Lebenserwartung des PCs

exxer1986

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Mein High-End PC (damals) ist von 2012. Ich verwende ihn nur ab und zu zum Spielen und versuche ihn sonst zu schonen. Ich verwende deshalb ein Notebook für Internet & Office. Wirkt sich das positiv auf die Lebenserwartung aus oder altern die elektrischen Bauteile (wie Kondensatoren und Transistoren) auch ohne dass Strom fließt ? Wie hoch ist den die Lebenserwartung eines PCs maximal bzw. welche Komponente scheidet den am ehesten aus?
 
Mein High-End PC (damals) ist von 2012. Ich verwende ihn nur ab und zu zum Spielen und versuche ihn sonst zu schonen. Ich verwende deshalb ein Notebook für Internet & Office. Wirkt sich das positiv auf die Lebenserwartung aus ...

Kann dir nur sagen: für die eigene Lebenserwartung wirkt sich das ungünstig aus. Dieses Angstgefühl etwas kaputt zu machen führt zu Psychosen, schlechten Angewohnheiten und Lebensstil, sozialem Ausstieg und Empfänglichkeit für Zivilisationskrankheiten aller Art, in Summe also kürzerer Lebenserwartung.

HighEnd Hardware ist gemacht für robusteren Betrieb.

Ich rate dringend, die weit empfindlicheren Notebook Gerätschaften zu schonen.

Das Ein- und Ausschalten sehe ich bei einem hochwertigen PC Netzteil als unproblematischer als bei einem (schwachbrüstigen) Notebook Netzteil, das bei jedem Einschalten noch die Akku-Ladung aufgebrummt bekommt. Wenn schon Notebook als Office Rechner, dann Akku raus.

Wie kann man Hardware schonen? Ich denke mal abdecken und schützen vor Staub. :daumen:
 
Ich verwende ihn nur ab und zu zum Spielen und versuche ihn sonst zu schonen. Ich verwende deshalb ein Notebook für Internet & Office.
Ich würde es ja genau umgekehrt machen, Spiele sind deutlich stressiger als Officekram.

Ich will ja nicht Unfug schreiben aber... Wenn ein Teil ausfällt, dann eher wegen Zufall und nicht wegen 200h im Leerlauf.
 
kann mich aloha84 nur anschließen. Kaputtgehen kann alles. Wenn Du nichts übertaktest bleiben dir CPU und GPU schonmal lang am Leben. Was mit der Zeit unter der Nutzung leidet sind die Festplatten, sprich HDDs und SSDs. Das ist aber relativ, da diese Platten bei normaler Nutzung auch häufig über 10 Jahre oder länger problemlos funktionieren. Klar kann morgen CPU oder HDD kaputt gehen, wahrscheinlich ist es aber nicht. Alle Teile werden älter mit der Zeit. Auch bei kompletter Nichtnutzung kann daher was kaputtgehen.

Ist halt die Frage ob es dir wichtiger ist den PC in 25Jahren noch so am Laufen zu haben, aber mit der Leistung dann nichts mehr anfangen zu können (Thema: Windows und Spiele werden Leistungshungriger), oder ob du ihn lieber jetzt nutzt, wenn er dir noch hilft und du noch Spaß daran hast und dafür irgendwann nochmal 50€ in eine Festplatte oder in ein Netzteil investierst.
 
Wirkt sich das positiv auf die Lebenserwartung aus oder altern die elektrischen Bauteile (wie Kondensatoren und Transistoren) auch ohne dass Strom fließt ?
Ein Faktor der Lebenserwartung ist Art und Dauer der Last. Je länger der PC an ist und je stärker er belastet wird desto höher ist der verschleiß und desto höher die statistische Ausfallchance.
Bedenke: Hier reden wir von Statistik, sprich von sehr großen Grundgesamtheiten/Zahlen von PCs. In Einzelfällen kann dir immer ein nicht belasteter PC nach 2 Wochen sterben oder ein hart dauerbelasteter PC 10 Jahre durchlaufen - man kann das Ableben eines PCs nicht vorhersagen.

