Keine Minarette in der Schweiz erlaubt?

Also die Wörtchen "richtig" und "falsch" solltest du in Bezug auf Religionen erstmal weglassen (ja, ich habe sie auch ein Mal verwendet, um auf deine Aussage einzugehen). Was ich damit jedenfalls sagen wollte, ist, dass sich die hohen Vertreter der Moslems nicht wundern brauchen, wenn eine Volksabstimmung in einem christlichen Gebiet nicht zu ihrer Zufriedenheit ausgeht. Ich bin kein Theologe, aber wenn ich raten sollte, würde ich behaupten, dass sich selbt Atheisten in der Schweiz noch eher zum Christentum hingezogen fühlen, als zum Islam, weil erstere Religion einfach mit der Landesgeschichte verbunden ist.
Nicht umsonst steht diese Definition in Anführungszeichen. Aber so erzeugen die Schweizer ja diese Definition, weil sie sagen: Nein, du Religion darfst die Kirche nicht so bauen wie du willst, alle anderen dürfen das. Damit gibt es die "richtigen" Religionen mit mehr Rechten als die "falsche" Religion.

Deine konkrete Frage möchte ich mit einer Gegenfrage "beantworten": Doch, wer behauptet das Gegenteil?
Das habe ich bereits schon 30x erklärt, warum und wieso.

Nein, aber hier geht es auch nicht darum, dass man Bauanträge für Moschen ablehnen würde, sondern nur um die Minarette.
Eben und das ist falsch. Weil eben ein Kirchturm gebaut werden darf.

Bitte beachten: Dass ein Bruch vorliegt, entspricht ausschließlich deiner persönlichen Meinung und wurde weder von der UNO, einem Gericht, oder irgendeiner anderen offiziellen Organisation bestätigt!

Dass meiner Meinung nach kein Bruch vorliegt, solltest du mittlerweile mitbekommen haben. Die Begrünung(en) darfst du in meinen vorigen Postings nachschauen.
Dito bei mir und wir werden ja sicherlich bald sehen, welche Instanz sich dieser Sache annehmen wird. Ich denke, dass dort meine Meinung auch bestätigt wird, alles andere beißt sich ganz einfach.

Nebenbei habe ich gerade zufällig im Wikipedia-Artikel über die Dürener Moschee entdeckt, dass dort 1985 gegen die Gebetsaufrufe geklagt wurde und die Klage verloren wurde, die Aufrufe also rechtens sind. Damit steht für mich auf jeden Fall fest, dass auch der Bau eines Minarette rechtens ist und unter die Religionsfreiheit fällt.

Fatih-Moschee (Düren) ? Wikipedia

Also auf diese Aussage gibt es nur eine Antwort: Informiere dich schleunigst, was man wirklich unter Faschismus versteht! Wenn du das getan hast und immer noch der Ansicht bist, dass das Minaretteverbot ganz klar unter Faschismus fällt, dann würde ich dich nicht nur als Linken, sondern als extrem Linksradikalen bezeichnen.
Faschismus ist die Diskriminierung anderer Menschen aufgrund gewisser Merkmale. Sei es Hauptfarbe, sei es ihre Nationalität oder (wie in diesem Falle) ihre Religion. Das ist auf jeden Fall sachlich korrekter als Rassismus, da wir hier über keine unterschiedlichen Rassen reden.

Meine Lieblingsband war bis jetzt seit ihrem Bestehen geschätzte 2 Mal in Österreich zu sehen/hören, während man die Minarette jeden Tag sehen würde. Im Übrigen hinkt dein Vergleich gewaltig, weil man Menschen schwer mit Bauwerken vergleichen kann und mir es auch egal ist, welche Musik meine Nachbarn hören, solange sie mich damit nicht lautstark belästigen.
Nun, wenn du den Vergleich nicht verstehst kann ich dir auch nicht helfen. Wohl eine Notwendigkeit, weil du mir sonst zustimmen müsstest?!

Und in diesen Punkt fällt für dich die Verhinderung des Einflusses anderer Baukünste nicht rein, stimmts?!
Richtig.


Ich hatte u.A. gestern über eine (ehemalige) Moschee gelesen, deren Minarette in einem anderen Gebäude nachgebaut wurde. Leider finde ich den Link nicht mehr (war wohl nicht dieser PC), ich werde ihn nachreichen.

Wieso nicht? Wenn die Moslems in Europa ohnehin an 98 % aller Tage des Jahres auf einen Muezin verzichten können, wozu brauchen sie dann die Minarette, um ihre Religion auszuleben. Soweit ich weiß, sitzen die nicht alle entlang der Wendeltreppe und beten da drinnen.
Also ist eine freiwilliger Verzicht gleichzeitig die Legitimierung dieses Recht zu verbieten? Also nur weil du aktuell kein HartzIV beziehst (hoffenlich! ;)), darf man dir deswegen jetzt einfach das Geld verbieten?

Das meiste, was neu gebaut wird, steht außerhalb der Kernstädte, weil Kernstädte schon bebaut zu sein pflegen. Irgendwann breiten sich Städte im Rahmen des normalen Wachstums aber aus und dann ist das, was mal am Rand war, plötzlich mittendrin.
Stimmt, ein Problem seh ich da jetzt immer noch nicht.

