"gut auskennen" dauert bei den Programmen so ca 2-3 Jahre mindestens. Ausreichend, damit Du weißt, wie man einen Sound mit Effekten versieht und abmischt und Noten verändert usw.: bei den Programmen, die ich bisher hatte (Fruity Loops, Cubase, Ableton, Magix und Reason): so ca 2-3 Tage, damit Du verstehst, WIE das wichtigste geht. Viel viel mehr Zeit bis weißt und verstehst, welche Effekte und Einstellungen beim EQ usw. was genau bewirken und wie man alles untereinander halbwegs brauchbar abmischt.
Und tu Dir selbst einen Gefallen und schau nicht, was der "Star" vermeintlich benutzt, denn prinzipiell kannst Du das mit jeder Sequenzer-Software machen, egal ob Logic oder Cubase oder Ableton oder sogar Magix Music Maker, der inzwischen wirklich nicht schlecht ist. Wichtig ist halt: du brauchst VSTi, also "virtuelle" Instrumente, die die Sounds überhaupt erst erzeugen - dabei spielt es dann an sich keine große Rolle, ob Du zum Arrangieren nun Logic oder Cubase oder sonstwas nimmst. Hardwell zB wird sicher seit vielen Jahren schon intensiv damit arbeiten UND vor allem mit Profis, die in Tonstudios arbeiten, zusammenarbeiten, da kriegt man dann nach und nach mit, was man wissen soll. Ich vermute auch, dass er sicher nicht schon mi Logic arbeitete, als er noch allein für sich im stillen Kämmerlein seine ersten Sachen produziert hat. Evlt. hat er das sogar nie gemacht - ist/war der auch DJ? Viele Leute aus dem Dance-Sektor sind DJs und kommen nur durch befreundete Producer Musikmachen, die lernen den ganzen Kram also erst im Tonstudio zum ersten mal kennen.
Ach ja: das Keyboard, was Du da gesehen hast, ist ein ganz normales "Masterkeyboard", also zum Einspielen von Noten. So ein Keyboard muss nichts besonderes können, wenn Du das einfach nur zum Einspielen zu Hause nutzen willst. Es muss nur für DICH ausreichend viele Tasten haben und halt ggf. Zusatzregler - meines zB hab ich absichtlich etwas kleiner gewählt (3 Oktaven), da ich NIE gleichzeitig zB mit der linken Hand tiefe und mit der rechten sehr hohe Töne spiele. Und per Schalter am Keyboard kann ich, wenn ich mal höhere oder tiefere Melodien spielen will, einfach umschalten, ich kann also die "Reichweite" der Klaviatur erweitern. Zudem hat es zwei Räder, mit denen ich Pitchbend und Modulation steuern kann. Mehr brauch ich nicht. Mit Pitch kann man während der Ton läuft den Ton ändern, und per Mod kannst Du Werte ändern, die du innerhalb der gerade verwendeten Instrumentes festgelegt hast, zB könntest Du einen Filter auf das Mod-Rad legen, und wenn Du das Rad hochdrehst, wird der Sound "dumpfer", beim runterdrehen wieder klarer.
Soundkarte: zB eine Juli@ wird immer wieder gern genommen, ca 100-120€, oder auch ESI Maya 44 oder M-Audio 2496, die kosten um die 80-100€
Abhörmonitore: also, mind. 100€ aufwärts, das wäre wirklich die UNtergrenze. Ich hab Samson Media 4a, die damals noch ca 150€ kosteten und die man - wenn man noch welche findet - für 100€ bekommen kann:
Samson Media One 4A Das war schon ein RIESENsprung im Vergleich zu meinem 80€-2.1-System in Sachen Klang-Klarheit. Damit kann man FÜR DEN PREIS schon ganz ordentlich arbeiten, aber Dir werden trotzdem viele Dinge "entgehen", die Du an sich hören können solltest, um einen Song gut abmischen zu können. Aber ohne deutlich mehr auszugeben wird es nichts.