Mobilfunk: Deutschland ist dreimal teurer als Polen

Es soll doch alles billig/günstig sein! Deswegen verlagert man bei großen Konzernen gern mal ins Ausland oder outsourced in den Billiglohnsektor (Callcenter). Qualität ist doch heute schon egal, Hauptsache der Service wird irgendwo placebomäßig gestellt!
Ich mein nur, ich bezahle für meine Vertrag 15€ und habe alles inklusive. Das ganz im Telekom-Netz. Wo passt jetzt in den monatlichen Grundpreis noch die Servicetechnikerstunde? Leider nirgendwo hin.

Mir ist klar, dass das über alle Kunden umgelegt wird. Dennoch kann man sich nicht beschweren, was den Preis angeht. Vielleicht hilft da nochmal zu überdenken, wie groß der Anteil am monatlichen Grundpreis dem subventionierten Mobiltelefon gehört. Wenn dem nicht so ist, hab vielleicht den Markt nicht im Blick, oder kann Preisvergleiche nicht ausreichend bedienen.
 
Wer suchet, der findet. Mehr als 1€ pro Gb muss man eigentlich nicht bezahlen. Ich denke mal die hohen Preise für Daten kommen zustande weil sich viele ihr Smartphone inkl. Vertrag finanzieren. Da zahlt man schon mal 35€ für 4 Gb.
Ich habe für 17€ 20Gb Daten plus Telefonflat im Vodafonenetz, ich kann mich nicht beschweren.
Nach 2 Jahren wird gekündigt und sich der nächste Vertrag gesucht.
 
Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum hier einige so sehr auf der Kaufkraft herumreiten, da im Text doch eindeutig stand, dass die Vergleiche kaufkraftbereinigt sind. Zudem stand auch im Text, dass wir europaweit den teuersten Mobilfunk haben. Und es gibt in Europa ja durchaus auch andere Länder, die eine ähnliche Kaufkraft wie wir in Deutschland haben und es dort trotzdem wesentlich günstiger ist. Auch der Vergleich zu Israel war spannend, wo es wirklich sehr viel günstiger als bei uns ist. Also halten wir doch einfach fest, mobiles Internet ist bei uns einfach sehr teuer. Punkt.
 
Es soll doch alles billig/günstig sein! Deswegen verlagert man bei großen Konzernen gern mal ins Ausland oder outsourced in den Billiglohnsektor (Callcenter). Qualität ist doch heute schon egal, Hauptsache der Service wird irgendwo placebomäßig gestellt!
Ich mein nur, ich bezahle für meine Vertrag 15€ und habe alles inklusive. Das ganz im Telekom-Netz. Wo passt jetzt in den monatlichen Grundpreis noch die Servicetechnikerstunde? Leider nirgendwo hin.
Stimmt.
Was mich persönlich stört ist daran, dass man wirklich hohe Qualität auch nicht mehr kaufen kann wenn man möchte und auch viel mehr zahlen würde (unabhängig von der Branche).
Fast alles ist heutzutage auf billig/mainstream ausgelegt, weil die Zielgruppe "zahlt gern mehr für WIRKLICH bessere Qualität" (nicht nur mehr blingbling) anscheinend zu klein geworden ist.

Es gibt bei vf beispielsweise den Pro-Tarif der fast das doppelte bei ähnlicher Leistung kostet - mit deutlich besseren Servicevesprechen. Aber im Ernstfall ists dann doch dasselbe. Gleiche Warteschlange, gleicher Unwissender am anderen Ende, lediglich wird man priorisiert behandelt wenn etwa der Techniker kommen soll. Ein echt besserer service (andere Nummer ohne Warteschlange mit kompetentem Gegenüber und echtem Intetesse an schneller Problemlösung auch außerhalb des 08/15 Programmes) ist das nicht.
 
Stimmt.
Was mich persönlich stört ist daran, dass man wirklich hohe Qualität auch nicht mehr kaufen kann wenn man möchte und auch viel mehr zahlen würde (unabhängig von der Branche).
Fast alles ist heutzutage auf billig/mainstream ausgelegt, weil die Zielgruppe "zahlt gern mehr für WIRKLICH bessere Qualität" (nicht nur mehr blingbling) anscheinend zu klein geworden ist.

