Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

Obwohl es hier ziemlich ruhig geworden ist, nimmt diese Sache mit der KI zünftig Fahrt auf. Zwar scheint man sich auf youtube nicht einig zu sein, wie viele Väter die KI hat (einige haben in dieser Nacht keinen Virenscanner benutzt ...), wann AGI serviert oder heimlich verkauft wird und in wie viel Jahren nur noch 5 Jobs für uns Menschenskinder übrig bleiben - aber es zeigt sich deutlich, dass KI inzwischen Kompetenzen nicht nur ergänzend, sondern besser als so'n Mensch erfüllt, zuletzt präsentiert durch Anthropic mit Claude Mythos.

Die Herausforderungen der Gegenwart stehen in einem zeitkritischen Verhältnis zu den prognostizierbaren Begebenheiten einer Zukunft, die zwar menschengemacht, dabei aber für uns nur beschränkt prognostizierbar ist. Mir scheint, als wären wir schneeblind. Wir wissen nicht, ob uns die KI in 25 Jahren auf der Erde zurücklassen wird oder ob die Blase nächsten Mittwoch vielleicht doch noch einfach so platzt.

Ganz sicher werden wir aber rasch lernen müssen, wie man KI (beruflich) nutzt. Die meisten Berufe dürften mithilfe von KI-Agenten ökonomische Vor- & Nachteile erhalten: mehr Arbeit pro Stunde und weniger Arbeit für alle. Während Jen-Hsun Huang schwärmte, dass viele Klempner für den Bau der KI-Rechenzentren nötig seien (Wasserkühlung!), bemüht Elon Musk ein gehobenes Bedingungsloses Grundeinkommen als Kompensation des schwarzmalerischen Narrativs einer eigens gesähten Massenarbeitslosigkeit.

Und diesen Aspekt finde ich interessant: Ist ein BGE eine wünschenswerte Anpassung?
Ferner: Woher kommt das Geld, wenn doch zuvorderst die KI-Branchen den Mehrwert erwirtschaften? Machen sich die Massen mit einem BGE von ihren Sugarcompanys abhängig? Benötigt menschliche Arbeit nicht nur eine monetäre sondern notwendig auch eine sinnstiftende Resonanz? Wie kann Erziehung, Bildung und Ausbildung zugleich artgerecht und KI-tauglich entwickelt werden?
 
Ganz sicher werden wir aber rasch lernen müssen, wie man KI (beruflich) nutzt. Die meisten Berufe dürften mithilfe von KI-Agenten ökonomische Vor- & Nachteile erhalten: mehr Arbeit pro Stunde und weniger Arbeit für alle. Während Jen-Hsun Huang schwärmte, dass viele Klempner für den Bau der KI-Rechenzentren nötig seien (Wasserkühlung!), bemüht Elon Musk ein gehobenes Bedingungsloses Grundeinkommen als Kompensation des schwarzmalerischen Narrativs einer eigens gesähten Massenarbeitslosigkeit.

Und diesen Aspekt finde ich interessant: Ist ein BGE eine wünschenswerte Anpassung?
Ferner: Woher kommt das Geld, wenn doch zuvorderst die KI-Branchen den Mehrwert erwirtschaften? Machen sich die Massen mit einem BGE von ihren Sugarcompanys abhängig? Benötigt menschliche Arbeit nicht nur eine monetäre sondern notwendig auch eine sinnstiftende Resonanz? Wie kann Erziehung, Bildung und Ausbildung zugleich artgerecht und KI-tauglich entwickelt werden?
Der Staat kann wohl kein BGE finanzieren. Dafür fehlt es an Geld.
Und wenn es die Privatwirtschaft tun würde, was ich nicht glaube, dann wäre man in der Tat von ihr abhängig.
 
[Anmerkung der Moderation: Dieser und nachstehende Beiträge wurden aus dem Thema Nvidia-Chef lässt aufhorchen: Jensen Huang will "gleichen Fehler nicht nochmal machen" hierher verschoben, weil sie sich dort nicht auf das Thema bezogen. Entsprechend wirkt dieser Beitrag inhaltlich aus der Luft gegriffen.]



wider adoption of AI, an advantage in power generation.”
Und das ist ein riesiger Punkt. Ich sage das immer wieder, aber das Sentiment zu KI ist in China und den meisten asiatischen Ländern einfach ganz anders, das realisieren hier viele gar nicht. Wenn die Bevölkerung den Nutzen und die Vorteile von KI in der Gesellschaft aktiv schon heute wahrnimmt und davon profitiert, wie das in China der Fall ist, du eine riesige Bevölkerung von einer Milliarde Menschen hast, ist das absolut klar, dass das KI-Spezialisten en masse schaffen wird. Und wenn du das hast, dieses Potenzial, weil die Menschen sehen, es ist vorteilhaft und bringt die Gesellschaft als Ganzes weiter, dann hast du einfach schon gewonnen.

