Hast du da konkrete Beispiele? Vielleicht auch welche, die sich auf die 55 jährige Büroangestellte abbilden lassen, ohne dass die irgendwelche Prompts absetzen muss? Frage für nen Kollegen...
Naja, ohne nen Prompt schreiben zu müssen gehts nur, dass du den schreibst, in einen Agenten packst (aber weniger als 8.000 Zeichen!) und dann diesen Agenten mit den Kollegen teilst.
Zwei konkrete Beispiele was ich mache:
1. Ich werte (online) Umfragen aus, wo es immer wieder mehrere offene (Text) Fragen gibt. Wenn die Zahl deiner Teilnehmer mal dreistellig wird, ist eine sinnvolle Auswertung von sagen wir mal 5 Fragen x 400 Teilnehmer ein Mega-Pain. Alle Textantworten einer Frage zusammen sind da so ab 15 Seiten A4. Hier ist der Zeitbedarf, der sicher mehr als ein Tag ist, noch nicht das wildeste, sondern soviele Informationen machen mich im Kopf verrückt.
Wenn ich das in Copilot füttere, dann hab ich die 5 Fragen in 20 min ausgewertet und immer noch mein Hirn - und kann mir dann einen guten Überblick machen, a) was die wichtigsten Themen in den Antworten waren und b) auch mal in die volle Breite schaun, z.B. nach Themen-Titel sortiert.
Natürlich ist die Gefahr, dass Copilot da irgendwas mal missversteht, mal etwas leicht herumhalluziniert und schlichtweg falsch macht. Daher will ich immer pro Thema zwei bis drei Originalzitate sehen, die ich per Volltextsuche überprüfe. Aber auch wenn Fehler drin sind, ich bekomme hier dennoch einen guten und ausreichend genauen Überblick über alle Rückmeldungen in den Umfragen.
2. Aktuell analysiere ich Dokumente (PPT, XLS, DOC und PDF inklusive Informationen in Bildern) und lasse bestimmte Informationen (in meinen Fall meist Forschungsberichte und ich suche Nutzerbedürfnisse) hieraus in Tabellenformat (XLS) herausziehen. Die Ergebnisrtabelle hat gut 20 Spalten, also gut 20 verschiedene Aspekte/Themen ziehe ich heraus. Für jede Spalte hab ich peinlich genau definiert, was exakt ich da haben will und wie ich es haben will. Der gesamte Prompt ist da auch über 3 Seiten A4 lang und ist in mehreren Wochen stückweise entstanden. Das ist irgendwie Programcode in Plaintext.
Und pro Dokument ergeben sich irgendwas zwischen 15 bis 30 Zeilen, also Nutzerbedürfnisse. Wenn ich das selber mache, brauche ich pro Report mal Stunden, wenn ich selber viel finde, oder nur wenige Minuten, wenn ich selber nichts finde. Aber die Zuverlässigkeit beim Finden ist mit mir als Mensch nicht besonders hoch. Am Ende lasse ich aber die Autoren der Reports (teils bin ichs auch selber) drüberschaun, ob die gefundenen Zeilen plausibel und korrekt sind. Da spare ich also auch wieder Zeit, hab aber gleichzeitig ne deutlich höhere Zuverlässigkeit. Und richtig fiese Halluzination kommt auch hier nicht vor.
Wichtige Voraussetzungen bei mir selber sind, a) prompten zu verstehen (was lernbar ist und ich mittlerweile auch intern lehre) und b) Taks zu haben, welche sich so automatisieren lassen. Ich hab viele Kollegen, die hätten solche Aufgaben, scheuen aber den Erstkontakt und reden sich dann ein, dass sie keine Zeit haben. Mir spart der Invest halt sehr viel Zeit und bringt mir dann aber auch wieder Reputation.