Wie hoch ist den die Lebenserwartung eines PCs maximal bzw. welche Komponente scheidet den am ehesten aus?
Die Lebenserwartung eines PCs setzt sich zusammen aus den Lebenserwartungen seiner Einzelteile (denn wenn ein Teil kaputt ist geht der PC ja nicht mehr). Alle Komponenten die keine beweglichen teile (abgesehen von Lüftern...) haben werden in der Regel auf 10 Jahre "normaler Betrieb" ausgelegt, sprich im groben Mittel sollte eine CPU, GPU, ein Board usw. mindestens 10 Jahre halten wenn man normal damit umgeht ("normal" bedeutet nicht jeden Tag 8 Stunden zocken... ;-)).
Andere Teile haben geringere Lebensdauern, beispielsweise klassische Festplatten und auch Netzteile. In der großen Masse an PCs sind es auch in der Regel diese beiden Komponenten die am ehesten ausfallen.


Das sind aber alles nur theoretische Überlegungen und helfen dir nicht weiter bei deinem Einzelfall. ;)



HighEnd Hardware ist gemacht für robusteren Betrieb.
Vorsicht, das ist ein zweischneidiges Schwert. Es stimmt zwar, dass bestimmte High-End Komponenten besonders stark ausgelegt sind (etwa Custom-High-End-Grafikkarten mit zig Spannungswandlern/Phasen) aber hier ist die Hardware erstens viel näher an ihrem Limit (und der Verschleiß höher) und zweitens bedeuten viele viele Spannungswandler auch viele viele Ausfallmöglichkeiten - denn wenn von den drölfzig SpaWas auf der 1000€-Grafikkarte nur einer draufgeht ist die Karte auch kaputt - und bei 16 Spawas ist die Chance nunmal doppelt so hoch als bei 8 das ein MosFET einen weg hat.

Dazu kommt, dass auch vermeintliche High-End Hardware bei weitem nicht immer high-Endig ausgelegt ist. Aktuelles beispiel: GTX1080. Eine 800€-Grafikkarte, bei der auf dem PCB Plätze für SpaWas frei gelassen wurden weil man sie nicht zwingend braucht und an der Stelle lieber noch 20 cent pro Karte einspart und sie mit 5 statt möglicher 6 Phasen ausliefert im Ref-Design. So viel zu "High-End"... das einzige was an der Platine high-end ist ist der Preis, die Elektronik sicher nicht. :schief:
 
Die Elkos sollen doch im Betrieb relativ schnell kaputt gehen und platzen. Passiert das auch ohne Strom ?

Es kann eher fördernd sein wenn die Hardware nicht genutzt wird besonders wenn die zwischendurch immer mal für gewisse Zeit vom Netz getrennt wird. Das Verhalten der Elkos gleicht einem Akku und so kann die Kapazität sinken. Hatte letztens erst einen PC hier der immer perfekt lief und wegen einem Defekt am Gehäuse nach 14 Tagen bei mir landete und so das NT keinen Mucks mehr tat und auch NTs die vor etlichen Monaten sauber liefen ( ältere BQ Modelle der günstigen Serie ) plötzlich nix mehr taten.
 
Extreme gibts auf jeder Seite.
Wir haben in der Werkstatt eine Biegemaschine die mit einem iirc 386er über Win 3.1 angesteuert wird - die läuft, geringe Unterbrechungszeiten für Reparaturen abgesehen, 24/7 durch an 365 Tagen im Jahr. Der PC ist immer noch derselbe, nur die Festplatte wurde (durch eine abenteuerliche Adapterkonstruktion) irgendwann gewechselt. Alle anderen Teile sind rund 30 Jahre im Betrieb!

Genauso gibts auch PCs die nach wenigen Wochen sterben ohne dass sie nennenswert belastet wurden.
 
Was kann man gegen die Gefahr der Elektromigration machen ? Steigt diese mit dem Takt der CPU (auch bei OC )? Besteht diese Gefahr auch bei der GPU ? Macht es Sinn den Takt bei beiden zu reduzieren ?
 
Von einer solchen Angst lese ich zum ersten Mal.
Die Elkos sollen doch im Betrieb relativ schnell kaputt gehen und platzen.
Was ist denn "relativ schnell"? 4 Wochen? 5 Jahre? 10 Jahre?
Wenn alle MBs/Grakas/NTs nach 1-2 Jahren aussteigen würden, dann hätte man davon schon irgendwo gelesen.

