News Microsoft 365 Copilot: Bericht über katastrophale Nutzerzahlen

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Laut eines internen Memos ist die Nutzerakzeptanz von Microsoft 365 Copilot gering. Jetzt soll es eine Bündelung der Dienste samt Preiserhöhung geben.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Microsoft 365 Copilot: Bericht über katastrophale Nutzerzahlen

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Mehr "Copilot" bringt nicht unbedingt mehr Vorteile. Bin froh wenn ich LLMs nicht fragen muss - ja, es gibt Ausnahmen wo es einfacher ist, aber mich kotzt die im Durchschnitt schlechte Antwortqualität immer wieder an.
 
Keiner nutzt den Copilot? You dont say.
Das ist ne Kombination aus "kenn ich nicht will ich nicht blödes KI-Zeug" und "wenn ich den benutze kommt nur Mist raus / hilft mir nicht weiter".

Die Leute die es sowohl nutzen wollen als auch es sinnvoll nutzen können (Kompetenz dafür plus passender Workload) kann man halt gefühlt an einer Hand abzählen. Sehe ich beruflich bei uns auch. KI steht allen Leuten (fast) frei zur Verfügung, sowohl der Copilot als auch ein Firmeninternes LLM das sogar Zugriff auf interne Daten hat. >95% der Leute benutzen es nicht weil sie es entweder nicht wollen oder nicht können oder keine Anwendung dafür haben. Und die paar die KI produktiv nutzen sind weitgehend Experten und haben es auch schon vor dem CoPilot gemacht etwa zur Mustererkennung in Tonnen an Sensordaten.
 
Unsere Firma versucht Copilot intern zu pushen... Aber bei der MS-AI-Grütze die ich da schon gesehen habe, kriege ich nur Schreikrämpfe.
Das fängt schon bei der katastrophal schlechten (moderierten!) AI-Übersetzung der MS eLearning-Tools an...
Module mit dem Thema Cybersicherheit kann ich nicht verantworten, diese so unter die MAs zu streuen, wenn ich selber da drin öfters raten muss, was der AI-Slop mir eigentlich lehren will... Abseits von kontextuellen und grammatikalischen Fehlern, mitsamt generell schlechtem Schreibstil.
 
Wir nutzen beruflich MS Teams und haben eine eigene Copilot KI mit ohne nach Hause telefonieren und ich nutze die Copilot Integration zum Erstellen der Protokolle und Mitschriften. Das kann Copilot super.

Für andere KI Anfragen gibt es bessere Tools als Copilot.
 
In unserem Team wird Copilot teilweise zum coden verwendet. Ein Kollege (hohe Skills) meint er wäre deutlich effizienter damit (es ist einfach ein besseres autocomplete - er würde das selbe auch ohne Copilot coden). Andere Kollegen sind, diplomatisch ausgedrückt, im unteren Bereich des Skilllevels. Die vibe-coden jetzt wie wild und das Ergebnis ist einfach nur grauenhaft :wall:
 
Das fängt schon bei der katastrophal schlechten (moderierten!) AI-Übersetzung der MS eLearning-Tools an...
Die KI ist beim übersetzen dermaßen dämlich dass sie fast unbenutzbar ist. "Intelligenz", ich lach mich schlapp.

Beispiel: Wir produzieren Grobbleche. Englisch "heavy plates". Da kannste am gleichen Tag 10 Texte von Englisch nach Deutsch automatisch übersetzen lassen und egal wie oft du der KI sagst "es sind BLECHE, keine Platten!" - beim 11. Mal wirds wieder mit "schwere Platten" übersetzt. Das ist nicht im geringsten intelligent, das ist strunzdoof.

Und diese Dummheit zieht sich gefühlt durch alle momentanen "KIs" durch (wobei ich den CoPilot für einen der blödesten halte, Gemini beispielsweise kriegt solche einfachen Kontexte irgendwann hin) - deswegen sind sie so unbrauchbar für jeden Task wo es auf Genauigkeit ankommt.

Das Ding ist, die Ergebnisse von KIs sind unberechenbar zufällig und oft falsch. Ich kann mehreren KIs die gleiche banale Frage stehhen, teilweise der gleichen KI mehrfach, und die Antworten darauf sind oft völlig gegensätzlich (und begründet!!) - das ist wenn man an etwas arbeitet wos um was geht und nicht nur just for fun ist, VIEL zu riskant.

Beispiel: Ich wollte mal wissen, wie hoch die Ladeschlussspannung eines BIP6 Wearable-Akkus ist.
Die KI(s) antworten entweder ~4,4V mit Begründung Konkurrenzdruck/Spezifikationskampf, man muss jede minute Laufzeit rausquetschen oder ~4,25V mit Begründung Sicherheit/Rechtsfragen, man muss Puffer lassen dass die Uhr bei 100% plus Sonnenbad nicht durchgeht und den Besitzer verbrennt was ein Marketing-GAU wäre.

