Blackout27
Lötkolbengott/-göttin
Weiß man denn wie viel GDDR6 Ram die Playstation 5 in Spielen nutzen kann? Selbst bei ~14GB könnte die SSD den Systemspeicher ja binnen 2 Sekunden komplett austauschen.
Das ist abhängig davon wieviel vom OS im Spielbetrieb auf die Festplatte (Virtual RAM) ausgelagert werden kann. Wenn lediglich 1 GB verbleiben muss, dann 15 GB. Wenn 1,5GB, dann 14,5 GB. Dazu gibt es bisher nichts Genaues. Die meisten Insider gehen von 14,5 GB aus.Weiß man denn wie viel GDDR6 Ram die Playstation 5 in Spielen nutzen kann? Selbst bei ~14GB könnte die SSD den Systemspeicher ja binnen 2 Sekunden komplett austauschen.
Und ich lenke nicht ab. Die PS5 Einheit kann Daten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 9 Gb/s ihrer Grafikeinheit zur Verfügung stellen. Eine reine 5 Gb/s SSD kommt da nicht ran. Du hast ja nichts weiter dem entgegenzusetzen.
EDIT: Hinzu kommt, dass sich Spiele-Entwickler darauf verlassen können, so eine schnelle Speicherumgebung auf der PS5 vorzufinden. Beim PC muss man lahme Computer mitberücksichtigen. Vermutlich werden da dann aber auch Multiplatformer auf PS5 drunter leider. Der PC bremst also eventuell mal die Spiele-Entwicklung in Sachen Speicherverwaltung.
Das ist abhängig davon wieviel vom OS im Spielbetrieb auf die Festplatte (Virtual RAM) ausgelagert werden kann. Wenn lediglich 1 GB verbleiben muss, dann 15 GB. Wenn 1,5GB, dann 14,5 GB. Dazu gibt es bisher nichts Genaues. Die meisten Insider gehen von 14,5 GB aus.
...und die absolut nutzlos sind wenn sich Daten nicht gut komprimieren lassen, was auf die meisten großen Assets zutrifft, da kein Mensch Texturen, Videos oder Tonspuren unkomprimiert speichert. Klar, man kann ein Bild als Bitmap speichern, von der dedizierten Hardware komprimieren lassen, und dann behaupten man hätte das unkomprimierte File so-und-so schnell übertragen, und damit eine sensationelle Datenrate erzielt.Yep, außerdem haben die neuen Konsolen dedizierte Dekompressions-Hardware, die wohl allein so schnell ist wie neun Zen-2-Kerne.
Wie gesagt: Die Hardware ist praktisch die gleiche (Eine Zen2 CPU mit PCIe SSD Speicher), bei der Software ist Windows sicher ein ärgerlicher potentieller Bremsklotz. Allerdings wohl nicht bei "nur" 9 GB/s, denn die im Artikel erwähnte Liquid SSD schafft unter Windows etwa 15 GB/s - 20 GB/s.Und diese These hast du damit sowieso noch nicht widerlegt:
"Und am Ende würden die PC-Spiele immer noch langsamer laden, weil die restliche I/O-Architektur nich[t] auf solche Datenraten ausgelegt ist, ganz zu schweigen von den Spielen."
Frag dich doch mal andersrum: Wenn die PS5 wirklich eine so tolle und revolutionäre SSD hätte, warum findet man die dann nirgendwo sonst? Sony könnte mit einer solchen Wundertechnik viel mehr Geld im HPC oder Datacenter Markt machen, wo alle nach Bandbreite und Speicher gieren? Warum verscherbeln sie die Technik stattdessen für Kleingeld an den Spielemarkt?
Die Antwort ist ganz einfach: Was zu schön um war zu sein scheint, ist es meistens auch.

Die Vorgänger hatten noch Magnetplatten. Dagegen ist so ziemlich alles Breitband, selbst ein schneller USB3 Stick.
Der Vergleich hinkt meiner Meinung nach aber, denn diese Liquid-SSD ist keineswegs für Desktops gedacht, sondern eher für Datacenter. Mit der gleichen Argumentation könnte man einem Gigabit-FTTH-Anschluss den "Breitband-Status" verwehren, weil der CERN ist ja mit der tausendfachen Geschwindigkeit angeschlossen...
Naja, es wird aber bei der Ps5 so getan, als hätte man das Rad neu erfunden. In Wirklichkeit ist man von einer Festplatte auf eine SSD umgestiegen. Das haben die meisten PC Nutzer schon 10 Jahre hinter sich. Also ist es nicht mehr "besonders". Und heutzutage von Breitband zu sprechen, wäre Meiner Meinung um den Faktor 10 schneller als der gängige Standard. Wenn alle 1Gigabit Lan haben und man dann auf 10Gigabit Lan umsteigt, dann hat man Breitband, weil es die Masse nicht hat.
