Das was hier passiert ist, hat nichts mehr mit angeblicher Pietät wegen dem Amoklauf von Winnenden zu tun. Es ist die Reinste ablehnung, gegen Etwas, dass die Politiker der betreffenden Stadt nicht verstehen. Es ist nichts anderes als Intoleranz in Folge von mangelnder bis nicht vorhandener medialer Kompetenz. Die Politiker dieser Gemeinde haben nicht einen vernünftigen Grund, diese von einem Verein ausgetragene Veranstaltung abzulehnen. Den Veranstaltern wurde mündlich die Auflage gegeben, keine "Killerspiele" zu spielen. Daraufhin musste die Veranstaltung abgesagt werden, da sich sonst die Leute, die dafür Eintritt bezahlt haben, beschwert hätten. Ich fragen mich an der Stelle: Welches Recht hat die Politik, bei einer Veranstaltung, die nur für Erwachsene ist, vorzuschreiben, was gespielt werden darf und was nicht? Man kann doch genauso wenig einem Winzerverein verbieten, nur Rotwein auf einer Weinprobe zu verkosten. Da ist es doch völlig logisch, dass dies die Veranstaltung ruiniert. Möglicherweise entstehen dem Verein auch noch finanzielle Schäden. Ein Schützenverein im selben Ort, darf seine Veranstaltung austragen, was doch zeigt, dass vorallem gegenüber von Computerspielen eine vorgefestigte, intolerante Haltung existiert.
Was soll man zu all dem noch sagen? Es ist ein Witz, ja richtig ein Witz! Selbst als Nichtspieler macht mich sowas wütend.
Ich denke, es ist aussichtslos, sich über das Wählen gegen solchen Aktionismus zu wehren. Selbst wenn alle Spieler zur Wahl gehen und der CDU bzw. SPD Ihre Stimme verweigern, gibt es genug Menschen, die diese Parteien wählen. Vor allem die CDU hat genug Stammwähler, welche kaum eine Ahnung von Medien haben, entweder auf Grund ihres hohen Alters, oder ihrer dümmlich-bornierten Einstellung gegenüber selbigen. Ich habe auch nicht viel Hoffnung, dass der Bundesrat ein Gesetz zum Verbot von sogenannten "Killerspielen" stoppen wird, da dort ebenfalls viele CDU und SPD-Leute sitzen. Die einzige Möglichkeit die Ich sehe, wäre eine Klage gegen dieses mögliche Gesetz beim Bundesverfassungsgericht. Ich möchte es auch folgender Maßen begründen: Ein Gesetz, dass die Verbreitung und Herstellung von Computerspielen mit gewalttätigen Inhalten verbietet ist: 1. Diskriminierung gegenüber den Menschen, die diese Spiele spielen, da das Gesetz aussagt, dass diese Menschen potentielle Amokläufer sind, die sich nicht unter Kontrolle haben. 2. Ein Verstoß gegen das Recht auf Selbstbestimmung, da die meisten dieser Spiele erst für Volljährige Personen erhältlich sind. 3. Es gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt, da auch Filme, Bücher und Musik oft ähnliche Inhalte wie die betroffenen Spiele haben. 4. Es gibt keinen wissenschaftlich nachweisbaren Zusammenhang zwischen Amokläufen und den betreffenden Spielen. 5. Ein solches Verbot wäre Zensur aus irrationalen Gründen.
Falls das Gesetz durch Bundestag und Bundesrat kommt, kann sich die kommende Bundesregierung schon mal auf eine Klage beim BVG freuen, denn Ich bin sicher, dass es diese geben wird und wenn Ich es mache.
Ich bin nicht der versessenste Zocker, bin in keinem Clan und geh auch selten auf LANs, aber Ich sehe es nicht ein, dass man Leute diskriminiert und schlecht macht, sie gar auf eine ebene mit Pädophilen stellt, die sogenannte "Killerspiele" spielen. Und es ist eindeutig Diskriminierung, weil man Veranstaltungen absagt, verbietet oder torpediert, bei denen solche Spiele gespielt werden. Man hat es in Nürnberg gesehen, als die IFNG abgesagt wurden, dafür aber die Waffenmesse stattfand, in zeitlicher Nähe zum Amoklauf von Winnenden. Man sagt diese Veranstaltungen ab, weil man befürchtet, dass diese Leute alleine durch das Spielen dieser "Killerspiele" zu Amokläufern werden könnten. Es sind nichts als Vorurteile, deshalb ist es Diskriminierung gegebüber diesen Leuten, die diese LANs besuchen. Würde man das mit Veranstaltungen ausländischer Mitbürger machen, ginge ein Aufschrei der Entrüstung durch die Nation, aber wenn LANs mit sogenannten "Killerspielen" abgesagt werden, kratzt das kaum jemand.
Ich kann nur jeden dazu aufrufen zu demonstrieren, wenn eine LAN-Party/Turnier/Veranstaltung in seiner Gegend ohne Grund abgesagt wird.
Es ist zum Teil ein Generationenkonflikt, aber einfach auch Borniertheit der Politiker. Sie haben keine Ahnung von Computerspielen, denken davon geht eine Gefahr aus und sagen Veranstaltungen ab, auf denen diese Spiele gespielt werden, weil sie denken, sie müssten die Bevölkerung vor ein paar hundert jungen Leuten schützen, die möglicher Weise völlig grundlos und fremdgesteuert von "Killerspielen" zu Amokläufern werden, ähnlich wie hirnlose Zombies. Und die größten Teils ahnungslose Bevölkerung glaubt das auch noch und gibt der Politik recht.
Mal ganz davon abgesehen: Mit geht das Wort "Killerspiele" auf den Sack! Ganz alleine dieses Wort ist schon diskriminierend, weil es einfach nicht der Wahrheit entspricht. Ich bin dafür dass es zum Unwort des Jahres, nein des Jahrhunderts wird. Wenn das nächste mal die Wahl zum Unwort des Jahres statt findet, bitte Ich euch alle, schlagt dieses Wort vor, damit es endlich zum Unwort des Jahres wird. Es geistert schon seit ein paar Jahren durch die Medien und verunglimpft Spiele und Speler. Ich kanns nicht mehr hören!