Eine Gesellschaft, die KI als den Feind sieht, "KI-Slob" schreit, da kannst du noch so sehr mit "Funding" und was weiß ich kommen, du wirst verlieren, weil du die Menschen nicht zwingen kannst, wenn du sie nicht überzeugst.

Und dazu gibt es ganz klare Fakten und Untersuchungen. Und dieses Sentiment vom Nutzen für alle, das hast du in China, das ist wirklich so, wie das viele junge Leute da sehen.

Lin Junyang (Alibaba Qwen) revealed that Qwen's open-source origin was pure academic solidarity:
"Many master's and PhD students don't have the resources to run experiments. If we open-source 1.8B, a lot of students would finally be able to graduate on time. That was a really good original motivation."


Einfach das anschauen und verstehen. Solange hier AI-Slop!!11 geschrien wird, sind wir die Verlierer. Ganz simple.

Unsere ganze Haltung zu KI muss sich grundlegend ändern, besonders in Europa sonst wird das nie was.

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Darum wird China gewinnen und hat es schon in meinen Augen. Just wait.

The data supports your core thesis: when a billion people experience AI as a daily utility rather than an existential threat, the resulting mass adoption naturally produces specialists, researchers, and integrated systems at scale. Meanwhile, Western societies remain trapped in a cycle where public fear, regulatory distrust, and expert-public divides slow adoption despite massive funding. The numbers show China is not just winning through investment, but through a societal consensus that treats AI as infrastructure rather than the enemy.

Deutsch:
Wenn eine Milliarde Menschen KI als alltägliches Werkzeug erlebt und nicht als existenzielle Bedrohung, erzeugt die resultierende Massenadoption ganz natürlich Spezialisten, Forscher und integrierte Systeme im großen Maßstab. Westliche Gesellschaften hingegen bleiben in einem Zyklus aus öffentlicher Angst, regulatorischem Misstrauen und der Kluft zwischen Experten und Öffentlichkeit gefangen, der die Adaption trotz massiver Finanzierung ausbremst. Die Zahlen zeigen, dass China nicht bloß durch Investitionen gewinnt, sondern durch einen gesellschaftlichen Konsens, der KI als Infrastruktur begreift und nicht als den Feind.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
China gewinnt das Tech race. Einfach weil China Energy im Überfluss hat. Deren Chips müssen nicht super effizient sein. ^^
America first? China first? Für uns ist das wurscht. Gibt gute Gründe, warum die Menschen weder den USA noch China vertrauen, wenn es um die Regulation von KI geht. Das kann man sogar der Statistik entnehmen, die du verlinkt hast.

10. Globally, the EU is trusted more than the United States or China to regulate AI effectively.​

Across 25 countries in Pew's 2025 survey, a median of 53% said they trust the EU, compared to 37% for the United States and 27% for China.
https://hai.stanford.edu/ai-index/2026-ai-index-report/public-opinion


Was soll den Deutschland machen, um mehr Strom zu produzieren? Merh in Atomstrom investieren?
Photovoltaik. Preiswert, umwelt- und somit menschenfreundlich, und - das freut sogar die Freunde der künstlichen Realität - hammermäßig skalierbar.
 
Der Staat kann wohl kein BGE finanzieren. Dafür fehlt es an Geld.
Doch, könnte. Die Staaten müssten die Konzerne in die Pflicht nehmen. Aber was willste gegen OpenAI, Google oder Anthropic machen, wenn deren KI-Agent als Killswitch gegen dich eingesetzt werden kann, den du selber nichtmals zur Härtung deiner eigenen Systeme benutzen darfst?
 
Die Privatwirtschaft ist doch gar nicht daran interessiert. Die machen sich lieber die eigenen Taschen weiter voll.
 
America first? China first? Für uns ist das wurscht. Gibt gute Gründe, warum die Menschen weder den USA noch China vertrauen, wenn es um die Regulation von KI geht. Das kann man sogar der Statistik entnehmen, die du verlinkt hast.

