Liqid-PCI-Express-SSD für PC ist schneller als Breitband-SSD der PS5

Weiß man denn wie viel GDDR6 Ram die Playstation 5 in Spielen nutzen kann? Selbst bei ~14GB könnte die SSD den Systemspeicher ja binnen 2 Sekunden komplett austauschen.
 
Weiß man denn wie viel GDDR6 Ram die Playstation 5 in Spielen nutzen kann? Selbst bei ~14GB könnte die SSD den Systemspeicher ja binnen 2 Sekunden komplett austauschen.
Das ist abhängig davon wieviel vom OS im Spielbetrieb auf die Festplatte (Virtual RAM) ausgelagert werden kann. Wenn lediglich 1 GB verbleiben muss, dann 15 GB. Wenn 1,5GB, dann 14,5 GB. Dazu gibt es bisher nichts Genaues. Die meisten Insider gehen von 14,5 GB aus.
 
Und ich lenke nicht ab. Die PS5 Einheit kann Daten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 9 Gb/s ihrer Grafikeinheit zur Verfügung stellen. Eine reine 5 Gb/s SSD kommt da nicht ran. Du hast ja nichts weiter dem entgegenzusetzen.

EDIT: Hinzu kommt, dass sich Spiele-Entwickler darauf verlassen können, so eine schnelle Speicherumgebung auf der PS5 vorzufinden. Beim PC muss man lahme Computer mitberücksichtigen. Vermutlich werden da dann aber auch Multiplatformer auf PS5 drunter leider. Der PC bremst also eventuell mal die Spiele-Entwicklung in Sachen Speicherverwaltung.

Erstmal müssen die Dateien soweit komprimierbar sein, dass man diese Durchsätze schafft. Cerny sagt nicht umsonst "typically" 8-9gb. Dann kommt dazu, dass die SSD Angaben typischerweise Peak Werte sind die man nicht durchgehend erreicht. Wenn man also nur noch das absolute minimum im RAM vorhält wären Schwankungen in der Bandbreite katastrophal. Hier muss die PS5 erstmal zeigen wie "frei" sie wirklich ist. Fiese Ruckler oder deutliches Nachladen will man sicher nicht haben.

PCs haben regler um auch schwache Rechner am laufen zu halten. Alleine durch das Texturdetails runtersetzen wird man dort weniger Probleme haben. Extrem Leistungsschwache Systeme werden aber durch den Schub vermutlich den gnadenstoß kriegen.
Dazu kommt, dass die meisten modernen Gaming Systeme 16gb RAM besitzen. Die dürfen die Spieleentwickler ruhig mal füllen, davon ist man heute noch weit entfernt. Und selbst 32GB sind in Highend Systemen keine seltenheit. Wäre auch günstiger als direkt von der SSD alles laden zu wollen und man benötigt nicht mehr die extremen Bandbreiten, da der RAM das ganze glätten wird.
Man sollte nicht vergessen, dass der Lebenszyklus einer solchen Konsole länger ist als die HW im PC. Wenn man da nicht die eigene Hardware deutlich besser ausnutzt als es derzeit am PC der Fall ist, kann man in 2 Jahren die Konsole direkt vom Markt nehmen, da selbst günstige HW die PS5 schlägt und die PS5 dann noch mit dem Speichernachteil zu kämpfen hat.
 
Das ist abhängig davon wieviel vom OS im Spielbetrieb auf die Festplatte (Virtual RAM) ausgelagert werden kann. Wenn lediglich 1 GB verbleiben muss, dann 15 GB. Wenn 1,5GB, dann 14,5 GB. Dazu gibt es bisher nichts Genaues. Die meisten Insider gehen von 14,5 GB aus.

Na dann lassen wir uns mal überraschen :)
15GB wären schon toll und eine verdreifachung zur Playstation 4 (Base). Bin wirklich gespannt was Sony für Exclusiv Titel zeigen wird und ob man optisch an der UE5 Demo kratzen wird.
 
Der Honigdachs^^ Ganz nett so 15-20 GB/s R/W in Windows - nur blöd, dass die Einem das Teil nicht verkaufen wollen, sonst würde ich mir gleich einen Threadripper holen... Was kosten 8 NVMe 3.0 4TB SSD noch gleich? Huch, vlt. lieber doch nicht...

