Bucklew
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Sie dürfen aber ihre Religion nicht so frei ausleben wie andere Religionen und damit wird das Menschenrecht verletzt - schließlich sollen alle Menschen vor diesem Recht gleich sein. Egal ob Christ oder Moslem, Schwarz oder weiß, Türke oder Schweizer.Das Menschenrecht wird doch an diesem Punkt überhaupt nicht gebrochen. Alle Leute dürfen weiterhin Moslems sein, wenn sie wollen.
Nein, die Schweizer haben entschieden, die Religionsfreiheit und damit das Menschenrecht zu brehcen.Eben. Und die Schweizer haben sich jetzt dafür entschieden, daß dies auch weiterhin "ihr Bier" bleibt.
Mir ist nicht bekannt, dass Christen der Bau von Kirchentürmen verboten ist. Ist das so? Das würde das ganze dann natürlich in einem anderen Licht erscheinen lassen, imho ist dem aber nicht der Fall.Wie ich vorhin schonmal sagte: Das Argument zieht hier nicht. Es hat jetzt de facto niemand mehr oder weniger Rechte als ein anderer, und das schon gar nicht aufgrund der Religion. Es ist richtig, daß jetzt alle weniger Rechte haben, weil überhaupt keiner mehr ein Minarett bauen darf.
Ein nicht-hinkender Vergleich ist kein Vergleich. Denn in dem Antrag geht es eben nicht um das allgemeine Verbot von Türmen, oder auch meinetwegen religiösen Türmen, sondern um das spezielle Verbot von Minaretten. Natürlich würde es auch die Religionsfreiheit verletzen, wenn z.B. die Droge Alkohol in der Form des "Bieres" der Christen verboten wird, nicht aber in Form des "XY" der Moslems. Und genau DAS ist das Problem. Es wird nichts generell verboten, sondern es wird NUR die spezifische Art EINER Religion verboten - und das ist nunmal falsch. Ein generelles Verbot religiöser Gebäude oder Türme, wäre natürlich kein Problem, da hast du Recht.Und wenn es zu meiner Religion gehört, Drogen zu konsumieren, darf ich das hier auch nicht. Werden jetzt meine Menschenrechte eingeschränkt? Ich denke nicht. Und es gibt immerhin Naturvölker, bei denen das wirklich zur eigentlichen "Religionsausübung" gehört und ein viel wesentlicherer Bestandteil ist, als ein Türmchen an oder bei einem Haus. Da beschwert sich aber irgendwie niemand. Offenbar haben die keine ausreichende Lobby in Europa.
Das ist jetzt aber extrem populistisch ausgedrückt. Das Problem ist einfach, dass viele politische Entscheidungen dermaßen weitreichend und umfassend sind, dass es für Normalbürger defakto nicht mehr überschaubar und fair entscheidbar ist. Das hat nichts mit dumm zu tun sondern einfach damit, das der Tag eben nur 24h hat und man eben nicht alles wissen kann. Da ist dann die Gefahr einer gezielten Manipulation sehr groß. Das Volksbegehren ist ja auch grundsätzlich möglich in gewissen Grenzen (vorallem regionale Grenzen), da hat die Schweiz natürlich Vorteile aufgrund ihrer Größe. Volksbegrehren in dieser Größe sind in D schlicht nicht bezahlbar.Im Klartext wird da nämlich nichts anders gesagt als: Ihr seid dumm und wißt nicht, was gut für Euch ist, bzw. haltet Ihr aus irrationalen Gründen das Falsche für das Richtige
Btw hast du mit dumm sicherlich nicht Unrecht, wenn ich mir anschaue wo z.B. unser Fernsehen inzwischen angekommen ist....




