ist glaube mit wissenschaft vereinbar

Was macht ein Muslim eigentlich zu Fastenzeit, wenn er am Pol ist und es dort nie dunkel wird?
Verhungern? :haha:

Verhungern muss da gar keiner. Wem es schlecht geht, der darf Essen, wann er will. Aber da man am Nordpol selten lange bleibt und am Südpol nur zu Forschungszwecken (was sich mit den religiösen Verpflichtungen wärend der Fastenzeit beist), sollte er den Zeitraum lieber gleich für ne Pilgerfahrt nutzten :ugly:


Mal zurück zum Thema:

Nein.

Man kann (oder sollte zumindest nicht) etwas glauben, dass man (besser) weiß. Damit teilt sich das unendliche Feld der Erkenntniss in zwei Bereiche. Den Bereich, der durch die Wissenschaft bereits erklärt wird und in dem es nichts mehr zu glauben gibt - und in den Bereich, zu dem die Wissenschaft nichts zu sagen hat (ggf. noch nichts) und in dem man nur Glauben kann. Dabei ist es übrigens kein so großer Unterschied, ob man nun glaubt, was in der P.M. oder in der Bibel zusammenphantisiert wird ;)
Auch methodisch stellen beide einen reinen Wiederspruch dar (weswegen z.B. die Forderung nach Schöpfungslehre im Biounterricht selbst aus Perspektive von Leuten, die die Evolutionstheorie für falsch halten, sinnlos sein sollte. sollte :( )

Die zweite, imho wichtigere Frage ist aber:

Ist das ein Problem?
Für strenggläubige ist natürlich das stetige verschieben der Grenzlinie zwischen beiden Bereichen schmerzvoll, wenn ihre Religion eine wichtige Aussage zu diesem Bereich gemacht und zugleich Unfehlbarkeit beansprucht hat - aber das ist erstaunlich selten der Fall. Der Kern jeder Religion beschäftigt sich mit der Gesellschaft und (meines Eindruckes nach eher sekundär) mit ihrer Beziehung zu höheren Wesen. Zu beiden Punkten wird die Naturwissenschaft (an andere wurde hier bislang wohl gar nicht gedacht?) nie etwas (abschließendes) sagen und Sozialwissenschaften stehen i.d.R. vor ähnlichen Problemen in der Beweisführung, wie Religionen selbst, so dass man zu jeder alzu schmerzlichen Erkenntniss notfalls eine der Religion nicht wiedersprechende Gegenmeinung findet.

Was imho wirklich in Konflikt mit strukturiertem Glauben, d.h. Religionen steht, dass ist gesellschaftliche Entwicklung, Politik und Verhaltensweisen. (und da sind Unvereinbarkeiten imho zahlreich, schwerwiegend, unterschätzt und werden in aller Regel nicht adäquat geklärt)
Naturwissenschaften hatten höchstens mal Probleme mit Kirchen - aber die sind ein ganz anderes Thema und hatten in dieser Hinsicht auch denkbar wenig mit Religion geschweige denn Glaube zu tun.
 
Ich würd mit ja antworten.

Dafür hab ich 2 Gründe.

1. Einer der Hauptaussagen von allen Religionen ist die Erklärung des Lebens. Die Wissenschaft kann das (noch) nicht. Es ist zwar möglich DNA zu erstell, zu klonen und die Eigenschaften der Lebewesen zu ändern (Genmanipulation), allerdings ist es (noch) nicht möglich aus nicht lebenden Stoffen leben zu schaffen. Hier schaltet sich mein Ansatz ein. Entweder man glaubt, dass etwas göttliches nötig ist oder man glaubt, dass man es noch schaffen kann. Ersteres wär der Glauben an etwas göttliches und die Akzeptanz der Wissenschaft.

2. Die Wissenschaft nimmt allgemeine Situationen und formuliert durch diese Erfahrungen Regeln. Inzwischen ist die Wissenschaft soweit, dass sie selbst ihrer eigenen Regeln widerlegen kann (z.B. Relativitätstheorie). Daraus folgt, dass man selbst, wenn man an die Wissenschaft "glaubt" nur sicher die Religionen widerlegen und die Wissenschaft bestätigen könnte, wenn man alle Gesetze kennen würde (bzw. wüsste welche sicher stimmen und welche nicht), dieser Zustand wird jedoch nie erreicht werden.
Also: "Ich weiß, dass ich nichts weiß."
 
würde bei uns die religion noch ein mitsprache recht haben was forschung angeht, wäre die erde immer noch eine scheibe. kurz gesagt, es ist nicht vereinbar.
 
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