Und auf dem Bild, das Du da eingestellt hast, trägt die Moschee sicherlich nicht positiv zum Stadtbild bei. Das tun die schönen 50er-Jahre-Mehrfamilienhäuser allerdings auch nicht.
Ich finde weder, das die Moschee stört, eigentlich sogar eher im Gegenteil, wenn man die Wohnbunker sich anschaut. Es geht in dieser Frage wohl eher um die "Gewöhnung". Mir ist eine schöne Moschee lieber als eine hässliche Kirche. Aber das sehen andere natürlich anders, nur ist das dann imho eben nicht mehr sinnvoll, sondern grenzt halt an Faschismus, wenn man etwas nur deswegen nicht gefällt, weil es eine andere Religion und/oder Kulturkreis stammt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich denke, dass dort meine Meinung auch bestätigt wird, alles andere beißt sich ganz einfach.
Bis es soweit ist, solltest du dich mit deinem Egoismus ein Bisschen zurückhalten (deine Meinung ist nicht zwangsläufig die "richtige", auch wenn du das vermutlich gerne hättest). Wir werden dann ja sehen, wie offiziell entscheiden wird.
Faschismus ist die Diskriminierung anderer Menschen aufgrund gewisser Merkmale. Sei es Hauptfarbe, sei es ihre Nationalität oder (wie in diesem Falle) ihre Religion.
Nö, da musst ich dich enttäuschen. Wenn du das glaubst, bist du falsch informiert und deine genannten Merkmale wirst du auch in keiner seriösen Definition von Faschimus finden.
wikipedia schrieb:
Unter diesem Sammelbegriff werden verschiedene historische und ideologisch-politische Richtungen eingeordnet, darunter der deutsche Nationalsozialismus sowie weitere, meist rechtsgerichtete politische Bewegungen, die Diktaturen stützen oder anstreben. Vom Ursprung her sind es national- und sozialrevolutionäre Bewegungen mit meist totalitären Zügen.
Quelle
Nun, wenn du den Vergleich nicht verstehst kann ich dir auch nicht helfen. Wohl eine Notwendigkeit, weil du mir sonst zustimmen müsstest?!
Wer sagt denn, dass ich ihn nicht verstehe? Ich lehne es nur ab, Menschen mit Objekten/Gebäuden zu vergleichen. Dass du damit ein Problem hast, bringt nur wieder deinen ausgeprägten Egoismus zum Vorschein.
Also ist eine freiwilliger Verzicht gleichzeitig die Legitimierung dieses Recht zu verbieten?
Hier geht es wieder etwas durcheinander. Der Verzicht bezieht sich auf den Muezin und der wird ja genauso wenig verboten, wie seine Tätigkeit. Kurz nachdenken nach dem Lesen ist durchaus erlaubt.

MfG, boss3D
 
Weil es, genau wie ein Kirchturm, zu einer Moschee dazu gehört. Der Muezin wird dann bei hohen Feiertagen auch durchaus genutzt, aber eben nur dann.

Ich denke mit solch einem Kompromiss kann man leben, ohne direkt den Untergang der abendländischen Kultur zu befürchten....

öhm sehr sinnvoll, ein Minarett für mehrere 10 tausend Euro bauen, das dann nur ein zwei mal im Jahr genutzt wird??? ich glaube kaum, das sich das irgendeine muslimische Gemeinde leisten kann bzw will...

wenn die so ein Ding bauen, dann wird das auch genutzt...

ansonsten braucht man es wirklich nicht, und genau deshalb verstehe ich die Aufregung nicht!

Wenn man insoweit Kompromisse eingeht, das kein Muhezin zum Gebet ruft, warum dann nicht noch ein Schrittchen weiter; einen Haufen Asche sparen, und das Ding einfach weglassen, für das gesparte Geld könnte man zb in Schulen für Aufklärung sorgen, um sich zu integrieren... eine wesentlich bessere Möglichkeit, als ein zweimal im Jahr vom Turm zu rufen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde weder, das die Moschee stört, eigentlich sogar eher im Gegenteil, wenn man die Wohnbunker sich anschaut. Es geht in dieser Frage wohl eher um die "Gewöhnung". Mir ist eine schöne Moschee lieber als eine hässliche Kirche. Aber das sehen andere natürlich anders, nur ist das dann imho eben nicht mehr sinnvoll, sondern grenzt halt an Faschismus, wenn man etwas nur deswegen nicht gefällt, weil es eine andere Religion und/oder Kulturkreis stammt.

Dann geht es vielleicht um eine Frage des Geschmacks. Aber so, wie Du mit dem Begriff "Faschismus" um Dich wirfst, habe ich allmählich den Eindruck, daß Du überhaupt keine Ahnung hast, was das eigentlich bedeutet.

Bedenke: Der Faschismus hat immer einen totalitären Geltungsanspruch. Aber die freie Politikgestaltung durch Mehrheitsentscheid ist alles andere als totalitär und mit Sicherheit nicht faschistisch.

Anders wäre es, wenn ein einzelnes totalitäres Machtorgan (das kann eine Einzelperson oder auch ein Gremium an der Spitze einer Einheitspartei sein) von sich aus ohne Ansehen des Willens der Bevölkerung so eine Entscheidung träfe.

Nachtrag:
Bucklew schrieb:
Nebenbei habe ich gerade zufällig im Wikipedia-Artikel über die Dürener Moschee entdeckt, dass dort 1985 gegen die Gebetsaufrufe geklagt wurde und die Klage verloren wurde, die Aufrufe also rechtens sind. Damit steht für mich auf jeden Fall fest, dass auch der Bau eines Minarette rechtens ist und unter die Religionsfreiheit fällt.

Das wird dann an dieser Stelle auch rechtens sein, aber die Entscheidung eines einzelnen deutschen Amtsgerichts (höher wird so ein Verfahren wohl nicht gegangen sein) von 1985 trifft noch keinerlei Aussage darüber, ob denn dieses Urteil auch tatsächlich richtig ist oder ob es heute noch einmal in dieser Form gefällt würde. Immerhin wird in vielen anderen deutschen Städten und Gemeinden anders entschieden.

Interessant zu dem Thema vor allem mit Abgrenzung zur christlichen Kirche:
http://library.fes.de/fulltext/asfo/01003004.htm#E11E3

Interessant ist auch diese Dissertation. Vor allem S. 234ff. sind beachtenswert.
http://mitglied.lycos.de/Moscheen2/moscheen-in-deutschland.PDF
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn sich der Baustil dieser Türme, die sie in der Regel bauen, denn harmonisch in das Stadtbild einfügen könnte, wäre dagegen ja nichts zu sagen.

