Wenn sich der Baustil dieser Türme, die sie in der Regel bauen, denn harmonisch in das Stadtbild einfügen könnte, wäre dagegen ja nichts zu sagen.
Wenn das das Problem wäre, sollte man ihnen vorschreiben, nur noch Minarette zu bauen, die "sich harmonisch in das Stadtbild" einfügen (was immer das heißt). Würde zwar vielleicht für ein bißchen Unmut sorgen, wäre aber kein großes Problem. Muslime haben bekanntermaßen mehrfach Kirchen in Moscheen umfunktioniert, und es gab auch schon Bemühungen, dass in Deutschland zu machen - nur verkauft die Kirche für solche Verwendungszwecke. Ein "Minarett" kann also sehr wohl die Optik eines Krichturmes haben, wenn das verlangt wird.
Wird es aber nicht. Bislang wurde gar nichts verlangt - jetzt wird verlangt, dass es gar keins gibt. Es wurde nie das äußere als Problem definiert und dieses Problem demnach auch nie angegangen.
Wenn Du die Unterschiede nicht selber erkennen kannst, kann ich Dir auch nicht helfen.
Ich frage nicht nach dem Vorhandensein von Unterschieden. Die sind klar zu sehen - aber es sind imho jedesmal andere und die Minarette sehen sich untereinander deutlich weniger ähnlich, als einige der Minarette im Vergleich zu einigen der nicht-Minarette. Ich frage also danach, welche dieser Unterschiede eine Trennung zwischen "klassischem oder modernem orientalischen Baustil" und allem anderen erlauben?
Du wirst wohl selbst entscheiden können, was hier ins deutsche/schweizer/französische/spanische/italienische/nordafrikanische etc. Stadtbild passen würde und was nicht, oder?
Es mag daran liegen, dass ich zuviel (Groß)städte gesehen habe, aber ich könnte nicht einmal den Begriff "xyz-Stadbild" eindeutig definieren. Aber b2t:
Willst du deinen Definitionsansatzt, der da lautet
"Ein turmartiger Bau oder Anbau im Rahmen eines größeren Gebäudekomplexes - oft mit begehbarer Plattform nahe der Spitze - in klassischem oder modernem orientalischen Baustil."
verwerfen und einen neuen (mit Bezug zum Stadtbild) liefern? Oder erklärst du jetzt bitte, wie man "orientalische" Türme von anderen Türmen unterscheidet, wenn man den Begriff soweit fasst, dass er alle existierenden Minarette umfasst?
Oder willst Du mich für dumm verkaufen?
Oder willst du mit persönlichen Angriffen davon ablenken, dass auch du keine Idee hast, wie man "Minarett" definieren soll, ohne das Kriterium der Religion zu verwenden?
gestern habe ich dann noch gesehen, in Berlin steht ein Minarett, das schlicht nicht begehbar ist, damit man nicht zum Gebet rufen kann^^
wozu denn dann überhaupt???
Geschmack - oder was auch immer.
Nur weil etwas keinen Sinn macht, muss man es noch lange nicht verbieten.
(maximal in die RuKa verschieben

)
ganz ehrlich: ein Minarett ist dazu da, das zum Gebet gerufen wird, wenn das dann lautstark in einer landesfremden Sprache fünfmal am Tag geschieht, dann ist das ein erheblicher Einschnitt in die Landeskultur
Es gibt eine Vielzahl von Minaretten, von denen nie gerufen wird oder nur zu besonderen Anlässen. Der Ruf zum Nachtgebet dürfte sich überhaupt nicht mit z.B. den deutschen Lärmvorschriften vereinen lassen und wird afaik nirgendwo in Deutschland praktiziert.
Man kann Minarette also sehr wohl ohne den Einschnitt der Lärmbelästigung bauen.
Und man kann umgekehrt die Lärmbelästigung mit Regeln verhindern, die nicht religionsspezifisch sind, sondern schlichtweg alle treffen, die Lärm machen. Statt dessen verbietet die Schweiz schweigende Minarette zur Mittagszeit, wärend Deutschland Laubbläser um 7:30 erlaubt
Und, um das nocheinmal klarzustellen:
Die hier von der Schweizer Regierung getroffene Regelung verbietet nicht den Muezinruf. Sofern der nicht durch andere Gesetze verboten wird, kann er weiter krakehlen, wie er lustig ist - man schreibt ihm lediglich vor, sich in Zukunft aufs Dach stellen zu müssen.
wer jetzt mit Glocken kommt: mal ehrlich, es ist ein Unterschied eine Tonfolge in die Lande zu schicken, oder einen Text in einer fremden Sprache auszurufen, der deutlich länger dauert...