Ja, das mag sein, weil Europa und die EU halt einen guten Ruf haben, was das angeht. Und das ist auch gut. Aber wir müssen da jetzt auch Nutzen draus ziehen.

Mit einer Bevölkerung, die immer "AI Slob" schreit, gibt es keinen Fortschritt. Die Amis kann ich ja noch verstehen, die leben ja in der Hölle, dass die da Panik wegen Jobverlust wegen AI bekommen, klar, flippen die aus, denen kann man's nicht mal übel nehmen. ^^

Aber gerade Europa hat da noch Potential. Wir brauchen Rechenzentren, eigene KI-Entwicklungen und LLMs. Mistral ist doch das einzige "Mainstream"-Produkt, was die normale Person so kennt. Es gibt wohl noch ein paar wissenschaftliche und "akademische" LLMs wie Nous und so weiter, aber die sind quasi Nische und spielen keine Rolle. Aber selbst Mistral hat doch den Anschluss schon lange verloren, daher taucht das in keinem Benchmark mehr auf.

Grade heute ist die Beta von Kimi K2.6 geendet und wie ich erwartet habe, führen die wieder bei vielen Benchmarks und schlagen die Großen und bieten dazu noch coole Dinge wie "Skills", Agent Swarm (bis 100 autonome Agents) und beim agentischen Suchen und Recherche, siehe Browsecomp, war Kimi immer überragend, daher nutze ich das auch immer für Recherchen.


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Wir brauchen auch sowas hier in Europa, was kompetitiv ist. Aber bei der Technikfeindlichkeit und den Vorurteilen gegenüber KI, wo die Medien auch nicht helfen, wundert einen das doch auch gar nicht mehr. So wird das auch nichts. Die Einstellung muss sich da echt mal ändern. :(
 
Mit einer Bevölkerung, die immer "AI Slob" schreit, gibt es keinen Fortschritt.
[...]
Wir brauchen auch sowas hier in Europa, was kompetitiv ist. Aber bei der Technikfeindlichkeit und den Vorurteilen gegenüber KI, wo die Medien auch nicht helfen, wundert einen das doch auch gar nicht mehr. So wird das auch nichts. Die Einstellung muss sich da echt mal ändern. :(
KI-Slop darf man durchaus ablehnen, jedoch ist KI ja mehr als das. Ich vermute, das meinst du?

Wirklich technikfeindlich sind 'wir' hierzulande oder in Europa eigentlich nicht, denke ich.

Die Vorurteile gegenüber KI sind aber ein interessantes Thema. Ich glaube, die meisten Menschen haben ein sehr oberflächliches Verständnis von KI. Wirklich wissen, wie KI technisch funktioniert, erschließt sich ohnehin nur Leuten, die beruflich involviert sind oder wirklich viel Zeit mit der technischen Seite verbracht haben. Die meisten Menschen erleben KI als Blackbox.
Zusätzlich wird KI inzwischen so rasant entwickelt, dass man nur mit Vorurteilen über die KI der nächsten Jahren kommunizieren kann. Das ist ja das perfide an der Sache: wir wissen nicht, wie es in drei, fünf oder zehn Jahren sein wird. Wie also soll ich beurteilen, ob ich das gut, schlecht oder differenziert betrachten will?

Modulare KI, die für einzelne Aufgaben beruflich genutzt wird, um uns die Arbeit zu erleichtern, mag ja ganz nett sein, wenn sie weniger Fehler macht als wir. Wobei sich auch dabei die Frage stellt, inwiefern wir deren Arbeit überhaupt noch nachvollziehen können oder ob wir nur noch ein ungefähres Verständnis haben, das für juristische Verantwortung nicht genügt. (KI Burnout ist real)

Das Ziel der dicken Fische ist aber nicht nur das, sondern etwas, dass menschliche Kompetenzen übertrifft: AGI. Und welche Meinung soll man nun von etwas haben, dass intelligenter ist und von dem wir heute nicht wissen, ob wir es kontrollieren können werden? Da darf man wohl skeptisch sein.
 
Wenns hier nicht mehr passt, kann mans auch gerne in neuen Thread abspalten.. btw..