Wenn das das Problem wäre, sollte man ihnen vorschreiben, nur noch Minarette zu bauen, die "sich harmonisch in das Stadtbild" einfügen (was immer das heißt). Würde zwar vielleicht für ein bißchen Unmut sorgen, wäre aber kein großes Problem. Muslime haben bekanntermaßen mehrfach Kirchen in Moscheen umfunktioniert, und es gab auch schon Bemühungen, dass in Deutschland zu machen - nur verkauft die Kirche für solche Verwendungszwecke. Ein "Minarett" kann also sehr wohl die Optik eines Krichturmes haben, wenn das verlangt wird.
Wird es aber nicht. Bislang wurde gar nichts verlangt - jetzt wird verlangt, dass es gar keins gibt. Es wurde nie das äußere als Problem definiert und dieses Problem demnach auch nie angegangen.

Wenn Du die Unterschiede nicht selber erkennen kannst, kann ich Dir auch nicht helfen.

Ich frage nicht nach dem Vorhandensein von Unterschieden. Die sind klar zu sehen - aber es sind imho jedesmal andere und die Minarette sehen sich untereinander deutlich weniger ähnlich, als einige der Minarette im Vergleich zu einigen der nicht-Minarette. Ich frage also danach, welche dieser Unterschiede eine Trennung zwischen "klassischem oder modernem orientalischen Baustil" und allem anderen erlauben?

Du wirst wohl selbst entscheiden können, was hier ins deutsche/schweizer/französische/spanische/italienische/nordafrikanische etc. Stadtbild passen würde und was nicht, oder?

Es mag daran liegen, dass ich zuviel (Groß)städte gesehen habe, aber ich könnte nicht einmal den Begriff "xyz-Stadbild" eindeutig definieren. Aber b2t:
Willst du deinen Definitionsansatzt, der da lautet
"Ein turmartiger Bau oder Anbau im Rahmen eines größeren Gebäudekomplexes - oft mit begehbarer Plattform nahe der Spitze - in klassischem oder modernem orientalischen Baustil."
verwerfen und einen neuen (mit Bezug zum Stadtbild) liefern? Oder erklärst du jetzt bitte, wie man "orientalische" Türme von anderen Türmen unterscheidet, wenn man den Begriff soweit fasst, dass er alle existierenden Minarette umfasst?

Oder willst Du mich für dumm verkaufen?
Oder willst du mit persönlichen Angriffen davon ablenken, dass auch du keine Idee hast, wie man "Minarett" definieren soll, ohne das Kriterium der Religion zu verwenden?


gestern habe ich dann noch gesehen, in Berlin steht ein Minarett, das schlicht nicht begehbar ist, damit man nicht zum Gebet rufen kann^^

wozu denn dann überhaupt???

Geschmack - oder was auch immer.
Nur weil etwas keinen Sinn macht, muss man es noch lange nicht verbieten.
(maximal in die RuKa verschieben :ugly: )

ganz ehrlich: ein Minarett ist dazu da, das zum Gebet gerufen wird, wenn das dann lautstark in einer landesfremden Sprache fünfmal am Tag geschieht, dann ist das ein erheblicher Einschnitt in die Landeskultur

Es gibt eine Vielzahl von Minaretten, von denen nie gerufen wird oder nur zu besonderen Anlässen. Der Ruf zum Nachtgebet dürfte sich überhaupt nicht mit z.B. den deutschen Lärmvorschriften vereinen lassen und wird afaik nirgendwo in Deutschland praktiziert.
Man kann Minarette also sehr wohl ohne den Einschnitt der Lärmbelästigung bauen.
Und man kann umgekehrt die Lärmbelästigung mit Regeln verhindern, die nicht religionsspezifisch sind, sondern schlichtweg alle treffen, die Lärm machen. Statt dessen verbietet die Schweiz schweigende Minarette zur Mittagszeit, wärend Deutschland Laubbläser um 7:30 erlaubt :(

Und, um das nocheinmal klarzustellen:
Die hier von der Schweizer Regierung getroffene Regelung verbietet nicht den Muezinruf. Sofern der nicht durch andere Gesetze verboten wird, kann er weiter krakehlen, wie er lustig ist - man schreibt ihm lediglich vor, sich in Zukunft aufs Dach stellen zu müssen.

wer jetzt mit Glocken kommt: mal ehrlich, es ist ein Unterschied eine Tonfolge in die Lande zu schicken, oder einen Text in einer fremden Sprache auszurufen, der deutlich länger dauert...

Ein vollständiges Geläut kann ebenfalls sehr lange dauern, wärend Muezinrufe auch kurz gehalten werden können. (auch hier gibt es afaik in Deutschland Moscheen, denen entsprechende Auflagen gemacht wurden)
Ich hab wärend meiner Urlaube im arabischen Raum noch nie einen Muezinruf gehört, dessen Länge es mit dem Hochzeitsgeläut aufnehmen konnte, dass eine Kirche mehrmals die Woche veranstaltet, in deren Hörweite ich jahrelang lebte. (Und um ganz ehrlich zu sein: aufwachen tu ich persönlich von beidem, wenn es gleich laut ist. An den Klang des Muezin kann ich mich in 2 Wochen Urlaub ausreichend gewöhnen, um ihn genauso wenig bewußt wahrzunehmen, wie das Gebimmel)


Das Problem liegt an den Muslimem selbst . Sie wollen weder die Religion , die Kultur und die Gesetze ihrer Gastländer annehmen .