Es gibt bei vf beispielsweise den Pro-Tarif der fast das doppelte bei ähnlicher Leistung kostet - mit deutlich besseren Servicevesprechen. Aber im Ernstfall ists dann doch dasselbe. Gleiche Warteschlange, gleicher Unwissender am anderen Ende, lediglich wird man priorisiert behandelt wenn etwa der Techniker kommen soll. Ein echt besserer service (andere Nummer ohne Warteschlange mit kompetentem Gegenüber und echtem Intetesse an schneller Problemlösung auch außerhalb des 08/15 Programmes) ist das nicht.

Das stimmt eindeutig. Vielleicht sind die Kunden dahingehend, also für mehr Geld besseren Service zu erhalten, einfach auch schon verbrannt. Qualität kostet, ohne Frage, zumindest im Dienstleistungssektor.

Jetzt stell Dir mal die Frage, warum bei den meisten Supermärkten nach dem Scanner das Laufband für die Ware fehlt. Genau, der Kunde soll so schnell wie möglich nach dem Kassenvorgang verschwinden. Außer ein "Auf Wiedersehen" ist da heute auch nicht mehr drin. Gleichen ist bei den "(Tele-)Kommunikationsunternehmen der Fall. Sobald Verträge unterschrieben und Waren ausgehändigt sind, ist Schicht im Schacht.
Kommst Du einen Tag später in den selben Laden, wirst Du gleich komisch angeguckt. Könntest ja Aufwand/Reklamation/ oder noch besser eine Rücktrittswusch im Gepäck haben, wo niemand etwas dran verdient und nur Personal gebunden wird, welches dann in der Zeit nicht "verkaufen" kann.

Naja, den meisten "Verkäufern" ist auch nicht mehr bewusst: Erst dienen, dann verdienen! Der größte Service kommt vor dem Verkauf. Vertrauen aufbauen und so weiter. Ne ne, dass läuft heute eher "friss oder stirb".
Hab lange genug in der Branche gearbeitet. Deswegen meide ich den Einzelhandel, wie der Teufel das Weihwasser. Hab auch keine Lust auf immer den selben Tanz. Wenn Du weißt was du brauchst und wieviel Du ausgeben willst, bestell es im Internet und freue Dich über das (erweiterte) Widerrufsrecht und begib Dich nicht die Kulanzabhängigkeit irgendeines dubiosen Einzelhändlers.
Die haben Ihren beratenden Charakter längst (mindestens schon 10 Jahre) über Board geworfen. Die wollen nur noch Zahlen sehen. Leider funktioniert so eine langfristige Beziehung Kunde-Händler nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Mobilfunkprovider hatten da ihre Gewinnspannen von teilweise über 50%, sowas hat man sonst bestenfalls im Dogen, Menschen- oder Waffenhandel. Klar, dass man davon möglichst wenig abgeben möchte. Auch wenn die Mobilfunkprovider permanent jammern, am Hungertuch nagt da keiner.

Aber jammern gehört hier auch dazu, sonst schluckt der dumme Michel das ganze nicht, genau wie bei den Banken. Am Ende kämen da höhere Auflagen oder sogar günstigere Preise raus.

Sind die Zahlen normiert auf das jeweilige BIP? Ich denke nicht. Von daher, nette Aufstellung mit null Aussagekraft.

Denn niemand hier möchte das polnische Gehaltsgefüge. ;)

Warum sollte das eine Rolle spielen?

Dann will ich in Rumänien auch eine RTX 3090 für 250€.

Höhere Arbeitskosten lasse ich mir noch eingehen, auch noch die gierige Bundesnetzagentur. Bei letzerer sollte man sich aber auch fragen, ob man soviel Geld aus etwas herauspressen muß, das eigentlich schon zur Daseinsvorsorge zählt.

Naja, ein Sack Reis kostet woanders auch nur ein paar Euro. Preise international zu vegleichen halte ich nicht immer für schlau.
Gleichheit != Gerecht

Reis wird an der Börse gehandelt und kostet folglich weltweit ähnlich viel (zumindest wenn man ihn säckeweise abnimmt).
 
Keine Ahnung, ob man es auch mit vergleichen kann, aber ich merke ein Unterschied auch zwischen Italien, insbesondere Süd-Italien, wo DSL meist nur im Stadtzentrum existiert und die meisten Leute noch nicht mal ein Festnetzanschluss besitzen. Hier wird dann sehr verstärkt auf Mobil (Handy) gesetzt, was durch die hohe Nachfrage dazu führt, das der Mobilanschluss günstiger als Festnetz ist. Wobei Großstädten da auch besser ausgebaut sein können (oder sind).
 
