Die sind sogar bei 85° Hitze getestet worden. Ich glaub wenn das das Cougar CM erreicht ist nur noch es eine frage der Zeit bis die Hausicherung auslöst !.
Ok, fangen wir mal fragmentweise an. Du postest Links, bei denen es sich in erster Linie um Herstellerverweise und -angaben handelt, nicht gerade sehr neutral. Und bezüglich der Auszeichnungen, wenn Du mal bei den Reviews schaust, wirst Du feststellen, dass ich selbst schon diverse Enermax Netzeile für Planet 3DNow! getestet habe. Um genau zu sein 5 hauseigene und 2 von ODM-Kunden. Von Enermax gab es auch entsprechende Nachrichten:
ENERMAX.DE - Archiv
Siehe News vom 24.03. Bis auf das Revolution85+ hat bisher keines einen Award bekommen, entweder wegen Preisen, wegen thermischen Konzepten (625W), dem mittelmäßigen Wirkungsgrad (gemäß ATX konformer Messungen an der Teststation), wegen teils stark einbrechender Leitungen oder weil es einfach 100 andere Anbieter/Hersteller gibt, die ebenfalls eine sehr zufrieden stellende Qualität liefern.
Gleichermaßen hat Cougar als vergleichbar junge Marke ebenso schon ziemlich viele positive Tests hinter sich, auch diese haben nur einmal einen Award bei mir bekommen, bei manchen gab es etwas an den Anschlüssen, bei den ersten war noch etwas an der Restwelligkeit zu kritisieren. Zusammengerechnet liegen Cougar und Enermax nicht wirklich weit auseinander, das S700 ist aktuell allerdings effizienter als die Revolution85+. Insofern weiß ich nicht, wo da die Vorzüge liegen sollen.
Das Revolution85+ war zur damaligen Zeit ziemlich gut, ist aber nach wie vor sehr teuer. Selbst die neuen Seasonic Netzteile, obgleich etwas niedrigerer Wattstufen, sind mit 80Plus Gold günstiger verfügbar. Daher kommt das Argument 80Plus Silver sage schon alles, relativ schwach rüber. Zumal Du Dir mal anschauen kannst, wie viele Netzteile mit 80Plus Silver bereits auf dem Markt sind, zumal die Zertifizierung auch keine Aussage über die generelle Qualität macht.
Und um das Zitat aufzugreifen, kein PC-Netzteil der Welt wird bei 85°C Umgebungsbedingungen getestet und selbst wenn, würde bei Cougar keine Haussicherung auslösen (eine ganz schön mutige Aussage so ganz ohne Beweis), das Teil hätte sich wegen OTP längst ausgeschaltet oder wäre ohnehin schon am schmelzen.
http://www.abload.de/img/diodey9md.png
Die Bauteile im Netzteil liefern abhängig von einer steigenden Temperatur weniger Leistung, dass sieht man an den Kurven der Halbleiter, hier im Beispiel eine einfache Diode. Bei 25°C Raumtemperatur wird das volle Leistungsspektrum geboten, auf diesen Punkt hat man sich festgelegt. Schon bei Temperaturverdopplung sinkt die verfügbare Leistung um ca. 25%, sprich das gesamte Netzteil kann 25% weniger an maximaler Leistung liefern, bzw. schalten. Sprich 100% Last selbst bei 50°C schaffen nur sehr wenige Netzteile. Wie willst Du ein Netzteil dann bitte bei 100% Last mit 85°C belasten? Erkläre das doch bitte mal anhand technischer Daten und ob Du das selbst schon mal gemacht hast, um es zu belegen. Jedenfalls würde da die maximale mögliche Leistung gut und gerne um 40-45% sinken. Schmelzpunkte einiger natürlicher Stoffe wären da bereits erreicht, Kunststoffe mit niedriger Hitzebeständigkeit würden angegriffen werden. Und da Enermax bei den Eco80+ konventionell dimensionierte Gleichrichterbrücken, anhand der Stützzeit etwas dürftig ausgewählte Primärkondensatoren (für starke Leistungspuffer bei hohen Temperaturen ist physikalisch kein Raum) und vor allem FR3 Platinen verwendet, ist das nicht möglich. Bereits Papier-Phenolharzverbingungen bei FR2 haben eine maximale Betriebstemperatur von 70°C, FR3 Papier-Platinen mit Epoxid-Kunstharz verstärkt (statt Phenol) weisen Leiterbahnschäden ab 90°C auf. 85°C würde jegliche Temperaturfestigkeit unter hoher Last zunichte machen.
-> Die Transportmedien würden nicht mehr für die angegebene Leistung ausreichen, manche erleiden bereits den Hintzetod. Da das Eco80+ über OTP verfügt wegen des Sicherungschips von Silicon Touch, würde es sich nebenbei erwähnt schon lange ausschalten. Vor allem scheinst Du bei den Produktdaten überlesen zu haben, dass die Eco80+ genau aus diesen Gründen auf 40°C angegeben sind und nicht 85°C. Das steht genauso in Deinem Link drin. Ich habe ein Cougar auch schon bei 50°C 1h lang laufen lassen ohne Probleme (
Test), das wird also nicht weniger potent sein.
85°C als Angabe könnte man höchstens auf die Temperaturfestigkeit der Elektrolytkondensatoren beziehen, aber bei dieser Temperatur würde die Lebensdauer bereits bei wenigen tausend Stunden liegen (beim im Enermax verwendeten Hitachi HP3 2000h). Ein dauerhafter Betrieb mit 85°C wäre also selbst bei den so im Inneren angegebenen Kondensatoren nicht möglich.
Cougar hat keinerlei Probleme mit Leistungsschwankungen oder Crossload, widerlegt hast Du das bisher auch nicht, der Service ist mit Sicherheit nicht schlechter, da werden andere ähnliche Erfahrungen wie Du mit Enermax gemacht haben. Cougar ist noch nicht lange dabei, dennoch kann man schon zuverlässige Aussagen über die RMA-Quote machen, schließlich ist die jeweils verwendete HEC-Basis schon mehr als einen Monat auf dem Markt. Cougar, aus HEC hervorgegangen, wird wie die OEM-Ware bereits in Komplettrechnern angeboten, letztere werden schon lange bei Fertigrechnern verbaut, was für sich sprechen dürfte. Genauso ist HEC erheblich größer und existiert bereits seit 1979, während Enermax 1990 gegründet wurde. Bei HEC steckt also mehr Erfahrung dahinter und wird mitunter seit 30 Jahren verwendet, sie haben bisher nur einen anderen Markt bedient, weshalb Cougar erst in jüngster Zeit in Erscheinung getreten ist.
Deshalb weiß ich nicht, wo Enermax explizit besser sein soll, zumal Deine Anschuldigung mit der Sicherung und 85°C schon eine Hausnummer ist. Im großen und Ganzen sind es beide Hersteller, die liefern, was sie auf dem Typenschild angeben. Mal wird der eine, mal der andere vorne liegen.