Äh - das hast du jetzt nicht ernsthaft geschrieben, oder?
"Das Problem liegt an den Muslimen selbst. Sie wollen die Religion ihrer Gastländer nicht annehmen"
?
:huh: :rollen:

Zum Rest sei noch einmal wiederholt: Wir reden hier nicht von Einwanderern. Wir reden hier von allen Muslimen. Das heißt auch von schweizerischen Muslimen mit schweizern Eltern, schweizer Großeltern, schweizer Kultur und (bis vor wenigen Tagen) voller Zustimmung zu den schweizer Gesetzen. Auch denen wird es verboten, ein Symbol für ihren Glauben zu errichten.


Ein Bayer ist also auch ein Feind, wenn er nach dem Umzug nach Hamburg lieber Weißwurst als Hering isst?

Auf den Hering muss man nicht bestehen, aber Einbürgerungstests für Bayern fordere ich schon seit langem :P


nd nein, ein orientalischer Turm, der wie ein Minarett aussieht, hatte mit Sicherheit vorher schon nirgends Aussicht auf Bestehen eines Genehmigsungsverfahrens, da er sich nicht in das Stadtbild einfügen würde. Dieser Einwand konnte bisher nur trickreich mit der Eigenschaft "Minarett" umgangen werden, weil es ja dann unglaublich kulturbereichernd und integrationsfördernd ist und die Zustimmung aller von grün bis rot findet. Aber ehrlich: Ich finde die Dinger optisch einfach nur unpassend und wahnsinnig häßlich. Wenn die in einem normalen europäischen Baustil gehalten wären, sodaß sie nicht auffallen, würde sich doch auch überhaupt niemand beschweren.

Genausowenig, wie es hier nur um Einwanderer geht, geht es hier nur um Minarette in Städtbildern anderen Baustils. Es ist auch verboten, sein Minarett auf eine Lichtung im Wald zu stellen (selbst dann, wenn es von den Bäumen überragt wird), oder ein Industriegebiet zu verschandeln, in dem man zwischen Kohlekraftwerk und Chemiefabrik einen "unpassenden und wahnsinnig häßlichen" Turm errichtet.
(ne. natürlich nicht. unpassende und wahnsinnig häßliche Türme werden da alle naslang errichtet. Aber wehe, es ist ein unpassend und wahnsinnig häßlicher muslimischer Turm...)


Wieso nicht? Wenn die Moslems in Europa ohnehin an 98 % aller Tage des Jahres auf einen Muezin verzichten können, wozu brauchen sie dann die Minarette, um ihre Religion auszuleben. Soweit ich weiß, sitzen die nicht alle entlang der Wendeltreppe und beten da drinnen.

Es gibt Christen, die können ihr ganzes Leben lang auf Kirchenglocken verzichten (bzw. müssen, weil sie sie froh sind, wenn sie sich was zu essen leisten können). Wozu also muss ich das Gebimmel ertragen? Und den Anblick von Kirchtürmen, die mir den Blick auf den Himmel verstellen?
Wieso wird u.a. von einem Geld auch noch deren Erhalt unterstützt?

Du weißt schon, dass Moslem und Einwanderer durchaus das Selbe sein kann und dass man auch innerhalb von Europa von einem Land in die Schweiz immigrieren kann?!

s.o. - es gibt vieles, was jemand "auch" sein kann. Aber wenn man eine bestimmte Eigenschaft als hartes Argument für das Verbot führen will, dann darf die nicht "auch" auf einen Teil der Betroffenen zutreffen, sondern dann sollte die tunlichst von allen geteilt werden. Sonst hat der Rest nämlich weiterhin einen sehr guten Grund, sich zu beschweren.


Dieses "Missverständnis" entstand aus einer Antwort auf eine von Bucklews Aussagen. Natürlich kann man die Wörter "richtig" und "falsch" nicht in Verbindung mit Religionen verwenden. Ich hoffe, ich habe das weiter oben in diesem Posting klargestellt.

Hmm - geht. Einige Begriffe sollte man nichtmal aufgreifen ;)

Ich denke schon, dass die Schweizer nicht bloß aus Prinzip gegen die Minarette und somit irgendwo auch gegen den Islam gestimmt haben, sondern Fakten, wie die Verwendung und das Aussehen von Minaretten bedacht haben. Zumindest bei der Mehrheit der Schweizer Wähler hoffe ich das. :schief:

Ich kenne die Schweizer nicht, aber ich habe genug Moschee. (nicht nur Minarett-) Gegner in der Bekanntschaft, die könnte ich vor den Felsendom stellen und ihnen sagen, dass das ne Moschee ist und sie würden höchstens aufgrund der Schriftzeichen misstrauisch werden. Wenn ich die umfangreichen Plakat,...-Aktionen in der Schweiz bedenke und die Beeinflussbarkeit solcher Personen übertrage, dann wird ein nicht unerheblicher Teil solcher Leute an der Wahl teilgenommen haben.
Ein Test wäre mal interessant, um herauszufinden, wieviele der 51% wirklich Ahnung von Minaretten haben (oder warum sie überhaupt dagegen gestimmt haben).
Z.B. Leute fragen, waurm sie dagegen waren und wenn sie "Aussehen" nennen, dann könnte man ihnen mal Bilder von mir oben verlinkten Strukturen zeigen, die aus 100-200m Entfernung aufgenommen wurden (bzw. bei den sehr hohen Strukturen aus einer Entfernung, die sie wie ein 30m hohes Minarett aus 200m wirken lässt) und auf denen nur der Turm selbst zu sehen ist. Bin mal gespannt, wieviele ein Minarett erkennen, wenn sie eins sehen.


Nun, wenn die Minarette nicht verboten worden wären und das zu Krawallen und Demonstrationen geführt hätte, würde das zwar nicht unbedingt positiv für das Schweizer Volk aussehen, aber die öffentliche Ordnung wäre erheblich gestört worden.