Schuld sind die teuren Lizenzen... Erinnert sich noch jemand an UMTS?

Schuld sind Reseller - 1&1 / Aldi / Netto... riesen Gewinne für 0 erbrachter Eigenleisung...

Aber ja... Geiz ist geil...

Dann die Argumente: ich verdiene zu wenig, ich hab zu wenig...
ja weiter bei Alditalk bleiben und mit Medikamenten und Hormonen verseuchtes, billigst Fleisch essen...

Teufelskreis...
Von Armut und Geiz, kann zu leicht profitiert werden
 
Dann die Argumente: ich verdiene zu wenig, ich hab zu wenig...
ja weiter bei Alditalk bleiben und mit Medikamenten und Hormonen verseuchtes, billigst Fleisch essen...
Ja, oder noch besser überteuertes Bio Fleisch kaufen für 24,99€ / kg und sich dann einreden dass man seinen Beitrag zum Tierwohl geleistet hat, welches dann sowieso geschlachtet wird weil der Konsument nichts halbes und nicht ganzes machen möchte durch seine Bequemheit :lol::lol::lol:
 
Die Schuld sehe ich auch bei den Lizenzen und das Abwälzen des Infrastrukturbaus auf die Anbieter. In Polen nutzt der Staat die EU Gelder um die Infrastruktur zu bauen und vermietet die dann zum Einheitstarif an die Anbieter. Über die Miete und die EU Zuschüsse wird das dann refinanziert und die Anbieter müssen über Service konkurrieren.

Hier in Deutschland werden die Lizenzen versteigert wodurch der Staat angeblich mehr Geld einnimmt und durch die Konkurrenz der einzelnen Anbieter sollen die günstiger und besser Infrastruktur aufbauen was ich aber über die letzten 10+ Jahre nicht gesehen habe. Die Anbieter ersteigern teuer die Lizenzen, bauen langsam Infrastruktur wodurch man lange in alten Netzen unterwegs ist und der Druck in das neue schnellere Netz zu wechseln stetig steigt und die Kosten dafür werden komplett auf den Kunden abgewälzt was dann entsprechende Preise ergibt.

Frankreich ist lange die selbe Schiene gefahren und ist wechselt jetzt auf das Modell dass der Staat die Infrastruktur baut und vermietet und die Preise sind gesunken. Mal gucken wie der Ausbau in den nächsten Jahren ausschaut.

Meiner Meinung nach sollten wir in Deutschland auch wieder eine staatliche Grundversorgung haben. Kommunale Anbieter bieten eigentlich durch die Bank günstigere Tarife an als Telekom usw. und höhere Geschwindigkeiten. Alles was über die Jahre privatisiert wurde ist irgendwie nicht wirklich günstiger oder besser geworden. Post, Telefon/Internet, Krankenhäuser, Autobahnen.
 
Beim Thema Mobilfunk kann man gleich noch ein weiteres dran hängen...
Sollten Mobilfunkmasten eine eigene Stromzufuhr haben!?

Es kann nämlich irgendwie nicht sein, dass wenn Flächendeckend der Strom weg ist, zusammengebrochen durch Unterspülung oder ähnliches.. das man zwar 30 Handys zusammen trommeln kann die alle noch funktionieren... aber nicht mal einen Rettungswagen für den Nachbarn der sich den Fuß gebrochen hat oder noch schlimmer.

Wäre der Mast, welcher übrigens an einem sichereren Ort stand, (hoch genug um nicht von Wasser umspült zu werden...) mit einer eigenen Stromversorgung geregelt hätte er mit Richtfunk zum nächsten Mast durchaus noch ein Telefonnetz aufrecht erhalten können...

Aber so war es ja nun mal nicht, Strom weg alles weg - Autos kaputt Herzlichen Glückwunsch bis wir ein funktionsfähiges Auto von einem Nachbarn hatten der weit genug weg wohnte und nicht bzw. nur vom vollen Keller betroffen war... hat es fast 8-9 Std gedauert (Flut abwarten + auffinden eines funktionsfähigen Autos...