...und die absolut nutzlos sind wenn sich Daten nicht gut komprimieren lassen, was auf die meisten großen Assets zutrifft, da kein Mensch Texturen, Videos oder Tonspuren unkomprimiert speichert. Klar, man kann ein Bild als Bitmap speichern, von der dedizierten Hardware komprimieren lassen, und dann behaupten man hätte das unkomprimierte File so-und-so schnell übertragen, und damit eine sensationelle Datenrate erzielt.
Das kann der PC aber auch. Ich kann z.B. ein 16K Bild in Gimp aufmachen. Bei 132.7 MP Auflösung und 4 Bytes pro Pixel belegt das Ding im unkomprimierten Zustand etwas mehr als ein halbes Gigabyte an Speicher. Aber weil in dem Bild kaum was drin ist, ist das resultierende PNG nur etwa 100 Kb groß, was selbst die olle Magnetplatte praktisch instantan speichert. Nach der Playstation Marketinglogik hat meine Magnetplatte hier neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt, denn wenn man jetzt die unkomprimierte Datenmenge durch die Zeit teilt, die meine Platte zum schreiben des PNG gebraucht hat, komme ich auf eine Schreibgeschwindigkeit von ca 500 GB/s - nicht schlecht oder?
Wie gesagt: Die Hardware ist praktisch die gleiche (Eine Zen2 CPU mit PCIe SSD Speicher), bei der Software ist Windows sicher ein ärgerlicher potentieller Bremsklotz. Allerdings wohl nicht bei "nur" 9 GB/s, denn die im Artikel erwähnte Liquid SSD schafft unter Windows etwa 15 GB/s - 20 GB/s.
Frag dich doch mal andersrum: Wenn die PS5 wirklich eine so tolle und revolutionäre SSD hätte, warum findet man die dann nirgendwo sonst? Sony könnte mit einer solchen Wundertechnik viel mehr Geld im HPC oder Datacenter Markt machen, wo alle nach Bandbreite und Speicher gieren? Warum verscherbeln sie die Technik stattdessen für Kleingeld an den Spielemarkt?
Die Antwort ist ganz einfach: Was zu schön um war zu sein scheint, ist es meistens auch.
So ganz nebenbei kann man im PC auch mit Erweiterungskarten ein m.2 PCIe4.0 Raid 0 bauen, wenn man unbedingt will. Kostet auch gar nicht so viel.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Sony hierzu nicht allzu detailiert geäußert hat. Aber unter der Annahme, dass der SSD Controller der PS5 auch nur annähernd ähnlich funktioniert wie bereits kommerziell verfügbare, dann hast du hier irgendwas falsch verstanden.
Die 5.5 GB/s ist die maximale Les/Schreibrate der Flashzellen bzw. des Interfaces zwischen Flashzellen und Controller. Wenn du dem Controller nun eine Datei gibst, die vergleichsweise einfach komprimiert werden kann, dampft der Controller die Datei ein, und schreibt sie erst dann. Umgekehrt würde er sie beim Lesen zuerst wieder "entpacken". Diese Technik gehört bei besseren SSDs zum guten Ton, wenn ich mich richtig erinnere hat die damals Sandforce eingeführt, um die ersten SSDs zu bauen, die die SATA3 Schnittstelle ausreizen können. Das ganze funktioniert bei ineffizienten Dateiformaten auch ganz gut. Eine schlecht formatierte Textdatei kann man so verlustfrei problemlos um Faktor 2 oder mehr kleinerkriegen. Bei bereits komprimiertem Material wie Videos, Fotos oder Binärdateien funktioniert das Ganze aber quasi gar nicht, denn der Informationsgehalt dieser Dateien ist bereits fast maximal.
Coprozessoren, ein tolles Wort für SSD Controller.
Aber ja, es war damals schon ein erhabenes Gefühl, dass in meiner Samsung 830 256GB gleich drei ARM Kerne arbeiten und somit die SSD mehr CPU Leistung, als viele Smartphones, hatte.
Wenn ich meinen Blick in den PC werfe, dann hat jede der 4 HDDs und jede der 2 SSDs einen eigenen Prozssor, der die Daten aufbereitet und sie mir in mundgerechten Stücken serviert. Manchmal sollte man sich auch über die kleinen Wunder bewußt werden, die in unseren Computern so ablaufen, wenn wir z.B. MP3s anhören.
Sonderlich toll wird die PS5 dadurch auch nicht, wobei es das Marketing immer toll darstellen kann. "Coprozessor", das hat etwas...
Dazu muß es erstmal unterstützt werden. Es gibt einen Grund, warum Dedizierte Soundkarten auf dem PC ausgestorben sind. Wobei natürlich auch so ein normaler Onboardsoundchip auch wieder ein Coprozessor ist, man muß die Magie auf sich wirken lassen (verträumt ins Gehäuse starr...).
PS: ist dir eigentlich klar, dass auch ein SATA Controller ein Coprozessor ist? ...