Das heißt, du möchtest das Verbot von Minaretten mit den kriminellen Aktivitäten von Minarettgegnern begründen?
Analog könnte man dann z.B. die NPD verbieten, weil irgendwelche Krawallos aus Gegendemonstrationen heraus Steine werfen. Oder man verbietet Schulen, damit keine Kinder mehr auf dem Heimweg überfallen werden. Oder wie wäre es mit einem Verbot von Holocaustdenkmälern? Das würde die regelmäßige Schändung derselbigen verhindern.

Ich persönlich würde die Menschenrechte eher dahingehend interpretieren, dass "Störung" einen aktiven Vorgang meint und nicht Reaktionen auf ein vollkommen passives Objekt diesem zur Last gelegt werden können.

Einen Widerspruch kann ich in meinen Aussagen nicht erkennen. Solltest du einen entdeckt haben, bitte ich dich, diesen klar zu nennen.

Ich erkenne einen Wiederspruch zu der von mir zitierten Fassung der Menschenrechte. Zeitgleich behauptest du aber afaik, dass die schweizerische Regelung nicht gegen diese Menschenrechte verstößt.

Bitte korrekt bleiben! Einen Turm dürfen auch Moslems nach wie vor errichten, wenn er die Bauvorschriften erfüllt (an die sich übrigens auch jeder Andersgläubige halten muss). Nur Minarette dürfen nicht mehr errichtet werden, auch nicht von Christen, Atheisten, etc.

Siehe oben - definiere mir "Minarett" so, dass die Definition auf alle Minarette zutrifft aber auf keinerlei andere Bauwerke und ohne dass diese Definition Bezug zur Religion nimmt.

(kennt eigentlich einer die in der schweizerischen Rechtssprechung gültige Definition? Gehe ich davon aus, dass Muslime auch keinen "Turm" an ihre Moschee bauen dürfen)




P.S. bezüglich "Faschismus": Ich würde empfehlen, den Begriff nicht zu verwenden, wenn keine Einigkeit über seine Bedeutung besteht. Nicht mal unter Politikwissenschaftlern gibt es eine einheitliche Erklärung. Der Begriff wurde letztlich von Faschisten selbst geprägt, ohne dass die jemals spezifiziert hätten, welche ihrer vielen Eigenschaften denn den Ausschlag geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wozu also muss ich das Gebimmel ertragen? Und den Anblick von Kirchtürmen, die mir den Blick auf den Himmel verstellen?
Es steht dir absolut frei, entweder eine Unterschriftenaktion dagegen zu starten (ab einer gewissen Anzahl muss das Thema im Parlament vorgelegt werden, wobei diese Anzahl in D vermutlich weitaus höher sein muss, wie in Ö), oder gerichtlich dagegen vorzugehen, wenn du Begründungen hast. In beiden Fällen bezweifle ich aber, dass du damit durchkommen wirst, weil es an Unterstützung mangeln wird.
Das heißt, du möchtest das Verbot von Minaretten mit den kriminellen Aktivitäten von Minarettgegnern begründen?
Ich möchte gar nichts. Was ich damit sagen wollte ist, dass die Schweiz vor Gericht möglicherweise damit argumentieren könnte. Über Sinn, oder Unsinn dieser Argumentationsweise kann man natürlich streiten.
Siehe oben - definiere mir "Minarett" so, dass die Definition auf alle Minarette zutrifft aber auf keinerlei andere Bauwerke und ohne dass diese Definition Bezug zur Religion nimmt.
Das ist in der Tat ein Problem, gebe ich offen zu. Ich würde es mir auch nicht zutrauen, eine Definition zu verfassen, aber ich denke doch, dass es da zumindest "Orientierungsmerkmale" gibt.
Wenn ich das Wort Minarette höre, denke ich zumindest sofort an die Türme der Hagia Sophia und die lassen sich durchaus von Schornsteinen, Wassertürmen, etc. unterscheiden.
Nicht mal unter Politikwissenschaftlern gibt es eine einheitliche Erklärung. Der Begriff wurde letztlich von Faschisten selbst geprägt, ohne dass die jemals spezifiziert hätten, welche ihrer vielen Eigenschaften denn den Ausschlag geben.
Ich will Bucklew nichts unterstellen, aber ich denke ganz einfach, dass er ein "hartes" Wort für die Vorgänge in der Schweiz gesucht hat, allerdings nichts wirklich Passendes gefunden hat und so auf Faschismus kam.

MfG, boss3D
 
Bis es soweit ist, solltest du dich mit deinem Egoismus ein Bisschen zurückhalten (deine Meinung ist nicht zwangsläufig die "richtige", auch wenn du das vermutlich gerne hättest). Wir werden dann ja sehen, wie offiziell entscheiden wird.
Angesichts des Urteils bezüglich der Gebetsausrufe kann ich leider meinen Egoismus nicht zurückfahren ;)

Nö, da musst ich dich enttäuschen. Wenn du das glaubst, bist du falsch informiert und deine genannten Merkmale wirst du auch in keiner seriösen Definition von Faschimus finden.Quelle
Nimm doch mal ein anderes Zitat:
"Der Begriff Faschismus bezeichnete zuerst die von Benito Mussolini 1922 zur Macht geführte politische Bewegung in Italien. Von dort aus wurde der Begriff für ähnliche politische Strömungen und Systeme anderer Staaten, vorwiegend in Europa, besonders in den Jahren 1920 bis 1945, verwendet. Faschistische Strömungen gab es weiterhin auch in Asien und Lateinamerika."
Das hier wäre eine faschistische Strömung. Ausrichtung auf nationalistisches Gut und Ausgrenzung andersgläubiger.

Wer sagt denn, dass ich ihn nicht verstehe? Ich lehne es nur ab, Menschen mit Objekten/Gebäuden zu vergleichen. Dass du damit ein Problem hast, bringt nur wieder deinen ausgeprägten Egoismus zum Vorschein.
Ein Minarette ist auch nicht nur ein Gebäude. Wenn du das nicht verstanden hast, scheinst du hier falsch zu sein.