Gesagt getan waren wir dann nach fast 10 Std. am Krankenhaus und er konnte behandelt werden.
Ich will mir gar nicht ausmahlen was passiert wäre wenn die Verletzung größer gewesen wäre...

Wäre das Funknetz aber noch durch autarke Versorgung online geblieben... hätte man mit Sicherheit deutlich schneller Hilfe bekommen können... da im Nachbar Ort (beim Krankenhaus) keine Beschädigungen vorhanden waren.
Selbst Strom und Internet war noch vorhanden - aber bei uns? Alles tot...
 
Die Schuld sehe ich auch bei den Lizenzen und das Abwälzen des Infrastrukturbaus auf die Anbieter. In Polen nutzt der Staat die EU Gelder um die Infrastruktur zu bauen und vermietet die dann zum Einheitstarif an die Anbieter. Über die Miete und die EU Zuschüsse wird das dann refinanziert und die Anbieter müssen über Service konkurrieren.

Hier in Deutschland werden die Lizenzen versteigert wodurch der Staat angeblich mehr Geld einnimmt und durch die Konkurrenz der einzelnen Anbieter sollen die günstiger und besser Infrastruktur aufbauen was ich aber über die letzten 10+ Jahre nicht gesehen habe. Die Anbieter ersteigern teuer die Lizenzen, bauen langsam Infrastruktur wodurch man lange in alten Netzen unterwegs ist und der Druck in das neue schnellere Netz zu wechseln stetig steigt und die Kosten dafür werden komplett auf den Kunden abgewälzt was dann entsprechende Preise ergibt.

Frankreich ist lange die selbe Schiene gefahren und ist wechselt jetzt auf das Modell dass der Staat die Infrastruktur baut und vermietet und die Preise sind gesunken. Mal gucken wie der Ausbau in den nächsten Jahren ausschaut.

Meiner Meinung nach sollten wir in Deutschland auch wieder eine staatliche Grundversorgung haben. Kommunale Anbieter bieten eigentlich durch die Bank günstigere Tarife an als Telekom usw. und höhere Geschwindigkeiten. Alles was über die Jahre privatisiert wurde ist irgendwie nicht wirklich günstiger oder besser geworden. Post, Telefon/Internet, Krankenhäuser, Autobahnen.
Kann man nur beipflichten. Bei Themen der Grundversorgung/Infrastruktur ist die Privatisierung gescheitert.
Bei uns bauen die bspw. Glasfaser aus und das wird massiv gefördert. Aber damit dann tatsächlich gebaut wird müssen sich 60% im Viertel dafür entscheiden da es sich sonst nicht lohne. Und ich wohne in keinem kleinen Kaff. Was machen die dann wenn es sich selbst in einer größeren Stadt nur mit massiven Zuschüssen und vielen potentiellen Kunden lohnt?
Am Ende gibt es bei sowas nur einen gewinner: Die Firma die die Versorgung übernimmt.
 
Es kann nämlich irgendwie nicht sein, dass wenn Flächendeckend der Strom weg ist, zusammengebrochen durch Unterspülung oder ähnliches.. das man zwar 30 Handys zusammen trommeln kann die alle noch funktionieren... aber nicht mal einen Rettungswagen für den Nachbarn der sich den Fuß gebrochen hat oder noch schlimmer.
Mobilfunk bzw. generell Telekommunikation ist das letzte, wo man sich auf eine Verfügbarkeit verlassen kann.
Wie oft kommts denn im Jahr vor, dass man kein Empfang ist, mal kein Internet da ist, hier und da ne Störung wo Datenübertragungen/Gespräche abbrechen usw.? Jeder kennt das doch, oder? Ist schon so normal dass man nicht mehr wirklich drüber nachdenkt.

Du hast ne halbwegs vernünftige Chance, wenn du Mobilfunk, Internet (von einem anderen Anbieter über andere Technik) und den alten Telefonanschluss gleichzeitig hast, dass zumindest eins davon funktioniert wenns nötig ist (es dürfte nahezu immer der klassische Telefonanschluss sein - der hat nämlich eine eigene Stromversorgung, nur haben immer weniger Menschen Telefongeräte die das nutzen können...).
Im Katastrophenfall kannste das auch meist vergessen, denn unsere gesamte Infrastruktur ist nicht darauf ausgelegt irgendwelche größeren Störfälle halbwegs ordentlich zu überstehen. Und wenn man ehrlich ist sind die Leute es auch nicht mehr - du brauchst nur 2 Tage in nem Dorf deiner Wahl mal Strom und Wasser abzustellen und viele Leute fangen schon an komplett durchzudrehen bzw. an einfachsten Dingen zu scheitern. Wir haben ja letztes Jahr erlebt was alleine die Möglichkeit einer solchen Krise ausgelöst hat. Nudeln und Klopapier ahoi.
 
