Und genau das ist der Witz beim Islam, den viele nicht erkennen: In Bezug auf Frauenrechte (nicht Pflichten!) war er zu seiner Zeit ein klarer Fortschritt. Und auch wenn er da, wie bei quasi allem, recht starr ist, schaffen es durchaus viele Muslime, die resultierenden Grundsätze mit einem modernen, westlichen Frauenbild in Einklang zu bringen. Umgekehrt schaffen es einige (fundamentalistische) Christen bekanntermaßen nicht, die Frau in einer anderen Rolle als "Mutter und Hausfrau" zu sehen.
Da liegst du mit "Bildung" genau richig - Leute dagegen, die einen bestimmten Glauben angreifen, liegen imho genauso falsch, wie diejenigen Leute, die diesen Glauben als Grund für ihre Missetaten vorhalten*.
*: Wobei man im Einzelfall natürlich genau gucken muss, was was ist.
Ehrenmorde z.B. werden vom Islam überhaupt nicht gedeckt, das ist einfach eine archaische Sitte, die in Anatolien genauso verbreitet ist, wei auf Sizilien. "Unterdrückung" von Frauen liegt in einer Grauzone - die unterstützt der Islam auch nicht, aber er gibt eine feste Rollenverteilung vor, die heute nicht immer so gleichberechtigt erscheint, wie sie mal gemeint war. Das andere wäre z.B. grausames Schlachten von Tieren. Das schreibt der Islam genauso vor, wie das Judentum
Ein Glauben wird aber praktisch, nicht theoretisch, dadurch definiert, wie die Gläubigen ihn auslegen bzw. leben. Wenn also viele Frauen in der islamischen Welt untersrückt werden, dann hat das auch etwas mit dem Glauben zu tun, da dieser auch die Kultur prägt. Die Kultur prägt aber wiederrum die Menschen oder meinst du die Menschen dort sind einfach schlechter?
Wenn nicht erkläre mir bitte, wieso diese dort bei weitem nicht so modern sind, wenn nicht wegen der Kultur.
Aber die Antwort auf die grundlegende Frage des Threads ist doch recht einfach. Wenn das Bauamt den Bau einer Moschee erlaubt/verbietet und entsprechend Auflagen mitbringt, wenn erlaubt, die dann eingehalten werden müssen, dann ist doch alles geklärt.
Wenn du eine Kirche bauen willst, musst du auch erst mal eine Baugenehmigung bekommen, die fliegt einem nicht zu und ich kenne kein Bauamt, das eine 100 Meter hohe Kirche in einem Wohngebiet genehmigt.
Ich glaube in dem Thread ging es eher um die Frage, ob wir das gut finden bzw. nichts gegen den Bau von Minaretten haben oder ob wir dagegen sind. Nicht ob der Bau nach aktuellem Recht möglich ist.
Wie kann ein Turm doof sein?
ps: nennt mich verrückt, aber der islam breitet sich imho zu sehr aus, schleichende islamisierung und so (wenn die mal wo sind kriegt man die von da auch nimmer weg....)
Ich finde das sich Werte, die aktuell Werte der islamischen Welt sind, zu sehr ausbreiten. Der Auslegung des Islams durch Muslime ist wandelbar, aber nicht von heute auf morgen.
Die Tatsache, dass es früher anders war kann nicht als Begründung der Behauptung herhalten, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört.
Dito. Der Islam gehört zu Deutschland, wie man das findet ist ein anderes Thema.
Herr Friedrich lässt aber eine wichtige Tatsache unter den Tisch fallen, nämlich ,dass Deutschland stark von der Aufklärung geprägt ist. Sowohl im heutigen christlichen Glauben als auch in der Aufklärung ist der Toleranzgedanke ein wichtiger Bestandteil.
Auch im heutigen christlichen Glauben gibt es noch Extremisten, der theoretische Glauben hat sich nur für Katholiken wirklich geändert, und auch für diese nicht besonders groß. Unfehlbar gesprochen hat der Papst wahrscheinlich nur zweimal. Die Auffassung der Kirche ist nicht zwingend für katholische Gläubige.
Und wenn du sagst, dass Moscheen mit Muezzin und Minarett nicht gebaut werden dürfe, dann verstößt das gegen Artikel 4, Absatz 2 des GG (da steht: "Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.").
Dieser Teil des Grundgesetzes ist aber nicht durch die Ewigkeitsgarantie geschützt. Man könnte also problemlos einen weiteren Absatz einfügen.
Schau dir die Christen an. Die kann man auch nach Strich und Faden verarschen und sie glauben immer noch an den christlichen Gott.
Weil sie ja auch nicht an die Kirche glauben, sondern an den Papst. Ob katholische Christen an den Papst glauben ist umstritten.
Da muss man nichts extra verbieten.
Man kann aber und einige Personen wollen das offensichtlich.
Was willst du mir mit dem Link sagen?
Vollkommen unerheblich davon ist doch, welche Gebäude, Steinkreise, Pyramiden und sonstigen monumentalen Bauten sie für ihren jeweiligen Wahn errichten mussten und wie viele Mitmenschen jedweder Epoche eben jenem größenwahnsinnigen religiösen Anspruchsdenken zum Opfer fallen mussten. Sei es in Kriegen gegen jeweils andere Überzeugungen, sei es aus der Verfolgung und Eliminierung Andersdenkender heraus, oder sei es auch nur, weil sie bei der Errichtung o.g. Monumentalbauten zu Tausenden den Tod fanden.
Welch göttlicher Funke der Vernichtung doch der Religion inne wohnt.
Ein extrem großer Teil der Christen hat diese Epoche aber hinter sich gelassen. In disem Thread geht es um das aktuelle Probleme das eine weit entwickelte Kultur, wie die der Aufklärung, auf eine im Vergleich rückständige trifft und mit ihr interagieren muss.
Mal was zum Thema Kultur und zwar ganz und gar ohne jüdisch-christlichen oder islamisch-koptischen oder wie auch immer frei erfundenen Bezug:
Islamdebatte: Es gilt, die Welt wieder ohne Gott zu denken | Debatte*- Frankfurter Rundschau ,
Dieser bericht sagt das der Islam schon immer zu Deutschland gehörte. Das stimmt so nicht, aufjedenfall wenn man Zugehörigkeit auch von der Zahl der Gläubigen abhängig macht.
Verlässliche Zahlen sind schwer zu finden, aber 1930 gab es etwa 1000 Musime in Deutschland. Man kann davon ausgehen, das es davor nicht so unglaublich viel mehr gab. Die hohe Anzahl der Türken in Deutschland ab dem ersten Weltkrieg ist durch Kriegsgefangene zu erklären. Sie sank aber in den Folgejahren aber sehr schnell wieder.
dafür dem wahrscheinlich wichtigsten Leitsatz daraus:
"Unsere Werte gehen auf die Aufklärung zurück."
Was auch noch niemand bezweifelt hat.
So, und nun wahrscheinlich weiter mit Radio Xenophobie aus der bekannten Ecke...
Wenn du so einen Vorwurf in den Raum stellst, wäre es schön wenn du ihn auch begründest und die Person persönlich anschreibst. Wenn ich gemeint bin, können wir das gerne klären.