Die meisten Teile werden doch wohl zumindest hier nicht wegen Ausfällen sondern mangels Leistung ausgetauscht. :hmm: HDDs/ODDs sind Verschleißteile und außer Grakas und einem Netzteil hatte ich seit '98 noch keine Defekte.

Es laufen noch unzählige "uralte" Core2Duo oder Phenom XY Kisten, die irgendwas zwischen 6 und 10 Jahre alt sind und ziemlich sicher nicht nur so lange wie nötig und keine Minute länger liefen.
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Wenn das Zeug gar nicht genutzt werden soll, sollte wohl besser verkauft werden. Ich meine... Ne. :ka:
 
Was kann man gegen die Gefahr der Elektromigration machen ?
Die Cpu innerhalb ihrer normalen Betriebsparameter betreiben - in dem Zustand hat der Hersteller dafür gesorgt das eMig kein bedrohendes Thema ist.

Steigt diese mit dem Takt der CPU (auch bei OC )?
Sie steigt mit der Stromdichte (also bei höherem Takt und höherer Spannung) und mit der Temperatur.

Besteht diese Gefahr auch bei der GPU ?
Elektromigration entsteht bei allen integrierten Schaltkreisen wenn die betriebsparameter und Voraussetzungen gegeben sind, völlig egal ob es eine CPU, eine GPU oder irgendein anderer Chip ist.

Macht es Sinn den Takt bei beiden zu reduzieren ?
Der Takt alleine ist so ziemlich das unwichtigste Teil im Puzzle. Die Betriebsspannung und Temperatur zu reduzieren bringt wesentlich mehr, der Takt ist quasi wurscht (mit dem musste von Natur aus eh runter wenn du die Spannung senkst...).

Die ganze Sache ist aber theoretischer Natur, deine CPU und GPU selbst wird fast egal wie du sie betreibst weitaus länger halten als die allermeisten anderen Teile des PCs.

Mehr Infos über eMig findest du hier:
http://extreme.pcgameshardware.de/b...blog-19-oc-du-hast-dochn-atom-am-wandern.html
 
Was kann man gegen die Gefahr der Elektromigration machen ? Steigt diese mit dem Takt der CPU (auch bei OC )? Besteht diese Gefahr auch bei der GPU ? Macht es Sinn den Takt bei beiden zu reduzieren ?

Elektromikration hast du immer, egal ob übertaktet oder nicht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rechner durch Elektromigration kaputt geht, ist aber sehr gering. Meist geht einfach ein Cap kaputt, weil die Dinger nun mal verschleißen.
 
Das ist zum größten Teil Zufall, aber allein durch Verschleiß wird nichts qualitativ Hochwertiges in weniger als 5-8 Jahren kaputt gehen. Benutze ihn lieber einfach so viel wie du gerade brauchst, und irgendeine Paranoia dafür zu entwickeln ist ja auch doof :ugly: Sogar wenn "der PC kaputt ist" muss höchstwahrseinlich nur 1 teil ausgetauscht werden, was nun auch wieder nicht die Welt kostet.
 
Und wenn bei dem PC eine Komponente nach 8-10 Jahren defekt geht, wird dann ein passendes Ersatzteil überhaupt noch verfügbar sein ?
 
Carpe diem

... wird dann ein passendes Ersatzteil überhaupt noch verfügbar sein ?

Beispiel Parallele Schnittstelle, früher elementar für Drucker, teilweise für externe CD-ROM Laufwerke.

Dafür wurden Adapter entwickelt.

Tatsächlich entwickeln sich die Komponenten, intern wie extern, so schnell weiter, dass niemand mehr zurückwill will auf alte, langsame Gerätschaften, die dann mit Treiberproblemen unter neuen Betriebssystemen zu kämpfen haben, teilweise mit Funktionseinschränkungen.

In 8-10-20 Jahren wirst du ganz andere Sorgen haben. Dein Hausroboter hört deine Schreie und frägt: "Master - wie kann Ihnen helfen? Die Reparatur ihres Vintage Personal Computer ist realisierbar, doch ich verfüge über alle sämtliche Dienstleistungen, die in kürzerer Zeit und ohne Extrakosten ihr Problem lösen." Na gut, dann ab in den Keller, die Kinder und Enkelkinder sollen später kennenleren, womit ich mich vor dem Zeitalter der Robotik herumgeschlagen habe. :D
 
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