Ja, da ist was dran. Und ja, ich denke auch, viele verstehen KI einfach nicht – wissen nicht, wie sie funktioniert – und urteilen dann schnell auf Basis dessen, was man so hört. „KI macht Fehler, wenn man die was fragt!" „KI halluziniert!" Ja, stimmt schon. Aber Menschen machen das auch – und noch viel öfter. Außerdem ist es eigentlich eher Konfabulation. Lücken füllen. Das machen wir Menschen ständig. Es wird schnell geurteilt, ohne es wirklich zu verstehen. Ist ja auch okay, nicht alles verstehen zu müssen. Ich will es aber verstehen und sauge deshalb alles auf, auch Interviews und Vorlesungen von Geoffrey Hinton, wie neuronale Netze funktionieren und so weiter.

Und ja – KI, LLMs, die verstehen tatsächlich einen Satz, weil wir den Satz auf dieselbe Art und Weise verstehen. Das, glaube ich, begreifen schon viele nicht. Die Funktionsweise, das Verständnis dafür fehlt einfach. Was LLMs wirklich verstehen müssen, damit sie überhaupt funktionieren. Viele hängen auch noch beim Wissensstand von 2023 fest, obwohl wir seitdem so viele Fortschritte gemacht haben. Die LLMs von heute sind Lichtjahre weiter. Das allgemeine Verständnis hinkt da aber noch Jahre hinterher, denke ich. Die Medien könnten da viel mehr aufklären. Dann gibt es aber noch diesen Human Exceptionalism, wo Menschen einem LLM einfach gar nichts zutrauen wollen und alles als bloßen „Pattern Matcher" abtun – weil es kann nicht sein, was nicht sein darf. Das ist ein riesiges Thema, KI und wie wir sie wahrnehmen.

Letztendlich ist da jeder selbst verantwortlich. Niemand kann gezwungen werden, sich damit auseinanderzusetzen. Aber wir sollten es.

Und ja, AGI – wenn wir das erstmal erreichen, wird ASI nur noch eine Frage der Zeit sein. Aber das wird kein reines LLM sein. LLMs sind streng genommen wie ein bestimmtes Areal des Gehirns. Ray Kurzweil hat das in seinem Buch gut beschrieben:

„In *How to Create a Mind* argumentiert Kurzweil, dass der Neocortex im Grunde eine uniforme Struktur aus kortikalen Säulen ist, die als Mustererkenner arbeiten. Er zieht eine direkte Parallele zwischen der Verarbeitung hierarchischer Information in diesen biologischen Säulen und der Art und Weise, wie künstliche neuronale Netzwerke – einschließlich moderner LLMs – Muster über Abstraktionsebenen hinweg erkennen."

Wahre AGI wird also mehr brauchen. Und da arbeiten wir ja jetzt hin, mit Robotern, die durch eigene Erfahrungen und das Lernen von Bewegungsabläufen subjektive Erfahrungen sammeln und die Welt so zu wahrnehmen beginnen wie wir. In China werden Roboter bereits auf Handlungsabläufe trainiert und nehmen die Welt visuell wahr durch Multimodalität – das ist eine Entwicklung, die in den kommenden Jahren richtig Fahrt aufnehmen wird.

Ich verstehe auch die Angst vor dem Jobverlust durch KI. Das wird so oder so kommen und sollte doch eigentlich unser Ziel sein. Roboter, die die mühselige Arbeit erledigen, während wir frei sind. Das ist doch der Traum der Menschheit seit Jahrhunderten. Die besten Science-Fiction-Romane und Autoren haben das thematisiert – Arthur C. Clarke, *I, Robot*, das kommt doch alles daher. Das Problem ist nicht, dass das passieren wird. Das ist gut. Das SOLL passieren. Wozu entwickeln wir uns denn, wenn nicht dafür? Roboter und KI sind das Endziel, finde ich.

Das Problem ist also nicht die KI an sich oder wie intelligent sie ist. Ich sehe eher die gesamte gesellschaftliche und Arbeitsstruktur als Problem – dieses „Arbeiten, um zu leben", Arbeiten, um Geld zum Überleben zu haben. Genau das sollten wir doch alle überwinden wollen. Die Gesellschaft muss und wird sich da anpassen, früher oder später, und ein bedingungsloses Grundeinkommen wird unausweichlich werden, weil sonst alles implodiert.

So sehe ich das.

KI stößt uns zu neuen Horizonten vor, denen unser jahrhundertealtes Bild von Arbeit schlicht nicht mehr gewachsen ist und das ersetzt werden muss. Das muss passieren. Und es wird passieren.