Ein vollständiges Geläut kann ebenfalls sehr lange dauern, wärend Muezinrufe auch kurz gehalten werden können. (auch hier gibt es afaik in Deutschland Moscheen, denen entsprechende Auflagen gemacht wurden)
Ich hab wärend meiner Urlaube im arabischen Raum noch nie einen Muezinruf gehört, dessen Länge es mit dem Hochzeitsgeläut aufnehmen konnte, dass eine Kirche mehrmals die Woche veranstaltet, in deren Hörweite ich jahrelang lebte. (Und um ganz ehrlich zu sein: aufwachen tu ich persönlich von beidem, wenn es gleich laut ist. An den Klang des Muezin kann ich mich in 2 Wochen Urlaub ausreichend gewöhnen, um ihn genauso wenig bewußt wahrzunehmen, wie das Gebimmel)
Das Problem liegt an den Muslimem selbst . Sie wollen weder die Religion , die Kultur und die Gesetze ihrer Gastländer annehmen .
Äh - das hast du jetzt nicht ernsthaft geschrieben, oder?
"Das Problem liegt an den Muslimen selbst. Sie wollen die Religion ihrer Gastländer nicht annehmen"
?
Zum Rest sei noch einmal wiederholt: Wir reden hier nicht von Einwanderern. Wir reden hier von allen Muslimen. Das heißt auch von schweizerischen Muslimen mit schweizern Eltern, schweizer Großeltern, schweizer Kultur und (bis vor wenigen Tagen) voller Zustimmung zu den schweizer Gesetzen. Auch denen wird es verboten, ein Symbol für ihren Glauben zu errichten.
Ein Bayer ist also auch ein Feind, wenn er nach dem Umzug nach Hamburg lieber Weißwurst als Hering isst?
Auf den Hering muss man nicht bestehen, aber Einbürgerungstests für Bayern fordere ich schon seit langem
nd nein, ein orientalischer Turm, der wie ein Minarett aussieht, hatte mit Sicherheit vorher schon nirgends Aussicht auf Bestehen eines Genehmigsungsverfahrens, da er sich nicht in das Stadtbild einfügen würde. Dieser Einwand konnte bisher nur trickreich mit der Eigenschaft "Minarett" umgangen werden, weil es ja dann unglaublich kulturbereichernd und integrationsfördernd ist und die Zustimmung aller von grün bis rot findet. Aber ehrlich: Ich finde die Dinger optisch einfach nur unpassend und wahnsinnig häßlich. Wenn die in einem normalen europäischen Baustil gehalten wären, sodaß sie nicht auffallen, würde sich doch auch überhaupt niemand beschweren.
Genausowenig, wie es hier nur um Einwanderer geht, geht es hier nur um Minarette in Städtbildern anderen Baustils. Es ist auch verboten, sein Minarett auf eine Lichtung im Wald zu stellen (selbst dann, wenn es von den Bäumen überragt wird), oder ein Industriegebiet zu verschandeln, in dem man zwischen Kohlekraftwerk und Chemiefabrik einen "unpassenden und wahnsinnig häßlichen" Turm errichtet.
(ne. natürlich nicht. unpassende und wahnsinnig häßliche Türme werden da alle naslang errichtet. Aber wehe, es ist ein unpassend und wahnsinnig häßlicher
muslimischer Turm...)
Wieso nicht? Wenn die Moslems in Europa ohnehin an 98 % aller Tage des Jahres auf einen Muezin verzichten können, wozu brauchen sie dann die Minarette, um ihre Religion auszuleben. Soweit ich weiß, sitzen die nicht alle entlang der Wendeltreppe und beten da drinnen.
Es gibt Christen, die können ihr ganzes Leben lang auf Kirchenglocken verzichten (bzw. müssen, weil sie sie froh sind, wenn sie sich was zu essen leisten können). Wozu also muss ich das Gebimmel ertragen? Und den Anblick von Kirchtürmen, die mir den Blick auf den Himmel verstellen?
Wieso wird u.a. von einem Geld auch noch deren Erhalt unterstützt?
Du weißt schon, dass Moslem und Einwanderer durchaus das Selbe sein kann und dass man auch innerhalb von Europa von einem Land in die Schweiz immigrieren kann?!
s.o. - es gibt vieles, was jemand "auch" sein kann. Aber wenn man eine bestimmte Eigenschaft als hartes Argument für das Verbot führen will, dann darf die nicht "auch" auf einen Teil der Betroffenen zutreffen, sondern dann sollte die tunlichst von allen geteilt werden. Sonst hat der Rest nämlich weiterhin einen sehr guten Grund, sich zu beschweren.
