M.2 SSDs schon lohnenswert?

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Tim1974

Guest
Hallo,

ich hab kürzlich einen Artikel über M.2-SSDs gelesen und diese gibt es ja auch schon von diversen Herstellern zu kaufen. Teils werden etwa 3 mal so hohe Lesegeschwindigkeiten genannt wie bei SATA3-SSDs, sind sie in der Realität dann tatsächlich etwa 3 mal so schnell?
Z.B. beim Booten oder Starten großer Programme?

Versteh ich das richtig, daß die M.2-SSDs dann in einen PCIe2x Slot auf dem Mainboard gesteckt werden, wie eine normale Karte?
Falls ja, wenn ich auf meinem Gigabyte Z97X Gaming5 Board eine Grafikkarte betreibe, die 16 PCIe-Lanes braucht, was bei meiner GTX 1060 wohl so sein wird, sie ist im 16x-Slot eingebaut, verliert dann die Grafikkarte 2 Lanes wenn ich eine M.2-SSD zusätzlich einbauen würde?

Gruß
Tim
 
Du kannst eine M.2. SSD über eine Adapterkarte auch über den PCIe Anschluss wie jede andere Karte betreiben oder du nimmst ein Mainboard das einen M.2. Steckplatz hat, Dabei musst du unbedingt beachten ob das Board mit SATA oder PCIe die SSD anbindet. SATA-M.2. SSDs kostet ungefähr das selbe wie die 2,5" Modelle bei PCIe sieht es schon etwas anders aus. Im Alltag wirst du keinen Unterschied merken zu einer normalen SSD ausser du verschiebst sehr grosse Dateien wie Musik oder Videos, dann wirst du einen Unterschied merken.
Ansonsten kannst du dir das Geld sparen und wenn du schon eine SSD willst dann nimm eine im 2,5" Format, werden immer günstiger.

Bei den Lanes kommt es auf 2 Dinge an:

1. Wie viele Lanes unterstützt deine CPU? (20 und mehr Lanes sollte jede aktuelle CPU können aber schau trotzdem beim Hersteller nach)
2. Wie sie angebunden wird, über SATA macht es keinen Unterschied über PCIe kann es sein das du bei anderen Steckplätzen weniger Lanes hast. Bei vielen Mainbaords wird da oft ein Steckplatz deaktiviert weil die Lanes sonst nicht ausreichen würden, ich meine nicht den Steckplatz für die Grafikkarte sondern einen der "kleineren"
 
Dir sollte klar sein, dass die genannten Übertragungsraten nur mit 4 PCIe 3.0 Lanes erreicht werden. Dein Board liefert aber nur 2 PCIe 2.0 Lanes, also etwa ein Viertel. Gegenüber einer normalen 2,5" SATA merkst du im Alltag trotzdem keinen Unterschied. SSDs leben in erster Linie von ihrer fast nicht vorhandenen Zugriffszeit und weniger vom Durchsatz.

20 und mehr Lanes sollte jede aktuelle CPU können

Sicher, dass du nicht den PCH meinst? Nur X79 und X99 haben CPUs mit mehr als 16 Lanes. Erst ab Skylake wurde auf PCIe 3.0 und mehr als 8 Lanes vom PCH gesetzt. Außerdem geht es hier um Z97, also höchstens 8 PCIe 2.0 Lanes.
Nur ASRock hat damals den M.2 an die CPU angebunden, alle anderen an den PCH.

Dein Board hat einen dedizierten M.2 Steckplatz. Solltest du den verwenden, werden laut Blockdiagramm (Seite 8 Handbuch) nirgendwo Lanes geklaut, aber zwei SATA Steckplätze und der dazugehörige SATA Express werden dann deaktiviert.
M.2, SATA Express, and SATA3 4/5 connectors can only be used one at a time. The SATA3 4/5 connectors will become unavailable when an M.2 SSD is installed



Edit: Auch lesenswert: [Review] M.2 SSD via PCH anbinden? Keine Perlen vor die Säue..
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Erklärung.

