Israel - Konflikt aktuell & allgemein

Gesunde die demokratisch denken usw.
Selbst wenn sie nicht demokratisch denken. Zivilisten verdienen Schutz in Kriegssituationen.
Das, was gerade seitens den Zionisten geschieht ist blanker Hass gegenüber alle Palästinenser und genau das wird die Grundlage für weiteren Hass und Rache sein.
Warum redest Du also nicht der Hamas ins Gewissen, diesen bescheuert Kreig zu beenden? Das sind die Verursacher.
Seit Tagen wird hier verdeutlicht, dass der Konflikt sehr komplex ist, und du sagst gerade, dass Hamas der alleinige Verursacher des Krieges ist. :klatsch:
 
Und das wird einfach so hingenommen und akzeptiert?
Wo steht das geschrieben das es hingenommen wird?
Oder ist das nicht genau ein wesentlicher Teil des Problems?
Auf jeden Fall wenn du die Hamas meinst.
Ich habe doch in vorposts selber geschrieben das jeder von uns auf dem Festival hätte sein können und in die Fänge der Terroristen gekommen wäre.

Langzeitgedächniss mal abrufen....
 
Ich kann Israels Härte einerseits nachvollziehen. Weil das einfach nur barbarische Akte der Hamas waren .
Aber wenn viele Unschuldige getötet werden, bei den Palästinensern, liefert das wieder Nährboden für noch mehr Hass. Man sollte die Palästinenser aus Gaza irgendwie flüchten lassen.
Leider hat Ägypten wohl einen Riegel davor geschoben.
Und wo sollen sie sonst hin flüchten? In den Libanon? Da könnte es auch sehr ungemütlich werden in den nächsten Tagen. Die Hisbollah liefert sich schon vereinzelte Gefechte mit der israelischen Armee.
Terrorismus muß bekämpft werden, aber man sollte sich nicht auf das gleiche barbarische Niveau begeben.
 
... Seit Tagen wird hier verdeutlicht, dass der Konflikt sehr komplex ist, und du sagst gerade, dass Hamas der alleinige Verursacher des Krieges ist. ...
Der Konflikt ist extrem komplex, da hast Du Recht. Die Verantwortung für die Massaker sind aber ziemlich einfach und eindeutig zuzuordnen. Und solange sowas gemacht wird, kann ich die Reaktionen Israels nachvollziehen. Ich sage nicht, dass sie gut sind oder für langfristigen Frieden sorgen werden. Aber ich kann es verstehen. Die haben die Faxen dicke. Nachbarn zu haben, die stetig behaupten, man hätte kein Existenzrecht, sind schwer zu ertragen.
 
Seit langem mal stabile solidarische, progressive und emanzipatorische Positionen von iU und ein paar Seiten zuvor von Seahawk.
 
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Der Konflikt ist extrem komplex, da hast Du Recht. Die Verantwortung für die Massaker sind aber ziemlich einfach und eindeutig zuzuordnen. Und solange sowas gemacht wird, kann ich die Reaktionen Israels nachvollziehen. Ich sage nicht, dass sie gut sind oder für langfristigen Frieden sorgen werden. Aber ich kann es verstehen. Die haben die Faxen dicke. Nachbarn zu haben, die stetig behaupten, man hätte kein Existenzrecht, sind schwer zu ertragen.
Das heißt Terrorismus der Hamas ist untragbar, aber der Terrorismus der IDF ist hinnehmbar?

Finde es wirklich interessant, wie hier die verbalen Kämpfer des Forums für Menschenrechte plötzlich sehr emotional abgeklärt auf die Menschenrechte der zivilen Palästinenser kacken.
 
Darüber habe ich mich besonders heute auch stark gewundert. Da wird aufeinmal nicht mehr differenziert. :ka:
Ja, und sorry wenn das jetzt eine bittere Wahrheit ist, aber so agiert der Westen ja politisch nach außen sowieso. Dieser Westen besteht halt auch aus dieser oben genannter Sorte Menschen, wie man sie auch hier im Forum findet, die ständig der ganzen Welt etwas über Menschenrechte predigt, aber selber mit doppeltem Maß misst.

Alle sind Menschen sind gleich, aber manche dann doch gleicher.
 
Ich glaube du verstehst nicht was geschrieben wird und was der Kontext ist
Mit der Hamas kann man anscheinend nicht reden.
Das ist immer das Problem. Wer eine Ideologie verfolgt, lässt sich nicht davon abbringen, weil er nicht mehr offen für Argumente ist.
Deswegen wird es auch sehr hässlich werden. Wenn Israel in Gaza einmarschieren wird, wird es deutlich mehr Tote geben als in all den Kriegen zuvor in der Region.
 