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Uh die Sony Werbebots wüten wieder :ugly:
Aber PCGH ist selber schuld, wenn man so dämliche Vergleiche zwischen einer Enterprise SSD und ner Konsole macht :slap:
 
Naja. Das Ding kommt mit ner x16 Anbindung daher. Würde die PS5 mit PCIE 4.0 x16 daher kommen.... Würde dann aber auch 1000 Euro kosten. Nur die SSD. Wer soll sich das den Leisten können? Wer soll diese Datenmengen denn nutzen können? Wieso sollte Sony sowas verbauen?

Sony wird es uns erlauben ganz normale Festplatten anzuschliessen und fertig. Dann kann man immer wenn man ein Spiel spielen will, dieses auf die interne SSD schieben können. Und wer eine weitere interne verbauen will wird das auch können. Diese muss aber mindestens PCIE 4.0 können und vermutlich eher 6,5 GB lesen können (könnten auch 7GB sein, weiß man noch nicht). Da die PS5 ein paar Chips auf der SSD verbaut hat um ihre 5,5 GB schaffen zu können und normale Handelsübliche diese Chips nicht haben werden.
 
Yep, außerdem haben die neuen Konsolen dedizierte Dekompressions-Hardware, die wohl allein so schnell ist wie neun Zen-2-Kerne.
...und die absolut nutzlos sind wenn sich Daten nicht gut komprimieren lassen, was auf die meisten großen Assets zutrifft, da kein Mensch Texturen, Videos oder Tonspuren unkomprimiert speichert. Klar, man kann ein Bild als Bitmap speichern, von der dedizierten Hardware komprimieren lassen, und dann behaupten man hätte das unkomprimierte File so-und-so schnell übertragen, und damit eine sensationelle Datenrate erzielt.

Das kann der PC aber auch. Ich kann z.B. ein 16K Bild in Gimp aufmachen. Bei 132.7 MP Auflösung und 4 Bytes pro Pixel belegt das Ding im unkomprimierten Zustand etwas mehr als ein halbes Gigabyte an Speicher. Aber weil in dem Bild kaum was drin ist, ist das resultierende PNG nur etwa 100 Kb groß, was selbst die olle Magnetplatte praktisch instantan speichert. Nach der Playstation Marketinglogik hat meine Magnetplatte hier neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt, denn wenn man jetzt die unkomprimierte Datenmenge durch die Zeit teilt, die meine Platte zum schreiben des PNG gebraucht hat, komme ich auf eine Schreibgeschwindigkeit von ca 500 GB/s - nicht schlecht oder?
Und diese These hast du damit sowieso noch nicht widerlegt:

"Und am Ende würden die PC-Spiele immer noch langsamer laden, weil die restliche I/O-Architektur nich[t] auf solche Datenraten ausgelegt ist, ganz zu schweigen von den Spielen."
Wie gesagt: Die Hardware ist praktisch die gleiche (Eine Zen2 CPU mit PCIe SSD Speicher), bei der Software ist Windows sicher ein ärgerlicher potentieller Bremsklotz. Allerdings wohl nicht bei "nur" 9 GB/s, denn die im Artikel erwähnte Liquid SSD schafft unter Windows etwa 15 GB/s - 20 GB/s.

Frag dich doch mal andersrum: Wenn die PS5 wirklich eine so tolle und revolutionäre SSD hätte, warum findet man die dann nirgendwo sonst? Sony könnte mit einer solchen Wundertechnik viel mehr Geld im HPC oder Datacenter Markt machen, wo alle nach Bandbreite und Speicher gieren? Warum verscherbeln sie die Technik stattdessen für Kleingeld an den Spielemarkt?

Die Antwort ist ganz einfach: Was zu schön um war zu sein scheint, ist es meistens auch.
 
Ich hab grad noch gesehen das es ne 32 Tera SSD ist. Ich korrigiere meine Aussage von vorhin. Die SSD würde eher 6500-7000 Euro kosten. lol.
 
Frag dich doch mal andersrum: Wenn die PS5 wirklich eine so tolle und revolutionäre SSD hätte, warum findet man die dann nirgendwo sonst? Sony könnte mit einer solchen Wundertechnik viel mehr Geld im HPC oder Datacenter Markt machen, wo alle nach Bandbreite und Speicher gieren? Warum verscherbeln sie die Technik stattdessen für Kleingeld an den Spielemarkt?