Nun muß ich aber etwas erstaunt nochmal nachfragen, mein Board hat also kein PCIe3.0?
Heißt daß, das meine Grafikkarte auch nicht ihr volles Leistungpotential entfallten kann?
 
Du musst unterscheiden zwischen den Lanes die die CPU für die Grafikkarte bereit stellt (in deinem Fall 16x PCIe 3.0) und den Lanes die der Chipsatz für quasi alles andere bietet. Und das ist bei dir tatsächlich 8x PCIe 2.0.
Deine Grafikkarte sollte also schon maximal schnell angebunden sein.
 
Gut danke, dann bin ich beruhigt, hatte schon ein wenig Sorge meine Grafikkarte würde eingebremst werden.
Das mit den CPU-Lanes und Board-Lanes ist mir beim Lesen dann auch wieder eingefallen, das wußte ich schon mal, hatte es eben nur über die Jahre wieder etwas vergessen gehabt.

Spielt es denn eine Rolle, ob die Grafikkarte im obersten Slot wo 16x drann steht steckt oder im untersten wo 8x oder nur 4x drann steht?
Ich hatte sie nämlich zuerst ganz unten eingebaut und später erst bemerkt, daß da nicht 16x drann steht und sie dann deswegen wieder umgebaut...

Sorry für das Offtopic, aber wenn wir hier schonmal bei PCIe-Lanes sind...
 
Ja, das spielt durchaus eine Rolle. Aber keine Sorge, du bist nicht der Erste dem das passiert ;)
 
Spielt es denn eine Rolle, ob die Grafikkarte im obersten Slot wo 16x drann steht steckt oder im untersten wo 8x oder nur 4x drann steht?
Ich hatte sie nämlich zuerst ganz unten eingebaut und später erst bemerkt, daß da nicht 16x drann steht und sie dann deswegen wieder umgebaut...

Du hast sicher drei Slots für Grafikkarten, oder?
Du musst eben unterscheiden zwischen Slots, die mechanisch 16x sind und welche, die elektrisch 16x sind.
Elektrisch 16x ist bei dir nur der oberste Slot, also der Slot, der dem CPU Sockel am nächsten ist.
Der darunter ist dann mit 8 elektrischen Bahnen angebunden und der dritte nur noch mit 4 elektrischen Bahnen -- die in der Regel vom PCH kommen.
 
...sind sie in der Realität dann tatsächlich etwa 3 mal so schnell?
Z.B. beim Booten oder Starten großer Programme?

Nö. Aber das hätten Dir, die Test, die Du gelesen hast, sicherlich auch gesagt. Der Unterschied zwischen der schnellsten und der lahmsten SSD ist meistens marginal, wenn man ihn in Sekunden ausdrückt, und nicht in Transfer-Leistung.
Die meisten Programme können so viele Daten gar nicht so schnell verarbeiten. Da rennst Du die meisten Zeit gnadenlos ins CPU-Limit. (Und das hat jetzt nix explizit mit Deiner CPU zu tun, das ist generell auf uns Home-User bezogen).
 
Diese (NVMe) SSDs wie die neuen Samsung 960 Modelle machen wirklich nur Sinn, wenn oft große Datenmengen geschrieben/gelesen werden müssen, wie etwa bei 4K Videos, oder in einem Server.

Hinsichtlich des P/L Verhältnisses bei Preisen von 500+ € pro TB, muss man sich dann die Frage stellen, welchen Sinn macht dies bei einem Home-PC?
Denn sobald ich die Daten von der schnellen SSD auf ein anderes Medium bewege, und dies wird bei diesen Datenmengen schnell passieren (wenn der Platz knapp wird), dann greift sofort das schwächste Glied in der Kette.

Also, wenn nicht wirklich große Datenmengen ständig abrufbereit/bearbeitbar sein müssen, macht so eine SSD keinen Sinn.
Auch die M.2 SSDs mit SATA-Schnittstelle machen eigentlich nur Sinn, wenn der Platz im Gehäuse knapp ist, oder die SATA-Anschlüsse auf dem Mainboard ausgehen. (SATA-Express, falls vorhanden wird dann meist deaktiviert, was aber nicht schlimm ist, da diese Schnittstelle noch vor der Totgeburt war, und es praktisch keine Hardware dafür gibt.)

