Magny Cours: Kommt die erste Zwölf-Kern-CPU von AMD bereits in 5 Monaten?

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In dem 65nm-Prozeß bei AMD war definitiv der Wurm drin. Der 45nm ist offenbar gut gelungen. Das Design an sich scheint dabei kaum verändert worden zu sein. Der K10 funktioniert - jetzt.
Nun ja, bei den Dualcores hat der 65nm Prozeß ja ganz gut funktioniert, von daher kann er es nicht alleine sein. Ich denke im ganze Phenom1 war im Endeffekt im Wurm drin.
 
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Ich sehe einen Unterschied. Intel hat zwei Dual Core Dies auf den Träger gepackt. Hier sehe ich nur einen Die (mit sogar noch verdoppeltem Speicher-Interface).

Intel hat zwei existierende CPUs ohne jede Änderung auf einem Substrat zusammengefasst - AMD wird zwei CPUs ohne jede Änderung auf einem DIE zusammenfassen. In der Leistung macht das rein gar keinen Unterschied, nur die Yield-Raten dürften bei AMD deutlich schlechter ausfallen. (schon wieder. Seit nunmehr über 6 Jahren produziert AMD CPUs, die sich perfekt über Multi-DIE skalieren ließen. Aber gebaut wurden die Dinger von der Firma, die eigentlich dringend monolithische Lösungen mit guter Kommunikation zwischen den Kernen angewiesen wäre)
Das AMD dank IMC auch gleich noch das Speicherinterface verdoppelt, ist nett - bringt aber den Nachteil mit sich, dass man eine neue Plattform braucht. Echter Nachteil: Da HT eben kein BUS ist, ermöglicht die neue Konstruktion auch keine leistungsfähigeren Systeme, denn an Stelle von 8 Hexacores (wie heute) sind dann nur noch 4 Dodekacores möglich. Das ist kompakter und vermutlich billiger, es bleibt aber bei maximal 48 Cores pro System.
Bei Intels Dual-DIEs war zwar ohnehin der FSB limitierend, so dass die zusätzlichen Kerne ihr Potential nicht ausspielen konnten - aber immerhin brachten sie überhaupt einen Vorteil.
Gespannt bin ich auch auf die Kühlung. Istanbul ist eigentlich schon eine vollwertige High-End Lösung, kein schmächtiger C2D. Zwei Istanbul auf der Fläche eines Sockels zu kühlen...


P.S.:
Sollten die Dinger nicht eigentlich noch dieses Jahr erscheinen?
 
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Intel hat zwei existierende CPUs ohne jede Änderung auf einem Substrat zusammengefasst - AMD wird zwei CPUs ohne jede Änderung auf einem DIE zusammenfassen. In der Leistung macht das rein gar keinen Unterschied, nur die Yield-Raten dürften bei AMD deutlich schlechter ausfallen. (schon wieder. Seit nunmehr über 6 Jahren produziert AMD CPUs, die sich perfekt über Multi-DIE skalieren ließen. Aber gebaut wurden die Dinger von der Firma, die eigentlich dringend monolithische Lösungen mit guter Kommunikation zwischen den Kernen angewiesen wäre)
Das AMD dank IMC auch gleich noch das Speicherinterface verdoppelt, ist nett - bringt aber den Nachteil mit sich, dass man eine neue Plattform braucht. Echter Nachteil: Da HT eben kein BUS ist, ermöglicht die neue Konstruktion auch keine leistungsfähigeren Systeme, denn an Stelle von 8 Hexacores (wie heute) sind dann nur noch 4 Dodekacores möglich. Das ist kompakter und vermutlich billiger, es bleibt aber bei maximal 48 Cores pro System.
Bei Intels Dual-DIEs war zwar ohnehin der FSB limitierend, so dass die zusätzlichen Kerne ihr Potential nicht ausspielen konnten - aber immerhin brachten sie überhaupt einen Vorteil.
Gespannt bin ich auch auf die Kühlung. Istanbul ist eigentlich schon eine vollwertige High-End Lösung, kein schmächtiger C2D. Zwei Istanbul auf der Fläche eines Sockels zu kühlen...


P.S.:
Sollten die Dinger nicht eigentlich noch dieses Jahr erscheinen?

