Du hast geschrieben, dass User sich dazu entschlossen hätten, Steam zu nutzen. Dabei war es mit Sicherheit oftmals so, dass sie Steam installieren mussten, wenn sie bestimmte Spiele spielen wollten. Sie haben sich dann nicht dazu entschlossen Steam zu nutzen, sie sind dazu „entschlossen worden“ um es mal so auszudrücken. Viele haben sich dadurch dann sicherlich mit Steam arrangiert, keine Frage. Aber ein Grund für die Verbreitung von Steam ist mit Sicherheit auch die Steam Pflicht bei Spielen.
Die wirklich freie Wahl bei den verschiedenen Stores/Launchern in Abhängigkeit davon, welche Spiele sie spielen wollen, haben PC Gamer schon Jahre nicht mehr.
Dann wäre halt Verzicht das Gebot gewesen, fällt halt vielen schwer^^
Gezwungen wurde man dazu aber nicht. Versäumt man dadurch zwangsweise Spiele, ja, aber das bringt einen nicht um.
Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass Exklusivität dem Kunden schadet bzw nichts bringt. Ob das jetzt Stores oder Plattformen sind, ist egal.
Am besten wäre es möglichst viel bei möglichst vielen Anbietern gäbe, denn dann würden andere Aspekte entscheiden.
Von mir aus wäre eine übergeordnete Plattform wünschenswert, und dann halt pro Publisher einen Extra-Launcher oder so. Aber die übergeordnete Plattform muss meinen Ansprüchen entsprechen, ist also Utopie^^
Das Problem bei vielen "Gamern" ist jenes: Man meckert, kauft es dann aber zähneknirschend trotzdem. Allerdings ist es in der Hinsicht durchaus besser geworden, siehe BFV, siehe Fallout 76. Spieler sind auch bereit Qualität zu belohnen, siehe Witcher 3, siehe GoW, siehe RDR. Treibt ein Publisher öfters Schindluder, dann ist das bei großen Teilen im Bewusstsein verankert, und man bestellt halt nicht vor, lässt das Spiel aus.
Ich fahre mittlerweile eine rigorose Schiene: Treibt es ein Publisher zu weit (Herausgeschnittenes Material als DLC, Vorbestellerboni, MTs, Review-Embargos etc), dann kommt das Spiel ganz schnell auf meine persönliche schwarze Liste. Kommt sowas öfters vor, und lässt die Qualität der Spiele ebenfalls nach, siehe EA, dann wird konsequenterweise nichts mehr gekauft. Die Schiene hab ich bei BF1, BFV, Fifa, NBA2k oder Dragon Age gefahren, und es funktioniert.
Ich habe günstigerweise ebenfalls weniger Zeit zum Zocken, das macht den Verzicht einfacher. Aber ich bin durchaus bereit ein "Opfer" (=Verzicht) zu erbringen, wenn ich mot gewissen Aspekten nicht einverstanden bin. Viele denken immer "ach was mach ich alleine für einen Unterschied", aber wie heißt es so schön: Viele Tropfen ergeben einen Ozean (oder so ähnlich). Und es wäre nicht so als ob Gamer nicht gehört werden. Publisher/Entwickler nehmen sich Kritik und sinkende Verkaufszahlen sehr wohl zu Herzen.
Langer Text, ja, ich weiß, aber um den Bogen zu spannen: Ich weiß natürlich dass der Enteickler hier der Leidtragende ist, nur was habe ich davon, wenn ich Exklusivität durch meinen Kauf fördere, denn genau das passiert wenn ich trotz allem im Epicstore das Spiel kaufe (Metro und Last Light haben mir gut gefallen, auch das erste Buch habe ich damals verschlungen). Dann macht das Schule. Und ich habe dann einen zersplitterten Markt, muss mit den Bedingungen und Nachteile von mehreren Stores leben (Vorteile hat man ja keine), und das will ich nicht. Metro Exodus wäre für mich ein Grund gewesen, aufzurüsten. So lass ich es aber. Ärgert es mich? Ja natürlich, sonst würde ich dem Thema nicht die Zeit widmen. Aber was habe ich davon wenn ich trotzdem einknicke? Ein paar Stunden Spielspaß, und weitere Publisher die so verfahren...
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