Außer dem Nachteil, dass die M.2 SSDs nicht überall ohne weiteres angeschlossen werden können, haben diese meistens auch noch ein Wärmeproblem (kein Gehäuse, das als Kühlkörper dient), was in einem schlecht belüfteten Gehäuse zur Reduzierung der Leistung führen kann!

So long,..
 
Ich hab jetzt ne Samsung 850 PRO 256 GB gekauft und eingebaut, drauf installiert Linux Mint 18 Mate 64 Bit.
Gegenüber der alten Samsung SATA2-Festplatte davor, die nach dem PC-Einschalten ca. 60 Sekunden brauchte um Mint 17 zu booten, sind es jetzt noch ca. 20 Sekunden mit der SSD.
Das ist zwar eine deutliche Verbesserung, aber um ehrlich zu sein, ich hätte mehr erwartet.
Auch im Betrieb, wenn ich Firefox aufmache und in den Lesezeichenordner gehe, vergehen immer wenige Sekunden, bis der Cursor nicht mehr hakt, das war zwar davor mit der Festplatte noch ein wenig schlimmer, aber ich dachte das wäre mit der SSD nun Geschichte, ist es aber leider eben nicht.
Da liegt nun die Vermutung nahe, das die CPU und/oder der RAM nicht mehr so recht die Wurst vom Brot ziehen, ist halt ein 5 Jahre alter Sandy-Bridge i3 mit 3,1 GHz mit 2x 2 GB DDR3-1333.

Mein neuerer PC mit i7-4770K und 2x 4 GB DDR3-1600 und "nur" der Samsung 840 Evo 120 GB als Systemlaufwerk, fährt in ca. 10 Sekunden Windows 10 hoch und hakt im Firefox nach dessen Starten merklich weniger bis nahezu gar nicht.
 
Da hättest du dir lieber die 850 EVO mit 500GB gekauft, die Pro lohnt sich nicht.

Im Übrigen ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die SATA SSDs untereinander nur geringfügig unterscheiden.
 
Die 850 Evo mit 500 GB wäre aber nochmal gut 30-40 Euro teurer gewesen und den Platz hätte ich für diesen Arbeitsrechner gar nicht gebraucht (hab jetzt nach Installation aller Programme immernoch ca. 175 GB frei und mehr als Fotos, Daten und Musikdatein kommen da nicht drauf, also keine 4K-Videos oder so), da waren mir die hochwertigeren MCL-Chips und die geringere Ausfallwahrscheinlichkeit wichtiger. Gegenüber der 840 Evo hätte ich aber gedacht, daß ich schon einen Performanceunterschied merke, denn die 840 Evo mit 120 GB, hat glaub ich keine so dolle Schreibgeschwindigkeit.
 
Dann eben die 850 Evo mit 250GB oder eine MX 300 275GB. Und vom gesparten Geld mehr RAM. Ich verstehe wirklich nicht wieso sich so viele Privatanvender völlig unnötigerweise die 850 Pro kaufen.
Du hättest auch gerne vor dem Kauf fragen dürfen, dass es keinen spürbaren Performanceunterschied zu einer 840 Evo gibt hätten wir dir verraten.
 
Sicherlich hätte ich zur 850 Evo keinen Leistungsunterschied bemerkt, zumindest solange ich nicht exzessiv große Datenmengen verschiebe, aber es ging mir auch mehr um die Langzeitzuverlässigkeit und da sah ich die 850 Pro eben im Vorteil.
 