Wow... in diesem Post sind alle die Gedaken konzentriert, die mich beim Lesen der News erfasst haben... ich bin erfreut dass mir die Tipparbeit abgenommen wurde: :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Magny Cours: Kommt die erste Zwölf-Kern-CPU von AMD bereits in 5 Monaten?

...nur die Yield-Raten dürften bei AMD deutlich schlechter ausfallen.
Macht doch aber nichts, da AMD die CPUs modular baut. Das hab ich ansatzweise in meinem Posting erwähnt (überflüssiges Chip-ReDesign). Daher können die den Elektroschrott, der einige defekte Kerne hat noch verkaufen, so wie man es mit dem Phenom II X4 macht der dann je nachdem was kaputt ist zum X3, X2 (defekter Kern) oder Athlon II (defekter Cache) degradiert wird.

Ich weiß aber nicht, ob sowas bei den Server CPUs geplant ist, allerdings ist es da auch nicht so wichtig, da die Margen bei den Prozessorpreisen derart hoch sind, dass die hohe Ausfallrate besser kompensiert werden kann.
 
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Da die Dinger zu groß für normale Sockel-F-Systeme sind, dürfte es schwierig sein, sie als Hexacore zu verkaufen. Die einzige Möglichkeit wäre es, zusätzlich z.B. Octacores einzuführen mit 2x2 deaktivierten Kernen. Aber dann wird es immer noch eine gewisse Zahl von DIEs geben, bei denen mehr als 2 pro Seite defekt sind und umgekehrt kann man dann eine heile Seite mit vollen sechs Kernen nicht als Hexacore vermarkten. Das gleiche Spiel wiederholt sich mit Chips, bei denen Teile des 3rd lvl Cache defekt sind - und auf einmal besteht die Modellpalette zur Hälfte aus Resteverwertung.
Dual-DIE ist da einfach um längen flexibler und imho der einzig sinnvolle Weg, wenn man ohnehin keine gemeinsam genutzten Einheiten auf dem DIE hat. Selbst wenn die Einsparungen dank ohnehin extrem niedriger Fehlerrate gering wären (was imho ein Wunder wäre, bei dem Druck, den GF zur Zeit macht), wäre es dank nahezu 0 Mehrkosten ein Gewinn. Und die Entwicklungskosten hätten sich längst amortisiert, wenn AMD sich vor 5-6 Jahren dazu durchgerungen hätte, entsprechende Substrate zu entwickeln. (Ist ja nicht nur für Multicores zu gebrauchen - Lynnfield und vor allem Clarkdale machen vor, was AMD dank ATI eigentlich schon seit Monaten anbieten sollte, aber aufs nächste Jahrzehnt verschieben musste)
 
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und umgekehrt kann man dann eine heile Seite mit vollen sechs Kernen nicht als Hexacore vermarkten.
Höchstens als HexaCore für den neuen Sockel, der dann aber in Konkurrenz zum alten Sockel treten würde, schon klar.

Dual-DIE ist da einfach um längen flexibler und imho der einzig sinnvolle Weg, wenn man ohnehin keine gemeinsam genutzten Einheiten auf dem DIE hat.
Ich wäre jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass z.B. die linke Seite des zusammengeklebten Dies den (dann natürlich halbierten) rechten Cache nutzen könnte, wenn der linke kaputt wäre oder anderes Beispiel: als HexaCore laufen würde, wenn bspw. links 5 Kerne funktionieren und rechts nur einer.

Wenn das nicht geht, dann sind 2 Dies auf jeden Fall sinnvoller was die Ausbeute betrifft.

Aber wie gesagt, bei 600 Euro für den 2,4GHz Hexacore denke ich kann AMD einige fehlerhafte CPUs verschmerzen. Für so fähig, dass die eine anständige Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen können halte ich AMD doch mal. :ugly:
 
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hoffe das is keine blöde frage (kreuzigt mich wenn doch:lol:)
aber hat der die shot 12 kerne oder 6??
 
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6, das ist einfach nur nen dieshot vom istanbul.
Ach toll jetzt wird mir einiges klar. :schief:

Wenn man sich schonmal auf die Bilder bei PCGH verlässt. Hab nur kurz die zwölf L2 Cache Blöcke gezählt welche dann also je 256K und nicht 512K groß sind und jeweils im Paar zu einem Kern gehören.