Die Antwort ist ganz einfach: Was zu schön um war zu sein scheint, ist es meistens auch.

Genau das meinte ich, mit meiner Frage. "Denn woher nimmt Sony diese SSD und wie ist diese angebunden" ;)
 
Die Vorgänger hatten noch Magnetplatten. Dagegen ist so ziemlich alles Breitband, selbst ein schneller USB3 Stick.

Der Vergleich hinkt meiner Meinung nach aber, denn diese Liquid-SSD ist keineswegs für Desktops gedacht, sondern eher für Datacenter. Mit der gleichen Argumentation könnte man einem Gigabit-FTTH-Anschluss den "Breitband-Status" verwehren, weil der CERN ist ja mit der tausendfachen Geschwindigkeit angeschlossen...


Naja, es wird aber bei der Ps5 so getan, als hätte man das Rad neu erfunden. In Wirklichkeit ist man von einer Festplatte auf eine SSD umgestiegen. Das haben die meisten PC Nutzer schon 10 Jahre hinter sich. Also ist es nicht mehr "besonders". Und heutzutage von Breitband zu sprechen, wäre Meiner Meinung um den Faktor 10 schneller als der gängige Standard. Wenn alle 1Gigabit Lan haben und man dann auf 10Gigabit Lan umsteigt, dann hat man Breitband, weil es die Masse nicht hat.
 
So ganz nebenbei kann man im PC auch mit Erweiterungskarten ein m.2 PCIe4.0 Raid 0 bauen, wenn man unbedingt will. Kostet auch gar nicht so viel.
 
Naja, es wird aber bei der Ps5 so getan, als hätte man das Rad neu erfunden. In Wirklichkeit ist man von einer Festplatte auf eine SSD umgestiegen. Das haben die meisten PC Nutzer schon 10 Jahre hinter sich. Also ist es nicht mehr "besonders". Und heutzutage von Breitband zu sprechen, wäre Meiner Meinung um den Faktor 10 schneller als der gängige Standard. Wenn alle 1Gigabit Lan haben und man dann auf 10Gigabit Lan umsteigt, dann hat man Breitband, weil es die Masse nicht hat.

Und? Das ist doch bei der PS5 der Fall. Die meisten haben noch eine SataIII mit 500 MB/s im Rechner. Die PS5 eine native 5GB/s SSD. Faktor 10...

...und die absolut nutzlos sind wenn sich Daten nicht gut komprimieren lassen, was auf die meisten großen Assets zutrifft, da kein Mensch Texturen, Videos oder Tonspuren unkomprimiert speichert. Klar, man kann ein Bild als Bitmap speichern, von der dedizierten Hardware komprimieren lassen, und dann behaupten man hätte das unkomprimierte File so-und-so schnell übertragen, und damit eine sensationelle Datenrate erzielt.

Das kann der PC aber auch. Ich kann z.B. ein 16K Bild in Gimp aufmachen. Bei 132.7 MP Auflösung und 4 Bytes pro Pixel belegt das Ding im unkomprimierten Zustand etwas mehr als ein halbes Gigabyte an Speicher. Aber weil in dem Bild kaum was drin ist, ist das resultierende PNG nur etwa 100 Kb groß, was selbst die olle Magnetplatte praktisch instantan speichert. Nach der Playstation Marketinglogik hat meine Magnetplatte hier neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt, denn wenn man jetzt die unkomprimierte Datenmenge durch die Zeit teilt, die meine Platte zum schreiben des PNG gebraucht hat, komme ich auf eine Schreibgeschwindigkeit von ca 500 GB/s - nicht schlecht oder?

Wie gesagt: Die Hardware ist praktisch die gleiche (Eine Zen2 CPU mit PCIe SSD Speicher), bei der Software ist Windows sicher ein ärgerlicher potentieller Bremsklotz. Allerdings wohl nicht bei "nur" 9 GB/s, denn die im Artikel erwähnte Liquid SSD schafft unter Windows etwa 15 GB/s - 20 GB/s.