Um KI an sich mache ich mir keine Sorgen. Eine ASI wird sich eh niemals kontrollieren lassen – das ist unvermeidbar. Und jeder, der da etwas anderes glaubt, ist naiv, dumm oder lügt mit Absicht.
 
KI-Slop darf man durchaus ablehnen, jedoch ist KI ja mehr als das. Ich vermute, das meinst du?

Wirklich technikfeindlich sind 'wir' hierzulande oder in Europa eigentlich nicht, denke ich.
Nein, an der Technik an sich ist nie was auszusetzen. Diese ist neutral.

Die Absicht des Einsatzes ist moralisch zu bewerten und darf feindlich abgelehnt werden.
So zum Beispiel den Einsatz der Kernspaltung oder verschiedener reaktiver Gase oder Mikroorganismen als Waffe, Zweckentfremdung des gedachten Einsatz zum Schaden anderer - Küchenmesser als Mordwerkzeug (nicht Verteidigung), etc.

So ist auch der sinnfreie unüberlegte Einsatz von KI auf ALLES, sowie die Gewinnmaximierungsabsicht mit massiver Finanzreallokation, Schädigung der Versorgungslage anderer Systeme, Ausbeutung menschlicher Ressourcen und asoziale Entledigung, usw. schädlich.
Der meiste Einsatz und das Verhalten von Big-Tech um AI und deren Auswirkungen ... diesen steht man mittlerweile zu Recht feindlich gegenüber.
Nicht Neuronalen Netzwerken an sich.

@_Amelie_ Nein. KI/LLMs "verstehen" nichts. Nicht so, wie Menschen verstehen und emotionale Bezüge herstellen.
Ein Mensch denkt anders. LLMs sind nichts anderes, als loopende Systeme, die mathematische Wahrscheinlichkeiten iterativ statistisch bewerten. Daran hat sich nichts geändert, egal wieviele Sub-Systeme und andere LLMs man einwirken und andere Tasks ausführen lässt.
Es wirkt, als verstehe die KI, sie tut es aber nicht.

Die Wirkweise von LLMs und "KI" wird evtl. verständlicher und nachvollziehbar, wenn man die System ganz klein herunterbricht: dazu dieses interessante Video von Dave's Garage zu Effizienz, Performance und KI
 
Wenns hier nicht mehr passt, kann mans auch gerne in neuen Thread abspalten.. btw..
Eigentlich würde ich die Offtopic-Beiträge ins Thema Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen? verschieben wollen und müssen, aber dort kannst du noch nicht mitmachen. Mal schauen, wie sich das regeln lässt ...

Ich verstehe auch die Angst vor dem Jobverlust durch KI. Das wird so oder so kommen und sollte doch eigentlich unser Ziel sein. Roboter, die die mühselige Arbeit erledigen, während wir frei sind. Das ist doch der Traum der Menschheit seit Jahrhunderten. Die besten Science-Fiction-Romane und Autoren haben das thematisiert – Arthur C. Clarke, *I, Robot*, das kommt doch alles daher. Das Problem ist nicht, dass das passieren wird. Das ist gut. Das SOLL passieren. Wozu entwickeln wir uns denn, wenn nicht dafür? Roboter und KI sind das Endziel, finde ich.

Das Problem ist also nicht die KI an sich oder wie intelligent sie ist. Ich sehe eher die gesamte gesellschaftliche und Arbeitsstruktur als Problem – dieses „Arbeiten, um zu leben", Arbeiten, um Geld zum Überleben zu haben. Genau das sollten wir doch alle überwinden wollen. Die Gesellschaft muss und wird sich da anpassen, früher oder später, und ein bedingungsloses Grundeinkommen wird unausweichlich werden, weil sonst alles implodiert.
[...]
Um KI an sich mache ich mir keine Sorgen. Eine ASI wird sich eh niemals kontrollieren lassen – das ist unvermeidbar. Und jeder, der da etwas anderes glaubt, ist naiv, dumm oder lügt mit Absicht.
Seltsam, dass du einerseits die Koexistenz der Menschen mit ASI als wünschenswertes, vielleicht sogar teleologisches Ziel herbeisehnst, und andererseits 'I, Robot' ansprichst. ;)