Also dann doch 2 separate Dies oder wie? Dann wäre die ganze Diskussion eben ja reichlich sinnlos gewesen und bei AMD würde man alles richtig machen. :ugly:
 
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Falls die CPU so bald rauskommt, frage ich mich, ob das so viel bringen wird. Akutelle Games reizen ja nicht mal Quad-Cores voll aus, es reicht ja momentan erst mal die Steigerung auf 6 Kerne.
 
AW: Magny Cours: Kommt die erste Zwölf-Kern-CPU von AMD bereits in 5 Monaten?

Für Anwendungen wie Filmbearbeitungsprogramme (HD-Videos bearbeiten, komprimieren, usw.) dürften die zusätzlichen Kerne sehr nützlich sein. Für Spiele schätze ich in frühestens 2 Jahren. Meistens sind die Grafikkarten die limitierenden Glieder in der Kette...

MfG
 
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Falls die CPU so bald rauskommt, frage ich mich, ob das so viel bringen wird. Akutelle Games reizen ja nicht mal Quad-Cores voll aus, es reicht ja momentan erst mal die Steigerung auf 6 Kerne.


DAs hast du richtig bemerkt und darum hat AMD den 6 Kern(der schon länger in Servern läuft) auch noch nicht für den Desktop gebracht. Abgesehen davon, besteht die Welt nicht nur aus Games. Diese CPU's werden ihre Verwendung in Arbeitsmaschienen finden und nicht in dadel Maschinen. Auf Tests bin ich schon mal gespannt :wow:
 
AW: Magny Cours: Kommt die erste Zwölf-Kern-CPU von AMD bereits in 5 Monaten?

Ich wäre jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass z.B. die linke Seite des zusammengeklebten Dies den (dann natürlich halbierten) rechten Cache nutzen könnte, wenn der linke kaputt wäre oder anderes Beispiel: als HexaCore laufen würde, wenn bspw. links 5 Kerne funktionieren und rechts nur einer.

Ich weiß nicht, wie genau AMD die Caches ansteuert, aber auf alle Fälle müssten diese Zugriffe über die interne HT-Verbindung laufen, was einen Performance-Unterschied zu CPUs mit 6 Kernen am Stück macht. Vermutlich nur einen sehr kleinen, aber die professionelle Kundschaft kauft ungern Produkte, die "ungefähr" diese und jene Eigenschaft aufweisen. Nach dem TLB-Debakel dürfte man sowieso mit Argusaugen nach Unstimmigkeiten bei AMD Ausschau halten, da sind vorerst perfekte Produkte von nöten.

Aber wie gesagt, bei 600 Euro für den 2,4GHz Hexacore denke ich kann AMD einige fehlerhafte CPUs verschmerzen.

Einige ja - aber viele? Derartige Monster-DIEs passen auch nicht gerade in großer Zahl auf einen Wafer (zumal GF bis auf weiteres bei 300mm bleibt, das wird großzügiger Verschnitt am Rand) und die Qualitätsanforderungen der Zielgruppe sind sehr hoch.

Für so fähig, dass die eine anständige Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen können halte ich AMD doch mal. :ugly:

Wenn ich mir die Bilanzen des letzten Jahrzehnts anschaue, bin ich mir da unsicher :ugly:

Wie kommst Du darauf? Die Maranello-Plattform ist doch ausgelegt als 2- oder 4-Sockelsystem, wobei diese doch CPUs mit bis zu 16 Kernen unterstützen sollen. 16*4 sind doch 64, oder?

Unterstützung für 16-Kerner ist schön, aber wertlos ohne 16-Kerner ;)
Mit 12 Kernern kommt man auf 48. Das schafft man aber eben auch mit heutigen 8-Sockelsystemen gleicher Architektur und -wenn AMD keine Einschränkungen vornimmt- auch mit Fiorano.
 
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Unterstützung für 16-Kerner ist schön, aber wertlos ohne 16-Kerner ;)
Mit 12 Kernern kommt man auf 48. Das schafft man aber eben auch mit heutigen 8-Sockelsystemen gleicher Architektur und -wenn AMD keine Einschränkungen vornimmt- auch mit Fiorano.

