Special Linux Mint 22.1: Die Linux-Distribution für Windows-Umsteiger

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Viele Anwender, die mit dem Gedanken an einen Wechsel von Windows auf Linux spielen, sehen sich mit der Frage konfrontiert, welche Distribution sie für den Einstieg am besten wählen sollen. Linux Mint 22.1 ("Xia") könnte die Antwort sein.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Linux Mint 22.1: Die Linux-Distribution für Windows-Umsteiger

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Ich habe Linux Mint in einer früheren Version eine Zeit lang benutzt. Damals war mir die Oberfläche im Vergleich zu Windows etwas zu puristisch, auch war der Druck, sich eine Alternative zu Windows anzuschauen, noch nicht so groß. Wahrscheinlich ist aus diesen Gründen der Funke bei mir nie so richtig übergesprungen.

Später bin ich dann auf Zorin OS gestoßen und bin damit sehr zufrieden.

Aber auch Linux Mint hat sich sehr gut entwickelt und sieht dank der vielen Anpassungsmöglichkeiten - in die man sich aber auch einarbeiten muss (!) - sehr gut aus.
 
[...]

Aber auch Linux Mint hat sich sehr gut entwickelt und sieht dank der vielen Anpassungsmöglichkeiten - in die man sich aber auch einarbeiten muss (!) - sehr gut aus.
Muss man sich in Anpassungsmöglichkeiten nicht immer einarbeiten? Vor allem, je weitreichender und tiefgehender diese sind?

Versuch mal Windows anzupassen. Dazu ist ein ganzes Studium nebst Doktorarbeit, 3rd-party-tools und Hacks notwendig ;)
 
Muss man sich in Anpassungsmöglichkeiten nicht immer einarbeiten? Vor allem, je weitreichender und tiefgehender diese sind?

Versuch mal Windows anzupassen. Dazu ist ein ganzes Studium nebst Doktorarbeit, 3rd-party-tools und Hacks notwendig ;)
Ich bin überzeugt, dass für einen langjährigen Windows-Nutzer die Arbeit mit Windows 11 vertraut ist und weniger Aufwand erfordert als die Einarbeitung in ein unbekanntes Linux-System.
 
@PCGH_Sven guter Artikel. Gut zu lesen.
Ich musste bei dem *)-Hinweis, dass auch neuere Kernel genutzt werden können, schmunzeln. Du wirst immer ausgefuchster ;)

"Ob einem das Bedienkonzept zusagt und Cinnamon nicht nur die erste, sondern auch die beste Wahl darstellt, muss jeder Anwender gemäß seinem Workflow und seiner Vorlieben beurteilen" :daumen:
-> Ich sag ja immer: meine go-to-Empfehlung für Um- und Einsteiger auf Linux. Es ist sicher nicht "die aller Beste" auf Lebzeiten für jeden und jeden Einsatzzweck.

:kuss:
 
Ich bin überzeugt, dass für einen langjährigen Windows-Nutzer die Arbeit mit Windows 11 vertraut ist und weniger Aufwand erfordert als die Einarbeitung in ein unbekanntes Linux-System.
??? Das ist aber mal ein Vergleich zwischen Birnen und Kartoffeln.

Das dürfte ja wohl selbstverständlich sein. Ich bin auch davon überzeugt, dass für einen langjährigen Unix-User es weniger Aufwand ist, als die Einarbeitung in ein unbekanntes und proprietär vernageltes Windows :D

Also allgemein kann man sagen: dass es für jemand erfahrenes mit viel Kenntnis auf einem System ein geringerer Aufwand ist, als für jemandem, der sich erst einarbeiten muss.
*Duh*

Wenn man nicht zocken möchte ist Linux ok, nativ werden da einfach zu wenig Spiele unterstützt.
Altes Mantra, dass einfach so schon länger und pauschal nicht mehr stimmt.

Ich möchte zocken ... heck! - ICH ZOCKE! ... und das unter Linux. Ohne größere Probleme. Alles, was ich so spiele. Nativ, nicht nativ. ("Native" Unterstützung ist heute kein Kriterium mehr)
Ob das Deine Genres sind und ob Du das gleiche für Deinen Usecase behaupten kannst, musst Du selbst herausfinden.