Hier geht es wieder etwas durcheinander. Der Verzicht bezieht sich auf den Muezin und der wird ja genauso wenig verboten, wie seine Tätigkeit. Kurz nachdenken nach dem Lesen ist durchaus erlaubt.
Warum dann das Minarette-Verbot? Gestern war doch der Muezinruf der Hauptgrund GEGEN den Bau von Minaretten?
Mich stört nicht das Bauwerk an sich, sondern der Verwendungszweck und die Optik. Ich will wirklich nicht jeden Tag von einem Muezin geweckt werden.
http://extreme.pcgameshardware.de/w...inarette-der-schweiz-erlaubt.html#post1317113

öhm sehr sinnvoll, ein Minarett für mehrere 10 tausend Euro bauen, das dann nur ein zwei mal im Jahr genutzt wird??? ich glaube kaum, das sich das irgendeine muslimische Gemeinde leisten kann bzw will...
Warum eine Kirche, wenns auch eine Scheune tut? Warum ein Teppich, wenns auch ne Ladung Sand tut?

wenn die so ein Ding bauen, dann wird das auch genutzt...
Ganz klar und nachweislich: Nein.

Auch wenn es so gern in das Schema der bösen Moslems passt, das uns irgendwelche Rechtspopulisten und anderes Gesock uns einreden versucht.

Wenn man insoweit Kompromisse eingeht, das kein Muhezin zum gebet ruft, warum dann nicht noch ein Schrittchen weiter; einen Haufen Asche sparen, und das Ding einfach weglassen, für das gesparte Geld könnte man zb in Schulen für Aufklärung sorgen, um sich zu integrieren... eine wesentlich bessere Möglichkeit, als ein zweimal im Jahr vom Turm zu rufen!
Das kannst du gern mit den entsprechenden Gemeinden im Dialog erörtern, wenn sie es dagegen einfach tun wollen, sehe ich keinen Grund ihnen das zu verbieten - zumindest keinen Grund mehr, um nicht auch christliche Kirchtürme zu verbieten.

Bedenke: Der Faschismus hat immer einen totalitären Geltungsanspruch. Aber die freie Politikgestaltung durch Mehrheitsentscheid ist alles andere als totalitär und mit Sicherheit nicht faschistisch.
Faschismus setzte auch immer darauf, die Mehrheit in dem Sinne zu manipulieren, dass am Ende das herauskam, was eine kleine Minderheit richtig fand. Nichts anderes ist hierbei geschehen.

Auch eine Mehrheitsentscheidung darf die Rechte einer Minderheit nicht verletzten. Oder wäre es fair, wenn morgen per Volksbegehren entschieden wird, dass Icejester übermorgen vom jeden beraubt werden darf nach Lust und Laune?
 
Ich frage nicht nach dem Vorhandensein von Unterschieden. Die sind klar zu sehen - aber es sind imho jedesmal andere und die Minarette sehen sich untereinander deutlich weniger ähnlich, als einige der Minarette im Vergleich zu einigen der nicht-Minarette. Ich frage also danach, welche dieser Unterschiede eine Trennung zwischen "klassischem oder modernem orientalischen Baustil" und allem anderen erlauben?

Frag einen Architekten oder Kunsthistoriker. Der wird die entsprechenden Elemente schon benennen können. Ich bin auf dem Gebiet leider nicht sehr beschlagen, wenn es über Neoklassizismus, Art Déco und Jugendstil hinausgeht.

Es mag daran liegen, dass ich zuviel (Groß)städte gesehen habe, aber ich könnte nicht einmal den Begriff "xyz-Stadbild" eindeutig definieren. Aber b2t:
Willst du deinen Definitionsansatzt, der da lautet
"Ein turmartiger Bau oder Anbau im Rahmen eines größeren Gebäudekomplexes - oft mit begehbarer Plattform nahe der Spitze - in klassischem oder modernem orientalischen Baustil."
verwerfen und einen neuen (mit Bezug zum Stadtbild) liefern? Oder erklärst du jetzt bitte, wie man "orientalische" Türme von anderen Türmen unterscheidet, wenn man den Begriff soweit fasst, dass er alle existierenden Minarette umfasst?
So. Ich zeige Dir jetzt einfach mal ein Bild, das ja bekanntlich mehr sagt als tausend Worte.

http://media.photobucket.com/image/Moschee%20Bonn/Treibgutspool/TK_Koenigswinter/09-Mehlem_Moschee.jpg

Und das geht optisch einfach mal gar nicht.

Genausowenig, wie es hier nur um Einwanderer geht, geht es hier nur um Minarette in Städtbildern anderen Baustils. Es ist auch verboten, sein Minarett auf eine Lichtung im Wald zu stellen (selbst dann, wenn es von den Bäumen überragt wird), oder ein Industriegebiet zu verschandeln, in dem man zwischen Kohlekraftwerk und Chemiefabrik einen "unpassenden und wahnsinnig häßlichen" Turm errichtet.
(ne. natürlich nicht. unpassende und wahnsinnig häßliche Türme werden da alle naslang errichtet. Aber wehe, es ist ein unpassend und wahnsinnig häßlicher muslimischer Turm...)
Übrigens ein interessantes Problemfeld bei Moscheen in Industriegebieten: Benachbarte Betriebe (gerade kleineres Handwerk u.ä.) fürchten wohl bisweilen, daß ihnen irgendwann die lärmerzeugende Arbeit während der Gebetszeiten in der benachbarten Moschee mit dem Argument des Rechts auf ungestörte Religionsausübung verboten werden könnte.
 