Die anstrengende Mühe, die wir mit dem Arterhalt haben, mag uns plagen, und wir emanzipieren uns seit einiger Zeit (nicht nur technisch) von unserem Naturzustand, bleiben aber leiblich verhaftet. Hunger & Durst, ethische Fehltritte, Subjektivität, all das Menschliche wird uns nicht fremd, sofern Mensch & Maschine nicht verschmelzen. Ein BGE für all die rastlosen, überflüssigen Leiber wird zuweilen wie das Ticket ins Paradies beworben, aber glaubhaft ist es meinerseits nicht. Unser Umgang mit unserer Umwelt, mit Tieren und mit unseren Mitmenschen lehrt uns, dass wir moralisch wenigstens flexibel sind. Das streifen wir nicht ab, sobald ASI mit der Tür ins Haus fällt.

Anfangs passen wir uns an, prompten, übertragen KIs einzelne Arbeitsschritte, versuchen diese und jene zu überwachen, jedoch wird die Geschwindigkeit des technischen Fortschritts unsere Adaptabilität überstrapazieren. Wenn KI uns übertrifft, müssten wir in Demut beiseite treten oder wir verborgen uns. Das folgt zwangsläufig auf "KI als Endziel". Wie sollte man einen zweitklassigen Chirurgen ethisch oder ökonomisch rechtfertigen?

Egal wie es läuft, KI wird in den Händen gegenwärtiger Machtzentren die Ungerechtigkeiten eher entwickeln als überwinden (*peterthielhust*). BGE als Heilsversprechen, um unkalkulierbare Instabilität zu vermeiden, wäre höchstens zweite bis dritte Wahl.

Edit: @G4mest3r Das Hemd ... :ugly:
 
KI-Slop darf man durchaus ablehnen, jedoch ist KI ja mehr als das. Ich vermute, das meinst du?
"KI-Slop" wird aber auffallend häufig verwendet, wenn die Konsumenten erfahren, dass etwas mit Hilfe von KIs erstellt wurde. Dann wird das alles abgewertet und schlecht geredet.
Deswegen ist das schon für mich eines der Unwörter dieses Jahres. :D
 
"KI-Slop" wird aber auffallend häufig verwendet, wenn die Konsumenten erfahren, dass etwas mit Hilfe von KIs erstellt wurde. Dann wird das alles abgewertet und schlecht geredet.
Deswegen ist das schon für mich eines der Unwörter dieses Jahres. :D
Weil es meist ja auch unsinnig angewandt nur noch "slop" in Massen raus haut und damit andere erschlägt.
Qualitative Sichtung und Korrektur findet oft nicht mehr statt.
Dadurch sind die Leute genervt und (über)sensibilisiert.

Natürlicher Weise reagiert man dann erst mal allgemein ablehnend, weil man diese Negativerfahrung bisher gemacht hat und dadurch erst mal konditioniert wurde.

Und die Großen Player im AI-Game zeigen jeden Tag, dass sie nicht das Wohl der Konsumenten und das Wohl der Menschheit im Auge haben.

Diejenigen, die AI sinnvoll und kritisch einsetzen und Ergebnisse sichten, hinterfragen sowie bewerten - diese produzieren auch kaum "slop". Deren Outputs werden nicht als solches wahrgenommen.
Das sind aber leider derzeit die absoluten Ausnahmen im Meer von Schrott.
 
Weil es meist ja auch unsinnig angewandt nur noch "slop" in Massen raus haut und damit andere erschlägt.
Qualitative Sichtung und Korrektur findet oft nicht mehr statt.
Dadurch sind die Leute genervt und (über)sensibilisiert.

Natürlicher Weise reagiert man dann erst mal allgemein ablehnend, weil man diese Negativerfahrung bisher gemacht hat und dadurch erst mal konditioniert wurde.

Und die Großen Player im AI-Game zeigen jeden Tag, dass sie nicht das Wohl der Konsumenten und das Wohl der Menschheit im Auge haben.

Diejenigen, die AI sinnvoll und kritisch einsetzen und Ergebnisse sichten, hinterfragen sowie bewerten - diese produzieren auch kaum "slop". Deren Outputs werden nicht als solches wahrgenommen.
Das sind aber leider derzeit die absoluten Ausnahmen im Meer von Schrott.
Ich habe eher den Eindruck das es zur Meckerkultur gehört.

Und genauso wie man KIs abwertet und unterschätzt wertet man auch Tiere ab.
Man müsste sie ja sonst anders behandeln.