Wenn Israel in Gaza einmarschieren wird, wird es deutlich mehr Tote geben als in all den Kriegen zuvor in der Region.
Ich befürchte es leider auch.
Es ist für beide Seiten schlimm.

Die Seite die die Flucht zulässt und nicht weiss ob Terroristen dazwischen sind und Angst um sein eignes Leben hat, total verständlich.

Aber auch die die sich in Gaza nicht in Sicherheit bringen können und regelrecht im Gefängniss dem Krieg ausgesetzt sind.
 
Wieso schaut die Welt eigentlich weg und keiner traut sich Israel zu kritisieren.
In sämtlichen Kriegen wird doch angeprangert, wenn eine Seite zivile Ziele angreift, beschießt und bombardiert. Überall ist es ein No Go und ein Grund harsche Kritik zu bekommen.

Nur Israel darf alles zerbomben und töten ohne Rücksicht.

Hier dazu Bilder aus Gaza

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Wie kann man so eine Art des "Krieges" gutheißen, in dem mittlerweile hunderte Zivilisten sterben mussten. Eine humanitäre Katastrophe!

Das hier soll Krieg gegen den Terror sein?!
 
Wieso schaut die Welt eigentlich weg und keiner traut sich Israel zu kritisieren.
Weil niemand die USA kritisiert hatte, als sie in Afghanistan alles platt gemacht hatte.
Das mit dem uneingeschränkten Beistand hatte Scholz ja schon gesagt Genau das gleiche hatte 2001 Schröder auch gesagt.
Ich frage mich ja, was uneingeschränkt bedeutet?
Wenn Israel eine taktische Atombombe nach Gaza schickt, müssen wir dann uneingeschränkt jubeln?
Oder müssen wir Soldaten schicken, wenn Israel das möchte?
Aktuell kritisier niemand Israel für irgendwas. Genau wie nach 9/11 bei den Amerikanern.
 
Wo ist das Problem? Die israelische Armee ruft die Bewohner der Häuser an, gibt ihnen 5-10 Minuten Zeit, dann schlägt die Rakete ein. Kann man sich noch fairer verhalten? Ich vermute, dass sie sich jetzt einen mehrere Kilometer breiten Steifen schaffen, der nicht mehr bewohnt sein wird. Danach kommen die Bulldozer und ebnen alles ein, damit man an der israelischen Grenze ein freies Schussfeld hat, wenn wieder ein Irrer über die Grenze will. Danach wird vermutlich noch eine riesige Mauert mit Minenfeld und Selbstschussanlage gebaut und die Grenze geschlossen.

Wie würdest Du reagieren, wenn Du neben einer durchgeknallten Horde leben würdest, mit denen ein Dialog nicht machbar ist, die Dir Dein Lebensrecht absprechen, immer wieder Raketen auf dich abfeuern, Bomben in Menschenmengen zünden und, wie aktuell, losziehen, um Frauen und Kinder zu morden?

Was würdest Du in der Situation der angegriffenen Israelis machen? Ich finde nichts von dem, was passiert gut, aber ich sehe keine andere Lösung. Die räumen auf. Das wurde immer so angekündigt, sie machen das immer so, man weiß das und jetzt passiert es. Die Hamas bekommt jetzt genau das, von dem sie wussten, dass es eintritt. Ich bin nicht überrascht. Ganz im gegenteil reagiert Israel besonnener, als ich es erwartet hätte.

Der ganze Konflikt ist beschissen und seit seit hundert Jahren. Wann endlich akzeptieren die Regierungen der Palästinenser, dass Menschenrechte für Israelis gelten. Wann?
Weil niemand die USA kritisiert hatte, als sie in Afghanistan alles platt gemacht hatte.
Doch, ich, hier, ich fand das scheiße. Vor allem, weil keine akute Gefahr bestand und weil man selber die Taliban mit Waffen ausgerüstet hat. Das war unerträglich. Die Situation ist hier anders gelagert.
 
Was würdest Du in der Situation der angegriffenen Israelis machen?
Das einzig Richtige, wenn ich schon scharf auf Land von Menschen bin, die dort länger (durchgängig) leben als ich und dort selbst wirklich ein Interesse (vorgebe) habe vielleicht irgendwann mal ein "friedliches Leben" führen zu wollen.

