Skysnake
Lötkolbengott/-göttin
MSI betreibt Bauteil auf GTX660Ti und GTX670 PowerEdition außerhalb der Spezifikation Update: CeBIT 2013
Update:
Auf der CeBIT konnte ich MSI zu dem Fall ansprechen. Man sei unglücklich über den Vorfall, sei sich aber sicher, dass die GPUs nicht beeinträchtigt seien. Jeder! Kunde könne aber, sofern er dies wünscht laut MSI ohne Probleme die Karte tauschen lasssen.
Auf die Frage hin, ob es für einen Kunden die Möglichkeit gibt, zu erkennen, ob man eine Karte mit dem Kondensator hat oder nicht, teilte mir MSI mit, das es hierzu keine Möglichkeit gäbe. Es sollten allerdings auch, wenn überhaupt, nur noch vereinzelte Karten im Handel zu finden sein, die den Kondensator besitzen.
Wie gesagt, MSI zeigt sich sehr kullant bei diesen Karten. Sollte es also Probleme geben, sollte man sich an MSI wenden. Der Vorfall kann damit wohl auch abschließend zu den Akten gelegt werden.
Orginal:
Vorne weg, der Sachverhalt ist nicht ganz einfach, und man muss sicherlich auch eine gewisse Sorgfalt walten lassen bei diesem Thema, nichts desto trotz sehe ich mich dazu gezwungen, über die Erkenntnisse von Tom´s Hardware zu berichten. Dieser Bericht ersetzt aber garantiert nicht das genaue Studium des ganzen Artikels von Tom´s Hardware, da, wie schon gesagt, der ganze Sachverhalt nicht ganz trivial ist. Ich bitte euch daher, bevor ihr auf die Idee kommt, mit faulem Gemüse zu werfen, den ganzen! Artikel zu lesen.
Nach diesem Vorwort nun zum eigentlichen Sachverhalt:
Tom´s Hardware berichtet in einem heute erschienen Artikel darüber, wie Sie in Zusammenarbeit mit weiteren Personen aufgedeckt haben, das MSI bei der GTX660Ti und GTX670 PowerEdition den Spannungsregler Richtek RT8802A weit außerhalb der Spezifikation betreibt. Hierbei sprechen wir auch nicht von einer leichten Überhöhung, sondern von bis zu 88% außerhalb der Spezifikation laut Tom´s Hardware.
Erreicht wird dies laut der Analyse von Tom´s Hardware dadurch, dass die Versorgungsspannung des Richtek RT8802A nicht, wie vom Hersteller des Chips vorgegeben 5V +- 10% beträgt, sondern einen Wert von 8,9 bis zu 9,3V auweist. Der Hersteller warnt hierbei selbst vor der endgültigen Zerstörung des Chips bei Spannungen von über 7V. Besonders problematisch ist hierbei, dass die Spannung, die der Chip erhält direkt von der Spannung abhängt, die das Netzteil auf der 12V Schiene zur Verfügung stellt. Insbesondere wenn das Netzteil sich nicht ganz an die ATX Norm hält, und eine zu hohe Spannung liefert, kann es laut Tom´s Hardware zu Bootproblemen (ab ca. 9.3V) kommen.
Als Ursache für diese beträchlich zu hohe Versorgungsspannung des Richtek RT8802A zeigte sich die Schaltung, welche für die Bereitstellung eben dieser 5V verantwortlich ist. Im Detail wurde ein Kondensator, zwischen den Masseanschluss des Chips TL431 und eben jener Masse, eingefügt. Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, stellt sich nach kurzer Überlegung als Fatal heraus, denn der Kondensator sorgt an dieser Stelle dafür, dass die Leitung unterbrochen und somit der gesamte TL431 wirkungslos wird. Dies führt in Folge wiederum dazu, dass die zu diesem Chip gehörende Schaltung nicht mehr auf eine Spannung von 5V regelt, sondern nur noch als simpler Spannungsteiler fungiert und eine für den Richtek RT8802A zu hohe Versorgungsspannungs bereitstellt, welche auch noch von der 12V Spannung des Netzteils abhängt.
Soweit die Feststellung der Tatsachen.