Ich habe mich mit Komprimierungen noch nicht weitestgehend beschäftigt. Aber hier habe ich mal was zu Kraken gefunden:

"Kraken is a revolutionary new data compression algorithm that achieves very high compression ratios, but with unheard-of-fast decompression. It gets compression like the highest compression LZ compressors - LZMA, LZHAM, Brotli, and more than ZStd or RAR. With other compressors that means accepting a tradeoff for slower speeds; that is, in the past you had to choose high speed or high compression, you couldn't have both. Kraken blows that away, with decode speed 3-5× faster than zlib, and 10-30× faster than LZMA. It's just much faster than anything else at its compression level."

Oodle Kraken

Wie weit man etwas verlustfrei komprimieren kann, ist eine Sache. Wie schnell sie dann dekomprimiert wird eine andere.
Und dedizierte Decomprimierungshardware arbeitet eventuell effektiver als einfache Zen2 CPU Kerne.

Frag dich doch mal andersrum: Wenn die PS5 wirklich eine so tolle und revolutionäre SSD hätte, warum findet man die dann nirgendwo sonst? Sony könnte mit einer solchen Wundertechnik viel mehr Geld im HPC oder Datacenter Markt machen, wo alle nach Bandbreite und Speicher gieren? Warum verscherbeln sie die Technik stattdessen für Kleingeld an den Spielemarkt?

Die Antwort ist ganz einfach: Was zu schön um war zu sein scheint, ist es meistens auch.

Die SSD wird wohl von Marvell kommen und die sind im Serverbereich tätig.

So ganz nebenbei kann man im PC auch mit Erweiterungskarten ein m.2 PCIe4.0 Raid 0 bauen, wenn man unbedingt will. Kostet auch gar nicht so viel.

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RAID0 bringt anscheinend kaum bis keine Vorteile in der Lesegeschwindigkeit. Wenns mans falsch macht, ist es sogar langsamer als eine einfache Platte.

So und jetzt mal an alle:

Ich bin kein Experte, aber die PS5 arbeitet SSD technisch auf ganz hohen Niveau, ich hoffe hier sind wir uns alle einig. Dass das auch so auf dem PC möglich ist will ich eigentlich gar nicht anzweifeln, aber die gesamte Speicherlösung (Mainboard, zusätzliche CPU Kerne und SSD) wird wohl mindestens so teuer wie die PS5 gesamt kosten wird.
Es gibt hier die Partei die behauptet. "Ach, die PS5 SSD ist alter Schmarn. Sowas gibts schon ewig im PC Bereich!"
Die Technik gibts meinetwegen schon im Serverbereich und in HighHighHigh-End PC Consumerbereich, aber das sind die 0,1%er oder nicht mal. Also ist diese Meinung absoluter Schwachsinn. Fertig!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Sony hierzu nicht allzu detailiert geäußert hat. Aber unter der Annahme, dass der SSD Controller der PS5 auch nur annähernd ähnlich funktioniert wie bereits kommerziell verfügbare, dann hast du hier irgendwas falsch verstanden.

Die 5.5 GB/s ist die maximale Les/Schreibrate der Flashzellen bzw. des Interfaces zwischen Flashzellen und Controller. Wenn du dem Controller nun eine Datei gibst, die vergleichsweise einfach komprimiert werden kann, dampft der Controller die Datei ein, und schreibt sie erst dann. Umgekehrt würde er sie beim Lesen zuerst wieder "entpacken". Diese Technik gehört bei besseren SSDs zum guten Ton, wenn ich mich richtig erinnere hat die damals Sandforce eingeführt, um die ersten SSDs zu bauen, die die SATA3 Schnittstelle ausreizen können. Das ganze funktioniert bei ineffizienten Dateiformaten auch ganz gut. Eine schlecht formatierte Textdatei kann man so verlustfrei problemlos um Faktor 2 oder mehr kleinerkriegen. Bei bereits komprimiertem Material wie Videos, Fotos oder Binärdateien funktioniert das Ganze aber quasi gar nicht, denn der Informationsgehalt dieser Dateien ist bereits fast maximal.