HAMAS aus Gaza vertreiben und dann Gaza auf Jahrzehnte besetzen und die Versorgung sichern, Wohlstand schaffen und ein möglichst Ideologiefreises Bildungssystem, damit die Menschen über Zeit, in einigen Generationen, sagen und als Haltung annehmen, "ok, bin ich nicht vollends glücklich mit, aber die Lebensumstände werden besser und es gibt sowas wie Wohlstand, so deal with it", ohne dabei paralell alles mit neuen Siedlungen zuzupflastern (oder sie, wie in einem Apartheidsystem, wie Bürger zweiter Klasse zu behandeln).

Würde Israel einen konstanten Blutpreis fordern und eine Menge Geld kosten, aber kostet es auch so und irgend einen Preis sollte Israel halt bereit sein zu zahlen, wenn man ein Interesse am Ende des Status Quo vor Ort hat. Weil nur mit regelmäßigen Waffengängen wird sich da, wie die letzten Jahrzehnte auch, nichts ändern.
 
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Wurde es denn schon probiert oder macht man einfach Israel für alles verantwortlich? Wann hat Israel denn aktuell Hilfslieferungen verhindert?

Soweit ich weiß: Alle. Die Grenzen sind geschlossen, niemand kommt rein.

Richtig, um Waffenlieferungen zu unterbinden. Ist das ein Problem?

Ja. Diversen Medizinern zu Folge ist es ein Problem, wenn man Menschen von der Zufuhr von Nahrungsmitteln und Wasser abschneidet. Ein tödliches Problem. Für "Tiere", als der die Einwohner Gazas wiederholt von hochrangigen israelischen Politikern bezeichnet wurden, übrigens auch.

Nochmal. Mir ist durchaus bewusst, was Israel in den letzten Jahrzehnten angerichtet hat. Und bin alles andere als irgendwie versöhnt mit dem. Aber was da in den letzten Tagen abgeht, ist mit rein gar nichts zu rechtfertigen. Da kann man sich, wenn auch schweren Herzens, nur zu 100% auf die Seite Israels stellen.

Ich bin da in meinen Denken nicht so binär eingeschränkt. Wenn ich ein sehr großes und ein mittelgroßes Arschloch sehe, dann stehe ich auf der Seite von keinem von beiden. Und Leute, deren primäres bis einziges Motiv Rache/Vergeltung ist, stehen bei mir allgemein sehr weit unten im Sympathieranking.

Wenn es die Hamas z.B. geschafft hätte, die Knesset in die Luft zu sprengen, dann würde ich hier sitzen und zynisch sagen "Naja, das traf jetzt aber auch den einen oder anderen richtigen". Wenn aber Frauen und Kinder abgeschlachtet werden, gibt es rein gar nichts zu beschönigen. Und wer sich in solchen Fällen auf die Seite der Hamas stellt, bekommt von mir nichts als Verachtung.

Kein Problem damit. Und ich habe moralisch auch kein Problem, wenn Israel jetzt die Hamas ausschaltet. Aber wenn sie 2 Millionen Menschen bedrohen, von denen schätzungsweise wenigstens 1,8 Millionen nicht zum kämpfenden Arm der Hamas gehören, dann drängt sich moralische Kritik auf. Verlässliche/unabhängige Zahlen aus dem Gazastreifen gibt es nicht, aber halbwegs neutralen Schätzungen zu Folge dürften bis Ende der Woche mehr Unschuldige durch die IDF denn durch die Hamas gestorben sein. Ich verurteile letztere aufs schärfste, aber ich packe meine Maßstäbe nicht einfach ein und lächle freundlich, wenn ich erstere sehe.


Ein Land führt Krieg. Da ist es für den angegriffenen doch wohl legitim, Nachschubwege zu kappen, um die Versorgung der Soldaten zu verhindern. Und wenn man das eigene Volk nicht mehr versorgen kann, sollte man als mündiger Soldat erkennen, dass weiterkämpfen keinen Sinn hat.

Warum redest Du also nicht der Hamas ins Gewissen, diesen bescheuert Kreig zu beenden? Das sind die Verursacher.

Nein, die Kappung ziviler Nachschubwege ist nicht "legitim", sondern ein Kriegsverbrechen. Das gilt auch, wenn über diese Nachschubwege Nahrung für Soldaten fließt, denn auch die darf man nicht verhungern lassen.