Jetzt kommt einem natürlich in den Sinn, warum das alles? Welcher Zweck wurde damit verfolgt, oder ist es wirklich ein Leichtsinnsfehler? Die Antwort ist recht einfach. Durch den obigen Sachverhalt war/ist es den Karten möglich, einen weitaus höheren Turbotakt zu haben, als andere Karten, die den Richtek RT8802A mit der richtigen Versorgungsspannung betreiben. Insbesondere ist hierbei auch fest zu halten, dass die besagten MSI Karten, sofern man den Kondensator überbrückt, einen geringeren Turbotakt aufweisen. Die Deutung, wie dieser "Schaltungsfehler" zu bewerten ist, überlasse ich Tom´s Hardware und dem geneigten Leser.
Tom´s Hardware hat allerdings auf eine Anfrage bei MSI, von deren Headquarter folgende Anwort erhalten:
Quelle:
MSI GTX 660 Ti und 670 Power Edition fehlerhaft - Startprobleme und Überspannung
MSI ertappt: mehr Boost durch absichtlich eingebauten Schaltungsfehler? : Was ist eigentlich passiert?
Update:
Auf der CeBIT konnte ich MSI zu dem Fall ansprechen. Man sei unglücklich über den Vorfall, sei sich aber sicher, dass die GPUs nicht beeinträchtigt seien. Jeder! Kunde könne aber, sofern er dies wünscht laut MSI ohne Probleme die Karte tauschen lasssen.
Auf die Frage hin, ob es für einen Kunden die Möglichkeit gibt, zu erkennen, ob man eine Karte mit dem Kondensator hat oder nicht, teilte mir MSI mit, das es hierzu keine Möglichkeit gäbe. Es sollten allerdings auch, wenn überhaupt, nur noch vereinzelte Karten im Handel zu finden sein, die den Kondensator besitzen.
Wie gesagt, MSI zeigt sich sehr kullant bei diesen Karten. Sollte es also Probleme geben, sollte man sich an MSI wenden. Der Vorfall kann damit wohl auch abschließend zu den Akten gelegt werden.
Orginal:
Vorne weg, der Sachverhalt ist nicht ganz einfach, und man muss sicherlich auch eine gewisse Sorgfalt walten lassen bei diesem Thema, nichts desto trotz sehe ich mich dazu gezwungen, über die Erkenntnisse von Tom´s Hardware zu berichten. Dieser Bericht ersetzt aber garantiert nicht das genaue Studium des ganzen Artikels von Tom´s Hardware, da, wie schon gesagt, der ganze Sachverhalt nicht ganz trivial ist. Ich bitte euch daher, bevor ihr auf die Idee kommt, mit faulem Gemüse zu werfen, den ganzen! Artikel zu lesen.
Nach diesem Vorwort nun zum eigentlichen Sachverhalt:
Tom´s Hardware berichtet in einem heute erschienen Artikel darüber, wie Sie in Zusammenarbeit mit weiteren Personen aufgedeckt haben, das MSI bei der GTX660Ti und GTX670 PowerEdition den Spannungsregler Richtek RT8802A weit außerhalb der Spezifikation betreibt. Hierbei sprechen wir auch nicht von einer leichten Überhöhung, sondern von bis zu 88% außerhalb der Spezifikation laut Tom´s Hardware.
Erreicht wird dies laut der Analyse von Tom´s Hardware dadurch, dass die Versorgungsspannung des Richtek RT8802A nicht, wie vom Hersteller des Chips vorgegeben 5V +- 10% beträgt, sondern einen Wert von 8,9 bis zu 9,3V auweist. Der Hersteller warnt hierbei selbst vor der endgültigen Zerstörung des Chips bei Spannungen von über 7V. Besonders problematisch ist hierbei, dass die Spannung, die der Chip erhält direkt von der Spannung abhängt, die das Netzteil auf der 12V Schiene zur Verfügung stellt. Insbesondere wenn das Netzteil sich nicht ganz an die ATX Norm hält, und eine zu hohe Spannung liefert, kann es laut Tom´s Hardware zu Bootproblemen (ab ca. 9.3V) kommen.