Beim Thema Mobilfunk kann man gleich noch ein weiteres dran hängen...
Sollten Mobilfunkmasten eine eigene Stromzufuhr haben!?
In jedem Hauptverteiler (aka Amt), MFG (graue Kästen für Internet) sind USVs drin. Bei den Masten ist auch ein "Notmodus" drin, bekommt aber nicht jeder. So ein Mast säuft ganz schön.
Jedoch halten die USVs keine Ewigkeit durch. Am Ende ist es die Frage mit welcher Führsorge man das Netz behandelt. Muss dann aber der Kunde/Steuerzahler bezahlen wollen.
Dann möchte ich aber als Techniker auch wieder das Hoheitsrecht zurückhaben.

Obacht, dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten. :-)
 
Telekom Business Unlimited Volumenlizenz kostet 17 Euro...
In jedem Hauptverteiler (aka Amt), MFG (graue Kästen für Internet) sind USVs drin. Bei den Masten ist auch ein "Notmodus" drin, bekommt aber nicht jeder. So ein Mast säuft ganz schön.
Jedoch halten die USVs keine Ewigkeit durch. Am Ende ist es die Frage mit welcher Führsorge man das Netz behandelt. Muss dann aber der Kunde/Steuerzahler bezahlen wollen.
Dann möchte ich aber als Techniker auch wieder das Hoheitsrecht zurückhaben.

Obacht, dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten. :-)
Die USV ist sogar Gesetzlich vorgeschrieben... Damit bei einem Stromausfall das Handynetz weiter funktioniert.
 
In jedem Hauptverteiler (aka Amt), MFG (graue Kästen für Internet) sind USVs drin. Bei den Masten ist auch ein "Notmodus" drin, bekommt aber nicht jeder. So ein Mast säuft ganz schön.
Jedoch halten die USVs keine Ewigkeit durch. Am Ende ist es die Frage mit welcher Führsorge man das Netz behandelt. Muss dann aber der Kunde/Steuerzahler bezahlen wollen.
Dann möchte ich aber als Techniker auch wieder das Hoheitsrecht zurückhaben.

Obacht, dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten. :-)
Also unser Mast ist Stumpf am Anfang des Unwetter/s auf dem Hügel/Berg ausgegangen, weil kein Strom mehr!
Beschädigungen: Keine.
Telekom Business Unlimited Volumenlizenz kostet 17 Euro...

Die USV ist sogar Gesetzlich vorgeschrieben... Damit bei einem Stromausfall das Handynetz weiter funktioniert.
Also entweder ist keine USV angeschlossen, oder sie funktioniert nicht.

Weiter hinein in die Eifel sah es noch düsterer aus, obwohl die Masten alle sogar in Richtfunkreichweite stehen bis nach Köln und zu 90% an Orten die von der Überflutung gar nicht betroffen waren.
Sobald das Hauptnetz aus war, war auch das Handy Netz ganz weg.

Bei uns am Mittwoch Abend 14.07.2021 um 20:30 Uhr... und es blieb aus bis Samstag Abend 17.07. gegen ca 18 Uhr, denn da kam das Stromnetz für mein Dorf wieder und somit war auch der Mast wieder online...
Das darf meiner Meinung nach nicht sein...!!!

Mobilfunk bzw. generell Telekommunikation ist das letzte, wo man sich auf eine Verfügbarkeit verlassen kann.
Wie oft kommts denn im Jahr vor, dass man kein Empfang ist, mal kein Internet da ist, hier und da ne Störung wo Datenübertragungen/Gespräche abbrechen usw.? Jeder kennt das doch, oder? Ist schon so normal dass man nicht mehr wirklich drüber nachdenkt.