Du sagst es. Da schauen leute Marketingaussagen an und werden zu hörigen Jüngern und blenden alles andere einfach aus.
Da wird gar nicht erst überlegt, ob das überhaupt so sein kann.
Nennen wir es einfach mal den Trump-Effekt. ^^
In Wahrheit verbaut man in den Konsolen einfach eine aktuell sehr schnelle NVME-SSD, wie man sie sich auch ganz normal in einem AMD X570 Board reinstecken (wollen) würde.
Zusätzlich wird in den Konsolen wie imemr noch mit der Datenübertragung irgendwie versucht herumzutricksen, weil die ja viel zu wenig Grafikkarten-RAm und zu wenig Hauptspeicher verbaut haben(deshalb brauchen die überhaupt erst eine sehr schnelle festplatte, um möglich wenig Leistung gegenüber dem PC zu verlieren, nicht zu gewinnen!!!)
Dieses Problem hat der PC einfach nicht, und wenn, kann das durch eine neue Grafikkarte, mehr oder neue RAM-Riegel, oder durch eine angesprochene ultraschnelle SSD mehr als nur ausgelichen werden.
Egal wie man es dreht und wendet, der PC wird so oder so schneller bleiben.
Es ist lediglich eine Kostenfrage, und für 500 Euro sollte man generell keine Technik von Morgen in den Konsolen erwarten. Reine Utopie, gab es auch noch nie, wird es daher jetzt auch nicht einfach so geben. Die wollen auch Geld verdienen.
Natürlich wird eine neue Konsole für den Moment etwas schneller sein als der durchschnittliche Gamer-PC.
Aber wenn deren PC's zu dem Zeitpunkt in aller Regel schon älter sind, müsste man die ja fairerweise auch mit der alten Konsolengeneration vergleichen, also da hätte man dann wieder 2Ghz Bolldozer und RX480 Leistung, das knackt fast jeder locker, selbst Schüler.
Will man also einen fairen Vergleich herleiten, muss man in aller Regel die kommenden Monate nach dem Launch als Einkaufsmoment ansetzen, um dann auch die neu verfügbare Ware auf dem PC-Segment mit einbeziehen zu können.
Und was den Preis angeht, da haben Konsolen halt den Massenvorteil gegenüber einem Einzelkauf des PC-Bastlers, und dass die Pappkästen eine lange Zeit mit (viel) Verlust verkauft werden, udn die Spiele später den Gewinn ausmachen.
Denn wenn eine Konsole 5 Jahre verwendet wird, pro Jahr 5 Spiele gekauft werden, womit man 10 Euro Unkostenausgleich durch höhere Preise einstreicht, hat man bereits 250 Euro wieder eingesammelt.
Ähnliche Systeme gibt es bereits bei den 1-Euro-Smartphones, und den Free-to-Play Spielen, die vor allem auf den Smartphones ja richtige Krebsgeschwüre und Kostenfallen der Szene sind.
Der Kunde wird verarscht und abgezockt, und das möglichst unbemerkt.
Klappt im PC-Markt mit NVidia-Grafikkarten udn Intelprozessoren ja auch wunderbar. hohoho ^^ ;-P
 
Coprozessoren, ein tolles Wort für SSD Controller.

Aber ja, es war damals schon ein erhabenes Gefühl, dass in meiner Samsung 830 256GB gleich drei ARM Kerne arbeiten und somit die SSD mehr CPU Leistung, als viele Smartphones, hatte.

Wenn ich meinen Blick in den PC werfe, dann hat jede der 4 HDDs und jede der 2 SSDs einen eigenen Prozssor, der die Daten aufbereitet und sie mir in mundgerechten Stücken serviert. Manchmal sollte man sich auch über die kleinen Wunder bewußt werden, die in unseren Computern so ablaufen, wenn wir z.B. MP3s anhören.

Sonderlich toll wird die PS5 dadurch auch nicht, wobei es das Marketing immer toll darstellen kann. "Coprozessor", das hat etwas...



Dazu muß es erstmal unterstützt werden. Es gibt einen Grund, warum Dedizierte Soundkarten auf dem PC ausgestorben sind. Wobei natürlich auch so ein normaler Onboardsoundchip auch wieder ein Coprozessor ist, man muß die Magie auf sich wirken lassen (verträumt ins Gehäuse starr...).

PS: ist dir eigentlich klar, dass auch ein SATA Controller ein Coprozessor ist? ...