Kann mir dann mal einer erklären, warum Sony nicht selbst 16 bis 32 GB DDR4 Ram für 20 bis 40 Euro in die Playstation reinbaut... Vielleicht, weil man mit 9GB/s (dekomprimiert) 800 GB großen SSD immer noch flexibler Dinge in den "kleinen" 16 GB VRam laden kann. Als nur 32GB von nur doppelt so schnellen Hauptspeicher beim PC zur Verfügung zu haben.

Ja, aber sie kommen nur im Peak an diese Leistung.
Ich finde Casurins Variante des Grakavergleiches gar nicht schlecht: Ja, man kann sie an zwei unterschiedlichen Bildern rechnen lassen oder noch besser: An zwei unterschiedlichen GPGPU-Projekten. Wenn aber das eine anderthalbfachen Speicher nutzen könnte, das andere aber nur halben Speicher braucht, sieht es schlecht aus. Dann braucht man die Verbindung zwischen den GPUs oder den Hauptspeicher oder muss es bleiben lassen. Genau das Szenario gibt es auch bei den SSD-Controllern.
Du sagst es. Da schauen leute Marketingaussagen an und werden zu hörigen Jüngern und blenden alles andere einfach aus.
Da wird gar nicht erst überlegt, ob das überhaupt so sein kann.
Nennen wir es einfach mal den Trump-Effekt. ^^
Der einzige prinzipielle Nachteil von RAIDs gegenüber monolithischen Designs ist die zusätzliche Controller-Ebene, die tendenziell eine zusätzliche Latenz verursachen könnte. Aber moderne Controller sind so schnell, dass man dies praktisch vernachlässigen kann (wenn die Verschaltung nicht ohnehin direkt vom Hauptprozessor übernommen wird) und umgekehrt arbeiten SSD-Controller selbst mit einer RAID0-artigen Verschaltung der Flash-Kanäle. Ein aufwendigeres Exemplar, dass viermal so viele Speicherchips parallel ansprechen möchte, wäre also ebenfalls träger als ein kleiner ×4-Controller.
Tja, und hier liegt dein Denkfehler. Wir sind hier bei PCGH. Die meisten Forenrechner hier sind eindeutig nicht Durchschnitt, denn während im Rest der Welt ein drei Jahre alter Dual- bis Quadcore, 4-8 GB RAM und eine Intel iGPU der Standard sind, haben viele hier im Forum bereits mehr als 8 Kerne und eine GPU vom Schlag einer RTX2080 verbaut.Und? Das ist doch bei der PS5 der Fall. Die meisten haben noch eine SataIII mit 500 MB/s im Rechner. Die PS5 eine native 5GB/s SSD. Faktor 10...

Quark. Natürlich bringt RAID0 was, ansonsten würde diese Liquid Karten ja gar nicht funktionieren. Und wie gesagt, LTT kommt mit einer solchen Karte und acht PCIe 3.0 SSDs auf Geschwindigkeiten von 15 GB/s unter Windows, und nahe ans theoretische Maximum von 27 GB/s unter Linux: YouTubeRAID0 bringt anscheinend kaum bis keine Vorteile in der Lesegeschwindigkeit. Wenns mans falsch macht, ist es sogar langsamer als eine einfache Platte.
Tja, und hier liegt dein Denkfehler. Wir sind hier bei PCGH. Die meisten Forenrechner hier sind eindeutig nicht Durchschnitt, denn während im Rest der Welt ein drei Jahre alter Dual- bis Quadcore, 4-8 GB RAM und eine Intel iGPU der Standard sind, haben viele hier im Forum bereits mehr als 8 Kerne und eine GPU vom Schlag einer RTX2080 verbaut.
Genauso habe ich eine NVMe Bootplatte seit Ende 2016. Kann ich sogar belegen, da ich - Achtung Schleichwerbung - damals einen User-Artikel geschrieben habe, der
beschreibt wie man von einer NVMe SSD auf einem Ivy-Bridge System bootet: https://www.pcgameshardware.de/SSD-...leitung-User-Artikel-von-Mephisto-xD-1206051/ - hach das waren noch Zeiten
Und Apple verbaut per PCIe angeschlossene SSDs übrigens seit 2013 in diversen Macs - auch wenn die natürlich anfangs nicht annährend so schnell waren. Ein halbwegs aktuelles Macbook kommt aber schonmal auf 3 GB/s - so viel zu Top 0.1% "High-End-PC".
Quark. Natürlich bringt RAID0 was, ansonsten würde diese Liquid Karten ja gar nicht funktionieren. Und wie gesagt, LTT kommt mit einer solchen Karte und acht PCIe 3.0 SSDs auf Geschwindigkeiten von 15 GB/s unter Windows, und nahe ans theoretische Maximum von 27 GB/s unter Linux: YouTube

So ganz nebenbei kann man im PC auch mit Erweiterungskarten ein m.2 PCIe4.0 Raid 0 bauen, wenn man unbedingt will. Kostet auch gar nicht so viel.