Naja, ich lese was von Leselatenzen im 10-µs-Bereich. Wenn man davon ausgeht, dass die Schreiblatenzen ähnlich sind, kommt Optane bei Schreibcaches, bei denen die Größe nicht so wichtig ist, nicht gegen kondensatorgestützten DRAM an. Beim Lesen sieht die Sache anders aus, weil die Kosten pro Speicherplatz da eine ganz andere Rolle spielen. Aber mit clevereren Caching-Mechanismen kann man die Lücke zwischen Flash und Optane wohl doch so gut überbrücken, dass sich Optane da nicht gelohnt hat. Hätte natürlich besser werden können, aber vielleicht hätte eine Skalierung in höhere Speicherdichten die Zahl der Schreibzyklen zu weit gesenkt.
Mir ist bewusst, dass SSD-Hersteller öfter mal irgendeinen Kram beilegen. Aber weil das meist irgendein endproprietärer Kram war, habe ich mich damit nie weiter befasst und diese Software muss dementsprechend komplett an mir vorbeigegangen sein.
Aber tatsächlich: NVELO war der Hersteller, Dataplex hieß wohl das Produkt (aka OCZ Synapse, Corsair Accelerator und Crucial Adrenaline). Wurde dann wohl Ende 2012 von Samsung gekauft. Intel hatte dieses Smart Response Technology, an das erinnere ich mich noch. Ich glaube dafür waren oft Treiber bei Intel-Boards dabei, aber das war mir auch nie so ganz geheuer.
Jup, das sind genau die drei Lizenznehmer, die ich für die PCGH 06/2012 damals getestet habe.
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Intel hatte denen gegenüber aber den erheblichen Vorteil, dass das Caching nicht über Treiber, sondern über das UEFI erfolgte. Das musste dafür im RAID-Modus laufen, weswegen das Betriebssystem prinzipiell einen Treiber brauchte. Aber der war nicht Caching-spezifisch und weiterhin verfügbar. Man konnte Smart Cache also auch z.B. für Linux nutzen und im Worst Case hat man es einfach im BIOS abgeschaltet. Mit Nvelo war dagegen nicht einmal eine Datenrettung von Boot-CD möglich, weil alle Zugriffe über die Software erfolgen musste und die gab es auch nur für Windows 7.
Bezüglich Flash versus DRAM: Bei Schreibvorgängen spielt die Zugriffszeit des Caches keine Rolle. Solange er die Befehle schnell genug annimmt, darf er sich danach mit den Daten so viel Zeit lassen, wie er will. Aber Optane hatte den Vorteil der niedrigeren GB-Preise, in einen 20-80 GiB Optane-Cache kann man viel mehr Daten packen als in 1-4 GiB DRAM, ehe man auf die Schreibgeschwindigkeit des zu cachenden Laufwerks ausgebremst wird. Aber wie gesagt: Das blieb graue Theorie, weil es keine intelligenten Hybrid-Lösungen gab und diese Winz-Optanes nur 1-2 Chips hatten, die parallel ansprechen konnten, und damit vom Datendurchsatz her langsamer waren als eine 8-Wege-Flash-SSD. Nur die großen Server-Ausbaustufen (die dort tatsächlich so genutzt wurden und zum Teil werden) hatten auch die nötige Transferrate, um als schneller Cache zu dienen. Aber die bieten auch genug Speicherplatz, um direkt darauf zu installieren – wenn man sie denn bezahlen könnte.
Das war eben das Problem bei Intel: Die haben das als High-End-Produkt platziert und nie so weiter entwickelt, dass entweder die dicken Brocken bezahlbar geworden wären oder die Sparversionen schnell genug, um sinnvoll zu werden.
Nö, gab auch 3,5 Zoll. Hatte selbst eine 3,5 Zoll mal in einem Rechner verbaut.
✔ Preisvergleich für Seagate Desktop SSHD 2TB ✔ Bewertungen ✔ Produktinfo ⇒ Kapazität: 2TB (entspricht ca. 1862.65GiB bzw. 1.82TiB, weiterführende Informationen ) • Formfaktor: 3.5"… ✔ Hard Disk Drives (HDD) ✔ Testberichte ✔ Günstig kaufen
geizhals.de
Hätte nicht gedacht dass diese Dinger heute noch mit einem recht normalen Preis angeboten werden.
Allerdings gebe ich lieber viel Geld aus, statt wieder zurück zu "ratter, ratter" zu wechseln.
3,5 Zoll hat Seagate erst mit der zweiten Generation eingeführt. Meinem Wissen nach (die habe ich nie getestet), nutzten diese bereits ein genauso dämliches FIFO-Prinzip, wie Nvelo. Das heißt, man kopiert einmal ein großes Archiv und alle älteren Daten sind aus dem Cache gespült; laden beim nächsten Start genauso langsam wie direkt von der HDD. Dann lieber Smart Cache. Dafür brauchte man zwar auch zwei Laufwerke und ein Intel-Mainboard. Aber letzteres hatte man Anfangs der 2010er meist sowieso und die Chaing-Logik war ähnlich intelligent, wie bei den ersten Seagate-Hybrid-Lösungen (die es nur als langsame 2,5 Zoll gab). Das heißt kleine, latenzkritische Dateien blieben im Cache, auch wenn Gigabyte-weise große Archive genutzt wurden.