Aber rate doch anderen nicht einfach pauschal von irgendetwas ab, sondern versuch Dich in ihre Situation und Anforderungen reinzuversetzen und sie best möglich zu beraten.
 
Altes Mantra, dass einfach so schon länger und pauschal nicht mehr stimmt.

Ich möchte zocken ... heck! - ICH ZOCKE! ... und das unter Linux. Ohne größere Probleme. Alles, was ich so spiele. Nativ, nicht nativ. ("Native" Unterstützung ist heute kein Kriterium mehr)
Ob das Deine Genres sind und ob Du das gleiche für Deinen Usecase behaupten kannst, musst Du selbst herausfinden.

Aber rate doch anderen nicht einfach pauschal von irgendetwas ab, sondern versuch Dich in ihre Situation und Anforderungen reinzuversetzen und sie best möglich zu beraten.
NATIV erst denken ;-)
 
Also auf meinen alten Office PC bin ich mit Mint sehr zufrieden. Ist mein erstes Linux und ich bleibe auch erstmal dabei. Das update von 22 auf 22.1 war super easy und schnell erledigt. Schade das der PC so alt ist und neue Games den Athlon II nur auslachen, aber zumindest etwas ältere titel laufen super über Steam und co. Games mit Easy Anti Cheat laufen nur nicht aber auf die kann ich auch verzichten.

Auf mein Gaming PC läuft Win11 und kann auch da nicht klagen aber mein Blick geht immer weiter Richtung Linux Mint.

Abschließend kann ich jeden es empfehlen sich mal an Linux (Mint) zu versuchen.

MfG
 
Ich habe das Mint nun mal Installiert (Vorgänger Version)

Mir fehlt im gegensatz zum Windoof einfach das Arbeiten mit der rechten Maustaste... einfach so banale Sachen wie Dateien Kopieren, Senden an Desktop, Einfügen usw.... eben alles was im Win so simpel ist. Jetzt meine Frage: gibt es da noch Erweiterungen? Im großen und ganzen war ich aber schon Erstaunt das ich eigentlich mehr Windows auf dem System mit Mint hatte als es Win 11 jemals sein kann für mich :) Nur die Sache mit den Games ist nicht so toll... aber da mache ich mir keine Sorgen... da sind ja alle am Werkeln.... es sind mehr die Feinheiten die noch nicht ganz passen. Wenn Win 10 tot ist werde ich Zwangsweise einfach auf Irgendein Linux umsteigen...
 
Für Umsteiger gehört Linux Mint zu den besten Distributionen. Ich habe noch mit einer frühen Ubuntu Version (05.x? 06.x?) angefangen. Im Vergleich dazu ist Linux Mint super einfach.

Wenn man nicht zocken möchte ist Linux ok, nativ werden da einfach zu wenig Spiele unterstützt.

NATIV erst denken ;-)
Warum muss es denn unbedingt Nativ sein? Auf die Geschwindigkeit haben Wine und co heute keinen großen Einfluss mehr.
 
Wie du schon selber sagst, "Keinen großen Einfluss". Auf Linux laufen Spiele, ja, das kann man so stehen lassen. Aber eben nicht so unkompliziert und einfach wie unter Windows.
 
Ich habe vor einem halben Jahr Linux Mint zusätzlich zu meinem Windows 10 installiert und nutze es mittlerweile viel häufiger als Windows. Hatte davor praktisch gar keine Erfahrung mit Linux. Gaming klappt mit Steam Client, Lutris und Heroic Launcher prima, Windows Applikationen dank Bottles im Wesentlichen auch, und surfen und Musik natürlich auch. Das Einzige was ich noch nicht zum Laufen gebracht habe ist Photoshop CS2. Und native Games starten bei mir überhaupt nicht, das hat mich immer sehr gewundert, aber die Windows Version mit Proton läuft 1A. Dann halt die..