Dieses "Missverständnis" entstand aus einer Antwort auf eine von Bucklews Aussagen. Natürlich kann man die Wörter "richtig" und "falsch" nicht in Verbindung mit Religionen verwenden. Ich hoffe, ich habe das weiter oben in diesem Posting klargestellt.
Hmm - geht. Einige Begriffe sollte man nichtmal aufgreifen
Ich denke schon, dass die Schweizer nicht bloß aus Prinzip gegen die Minarette und somit irgendwo auch gegen den Islam gestimmt haben, sondern Fakten, wie die Verwendung und das Aussehen von Minaretten bedacht haben. Zumindest bei der Mehrheit der Schweizer Wähler hoffe ich das.
Ich kenne die Schweizer nicht, aber ich habe genug Moschee. (nicht nur Minarett-) Gegner in der Bekanntschaft, die könnte ich vor den Felsendom stellen und ihnen sagen, dass das ne Moschee ist und sie würden höchstens aufgrund der Schriftzeichen misstrauisch werden. Wenn ich die umfangreichen Plakat,...-Aktionen in der Schweiz bedenke und die Beeinflussbarkeit solcher Personen übertrage, dann wird ein nicht unerheblicher Teil solcher Leute an der Wahl teilgenommen haben.
Ein Test wäre mal interessant, um herauszufinden, wieviele der 51% wirklich Ahnung von Minaretten haben (oder warum sie überhaupt dagegen gestimmt haben).
Z.B. Leute fragen, waurm sie dagegen waren und wenn sie "Aussehen" nennen, dann könnte man ihnen mal Bilder von mir oben verlinkten Strukturen zeigen, die aus 100-200m Entfernung aufgenommen wurden (bzw. bei den sehr hohen Strukturen aus einer Entfernung, die sie wie ein 30m hohes Minarett aus 200m wirken lässt) und auf denen nur der Turm selbst zu sehen ist. Bin mal gespannt, wieviele ein Minarett erkennen, wenn sie eins sehen.
Nun, wenn die Minarette nicht verboten worden wären und das zu Krawallen und Demonstrationen geführt hätte, würde das zwar nicht unbedingt positiv für das Schweizer Volk aussehen, aber die öffentliche Ordnung wäre erheblich gestört worden.
Das heißt, du möchtest das Verbot von Minaretten mit den kriminellen Aktivitäten von Minarettgegnern begründen?
Analog könnte man dann z.B. die NPD verbieten, weil irgendwelche Krawallos aus Gegendemonstrationen heraus Steine werfen. Oder man verbietet Schulen, damit keine Kinder mehr auf dem Heimweg überfallen werden. Oder wie wäre es mit einem Verbot von Holocaustdenkmälern? Das würde die regelmäßige Schändung derselbigen verhindern.
Ich persönlich würde die Menschenrechte eher dahingehend interpretieren, dass "Störung" einen aktiven Vorgang meint und nicht Reaktionen auf ein vollkommen passives Objekt diesem zur Last gelegt werden können.
Einen Widerspruch kann ich in meinen Aussagen nicht erkennen. Solltest du einen entdeckt haben, bitte ich dich, diesen klar zu nennen.
Ich erkenne einen Wiederspruch zu der von mir zitierten Fassung der Menschenrechte. Zeitgleich behauptest du aber afaik, dass die schweizerische Regelung nicht gegen diese Menschenrechte verstößt.
Bitte korrekt bleiben! Einen Turm dürfen auch Moslems nach wie vor errichten, wenn er die Bauvorschriften erfüllt (an die sich übrigens auch jeder Andersgläubige halten muss). Nur Minarette dürfen nicht mehr errichtet werden, auch nicht von Christen, Atheisten, etc.
Siehe oben - definiere mir "Minarett" so, dass die Definition auf alle Minarette zutrifft aber auf keinerlei andere Bauwerke und ohne dass diese Definition Bezug zur Religion nimmt.
(kennt eigentlich einer die in der schweizerischen Rechtssprechung gültige Definition? Gehe ich davon aus, dass Muslime auch keinen "Turm" an ihre Moschee bauen dürfen)
P.S. bezüglich "Faschismus": Ich würde empfehlen, den Begriff nicht zu verwenden, wenn keine Einigkeit über seine Bedeutung besteht. Nicht mal unter Politikwissenschaftlern gibt es eine einheitliche Erklärung. Der Begriff wurde letztlich von Faschisten selbst geprägt, ohne dass die jemals spezifiziert hätten, welche ihrer vielen Eigenschaften denn den Ausschlag geben.