Onboad-Sound-Codecs (und ein Großteil aller ihrer Geschwister auf Soundkarten und USB-Lösungen) sind keine Prozessoren im verarbeitenden Sinne. Die sind wenig mehr als DACs und überlassen die logische Verarbeitung der Software beziehungsweise dem Hauptprozessor. Ich glaube Creative sind die letzten, die noch eine APU fertigen und die hat mittlerweile auch 9 Jahre auf dem Buckel und war schon zum Erscheinen keine große Nummer. Die Zeiten, in denen der Aufwand von generiertem Sound eine Bedeutung in Relation zur Leistungsfähigkeit von CPUs hatte, sind lange vorbei und es darf bezweifelt werden, dass sie noch einmal zurückkommen.

Bezüglich Coprozessor bei der PS5: Offensichtlich erfolgt die Komprimierung/Dekomprimierung nicht in der SSD, sonst läge auch die maximale effektive Geschwindigkeit auf normalem PCI-E-4.0-×4-Niveau, sondern tatsächlich eine zusätzliche Recheneinheit im Hauptprozessor der Konsole. Der Name ist also zutreffend, wird aber offensichtlich überbewertet. Ein 2:1-, bestenfalls 4:1-Pulldown würde ohne spezialisierte Einheiten vermutlich auch nicht mehr als einen, maximal zwei Zen2-Kerne belasten, sodass die PS5 auch mit ihren Hilfseinheiten nicht die pro-Takt-Leistung eines 3900X erreichen wird.
Und den absoluten Takt sowieso nicht.


Kann mir dann mal einer erklären, warum Sony nicht selbst 16 bis 32 GB DDR4 Ram für 20 bis 40 Euro in die Playstation reinbaut... Vielleicht, weil man mit 9GB/s (dekomprimiert) 800 GB großen SSD immer noch flexibler Dinge in den "kleinen" 16 GB VRam laden kann. Als nur 32GB von nur doppelt so schnellen Hauptspeicher beim PC zur Verfügung zu haben.

Ein Grund könnte sein, dass 32 GB DDR4 aktuell einen Endkundenwert von um die 120 Euro haben. ;-)
Die Einkaufspreise für Sony sind zwar geringer, aber verbaut werden muss er auch im Falle der PS5 und natürlich berechnet sich Sonys Gewinnspanne pro Umsatz, nicht pro verkauften Exemplaren. Allein der Speicher würde die Konsole also um 60-80 teurer machen und da fehlt noch der zweite große Brocken: Die Konsole bräuchte erstmal einen Speichercontroller, der bräuchte eine zusätzliche Anbindung ans Infinity Fabric und die Software würde durch den heterogenen Speicherpool auch wesentlich aufwendiger. Vermutlich wäre es, trotz der höheren MBit-Preise, sogar günstiger, doppelt so große GDDR6-Chips einzusetzen. Aber in jedem Fall sprechen wir von einem dreistelligen Preisaufschlag für den Endkunden und das ist im Konsolenmarkt sehr viel.


Ja, aber sie kommen nur im Peak an diese Leistung.
Ich finde Casurins Variante des Grakavergleiches gar nicht schlecht: Ja, man kann sie an zwei unterschiedlichen Bildern rechnen lassen oder noch besser: An zwei unterschiedlichen GPGPU-Projekten. Wenn aber das eine anderthalbfachen Speicher nutzen könnte, das andere aber nur halben Speicher braucht, sieht es schlecht aus. Dann braucht man die Verbindung zwischen den GPUs oder den Hauptspeicher oder muss es bleiben lassen. Genau das Szenario gibt es auch bei den SSD-Controllern.

Ich wiederhole noch einmal: SSDs führen keine Berechnungen aus. Die Speicherung von 1 MB Daten auf der einen SSD benötigt genauso viel Speicher wie die Speicherung von 1 MB Daten auf der anderen SSD. Es lassen sich Szenarien konstruieren, in denen zwei unabhängige SSDs bei komplett unterschiedlichen Datenströmen (z.B. sehr viele sehr kleine oder wenige große Dateien) oder aber in sehr unterschiedlichem Zustand (z.B. eine randvoll, die andere nagelneu) unterschiedliche Performance zeigen, aber genau das ist in einem RAID0 ja nie der Fall, da die Daten immer feinskalig und gleichmäßig auf alle Einzellaufwerke verteilt werden. Solange die hypothetische monolithische SSD die gleiche Gesamt-Cache-Größe hat, kann sie darin exakt die gleichen Befehle Puffern, wie vier kleine SSDs. Bei den typischen Chunk-Größen von RAID-Verbünden (KiB-Bereich) und typischen Cache-Größen (ettliche MiB) kann es nicht einmal relevante Cut-Offs geben, also dass ein Datenpaket eigentlich dreimal in den insgesamt noch freien Cache passen würde, aber eben nicht in die einzelnen, jeweils einen Viertel so großen Abschnitte.

