News Langlebigkeit von SSDs: Datenverluste auch ohne Stromzufuhr

PCGH-Redaktion

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Ein Tech-Youtuber hat vier SSDs vom selben Typ einem Langzeittest unterzogen: Wie sieht die Datenhaltbarkeit der Festplatten aus, wenn diese für Jahre vom Strom getrennt werden?

Was sagt die PCGH-X-Community zu Langlebigkeit von SSDs: Datenverluste auch ohne Stromzufuhr

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Verstehe - mal wieder - die Überschrift nicht. Das "auch" klingt ja danach, als wären Datenverluste trotz Stromzufuhr der Normalfall, und Datenverluste ohne Stromzufuhr irgendwie überraschend - was sie aber nicht sind. Mittlerweile sollte sich doch rumgesprochen haben, dass SSDs längere Zeiten der Stromlosigkeit schlechter verkraften als HDDs.
 
Das "auch" in der Headline ist einfach zu viel bzw. sinnlos.

"Herumgesprochen" ist gut... "in unseren Nerdkreisen weiß es der eine oder andere" ist wohl eher zutreffend.
Dass Flashspeicher seine Daten mit der Zeit verliert wenn er stromlos ist wissen von 1000 Leuten auf der Straße (die alle ihre Fotos, Daten, Texte, etc. auf einem USB-Stick in der Schublade zu glauben wissen) gefühlt einer.

Was das Thema angeht: Die Experiementellen Daten zeigen ja gaz ansehnlich die Spezifikation zur Data Retention der JEDEC - siehe Seite 27 dieses Dokumentes:

Angepeilt sind 1 Jahr "sicherer" Erhalt der Daten im Clientsegment bei 40°C beschreiben und 30°C lagern. Beim Experiement dürften die Bedingungen etwas besser gewesen sein (kühler gelagert) so dass 2 Jahre in der Tabelle stehen.

Und siehe da, nach 1-2 Jahren je nach SSD und Bedingungen beim Schreiben und Lagern und Verschleißzustand der SSD fängt die SSD an und muss ECC auspacken ohne Ende und kann vereinzelt Daten gar nicht mehr wiederherstellen.
Man kann also behaupten: Die SSD hat sich an die Vorgaben ziemlich genau gehalten. :ka:
 
Ja eben das weiss kaum einer und wenn wir mal ehrlich sind haben HDD s da null Koma gar kein Problem.
Ich nutze aktiv Retro Computer und in meinem 1200er steckt eine fast 35 Jahre alte Quantum Fireball die noch immer ihren Dienst verrichtet und auch kein Problem hatte mal 1 oder 2 Jahre ohne Strom zu sein ... Oder meine ATA Backup HDD die mal 5 Jahre im Schreibtisch vergessen wurde Aber alle Daten sind noch da ohne smart Fehler ! Nicht falsch verstehen HDD s gehen auch kaputt und nach langer Standzeit weiss man nie aber ich würde bei Langzeit Daten Sicherung ab 6 Monaten schon auf die gute alte HDD setzen...
 
wenn wir mal ehrlich sind haben HDD s da null Koma gar kein Problem.
SO ganz einfach ists nicht.

HDDs haben kein Problem damit dass sich ihre Daten sprichwörtlich in Luft auflösen, denn die hartmagnetischen Platter halten ihre Magnetisierung Jahrzehntelang (aber nicht unbegrenzt!), dafür gibts da andere probleme mit mechanischen Bauteilen die wenn man sie sehr lange nicht benutzt sich festsetzen. Es hilft dir vorerst nicht weiter wenn eine 10 Jahre verstaue HDD zwar noch alle Daten hat aber nicht mehr startet weil ggf. der Motor von Spindel und Lesearm festkorrodiert sind (das muss natürlich nicht so sein, kann aber passieren). Nur ists in dem Falle für einen Datenretter möglich, die Daten auszulesen während das bei einer so alten SSD nicht mehr geht da die Daten selbst ja weg sind.
 
Das hat mich schon ziemlich überrascht. Gut, es ist nur TLC, vermutlich 19nm oder weniger und die beiden beschriebenen SSDs wurden mit 2200 Zyklen recht nahe an die Haltbarkeit von 19nm TLC Flash, die bei 2700 Zyklen liegt, gefoltert. Aber zwei Jahre sind schon etwas wenig.