Die GUI finde ich gelungen, aber auch da hinkt Linux Windows hinterher. Das merkt man im Detail, beispielsweise gibt es keinen Gerätemanager oder so etwas in der Art. Da mein PC partout nicht im Standby verbleiben will, müsste ich bestimmten Geräten verbieten, ihn aus dem Standby zu holen (mein X870e Mainboard kann das nicht im UEFI, das B650er konnte es..... aber naja...was solls). Es gibt dann bestimmte Befehle wie man sich im Terminal anzeigen lassen kann, welche Geräte den PC aus dem Standby holen dürfen, aber dann werden diese auch wieder nur mit irgendwelchen 4 stelligen Kürzeln angezeigt, die ich nicht identifizieren kann. Ich fühle mich da so ein bisschen wie in den RPG´s, wo man bei Chain Quests ständig hin und herläuft und hat man ein Problem gelöst, wird man zur Belohnung nur wieder mit einem neuen konfrontiert. Aber gut, so lernt man halt. Insgesamt bin ich von Linux Mint aber begeistert. Schon jetzt nutze ich fast nur noch Linux und fahre nur manchmal Windows hoch.
 
Wie du schon selber sagst, "Keinen großen Einfluss". Auf Linux laufen Spiele, ja, das kann man so stehen lassen. Aber eben nicht so unkompliziert und einfach wie unter Windows.
Unkompliziert?
Doch, eigentlich schon, solange es sich um Spiele vor allem von Steam handelt.

Oft laufen die Spiele sogar besser als auf Windows, weil Linux nicht so aufgeblasen ist. Gab hier schon mehrere Tests dazu.

Und nein, ich nutze kein Linux. Hab zwar ne SSD mit Linux drauf, aber da ist noch irgend ne uralte Nobara Distro installiert mit der ich mich iiiiirgendwann mal beschäftigen wollte
 
Gut, ich nutze zum zocken Windows X-lite, da ist Windows Installiert nur 4,8GB groß und hat ca 60 Hintergrundprozesse. Da bin ich mit Linux schlechter dran, und ja, habe ich getestet ;-)

PS: Defender und co. ist alles komplett Deaktiviert.. Das System dient nur zum Zocken und hat keinen Browser, Mail usw.
 
Unkompliziert?
Doch, eigentlich schon, solange es sich um Spiele vor allem von Steam handelt.

Oft laufen die Spiele sogar besser als auf Windows, weil Linux nicht so aufgeblasen ist. Gab hier schon mehrere Tests dazu.

Und nein, ich nutze kein Linux. Hab zwar ne SSD mit Linux drauf, aber da ist noch irgend ne uralte Nobara Distro installiert mit der ich mich iiiiirgendwann mal beschäftigen wollte
Kann ich so nicht stehen lassen - den ersten Abschnitt ;) .

Wie kompliziert oder unkompliziert Spiele laufen, hängt auch vom jeweiligen Spiel ab.
Auch auf Steam gibt es Spiele, die garnicht unter Linux laufen und solche, wo man ein bisschen Tweaken muss.

Für den Laien ist Steam vermutlichschon das "unkomplizierteste" von der Einrichtung und Verwaltung. Klicken, installieren, spielen .... entweder es geht, oder es geht nicht. Die Wertungen, Labels und ProtonDB weisen den Weg.

Ich habe meinen Großteil an Spielen bei GOG. Zur Verwaltung nehme ich gerne Heroic Games Launcher.
Oft installiere ich da das Spiele und zocke darüber. Wenn es hier hakelt, bemühe ich Lutris und installiere das Spiel darüber. Spätestens dann geht es meist.

Wenn ess hier immer noch nicht geht, dann war es eines jener Spiele, dei ohnehin als Borked gelten oder irgendwelche MMO-Shooter ala PuBG, die ich eh nicht spiele.

Also ich halte mich jetzt gewiss nicht ewig mit Spielen auf und versuche, die zum laufen zu bekommen. Das sind alles no-brainer - das kriegt jeder hin.

