Also den 2,6er A6 meines Vaters hab ich mal mit nem Schnitt von ca. 8,5-9 über 600 km Autobahn bei zügigem Tempo gefahren. Weiß nicht, wieviel sparsamer er auf ner ruhigen Landstraße gewesen wäre, aber mein eigener Passat (1,6er

) braucht da rund 1-1,5 l weniger, als auf der Autobahn. (wenn ichs überhaupt nicht eilig habe -und die Straße so leer ist, dass ich niemanden behindere- habe ich sogar schon die 6l unterboten)
Über 600 km Bahn komm ich mit meinem Alfa 166 auch auf ungefähr den selben Verbrauch. Aber im Durchschnitt fahr ich ihn doch mit 9-10l / 100 km. 190 PS haben doch reichlich Durst. Ausser ich fahr wie n alter Sack

.
"Freunde" ist natürlich n Argument. Da stellt sich dann aber auch umgekehrt die Frage, warum die unbedingt in dieses Kino wollen und, wenn es deren Fahrentfernung ist, wieviel weniger Verbrauch ihr insgesamt hättet, wenn ihr euch zu Hause trefft. Denn "Kinoabend mit Freunden und Verpflegung" 1:1 mit "allein n Stream reinziehen" wäre dann doch ein etwas unfairer Vergleich.
Das Kino welches 50 km entfernt ist, liegt zentraler. Zu dem andern Kino hätte ich zwar nur ca 32 km, meine Freunde allerdings 82 km. Somit erübrigt sich jede weitere Frage diesbezüglich. Zumal das 50 km entfernte Kino in Wien liegt, und meine Freunde da mit den Öffis hinfahren können.
Das mit dem Vergleich geb ich dir recht, das hackt ein wenig.
Sehr Löblich

Ich kann diese Leute nicht ab, die der Meinung sind, auch nach 10 Jahren Pendelei hätten sie noch Mitleid und eine Entschädigung für ihren 100 km Arbeitsweg verdient.
So viele Alternativen hat es für mich nicht gegeben. Entweder nen neuen Job suchen oder mitgehen. Neuer Job wäre schwierig gewesen, da ich doch einen eher ungewöhnlichen Beruf erlernt hab (Brauer und Mälzer), wo es nicht so viele Möglichkeiten in der Umgebung gibt bzw wenn ich einen Job in der Gegend gefunden hätte, hätte ich vom Gehalt her zu viel verloren. Ich arbeite jetzt doch schon 10 Jahre im selben Betrieb und der Job macht auch Spass. Und die lange Zeit zeigt sich auch in meinem Gehalt.
In einer neuen Firma hätte ich mind 500-700€ weniger verdient, als ich jetzt habe.
Somit bleibt nur die 2te Alternative. Mitgehen. Und nachdem ich nicht mind 300€/Monat nur für Sprit ausgeben will (den Verschleiss und den Wertverlust mal aussen vor gelassen) bin ich eben in die Nähe des neuen Dienstortes gezogen.
Also wenn n mittelmäßiger Film dann nur zum Teil geguckt wird, halte ich das für vertretbar. Ähnlich wie Leute, die Demos durch Raubkopien ersetzen.
Wenn der Film dann am Ende doch komplett durchgeguckt wird, nur um hinterher als "wäre es nicht wert gewesen" ("ich habe mir aber trotzdem einen schönen Abend gemacht") eingestuft zu werden, dann finde ich das höchst fragwürdig. Es gibt schließlich mehr als genug Kritiken zu so ziemlich jedem Film, da sollte jeder eine ausreichend genaue Beschreibung finden. Ich für meinen Teil gehe auch nur ins Kino, wenn es der Film meiner Meinung nach wirklich wert ist (oder wenn ich einfach Lust auf Kino als solche habe) und gucke die Filme sonst -je nach Qualität- im Fernsehen oder leihe sie in der Videothek. Aber ich habe meine Urteile bislang immer auf Basis legal verfügbarer Quellen gefällt und bislang lag ich da auch nicht daneben. Ich habe keinen einzigen Film im Kino gesehen, der meine Erwartungen nicht erfüllt hätte, und ich habe nur einen einzigen Film im Kino verpasst, den ich da rückblickend gerne gesehen hätte. Aber den habe ich dann schlichtweg komplett verpasst und er lief in Deutschland wohl auch in so gut wie keinem Kino ("Sky Captain and the World of Tomorrow" - lief übrigens gestern erst wieder im Fernsehen und wird sicherlich die nächsten Tage nochmal wiederholt)
Wenn ein Film in der ersten halben Stunde Müll ist, wird er sich zum Schluss hin auch nicht wirklich verbessern. Und einen Film der Schrott ist schau ich mir bestimmt nicht bis zum Schluss an, dafür ist mir die Zeit zu schade. Und wenn ich mir einen Film doch fertig ansehe, verdienen die Studios quasi trotzdem was mit mir, da ich mir den Film auf jeden Fall auf BR kaufe.
Was Kritiken angeht, an die halte ich mich nicht wirklich. Da bin ich vielleicht etwas anders, als die breite Masse. Es hat schon einige Filme gegeben, wo die Kritiken eher schlecht waren, und mir hat der Film trotzdem verdammt gut gefallen.
Sky Captain hab ich zum Teil gesehen, und er hat mir auch sehr gut gefallen. Der kommt auf jeden Fall auch in meine Sammlung.
Mit den Streaming Portalen ist eigentlich die Verfügbarkeit der Filme ab dem ersten Tag da. Auch wenn es illegal ist. Früher ist man eben erst ins Kino, hat sich die Filme dann in der Videothek ausgeliehen (wenn sie nach einem 3/4 Jahr oder länger dort angekommen sind), oder hat gewartet bis sie im TV gelaufen sind. Und dann hat man eben ne Kassette reingeschoben und aufgenommen. Nur bis es soweit war, sind meistens 1 1/2 Jahre vergangen (wenn ich mich so zurückerinnere).
Heute will man alles was neu ist, am besten schon gestern gesehen haben. Und diese Mentalität ist leider ansteckend. Die "Geiz ist Geil"-Manie ist das nächste. Meiner Meinung nach, schauen viele Leute über illegale Streamingseiten und kaufen dann nicht mal einen Film.
Und ich glaub, die wirtschaftliche Lage trägt auch dazu bei. Alles wird teurer und die Leute fangen dort zum sparen an, wo es am einfachsten ist. Bei der Unterhaltung, denn die gibts ja "gratis" auf den Streaming-Portalen.
Man sollte aber trotz allem dort und da mal nen Film oder ne Serie kaufen, wo man denkt, die ist es wert.