Du hast ne halbwegs vernünftige Chance, wenn du Mobilfunk, Internet (von einem anderen Anbieter über andere Technik) und den alten Telefonanschluss gleichzeitig hast, dass zumindest eins davon funktioniert wenns nötig ist (es dürfte nahezu immer der klassische Telefonanschluss sein - der hat nämlich eine eigene Stromversorgung, nur haben immer weniger Menschen Telefongeräte die das nutzen können...).
Im Katastrophenfall kannste das auch meist vergessen, denn unsere gesamte Infrastruktur ist nicht darauf ausgelegt irgendwelche größeren Störfälle halbwegs ordentlich zu überstehen. Und wenn man ehrlich ist sind die Leute es auch nicht mehr - du brauchst nur 2 Tage in nem Dorf deiner Wahl mal Strom und Wasser abzustellen und viele Leute fangen schon an komplett durchzudrehen bzw. an einfachsten Dingen zu scheitern. Wir haben ja letztes Jahr erlebt was alleine die Möglichkeit einer solchen Krise ausgelöst hat. Nudeln und Klopapier ahoi.
Stimme dir zu, aber ein totaler Zusammenbruch darf einfach in der heutigen Zeit nicht mehr passieren... dann sollen sie wirklich USV mit austauschbaren Batterien verbauen die unter umständen vor Ort gegen neue ausgetauscht werden können...
Aber einfach nur Anbinden ans Hauptnetz... das nen schlechter Witz!
Sollte man generell mit der Verbesserung der Geschwindigkeiten angehen..
Ich wünsche es keiner Region gänzlich Offline zu sein, vor allem nicht wenn man es wirklich benötigt und das nur für Telefonanrufe...
 
Stimme dir zu, aber ein totaler Zusammenbruch darf einfach in der heutigen Zeit nicht mehr passieren... dann sollen sie wirklich USV mit austauschbaren Batterien verbauen die unter umständen vor Ort gegen neue ausgetauscht werden können...
Und alle Mobilfunkverträge deswegen spontan 2€ (oder 10% oder was weiß ich) teurer machen?
Du kannst dir vorstellen was das ein Shitstorm würde.

Ich verstehe dich durchaus und würde mir dasselbe wünschen - aber die breite Masse ist halt auf geiz-ist-geil. Da machste als Anbieter nichts was nicht unbedingt notwendig ist da du sonst nicht konkurrenzfähig bist. Das klingt zwar doof aber die Leute haben sich es selbst ausgesucht dass die Qualität von Produkten und Dienstleistungen im großen Mittel immer weiter sinkt.

Ich sehe das beruflich leider auch - wir waren (und sind noch immer) ein Hersteller für Premium-Produkte in unserer Branche, aber es werden jedes Jahr weniger Kunden die bereit sind, den Aufpreis gegenüber 08/15-Kram dafür zu zahlen. Das hat zwei Effekte:
1.) Die Kunden kaufen in China ein und der Endkunde bekommt für das gleiche (oder etwas weniger) Geld ein viel schlechteres Produkt (das bis hin zu sicherheitsrelevaten Dingen geht...!)
2.) Wir sind gezwungen ebenfalls Einzusparen was geht weil man sonst von den Billigheimern komplett verdrängt wird - man geht immer näher an physikalisch-technische Untergrenzen ran was bedeutet auch unsere Produkte sind erstens schlechter als sie es vor 10-20 Jahren waren und haben zweitens ein höheres Ausfallrisiko.

Wohlgemerkt: Es gibt nach wie vor die Option, die alte, hervorragende Qualität zu bestellen, was dann eben ein bisschen mehr kostet (aber nicht mal höhere Margen haben muss), die meisten Kunden ziehen die Option aber nicht. Die Masse WILL es einfach nicht (mehr) so. Und genauso will auch niemand den Aufpreis zahlen für ein Telekommunikationsnetz, das Ausfall-/Störsicherer ist als unbedingt nötig.
 
Ist ja nichts neues, dass hier das vernetzen einfach teuer ist. Liegt eben auch daran, dass alles privatisiert wurde und damit der Fokus darauf gelenkt wird sich die eigenen Taschen zu füllen, statt nur darauf zu setzen ein stabiles Netz aufzubauen. Solange man da die lange Leine lässt, wird sich daran auch nicht viel ändern. Einzige Weg ist auf dem freien Markt eben über Konkurrenz, aber da die Leitungen dann noch absurderweise vermietet werden und es so oder Preisabsprachen gibt, auch wenn es keiner sehen will, ist das alles eh für die Katz.
 
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