Jede Antwort ist in sich vernünftig/logisch - aber alle sind sie erfunden oder von irgendwelchen Sieten abgeschrieben wo jemand was entsprechendes gemutmaßt hat.

Nutzen solcher Systeme für Aufgaben wo es nicht egal ist ob etwas 4,2 oder 4,4 ist: Null.
Risiko solcher Systeme für solche Aufgaben bei Mitarbeitern die das "denken" der KI überlassen: Immens.
 
Bei meinem AG wird Copilot angeboten. Viele nutzen es um Briefe zu schreiben oder für Recherchen. Beides halte ich für falsch. die Recherchen sind schlecht und die Briefe lesen sich furchtbar. Ich habe eine Lizenz, weil andere Führungskräfte meinen es wäre sinnvoll und würde Zeit sparen. Werde bei Gelegenheit Mal zur IT gehen und die Lizenz deaktivieren lassen...
 
Von mir aus kann Copilot und sämtliches KI-Geraffel restlos aus Windows entfernt werden.
Na aber hallo!
Unsere Firma versucht Copilot intern zu pushen... Aber bei der MS-AI-Grütze die ich da schon gesehen habe, kriege ich nur Schreikrämpfe.
Ich dachte ich wäre einer der wenigen der sich fragt, wieso der AG sowas unbedingt durchsetzen will :D Ist bei mir im Unternehmen leider nicht anders...
 
Ich dachte ich wäre einer der wenigen der sich fragt, wieso der AG sowas unbedingt durchsetzen will :D Ist bei mir im Unternehmen leider nicht anders...

Wurde bei uns auch eingeführt. Als ABM für den Jungprogrammierer. Absoluter Rotz der Geld kostet und nicht effektiv eingesetzt wird, weil sich der verantwortliche Jungprogrammierer auch nur von KI-Antworten ernährt und sich keine eigenen Gedanken machen kann, wie man sowas effektiv in ein Unternehmen und Prozesse integriert. Absolut erbärmlich, so wie Copilot.
 
Bei uns in der Firma steht allen Copilot 365 zur Verfügung und es wird genutzt. Sicher nur von nem bestimmten Teil, aber ich bin auch ich nen Team, das Trainings anbietet und intern die Nutzung koordiniert. Ich hab schon den Eindruck, dass die Performer den sinnvollen Einsatz und Nutzen der AI verstanden haben. Und die andren wollen wir unterstützen, dass sie die gewinnbringende Anwendung lernen.

Claude gabs mal kurz im normalen Copilot als Modell zu wählen, aber das war ggf. nur wenige Tage drin.

Copilot Studio hab ich heute zum ersten mal selber genutzt, weil ichs bisher nicht gebraucht hab. Und dort sind schon drei verschiedene Claude Versionen drin.

Generell sehe ich, dass die GPT Modelle unbeliebter werden und überall im Netz Claude der beliebteste ist - zumindest da wo ich hinschau.

Und neben den Sprachmodellen haben unsere Designer auch mehrere Generative Modelle im Einsatz, wo ich sagen kann, nach internen Trainings, sind die richtig performant eingesetzt und die Kollegen sind da teilweise gut einige Schritte voran gekommen.

Ich selber nutze meist nur LLMs (Copilot) und mache da Tasks, die mich früher immer ganze Tage oder mehr gekostete hätten, in Stunden oder teilweise Minuten. Also ich sehe die Produktivitätssteigerung ganz klar bei einigen, aber eben nur, wenn man sich drauf einlässt. Aber in der aktuellen Wirtschaftskrise sehe ichs eher als dumm an, sich dem per se zu verweigern.

Und natürlich gibts auch Leute, die aktiv sagen, dass sie das nicht lernen oder nutzen wollen - aber da sagt HR auch schon ganz offen, dass so eine Einstellung irgendwann gegen die Wand fährt.
 
Ich benutze KI Tools tatsächlich um mir meine eigene Cloud Infrastruktur zu bauen. Insbesondere die Integration von Open Source Workflow Tools wie sie Microsoft 365 Abbilden. Eine eigene KI Plattform läuft, auf der ich Anfragen mit personenbezogenen Daten durchführen kann. Leider nicht so leistungsfähig wie ein Cloud Modell, aber das verbessert sich auch laufend. Ziel: Komplette Souveränität und Ablösung des Microsoft Abos. Und hier ist der Knackpunkt: es wird nicht billiger. Der treibende Kostenfaktor ist der Energiebedarf der Rechenzentren. Dagegen läuft meine kleine Serverfarm im Sommer dank PV und Speicher... naja egal.
 
Zurück