Und jetzt zum Punkt eingangs: "Aber eben nicht so unkompliziert und einfach wie unter Windows".
Es gibt Spiele, da brichst Du Dir einen ab unter Windows. Einfach ist da gar nichts, wenn Du sie überhaupt zum Laufen bekommst. Probier mal Warcraft2 unter Windows10 oder 11, F.E.A.R. oder Space Marine 1. Das alte GTA? Manche berichten dass selbst GTAIV unter Linux problemloser und performanter läuft, als unter Windows.
Irgendwelche Originale von damals aus der WindowsXP-Zeit oder davor wie Red Alert und Co? Nur mit Glück erbarmt sich der Publisher hier nochmal ein Remaster rauszubringen, das auch auf neuen Windows-en läuft.
Bei Linux hingegen hat die Compatibilitätsschicht schon alles gehandelt und richtig weitergeleitet - egal ob alt-Systemcalls oder neu-Systemcalls.
Der ganze DX9-Krampf läuft in der Regel besser unter Linux, weil DXVK das popelige DX8, 9, 10 und 11 hier auf Vulkan hievt.
Unter Windows11 darfst Du dazu die alte DX9-Runtime hinzuinstallieren, mit all ihren Kinkerlitzchen von Anno dazumal. Unter Wine/Proton sind dafür teils Optimierungen und Workarounds oder fixes vorhanden.


Wenn man unbedingt Spiele spielen muss, die nur unter Windows einigermaßen oder überhaupt laufen (die ganzen MMO-shooter AntiCheat Service-games, oder Grütze wie Game Pass und Microsoft Store usw.), dann bleib notgedrungen auf Windows.

Alle anderen haben eine mögliche Alternative, die man nicht immer noch schlecht reden braucht - diese veralteten Ansichten sind ... veraltet.
 
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Irgendwelche Originale von damals aus der WindowsXP-Zeit oder davor wie Red Alert und Co?
Offline gehaltener Windows XP Retro PC. u.a. wegen der Unterstützung für soetwas wie EAX. Mit viel Glück hat man sogar einen Trinitron rumstehen oder kann einen ergattern. Da kann jedes Linux oder modernes Windows einpacken und man fühlt sich mit Pipi in den Augen wieder jung wie damals, auch wenn die Knochen ggf. was anderes sagen.

Würde ich, wenn auf modernen System, zu Dosbox, 86Box oder PCem greifen oder eines der Projekte, wo die dahinterliegende Engine nachgebaut wurde.
Egal ob unter Windows oder Linux.

Der ganze DX9-Krampf läuft in der Regel besser unter Linux, weil DXVK das popelige DX8, 9, 10 und 11 hier auf Vulkan hievt.
DXVK ist nicht auf Linux beschränkt, sondern lässt sich auch unter Windows nutzen.
 
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Offline gehaltener Windows XP Retro PC. u.a. wegen der Unterstützung für soetwas wie EAX. Mit viel Glück hat man sogar einen Trinitron rumstehen oder kann einen ergattern. Da kann jedes Linux oder modernes Windows einpacken und man fühlt sich mit Pipi in den Augen wieder jung wie damals, auch wenn die Knochen ggf. was anderes sagen.


Würde ich, wenn auf modernen System, zu Dosbox, 86Box oder PCem greifen oder eines der Projekte, wo die dahinterliegende Engine nachgebaut wurde.
Egal ob unter Windows oder Linux.


DXVK ist nicht auf Linux beschränkt, sondern lässt sich auch unter Windows nutzen.
Alles richtig.

Und unterstreicht meinen Punkt: Windows 10 und 11 ist auch nicht alles "out of the box" und so easy. Auch dort muss man bisweilen Workarounds anwenden und extreme Hürden überwinden.
Es kommt stark auf Deinen Einsatz an.

Die Frage war nicht, ob ich mit einem Museums-Rechner und alterwürdigem Betriebssystem damalige Spiele möglichst nah an der damaligen Erfahrung spielen kann, sondern in wie weit das heute nur noch unterstützte Windows tatsächlich sooo "out of the box" und einfach bedenkenlos für alles angewendet werden kann.
Die pauschale Aussage von manchen ist jedenfalls nicht korrekt - gelinde gesagt: veraltet.
 
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