Doch: jeder Zugriff durch entsprechende Stellen kostet Geld, das direkt in die Kassen von PCGH & Co. wandert. Die Tech-Kraken können dann ja Abos abschließen, wenn sie wollen. Das spart Porto. Und wenn ihnen der Preis nicht gefällt, können sie ja ihre KIs die Hardware testen lassen.
Ich mein, was soll das? Die machen sich hier einen Plus-Account und können die Arbeit von PCGH millionenfach vermarkten? Wie kann man sowas rechtlich akzeptieren?
Abflüsse aus [Plus] haben wir noch nicht bemerkt und auch sonst sind mir keine Klagen über Datendiebstahl aus Premium-Angeboten bekannt. Paywalls leiden derzeit eher unter inhärenten Problemen, sind aber nicht von KI bedroht – noch nicht, möchte ich hinzufügen, denn zumindest der Markt für ältere Printwerke kollabiert zunehmend unter Mechanismen, die mit den von dir genannten vergleichbar sind: KI-Firmen kaufen systematisch digitalisierte Bibliotheken oder sogar physische Antiquariate leer, um ihre Modelle damit zu trainieren. Bei Romanen und ähnlichem, wo es um das exakte Originalwerk geht, wird das vermutlich keinen Unterschied machen. Aber Neuauflagen von Fachliteratur (und damit die entsprechenden Verlage und Tantiemen für die Autoren) dürfte des künftig nicht mehr geben.
Mir ging es aber um frei zugängliche Inhalte, wie sie das Web und damit die moderne Gesellschaft des letzten Vierteljahrhunderts geprägt haben: Werbefinanzierte Webseiten (und jede Webseite ohne Paywall ist am Ende in irgend einer Form werbefinanziert; zumindest die Server) brauchen Traffic. Online-"Öffentlichkeit" wird aber praktisch zu 100 Prozent von Suchmaschinen und innerhalb dessen zu 95 Prozent von Google kontrolliert. Der virtuelle Marktplatz, auf dem man sein Angebot Kunden vorlegen kann, war erst die Google-Suche – da war die Welt noch in Ordnung und es wurde nur der Kontakt zwischen Anbieter und Leser vermittelt. Dann kam der Umschwenk auf Google News, Google Discover und ähnliche Formate, bei denen erhebliche Teile des Inhalts direkt mit angezeigt werden, also ohne Beteiligung von und Belohnung für Autoren, ausgespielt werden. Das brachte die großen Gerichtsschlachten rund um das Leistungsschutzrecht mit sich – und einen massiven Rückgang neuer Websites, das Sterben alter. Die neue Öffentlichkeit 2026 heißt jetzt "Gemini" (oder "ChatGPT") und reduziert den Content Creator auf eine Fußnote, teils sogar mehrere hinter einer Schaltfläche versteckt. "Leser" nehmen nicht einmal mehr war, wer da ursprünglich was herausgefunden hat, geschweige denn dass dieser Jemand irgend eine Chance hat, für seine Arbeit entlohnt zu werden. Stattdessen kassieren die KI-Anbieter für die Auslieferung geklauten Know-Hows.
Ich finde, es gibt ja auch genug Beispiele, wo man das bereits getan hat. Digital Foundry messen auch keine sturen FPS mehr. Die sind interessant, weil sie sich für die Technik interessieren und die genau beleuchten. Da wird sich nicht über KI lustig gemacht oder DLSS 5 oder Raytracing als Ressourcenverschwendung betrachtet – warum wohl? Weil die genau die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich anpassen.
Ich kann mich auch nicht erinnern, wann ich bei Digital Foundry das letzte Mal das Wort „Native Auflösung“ gehört habe. Again – warum wohl? Weil das völlig irrelevant geworden ist. Die befassen sich gar nicht mehr damit. Interessiert mich auch nicht mehr.
Aber so, wie sich hier immer auf KI und Raytracing und Nvidia chauffiert wird, das ist dem Untergang geweiht, sag ich nur, wenn sich das nicht ändert. Just my 2 cents.
PCGH sollte sich auch gar nicht mehr auf Rasterizing konzentrieren, sondern das vielleicht als „Legacy Rendering“ als Fallback für schwächere Systeme in den Benchmarks als Sidenote integrieren, aber der Fokus sollte auf Raytracing und Pathtracing liegen und kommenden neueren DLSS 5 Vergleichen etc. Das wäre meine Empfehlung. But what do I know.
Es geht nicht um einen einzelnen Inhalt. Du wärst nicht der Erste, der kein Interesse an den Inhalten von PCGH hat, die Frage "wer braucht ein Magazin nur für Gaming Hardware?" begleiten uns seit der ersten Ausgabe. Und tatsächlich sind wir auch ziemlich nischig, einigen Herstellern zu Folge global einzigartig. Aber hey: Wenn lieber ein Heft nur zu PC Games haben will, dann können wir sogar ein komplettes zweites Magazin mit diesem Themenschwerpunkt anbieten:
www.pcgames.de
Aber die Kollegen stehen genauso vor der KI-Wand. Und mit ihnen die Web-Pendants von Auto-Zeitschriften, Natur- und Reise-Magazinen, Sport-Illustrierten, Politik-Journalen und selbst Tageszeitungen: Es geht nicht um die Inhalte, die sind weiterhin populär. Es geht um die Auslieferung die sich umstellt auf "KI klaut den Inhalt gratis von der Webseite, Leser konsumieren von der KI." Es ist vollkommen egal, was wir für Schwerpunkte setzen: Solange die Leute Gemini-Zusammenfassungen auf Google.de lesen, werden wir dafür nicht bezhalt.
FRANKFURT/ROSBACH VOR DER HÖHE (dpa-AFX) - Der Umweltverband BUND fürchtet einen zunehmenden Flächenfraß durch weitere Rechenzentren in Hessen. Neben dem Verlust von wertvollem Ackerland könnten solche
www.finanznachrichten.de
Hä, wer braucht Ackerland oder möglichst mildes Klima? Lieber viel Rechenpower und somit neue Rechenzentren für KI - für's Chatten, Bilder und Videos (fake!?

) ... machen. Denn das bringt voll Spaß! Lebensmittel kriegt mensch doch eh aus dem Supermarkt und wenn's heiß ist, bleibe ich drin' und schmeiß' einfach meine Klimaanlage an ...
In dieser blöden "Natur" gibt es doch sowieso nur Hitzewellen, Tigermücken und tropische Krankheiten bis an die Nordseeküste. Wir brauchen viel mehr KI-Rechenzentren für die VR der Zukunft!