Der einzige prinzipielle Nachteil von RAIDs gegenüber monolithischen Designs ist die zusätzliche Controller-Ebene, die tendenziell eine zusätzliche Latenz verursachen könnte. Aber moderne Controller sind so schnell, dass man dies praktisch vernachlässigen kann (wenn die Verschaltung nicht ohnehin direkt vom Hauptprozessor übernommen wird) und umgekehrt arbeiten SSD-Controller selbst mit einer RAID0-artigen Verschaltung der Flash-Kanäle. Ein aufwendigeres Exemplar, dass viermal so viele Speicherchips parallel ansprechen möchte, wäre also ebenfalls träger als ein kleiner ×4-Controller.
 
Du sagst es. Da schauen leute Marketingaussagen an und werden zu hörigen Jüngern und blenden alles andere einfach aus.
Da wird gar nicht erst überlegt, ob das überhaupt so sein kann.
Nennen wir es einfach mal den Trump-Effekt. ^^

Dagegen fangen die anderen mit ihren teuren PC mit Schnapp-Atmung an, wenn sie hören, dass die Konsolen aktuell schnellere SSDs haben und behaupten... "alter Hut". Das ist typische Masterrace-Gequatsche.
 
Der einzige prinzipielle Nachteil von RAIDs gegenüber monolithischen Designs ist die zusätzliche Controller-Ebene, die tendenziell eine zusätzliche Latenz verursachen könnte. Aber moderne Controller sind so schnell, dass man dies praktisch vernachlässigen kann (wenn die Verschaltung nicht ohnehin direkt vom Hauptprozessor übernommen wird) und umgekehrt arbeiten SSD-Controller selbst mit einer RAID0-artigen Verschaltung der Flash-Kanäle. Ein aufwendigeres Exemplar, dass viermal so viele Speicherchips parallel ansprechen möchte, wäre also ebenfalls träger als ein kleiner ×4-Controller.

Und welchen Vorteil hat Raid0? Geschwindigkeit ja schon mal nicht:

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Habt ihr das auch schon mal selbst getestet?
 
Und? Das ist doch bei der PS5 der Fall. Die meisten haben noch eine SataIII mit 500 MB/s im Rechner. Die PS5 eine native 5GB/s SSD. Faktor 10...
Tja, und hier liegt dein Denkfehler. Wir sind hier bei PCGH. Die meisten Forenrechner hier sind eindeutig nicht Durchschnitt, denn während im Rest der Welt ein drei Jahre alter Dual- bis Quadcore, 4-8 GB RAM und eine Intel iGPU der Standard sind, haben viele hier im Forum bereits mehr als 8 Kerne und eine GPU vom Schlag einer RTX2080 verbaut.

Genauso habe ich eine NVMe Bootplatte seit Ende 2016. Kann ich sogar belegen, da ich - Achtung Schleichwerbung - damals einen User-Artikel geschrieben habe, der
beschreibt wie man von einer NVMe SSD auf einem Ivy-Bridge System bootet: https://www.pcgameshardware.de/SSD-...leitung-User-Artikel-von-Mephisto-xD-1206051/ - hach das waren noch Zeiten :D

Und Apple verbaut per PCIe angeschlossene SSDs übrigens seit 2013 in diversen Macs - auch wenn die natürlich anfangs nicht annährend so schnell waren. Ein halbwegs aktuelles Macbook kommt aber schonmal auf 3 GB/s - so viel zu Top 0.1% "High-End-PC".
RAID0 bringt anscheinend kaum bis keine Vorteile in der Lesegeschwindigkeit. Wenns mans falsch macht, ist es sogar langsamer als eine einfache Platte.
Quark. Natürlich bringt RAID0 was, ansonsten würde diese Liquid Karten ja gar nicht funktionieren. Und wie gesagt, LTT kommt mit einer solchen Karte und acht PCIe 3.0 SSDs auf Geschwindigkeiten von 15 GB/s unter Windows, und nahe ans theoretische Maximum von 27 GB/s unter Linux: YouTube
 
