Die Terrororganisation Hamas lenkt offenbar ein: Nach Vermittlungsgesprächen kündigte die Hamas an, drei Geiseln am Samstag freizulassen. Über weitere Absprachen zu Hilfslieferungen gibt es unterschiedliche Darstellungen.
www.tagesschau.de
Die Hamas will Samstag 3 weitere Geiseln frei lassen.
Von den anderen verbleibenden sind wohl nur noch 40 am Leben.
Die Bedingungen in der Gefangenschaft sollen absolut unmenschlich sein.
Wie die Lebensbedingungen für alle in Gaza?
Wenn man bedenkt, dass sich die Geiseln zwangsläufig in der Nähe von Hamas- und ID-Kämpfern (nämlich ihren Bewachern) aufgehalten haben müssen, die Ziel flächendeckender israelischer Angriffe waren, dann ist die Überlebensrate bemerkenswert. Entweder die Hamas hat deutlich mehr auf deren (physisches) Wohlergehen geachtet, als bei ihren eigenen Truppen, oder die Erfolgsquote der IDF ist noch weitaus miserabler, als bislang angenommen/die Gefahr für Hamas-Kämpfer, durch Angriffe getötet zu werden, lächerlich klein im Vergleich zum Risiko für unschuldige Zivilisten.
Ja, illegale Siedlungen durch Israel werden nicht legal durch falsche Beschlüsse israelischer Gerichte.
Die illegalen Siedlungen wären verhandlungstechnisch der kleinste Brocken. Ich meine tatsächlich das Territorium Israel selbst: Den Palästinensern wurde in Teilungsplänen nie genug Land und insbesondere nicht genug Zugang zu Wasser zugesprochen, um eine unabhängige Nation hochzuziehen. Wenn man getrennte Staaten ohne Abhängigkeiten schaffen wollte, müsste man das korrigieren und das würde als Einschnitt das Existenz Israels selbst aufgefasst werden.
Und wir Deutschen sind die idealen Vermittler. Wir waren Schuld an der industriellen Vernichtung von Millionen von Juden. Und wir haben so viel Land verloren nach 2 verlorenen Weltkriegen, Elsass Lothringen, Westpreußen, Ostpreußen, Schlesien, Pommern, u.s.w.
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Unsere Kultur wurde nach dem 2. Weltkrieg regelrecht ausgelöscht. Britische und amerikanische Bomberpiloten berichteten nach Angriffen auf Berlin, dass sieht aus als wenn Gott diese Weltstadt mit einer Harke einebnet.
So war es auch in Köln, Hamburg, Leipzig, Dresden, u.s.w.
Welches Volk wäre idealer als Vermittler als wir Deutschen, mit unseren Erfahrungen?
Alle drei genannten Aspekte (ja, leider/insbesondere der erste) machen uns aus Sicht vieler Palästinenser sicherlich zu geeigneten Vermittlern. (Dagegen spräche aus deren Sicht aber die vehemente Aufrüstung Israels seit der Gründung sowie die anhaltende, bedingungslose, weitreichende Unterstützung trotz aller Menschen- und Volkerrechtsbrüche. In Anbetracht dessen, dass historische Bildung in Gaza ausgebombt wurde und die nationalen Befindlichkeiten irgend eines mitteleuropäischen Staates auch im Rest Palästinas kein Schwerpunkt auf dem Lehrplan sind, die deutsche Israelpolitik aber tagtägliches Thema, könnten diese Punkte überwiegen.)
"Vermitteln" braucht aber die Anerkennung beider Seiten. Warum sollten die Israelis uns als Vermittler akzeptieren? Deren Aussagen gegenüber jedem, der auch nur einen Hauch von Akzeptanz gegenüber Palästina äußert oder Palästinensern Rechte zuspricht, waren in letzter Zeit SEHR eindeutig.
Das liest sich bedeutend differenzierter:
"It appears, however, that under the dark shadow cast by the war over all citizens of Israel, both Arabs and Jews, meaningful bright spots are emerging," research leader Dr. Arik Rudnitzky remarked.
www.jpost.com
TAU study finds Arab citizens feel a growing bond with Jewish Israelis.
english.tau.ac.il
Ich weiß nicht, was du "differenziert" gelesen hast, aber ich glaube, du solltest nochmal lesen:
40% der arabischen Israelis berichten vom einem Rückgang ihrer Bindung zu Israel (vs. 14% mit Steigerung) und 66% berichten von einem gestiegenen Gefährdungsgefühl durch den Krieg. Die Annäherung von arabischen und nicht-arabischen Israelis im Zuge des Krieges resultiert nicht daraus, dass erstere auf einmal den Zionismus für sich entdeckt haben, sondern ganz im Gegenteil daraus, dass ein Teil letzterer sich abkehrt. Das könnte Anlass für Hoffnung auf Besserung nach der nächsten Wahl geben, aber vorerst sind die arabische Israelis weiter von der Linie der israelischen Regierung entfernt denn jemals zuvor. Und die Berichte über Diskriminierung und Konflikte haben auch eher zugenommen. (Was aber auch an gestiegener medialer Öffentlichkeit liegen könnte. Sowohl allgemein für die Region, als auch im speziellen für die arabische Situation innerhalb Israels, nachdem unabhängige Berichterstattung über die arabische Situation in Palästina weitestgehend von Israel vernichtet wurde. Nicht selten zusammen mit den Berichtenden.)