Nur dass ein Board mit 4 Sockeln weniger Platz benötigt und weniger Leistungsaufnahme aufweist.Die 16-Kerner sollen ja 2011 kommen also wäre es eine gute Investition, wenn man sich eh einen neuen Server zulegt. Mit dem neuen Sockel sollen bis zu vier HT 3.0 Kanäle zur Verfügung stehen, was dann auch einen verbesserten Zugriff der CPUs auf den RAM anderer CPUs (gemeint ist von Sockel zu Sockel) erlaubt.
HT-Assist soll die Cachezugriffe optimieren.
 
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Der Platzverbrauch wird wohl in erster Linie vom Kühler vorgegeben - und wieso die Leistungsaufnahme durch eine Zusammenlegung sinken sollte, ist mir nicht so ganz klar.
Bezüglich HT-Links bietet der Sockel F afaik Verbindung in bis zu 5 Richtungen, ob AMD mitlerweile HT3 einsetzt, weiß ich nicht. (Zum Chipsatz nicht, da ist man ja auf alte 1.0 Schnecken angewiesen, aber zwischen den CPUs? Mit Fiorano soll es jedenfalls afaik noch für Sockel F kommen)
 
AW: Magny Cours: Kommt die erste Zwölf-Kern-CPU von AMD bereits in 5 Monaten?

Der Platzverbrauch wird wohl in erster Linie vom Kühler vorgegeben - und wieso die Leistungsaufnahme durch eine Zusammenlegung sinken sollte, ist mir nicht so ganz klar.

Laut AMD sollen die Magny Cours die dreifache Leistung aktueller AMD Quadcores bei ähnlicher Leistungsaufnahme bringen - was auch immer das genau heißen soll - :-)

Aber es fallen dann ja auch einige RAM-Bänke weg und wenn man pro DIMM mit ca 3W rechnet, dann könnten das schon 48W sein.

Bezüglich HT-Links bietet der Sockel F afaik Verbindung in bis zu 5 Richtungen, ob AMD mitlerweile HT3 einsetzt, weiß ich nicht. (Zum Chipsatz nicht, da ist man ja auf alte 1.0 Schnecken angewiesen, aber zwischen den CPUs? Mit Fiorano soll es jedenfalls afaik noch für Sockel F kommen)
Derzeit laufen die Server wohl noch mit HT 1.0.
Ab dem SR 5690 ist wohl HT 3.0 möglich im Serverberich und laut Heise werden erst ab der Maranello Plattform 4HT-Links vom Chipsatz unterstützt.

heise online - 20.08.08 - IDF: AMD präsentiert Shanghai-Referenzboard

heise online - 22.04.09 - AMD: Neue Serverprozessoren kommen früher
 
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So schnell geht es also, bis AMD den ach so schlechten und billigen Weg (so zumindest die große Töne der AMD-Manager zur Einführung des Core2Quad) geht und mehrere Dies auf ein Package knallt. Ich hab nur drauf gewartet :P

AMD hat es aber etwas besser vor.
Denken wir mal an den "Speichercontrollerklau" von Intel bei den jetzigen i7. Detailverbesserungen bis hin zum 3.en Speicherkanal. Sozusagen Kinderkrankheiten ausgemerzt, die AMD anfangs villeicht damit hatte...

Intel hat bei seiner ersten "Quad"-Architektur auch Kinderkrankheiten gehabt.
Denken wir nur mal daran, dass sich dann 2 Dual Cores einen sowieso mageren und übeforderten FSB teilen mussten. Intel ist notgedrungen auf 266MHz FSB geschnellt.

AMD hingegen wird einen Hyper-Transport-Kanal zur Kommunikation beider Kerne zur Vefügung stellen, daran gedacht, dass die ersten Server-CPU´s ja gleich 3 von diesen Verbindungen haben.
2 zur Kommunikation mit anderen Prozzis und einer für die "Aussenwelt".

Zu Verleichen mit früheren Server-Boards beider.
Während Intel mehrere Sockel mit einem FSB kommunizieren lies, konne AMD jeden gesockelten Prozessor miteinander quatschen lassen, ohne die "Aussenwelt" (Northbridge) als möglichen Brückenchip miteinzubeziehen.

Deshalb war der Opteron eine ganze Weile so erfolgreich, besonders bei hohen Lasten.
 
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