Aber immerhin hat sich jemand des Themas angenommen.

Eigentlich hatte ich vermutet, dass das bei Back Ups oder irgendwelchen Speicherkarten, die in irgendwelchen Schubladen liegen, am ehesten auffällt.

Angepeilt sind 1 Jahr "sicherer" Erhalt der Daten im Clientsegment bei 40°C beschreiben und 30°C lagern.

Was halt eben wirklich viel zu wenig ist. Damit läuft man Gefahr, dass viele Dinge ihren Inhalt vergessen. Meine PS3 hat z.B. seit über 5 Jahren keinen Strom gesehen, nutzen möchte ich sie aber dennoch irgendwann.
 
"Datenverluste auch ohne Stromzufuhr" - Wieso "auch ohne"? Das war doch schon immer das Problem, dass ohne Strom nach X Monaten / Jahren (Enterprise SSDs werde ja gar nur Monate gegeben) Daten verloren / beschädigt werden können. Mit dem "auch" klingt es so als würde das bei Stromzufuhr passieren und jetzt ganz neu wurde nachgewiesen, dass es "auch" ohne Strom geschieht.

Ich warte ja noch immer auf günstige Festplatten anderer Art mit der Geschwindigkeit von SSDs, aber mit Datensicherheit. Ich hätte gern 2 min. 100TB Platten. Mir geht der Speicherplatz aus und bin genervt, dass 18 bzw. 20TB Platten inzwischen teurer sind als Ende 2023, als ich für meine 20 TB Platten 289 EUR gezahlt habe. Jetzt sind wir bei 333 EUR...
 
Aha Flash verliert also bei längerer Stromlosigkeit die Fähigkeit Daten zu behalten.
Wieder einmal ganz was Neues, stand so schon in meinen Vorlesungsfreien vor über 20 Jahren
 
Auf die Frage von PCGH, "Wie lange steckt Ihre SSD schon in Ihrem PC?"
Meine Samsung 470 mit 128G ist seit inzwischen 13 Jahren im Einsatz. Tut es immer noch als primäres Betriebssystem-Laufwerk, trotz 3G SATA liefert diese bis heute für mich ausreichende Leistung.
 
Auf die Frage von PCGH, "Wie lange steckt Ihre SSD schon in Ihrem PC?"
Meine Samsung 470 mit 128G ist seit inzwischen 13 Jahren im Einsatz. Tut es immer noch als primäres Betriebssystem-Laufwerk, trotz 3G SATA liefert diese bis heute für mich ausreichende Leistung.
Sie wurde aber auch immer mit Strom versorgt oder? Es ging hier ja um Stromlose SSDs...

Ich habe auch noch eine klassische externe HDD für offline Speicherung. Zwar auch eine SSD, aber ich traue den SSDs zu das sie die Daten nach Jahren der Offline aktivität doch verlieren.
 
Daher wird die klassische HDD meinen Rechner auch so schnell nicht verlassen.
Eben als Datengräber für Dokumente/Fotos, ältere Games (als Archiv sozusagen) usw.

Wobei ich meine uralten 2x2TB Monster mal gegen EINE aktuelle und größere austauschen könnte, aber die Dinger gehen einfach nicht kaputt...

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:fresse:
 
Was halt eben wirklich viel zu wenig ist.
Das ist der Tradeoff mit der Industrie...

Das Problem ist je mehr Daten du in eine Zelle packst und je kleiner die Zellen werden desto kürzer wird die DataRetention. Man hat also die Wahl zwischen "größere günstigere SSDs" und "SSDs die ihre Daten länger stromlos halten". Was sich da durchsetzt ist kein Wunder, wir haben fast noch Glück dass es eine Spec gibt die ein Jahr vorschreibt, gäbe es die nicht würde ich den SSD-Herstellern auch 4 Wochen zutrauen.

Das ist nebenbei auch der Grund, warum viele das Thema mit dem Argument "Meine 15 Jahre alte Speicherkarte hatte noch alle Fotos da" nicht ernst nehmen. Klar, eine uralte Speicherkarte/Stick/SSD die in einem 8GB großen, in 90+nm gefertigten NAND-Stein im SLC, höchstens MLC beschrieben wurde hält ihre Daten Jahrzehnte. Heutiger Flash der sehr viel kleiner ist und TLC oder gar QLC nutzt reizt die erlaubte Spec dagegen aus und fängt wie man sieht nach nem Jahr an Probleme zu haben.