Öhm eigentlich wollte ich zum Thema nichts schreiben, aber eine Sache hänge ich doch mal rein. :D

Da sieht man mal wieder, was dabei rauskommt, wenn man das Volk entscheiden lässt und man es aber nicht ausreichend darüber informiert, worum es eigentlich geht.
Daher lehne ich Volksentscheide auch grundsätzlich ab.
 
oder gerichtlich dagegen vorzugehen, wenn du Begründungen hast. In beiden Fällen bezweifle ich aber, dass du damit durchkommen wirst, weil es an Unterstützung mangeln wird.

Es gibt einschlägige Urteile zu dem Thema, die alle darauf hinauslaufen, das eine gewisse Lärmbelästigung im Interesse der Glaubensausübung tolleriert werden muss.
Es geht mir hier aber um den moralischen Aspekt, dass einige Leute diese Regelung auf bestimmte Religionen beschränken wollen. Die einen dürfen Krach machen - die anderen sollen keinen Krach machen dürfen. Wo bleibt die Gerechtigkeit?
(ich persönlich würde ja allen Ruhe verordnen)

Über Sinn, oder Unsinn dieser Argumentationsweise kann man natürlich streiten.

Was ich im Rahmen dieser Diskussion tue ;)

Das ist in der Tat ein Problem, gebe ich offen zu. Ich würde es mir auch nicht zutrauen, eine Definition zu verfassen, aber ich denke doch, dass es da zumindest "Orientierungsmerkmale" gibt.
Wenn ich das Wort Minarette höre, denke ich zumindest sofort an die Türme der Hagia Sophia und die lassen sich durchaus von Schornsteinen, Wassertürmen, etc. unterscheiden.

Jup, es gibt "Orientierungsmerkmale" und es gibt sowas wie eine gewisse stilistische Tradition. Es gibt aber eben auch die Bereitschaft, von diesen Traditionen abzuweichen. (ich wiederhole mal meinen Link. Hage Sophia? Eher Werder-Bremen Fansäule)
Und aufgrund dieser Vielfältigkeit ist es imho nicht logisch, alle Minarette zu verbieten, weil einem ein Design nicht gefällt. Das wäre so, als würde ich Autos verbieten, weil mir Kompaktwagen nicht gefallen. Dabei würde ich mein eigentliches Ziel erreichen, in dem ich "5-Türer ohne langen Kofferraum" (bzw. "Turmbauten im arabischen Stil *insert Definition*") verbiete, was den Leuten weiterhin ermöglicht, Limousinen und Kombis zu fahren (bzw. Minarette zu bauen, die aussehen wie Kirchtürme, wenn man nicht gerade so nah davorsteht, dass man das Muster analysieren kann)

Ich will Bucklew nichts unterstellen, aber ich denke ganz einfach, dass er ein "hartes" Wort für die Vorgänge in der Schweiz gesucht hat, allerdings nichts wirklich Passendes gefunden hat und so auf Faschismus kam.

Nunja, das Wort an sich ist hart, aber die Definition ist wachsweich :ugly:



Frag einen Architekten oder Kunsthistoriker. Der wird die entsprechenden Elemente schon benennen können.

Faszienierende Einstellung.
"Ich verbiete mal etwas mit einem bestimmten Namen, weil es mir nicht gefällt und hoffe, dass Architekten und Kunsthistoriker eine Definition haben, was das eigentlich ist, das diesen Namen trägt."


Übrigens ein interessantes Problemfeld bei Moscheen in Industriegebieten: Benachbarte Betriebe (gerade kleineres Handwerk u.ä.) fürchten wohl bisweilen, daß ihnen irgendwann die lärmerzeugende Arbeit während der Gebetszeiten in der benachbarten Moschee mit dem Argument des Rechts auf ungestörte Religionsausübung verboten werden könnte.

Es gibt Leute, die fürchten sich davor, dass Bakterien auf Telefonhörern leben.
Angst an sich bringt einen nicht weiter, die Frage ist, ob es einen guten Grund dafür gibt. Und im Falle von Industriegebieten ist es nunmal erlaubt, laut zu sein.
 
Was ist eigentlich ein Minarett?

Annemarie Schimmel, anerkannte Islamwissenschaftlerin, hat das so ausgedrueckt:

Das Minarett ist eine Art Siegesturm, das sichtbare Zeichen der Gegenwart des Islam in einem neu eroberten Gebiet.

Frau Schimmel war uebrigens nicht unumstritten. Weil sie z. B. Verstaendnis fuer die Verhaengung einer Fatwa gegen den Autor der "satanischen Verse" aufbrachte und sich kritisch gegenueber Reformkraeften in der islamischen Welt aeusserte. Die Islamophobiekeule trifft hier also nicht.

Und fragt man Herrn Erdogan -ja, genau, den Herrn Erdogan- dann erfaehrt man dieses:

Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Glaeubigen unsere Soldaten.

Nachzulesen in der Welt vom 22. September 2004.

Wenn ich es mir so ueberlege, moechte ich eigentlich auch keine "Bajonette" in meiner Nachbarschaft. Egal ob die nun "schoen" sind oder "haesslich".
 
an dieser ablehnungshaltung den muslimen gegenüber ist die restliche welt doch selber schuld. die masse der menschen asoziiert wohl islamist=terrorist. man hat den leuten ja auch lange genug dieses bild in die köpfe gebrannt...

und in einigen islamischen ländern, vornehmlich dem iran, scheint es das wort religionsfreiheit ja nichtmal zu geben:

WELT DEBATTE - Kolumnen - Iran aktuell - Iran: Todesstrafe für Abtrünnigkeit und Prophetenbeleidigung
Iran: Todesstrafe wegen ?Abfall vom Islam? weiter möglich | Katholisches – Magazin für Kirche und Kultur
Religionsfreiheit: Christen in der Türkei beim Gebet festgenommen - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

in der türkei ist das "tragen von religiöser kleidung" verboten... sehr tolerant, die jungs^^


MfG Terence

EDIT: hier zeichnet sich ja leider das selbe bild ab wie in anderen threads :( irgendwer ist wohl der meinung hier wieder alles besser zu wissen als der rest und duldet keinerlei meinung ausser seine.
 
