrangig für den Vertrag der beiden Parteien. Er ist "erstmal" die Grundlage des bindenden Vertrages. Stimmt die AGB nicht mit dem Gesetz überein muss einer der beiden Parteien diese anfechten und dies vor Gericht beweisen.
Es wurde ja nichts geklaut, es wurde eine Lizenz widerufen. Der Kunde konnte ja eine bestimmte zeit die Software nutzen. Dann wurde die lizenz widerrufen. Geld? Welches Geld? Von Wem? Siehst du gleich unten....
Doch ist es. Erstmal zumindest.... Drösseln wir das doch mal -stark vereinfacht- auf:
Was wollen wir? Geld zurück? Account freischalten? Schadensersatz? Das sind 3 paar Schuhe.
Geld: an wen wurde das Geld gezahlt? Activison sicher nicht. Das war bestenfalls ein kleiner Händler, schlimstenfalls Steam. Also muss man den/die Händler verklagen, der ist aber nur Vermittler.
Schadenersatz? Welcher finanzielle Schaden ist entstanden? kaum zu beweisen.
Account freischalten? Beweise das du nicht gecheatet hast. Bzw. du nicht gegen die AGB verstoßen hast oder das diese nichtig ist. Da du klagst, musst du es beweisen.
Und nun zur Klage an sich:
Das kostet viel Geld, Activison weiß das. Du brauchst gute (teure) Anwälte, bis es zur Verhandlung kommt, können Jahre ins Land gehen. Dann wird vor Gericht von Activison ein vergleich angestrebt, bzw. Sie geben den Account frei, der Klagegrund ist damit nicht mehr vorhanden. Gewonnen? Ne. Dazu bedürfte es einem Urteil. Das will der Richter aber "ungern" da es Ihn Zeit kostet und Mehrarbeit ist....wegen 100€!
Bestehst du auf ein Urteil kann der Richter dies....nicht wohlwollend... berücksichtigen.
Okay, du bleibst hart und bekommst ein Urteil, sogar zu deinen gunsten. Was bringt es dir?
Du bist jetzt mehrere tausend Euro ärmer und 5 Jahre älter, Rechtsschutzversicherungen übernehmen sowas in der Regel nicht, schließen digitale Güter gleich in Ihren Verträgen aus.
Das Spiel ist mittlerweile EOL und die Server schon lange abgeschaltet.
Hilft das Urteil anderen? Nö. Ist immer eine Einzelfallentscheidung. Klagen müssen die anderen im Zweifelsfall trotzdem.
Nachdem du mit Wasser (mehr kannst du dir nicht mehr leisten) auf deinen Sieg angestoßen hast, klingelt es an der Tür. Dein Anwalt bringt dir persönlich in seinem neuen von dir allein finanzierten Mercedes den Brief vom Gericht: Berufungsverfahren vor dem Landgericht.....
Das Leben ist kacke und jeder bekommt sein Recht: Aber nur solange er es sich finanziell leisten kann.