Nebenbei nur ums mal zu erwähnen: Es reicht auch NICHT, einen solchen Datenträger jedes Jahr dann mal 20 Minuten anzustecken. Der Controller muss genug Idlezeit haben, um alle Daten zu prüfen und bei einem solchen Zeitraum auch ggf. alle Daten ein mal neu zu schreiben. Das dauert je nach Modell/Firmware/Größe/... ggf. viele Stunden bis Tage (!).

Ich habe selbst auch mittlerweile (sogar QLC-)SSDs als Langzeitbackup, verlasse mich aber auch nicht auf die Blackbox der Firmware. Die SSDs werden das ganze Jahr über regelmäßiger mal angesteckt zum inkrementellen Update, 1x im Jahr (nämlich immer nach Weihnachten^^) schreibe ich aber das Backup komplett neu.
 
Sie wurde aber auch immer mit Strom versorgt oder? Es ging hier ja um Stromlose SSDs...

Ich habe auch noch eine klassische externe HDD für offline Speicherung. Zwar auch eine SSD, aber ich traue den SSDs zu das sie die Daten nach Jahren der Offline aktivität doch verlieren.
Nun, wenn eine SSD "im PC Steckt" dann wird diese dementsprechend auch benutzt. Wenn es um SSD's ohne Strom gehen soll, dann sollte bitte die Frage angepasst werden, in etwa "wie alt ist eure SSD welche ihr NICHT regelmäßig nutzt und stimmen die Daten darauf noch". Oder "Habt ihr Erfahrung mit Datenverlust auf SSD's welche ihr länger nicht genutzt habt".
 
SO ganz einfach ists nicht.

HDDs haben kein Problem damit dass sich ihre Daten sprichwörtlich in Luft auflösen, denn die hartmagnetischen Platter halten ihre Magnetisierung Jahrzehntelang (aber nicht unbegrenzt!), dafür gibts da andere probleme mit mechanischen Bauteilen die wenn man sie sehr lange nicht benutzt sich festsetzen. Es hilft dir vorerst nicht weiter wenn eine 10 Jahre verstaue HDD zwar noch alle Daten hat aber nicht mehr startet weil ggf. der Motor von Spindel und Lesearm festkorrodiert sind (das muss natürlich nicht so sein, kann aber passieren). Nur ists in dem Falle für einen Datenretter möglich, die Daten auszulesen während das bei einer so alten SSD nicht mehr geht da die Daten selbst ja weg sind.
Ich sammle PCs der ersten Stunde, und da gibt es sogar noch MFM-Platten mit sage und schreibe 20MB Kapazität, die noch funktionieren. Das mit dem Motor "korrodieren" ist m.E. Quatsch, jedoch sind die Lager irgendwann tatsächlich schwergängig bzw. sogar nicht mehr drehend. Und ja, ich habe bei einer 35 Jahre alten Festplatte auch schon mal einen Schreib-/Lesekopf hängen gehabt, d.h. bei den Platten hilft dann nur noch ein beherzter mechanischer Schock, was auch manchmal nicht gut geht.
Das passiert aber nicht nach 1 Jahr, sondern nach Jahrzehnten. Wir können uns aber sicherlich darauf einigen, das HDDs bzw. konventionelle Festplatten generell wesentlich haltbarer sind als SSDs.
 
Wie sieht es eigentlich aus, wenn die SSD neu beschrieben wird. Sind das "einfach nur" Datenfehler oder ist die SSD Hardwareseitig beschädigt, wenn die Hardware länger unbenutzt herumliegt?
 
Wie sieht es eigentlich aus, wenn die SSD neu beschrieben wird. Sind das "einfach nur" Datenfehler oder ist die SSD Hardwareseitig beschädigt, wenn die Hardware länger unbenutzt herumliegt?
Tatsächlich sollte die Hardware sogar länger halten, weil es ja gerade die fehlenden Refreshzyklen sind, die die Daten verrotten lassen.
 
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