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Wir mögen keine Islamisten!
Darum haben wir Deutschen erfunden Anti Minaretten bau.
Wer hat's erfunden?
Die Schweizer!
Wer genau?
Riiiiiicooooooooolllllllllllaaaaaaaaaa!!!:D:ugly:

Aber jetzt mal im ernst, wer in nem christlich geprägten Land eine Minarette bauen will, muß doch wissen das dass nicht klappen kann! Wie naiv muss man da eigentlich sein, um zu glauben das die Schweizer so etwas einfach zulassen?! Ich find das Thema mal wieder sehr amüsant! Vergessen sind Schweinegrippe und co. weil die Schweizer jetzt auf einmal die Bösen sind.
Äußert man sich nur einmal kritisch gegenüber dem Islam, schon ist man der böse Nazi... *kopfschüttel* Und wer unbedingt ne Minarette vor der Haustür haben will, in den Islamistischen Ländern gibt es genug davon!
Ich würd mal gerne sehen wie Islamisten nach Amerika einwandern, und dann dort Moscheen&Minaretten fordern würden. Ob dann auch die ganze Welt so empört über eine Minaretten bau ablehnung reagieren würde? Und zu guter letzt, geht es bei jeder Religion egal ob Moslem, Christ usw. sowieso nur darum wer denn besseren imaginären Freund im Himmel hat! Und da liegen alle Religionen falsch, denn es gibt nur einen wahren Gott : "Das fliegende Spaghetti Monster":ugly::ugly::ugly:
 
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Faszienierende Einstellung.
"Ich verbiete mal etwas mit einem bestimmten Namen, weil es mir nicht gefällt und hoffe, dass Architekten und Kunsthistoriker eine Definition haben, was das eigentlich ist, das diesen Namen trägt."

Du Cleverle. Ich meine natürlich die architektonischen Merkmale. Die kann ich mangels Wissen nicht benennen.

Es gibt Leute, die fürchten sich davor, dass Bakterien auf Telefonhörern leben.
Angst an sich bringt einen nicht weiter, die Frage ist, ob es einen guten Grund dafür gibt. Und im Falle von Industriegebieten ist es nunmal erlaubt, laut zu sein.
Es gibt da eine nette Redensart: "Nur die Dummen haben keine Angst."

Es ist halt immer die Frage, ob eine Angst übertrieben oder nicht vielleicht doch berechtigt ist. Die Tatsache, daß in Europa Leute Angst vor dem Islam haben, kann ich nach den Anschlägen von London, Madrid und dem versuchten Anschlag auf einen Nahverkehrszug zwischen Köln und Koblenz durchaus nachvollziehen. Ehrlich gesagt sind die Moslems daran doch auch selber schuld, findest Du nicht?

Ich würd mal gerne sehen wie Islamisten nach Amerika einwandern, und dann dort Moscheen&Minaretten fordern würden. Ob dann auch die ganze Welt so empört über eine Minaretten bau ablehnung reagieren würde?

In den USA gibt's durchaus recht große und prächtige Moscheen.
 
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Es ist halt immer die Frage, ob eine Angst übertrieben oder nicht vielleicht doch berechtigt ist. Die Tatsache, daß in Europa Leute Angst vor dem Islam haben, kann ich nach den Anschlägen von London, Madrid und dem versuchten Anschlag auf einen Nahverkehrszug zwischen Köln und Koblenz durchaus nachvollziehen. Ehrlich gesagt sind die Moslems daran doch auch selber schuld, findest Du nicht?
Dann würde ich vor Christen auch Angst haben, man denke mal an die Anschläge in Irland, IRA & Co.

Nur alleine mal als Errinnerung, auch wenn wir uns gern immer für so weltoffen, nett und friedlich halten...
 
Dann würde ich vor Christen auch Angst haben, man denke mal an die Anschläge in Irland, IRA & Co.

Nur alleine mal als Errinnerung, auch wenn wir uns gern immer für so weltoffen, nett und friedlich halten...

Tja, der Islam und das Christentum sind nun mal die beiden Erorbererreligionen, das kommt nicht von ungefähr, liegt alles in den Wurzeln. ;)
 
Ja, aber ob jetzt Katholiken Protestanten um die Ecke bringen und umgekehrt wird wohl niemanden ernsthaft anheben. Zumal der Rest der nichteuropäischen Welt dafür vermutlich gar kein Verständnis aufbringen kann, wenn sie denn überhaupt davon wissen.

Abgesehen davon geht es in Nordirland ja um einen ganz anderen Konflikt, entlang dessen Linie sich nur zufällig auch Katholizismus und Protestantismus scheiden.

Das auf die Religion zurückzuführen ist in etwa so sinnvoll, wie einen Nachbarschaftsstreit um einen um ein paar Zentimeter falsch gesetzten Zaun darauf zurückzuführen, daß der eine BMW und der andere Mercedes fährt, obwohl doch der Zaun Stein des Anstoßes ist.
 
In Nordirland gehts um den Machtkampf zweier Bevölkerungsgruppen.
Dass die Gruppen protestantisch und die anderen katholisch sind, ist also nur Pech?
Und deshalb knüppeln sie aufeinander ein? :huh:

Ich für meinen Teil halte das sowieso für Unsinn, meiner Meinung nach sollte man Religion verbieten, und gut ist.
Dann gibts deutlich weniger Probleme auf der Erde.
 
Abgesehen davon geht es in Nordirland ja um einen ganz anderen Konflikt, entlang dessen Linie sich nur zufällig auch Katholizismus und Protestantismus scheiden.
Zufällig? Naja, mit derselben Begründung haben sich die Konflikte, die die Terroranschläge der Moslems begründet haben, auch nur zufällig an den Religionsgrenzen gebildet....
 
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