Als Ursache für diese beträchlich zu hohe Versorgungsspannung des Richtek RT8802A zeigte sich die Schaltung, welche für die Bereitstellung eben dieser 5V verantwortlich ist. Im Detail wurde ein Kondensator, zwischen den Masseanschluss des Chips TL431 und eben jener Masse, eingefügt. Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, stellt sich nach kurzer Überlegung als Fatal heraus, denn der Kondensator sorgt an dieser Stelle dafür, dass die Leitung unterbrochen und somit der gesamte TL431 wirkungslos wird. Dies führt in Folge wiederum dazu, dass die zu diesem Chip gehörende Schaltung nicht mehr auf eine Spannung von 5V regelt, sondern nur noch als simpler Spannungsteiler fungiert und eine für den Richtek RT8802A zu hohe Versorgungsspannungs bereitstellt, welche auch noch von der 12V Spannung des Netzteils abhängt.
Soweit die Feststellung der Tatsachen.
Jetzt kommt einem natürlich in den Sinn, warum das alles? Welcher Zweck wurde damit verfolgt, oder ist es wirklich ein Leichtsinnsfehler? Die Antwort ist recht einfach. Durch den obigen Sachverhalt war/ist es den Karten möglich, einen weitaus höheren Turbotakt zu haben, als andere Karten, die den Richtek RT8802A mit der richtigen Versorgungsspannung betreiben. Insbesondere ist hierbei auch fest zu halten, dass die besagten MSI Karten, sofern man den Kondensator überbrückt, einen geringeren Turbotakt aufweisen. Die Deutung, wie dieser "Schaltungsfehler" zu bewerten ist, überlasse ich Tom´s Hardware und dem geneigten Leser.
Tom´s Hardware hat allerdings auf eine Anfrage bei MSI, von deren Headquarter folgende Anwort erhalten:
MSI zeigt sich zwar Fordergründig von ihrem Produkt überzeugt, die fett markierte Passage lässt aber schon erhebliche Zweifel daran aufkommen, das man wirklich derart überzeugt von seinem Produkt ist, und dabei auch alle "Spielregeln" eingehalten hat.Seit Jahren steht MSI an der Speerspitze des Grafikkarten-Overclockings.
Es kommen nur "Military Class III" Komponenten der Spitzenkategorie zum Einsatz, und unsere Produkte setzen sich durch sorgfältige Anpassungen von der Konkurrenz ab. Diese spezielle angepassten Grafikkarten kennt man im Markt unter den Namen MSI Lightning, Hawk, Twin Frozr oder Power Edition.
Nvidias Kepler-Architektur ist so ausgelegt, dass die GPU-Performance (Nvidia GPU Boost) durch die Überwachung der Leistungsaufnahme kontrolliert und geregelt wird. Da MSI seine angepassten Produkte von vornherein auf Overclocking auslegt, spendieren wir diesen Karten ab Werk eine zusätzliche Leistungsreserve, weil wir erwarten, dass Enthusiasten sie übertakten werden. Aufgrund dieser Design-Entscheidung und der höheren Qualität der Komponenten sind wir in der Lage, den Boards mehr Leistung zuzuführen. Das ermöglicht ein höheres GPU-Boost-Niveau, das wir zudem länger aufrechterhalten können, ohne dabei die Lebenserwartung der Grafikkarte oder ihre Garantiedauer zu verkürzen. Bei Problemen können sich Kunden innerhalb der 3-jährigen Garantiezeit jederzeit an MSI wenden.
Uns ist derzeit kein anderer Hersteller bekannt, der dieses Performance-Niveau bietet, und wir haben mit Nvidia zusammen gearbeitet um sicherzustellen, dass bei Exemplaren kommender Produktionschargen diese kostenlose zusätzliche Übertaktung geringer als jetzt ausfällt. Die neuen Varianten mit konventionellem GPU Boost werden ab nächstem Monat im Markt erhältlich sein.
Quelle:
MSI GTX 660 Ti und 670 Power Edition fehlerhaft - Startprobleme und Überspannung
MSI ertappt: mehr Boost durch absichtlich eingebauten Schaltungsfehler? : Was ist eigentlich passiert?
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