Tja, und hier liegt dein Denkfehler. Wir sind hier bei PCGH. Die meisten Forenrechner hier sind eindeutig nicht Durchschnitt, denn während im Rest der Welt ein drei Jahre alter Dual- bis Quadcore, 4-8 GB RAM und eine Intel iGPU der Standard sind, haben viele hier im Forum bereits mehr als 8 Kerne und eine GPU vom Schlag einer RTX2080 verbaut.

Genauso habe ich eine NVMe Bootplatte seit Ende 2016. Kann ich sogar belegen, da ich - Achtung Schleichwerbung - damals einen User-Artikel geschrieben habe, der
beschreibt wie man von einer NVMe SSD auf einem Ivy-Bridge System bootet: https://www.pcgameshardware.de/SSD-...leitung-User-Artikel-von-Mephisto-xD-1206051/ - hach das waren noch Zeiten :D

Und Apple verbaut per PCIe angeschlossene SSDs übrigens seit 2013 in diversen Macs - auch wenn die natürlich anfangs nicht annährend so schnell waren. Ein halbwegs aktuelles Macbook kommt aber schonmal auf 3 GB/s - so viel zu Top 0.1% "High-End-PC".

Ich habe keinen Denkfehler diesbezüglich. Das die PS5 SSD nicht um Faktor 10 schneller ist, als die HighEndPCs der User hier, ist mir klar, aber ich glaube kein User hier hat eine 5,5 Gb/s SSD drin und wenn doch mögen sich diejenigen bitte jetzt mal melden. Wir reden also hier davon, dass die (noch nicht erschienene) PS5 aktuelle HighEndPCs in Sachen SSD Leistung übertrifft. Dass irgendwo ein PC mit einer SSD Lösung rumsteht, die die PS5 übertrifft, streite ich nicht ab, aber das ist der 0,1% VerbreitungsBereich oder sogar weit darunter.

Quark. Natürlich bringt RAID0 was, ansonsten würde diese Liquid Karten ja gar nicht funktionieren. Und wie gesagt, LTT kommt mit einer solchen Karte und acht PCIe 3.0 SSDs auf Geschwindigkeiten von 15 GB/s unter Windows, und nahe ans theoretische Maximum von 27 GB/s unter Linux: YouTube

Und wo kann man diese Karte nun kaufen? Mit der Gigabyte-Aorus, die man kaufen kann, hats halt nicht geklappt.
Also wie gesagt, es wird hier mit HighHighEnd PCs argumentiert, die irgendwo im Keller der NASA stehen. Gegen eine Konsole, die ca. 500 Euro kosten wird.

EDIT: Und damit will ich nicht sagen, dass die PS5 den PC in Sachen Grafik übertrifft. Es geht rein um die SSD Technik. Schade, dass Sony das Event verschoben hat. Dann würde man sich nicht um die reine Theorie unterhalten müssen. Aber auch da gilt. Glaube nicht, dass Sony was zeigt, was der PC nicht darstellen kann. Ich bin zwar Sony-Fan (bzw. deren Spiele), aber nicht Größenwahnsinnig... ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
So ganz nebenbei kann man im PC auch mit Erweiterungskarten ein m.2 PCIe4.0 Raid 0 bauen, wenn man unbedingt will. Kostet auch gar nicht so viel.

Kann man machen, bringt aber nichts. Nur wenn Du einen Threadripper hast oder bei B550 kannst Du 4 Stück in den GPU Steckplatz stecken, weil die Platform bifacturing kann.
Bei einem Intel z.b. z370/z390 sind beide M.2 über den Chipsatz angebunden. Der nur eine Bandbreite von 4GB/sekunde schafft. Ein Raid0 aus zwei M.2 würde aber 7-8Gb/sec schaffen. Die kann der Chipsatz aber nicht.

Zusammengefasst, bei Mainstream CPU/Boards bringt ein Raid0 aus M.2 nichts. Bei HEDT steigert sich die Performance mit jeder M.2 da mehr freie Lanes da sind.
 
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