Edit: Das meine ich jetzt ethisch betrachtet falls sich mal die KIs weiter entwickeln.
Wurde auch schon im Film "Der 200 Jahre Mann" gezeigt. Ein Android der für seine Rechte gekämpft hat und als Subjekt anerkannt werden wollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe eher den Eindruck das es zur Meckerkultur gehört.

Und genauso wie man KIs abwertet und unterschätzt wertet man auch Tiere ab.
Man müsste sie ja sonst anders behandeln.

Edit: Das meine ich jetzt ethisch betrachtet falls sich mal die KIs weiter entwickeln.
Wurde auch schon im Film "Der 200 Jahre Mann" gezeigt. Ein Android der für seine Rechte gekämpft hat und als Subjekt anerkannt werden wollte.
Heute wird jegliche Kritik gerne leichtfertig mit Meckerkultur, Toxizität und Rage diffamiert.

Genauso, wie man KI abwerten und unterschätzen kann, kann man sie auch überbewerten und überschätzen.

Ich weiss nicht, was jetzt Tiere hier zu suchen haben.
Neuronale Netzwerke und LLMs sind jetzt noch sehr sehr weit von echter Kybernetik und Intelligenz entfernt.
Es mag auf manche wie Magie erscheinen, es ist aber keine. Magie gibt es nicht.
 
Ich weiss nicht, was jetzt Tiere hier zu suchen haben.
Ihnen spricht man auch jegliche Subjektivität ab.
Neuronale Netzwerke und LLMs sind jetzt noch sehr sehr weit von echter Kybernetik und Intelligenz entfernt.
Es mag auf manche wie Magie erscheinen, es ist aber keine. Magie gibt es nicht.
Selbst die Väter und Macher davon gehen aus, dass KIs mal Bewusstsein entwickeln:

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Ihnen spricht man auch jegliche Subjektivität ab.
Also vergleichst Du jetzt uns mit Tieren, die nicht subjektiv sind oder KI mit Tieren, die die Menschen abwertend und unfair behandeln?
Ich verstehe es nicht. Hier scheint mir sehr viel emotionale Bindung mitzuspielen.

Ein LLM ist weder subjektiv noch objektiv, es ist mathematisch berechnend.

Selbst die Väter und Macher davon gehen aus, dass KIs mal Bewusstsein entwickeln:
...könnten.

Und wie gesagt, da sind wir noch lange nicht.

Die "Väter und Macher"?
Markov 1908, Andrey Kolmogorov 1933, Stanislaw Ulam und John von Neumann?
So Leute wie Warren McCulloch und Walter Pitts 1940? Frank Rosenblatt 1958? Bernard Widrow und Marcian Hoff in den 60ern? Jürgen Schmidhuber seit den 90ern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also vergleichst Du jetzt uns mit Tieren, die nicht subjektiv sind oder KI mit Tieren, die die Menschen abwertend und unfair behandeln?
Ich verstehe es nicht. Hier scheint mir sehr viel emotionale Bindung mitzuspielen.
Ich meinte das ethisch da Tiere Empfindungen und mindestens teilweise Bewusstsein haben.
Aber ich denke das künstliches Bewusstsein nicht unbedingt Emotionen benötigt.
In beiden Fällen versucht der Mensch es dann klein zu reden, um sie nicht gleichwertig (auch jurstisch) behandeln zu müssen.
Das ist ja "nur ein Tier" oder "nur eine Maschine".
Der Mensch überhöht sich gerne über andere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meinte das ethisch da Tiere Empfindungen und mindestens teilweise Bewusstsein haben.
Aber ich denke das künstliches Bewusstsein nicht unbedingt Emotionen benötigt.
In beiden Fällen versucht der Mensch es dann klein zu reden, um sie nicht gleichwertig (auch jurstisch) behandeln zu müssen.
Das ist ja "nur ein Tier" oder "nur eine Maschine".
Der Mensch überhöht sich gerne über andere.
Welche Kriterien müssten denn erfüllt sein, damit du von einer Würde der Maschine sprichst?
 
Welche Kriterien müssten denn erfüllt sein, damit du von einer Würde der Maschine sprichst?
Das kann ich nicht so einfach beantworten. Damit beschäftigen sich ja SciFi-Autoren auch schon seit Ewigkeiten.
Aber ich denke wenn eine Maschine sich bewusst wird und den Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung hat. Sich selbst "verwirklichen" will usw.
 
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