Ich hab jetzt ne Samsung 850 PRO 256 GB gekauft und eingebaut, drauf installiert Linux Mint 18 Mate 64 Bit.
Gegenüber der alten Samsung SATA2-Festplatte davor, die nach dem PC-Einschalten ca. 60 Sekunden brauchte um Mint 17 zu booten, sind es jetzt noch ca. 20 Sekunden mit der SSD.
Das ist zwar eine deutliche Verbesserung, aber um ehrlich zu sein, ich hätte mehr erwartet.
Auch im Betrieb, wenn ich Firefox aufmache und in den Lesezeichenordner gehe, vergehen immer wenige Sekunden, bis der Cursor nicht mehr hakt, das war zwar davor mit der Festplatte noch ein wenig schlimmer, aber ich dachte das wäre mit der SSD nun Geschichte, ist es aber leider eben nicht.
Da liegt nun die Vermutung nahe, das die CPU und/oder der RAM nicht mehr so recht die Wurst vom Brot ziehen, ist halt ein 5 Jahre alter Sandy-Bridge i3 mit 3,1 GHz mit 2x 2 GB DDR3-1333.

Mein neuerer PC mit i7-4770K und 2x 4 GB DDR3-1600 und "nur" der Samsung 840 Evo 120 GB als Systemlaufwerk, fährt in ca. 10 Sekunden Windows 10 hoch und hakt im Firefox nach dessen Starten merklich weniger bis nahezu gar nicht.

Das liegt primär nicht an der SSD, sondern an den Programmen. Hier greift die meist nicht "optimale" Programmierung der Software, bzw. deren Interaktion zum Rest des Systems. (Virenscanner, Treiber, ect.)

Das siehst du ja bereits selbst, im Vergleich des alten zum neuen PC. Die Mehrleistung des PCs ist dann entscheidender als die SSD, da egal, ob die Daten mit 300, oder 500MB/s geladen werden.
Gerade mit Firefox schön zu überprüfen. Starte Firefox mit einem Dutzend oder mehr Addons, und dann im abgesicherten Modus ohne "Ballast".

mfg
 
Schade, ich dachte der i3-2100 wäre beim normalen Arbeiten nicht merklich langsamer als der i7-4770K.
Also werd ich den i3 wohl doch irgendwann in den nächsten Jahren in Rente schicken müssen.
 
Schade, ich dachte der i3-2100 wäre beim normalen Arbeiten nicht merklich langsamer als der i7-4770K.
Also werd ich den i3 wohl doch irgendwann in den nächsten Jahren in Rente schicken müssen.

Musst aber bedenken, das es noch langsamer ohne SSD wäre, und neuere Systeme erst durch eine SSD einigermaßen "flüssig" laufen, da der "engste" Flaschenhals eine HDD ist/war.
 
Ja, da es aber nur ein Zweitrechner ist, auf dem Linux läuft und den ich für wichtige Arbeiten nutze, der keine Viren oder ähnliches haben darf (darum ist Linux drauf), kommt es eigentlich nicht auf das letzte Bischen Leistung an, denn die brauch ich für eMails, Netz-Accounts/Foren, Websurfen, Kontoverwaltungen usw., Medienarchive/Backups usw. eigentlich nicht. Dennoch nerven halt die kurzen Hänger und Wartezeiten, wenn man meist einen schnelleren Rechner gewöhnt ist.

Im Grunde dachte ich ja, daß der Zeitpunkt da wäre, den jetzigen schnelleren Rechner mit i7-4770K zum Zweitrechner mit Linux zu degradieren und stattdessen einen neuen Windows-Rechner für Spiele, Encoding usw. zu kaufen, allerdings sehe ich momentan keinen Sinn darin, denn ich glaube nicht, daß der i7-6700K mit DDR4-RAM für mich merklich schneller laufen würde als mein jetziger i7 mit DDR3-RAM.
Ein Neukauf würde ich für mich erst rechtfertigen wenn die neue Hardware genau doppelt so schnell ist wie die alte und das würde jetzt wohl nur mit Sockel 2011-3 CPUs mit 10-Kernen der Fall sein und das ist es mir absolut nicht Wert bei den Preisen!

Alternativ würde mich reizen dem alten Linux-PC eine Broadwell-CPU zu verpassen, weil die auch so eine leistungsstarke interne GPU besitzt und ich mir so eine Grafikkarte sparen könnte. Aber dann bräuchte ich noch ein neues Board, neuen RAM sicher auch noch und einen neuen CPU-Kühler. Alles Dinge bei denen ich ungerne spare und das würde alles zusammen sicher auch über 600 Euro kosten...
 
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