Und von der Hamas gehen, soweit ich das nachverfolgen kann, mittlerweile keine Kampfhandlungen am Boden mehr aus und auch kaum noch was auf dem Luftweg. Dagegen war die Situation in der Ostukraine von 2015 bis 2021 ein heißer Krieg. Und die Israelis fordern auch nicht deren Einstellung. Die aktuelle israelische Position lautet "Hamasmitglieder sind Tiere" (so heute von Netanjahu geäußert. Der Verteidigungsminister soll gestern sogar schon sämtlichen Einwohnern des Gazastreifens die Menschenrechte abgesprochen haben. Vielleicht sollte Deutschland Viehtransporter für eine Evakuiierung schicken? Käme bestimmt gut an.) und sie "müssen vernichtet werden". Zivile Opfer werden dabei in beliebig hohem Umfange akzeptiert.

Ich kann den Grundgedanken dahinter nachvollziehen, denn Verhandlungen mit der Hamas waren auch bislang sinnlos, dass die aktuell kaum Kämpfen liegt nicht am guten Willen, sondern daran, dass sie ihr Pulver verschossen haben (mutmaßlich auf viele Jahre hinaus) und dass die Geiseln freigelassen werden, glaubt sowieso niemand. Aber Fakt ist, dass es für die Hamas derzeit gar keinen Weg gibt, das akute Töten zu beenden, selbst wenn sie das wollte, außer vielleicht kollektiven Selbstmord aller ihrer Mitglieder.

Die Israelis haben dagegen aktuell die Lage wieder im Griff und damit sind sie die einzige mögliche Adresse für (Nicht-)Handlungsaufforderungen.


Wenn man wenigstens die Zivilisten flüchten lassen würde.

Es gibt keine Möglichkeit, selektiv Zivilisten fliehen zu lassen. Die Hamas tritt, außer zu Propagandaveranstaltungen, nicht mit Uniform und Abzeichen auf. Der Übergang zwischen terroristischem Arm der Hamas, ziviler Verwaltung der Hamas und nicht-Hamas-Zivilsten ist absolut fließend. Die Spreu vom Weizen zu trennen würde Jahrzehnte dauern, das geht nicht auf einer Flucht. Letztere würde einfach nur die Grenze verschieben: Israel hätte wieder ein Stück Palästina mehr erobert und alle seine Einwohner vertrieben. (Wohin auch immer. Ägypten will die jedenfalls nicht, sondern macht genau deswegen jedesmal die Grenze zu, wenn was hochkocht)

Und die Flüchtlinge auf der anderen Seite wären noch wütender, noch gewaltbereiter und in naher bis fener Zukunft genauso wenig zurückhaltend mit neuen Attacken, wie die von Israel in den Libanon vertriebenen Palästinenser, die dort seit Jahrzehnten genauso eingepfercht in Lagern hocken. Abgesehen von dem Landgewinn, der ein Angriff bringen würde, kann Israel also genauso gut entlang der bisherigen Grenze oder entlang der von der UN irgendwann mal festgelegten eine noch dickere und höhere Mauer hochziehen, das ändert am Grundproblem nichts: Du bekommst einen Gegner, der sich aus den verzweifelsten und wütendsten eines anderen Volks rekrutiert nicht klein, in dem du auf das ganze Volk drauf haust. Das hat in Irland nicht funktioniert, das funktioniert in Kolumbien nicht, wird in Palästine nicht funktionieren.


Wieso schaut die Welt eigentlich weg und keiner traut sich Israel zu kritisieren.

Selbst die wir-lieben-Isreal-USA und bloß-nichts-gegen-Juden-sagen haben Israel öffentlich aufgefordert, Verhältnismäßigkeit zu wahren und kein Blutbad anzurichten, die UN sowieso. Die Reaktionen aus Teilen der arabischen Welt sind sogar so einseitig, dass man sich fragen muss, ob die überhaupt mitbekommen haben, was die Hamas gemacht wird. Also ne - "keine" Kritik ist definitiv der falsche Ausdruck.

Was man aber auch klar sagen muss: Israel ist nur auf dem besten Weg dahin, der Mörder von mehr Zivilisten binnen sieben Tagen zu werden, aber noch sind sie es nicht. Und rein israelischen Zahlen zu Folge sehr lange noch nicht und auf dem diplomatischen Parkett gibt es derzeit nur die Zahlen des Freundes/Partners/... Israel und Behauptungen einer Terrororganisation, die sowieso regelmäßig lügt. Damit liegt der Kritikfokus in knappen, öffentlichen Statements also erstmal weiterhin auf der Hamas.

Hinzu kommt die geopolitissche Lage: Die Hisbollah hat sich schon eingemischt, in Jordanien steigen die Spannungen, Syrien könnte sowieso gerade eine Ablenkung gebrauchen und die Araber kochen wie gesagt bereits. Das Hauptaugenmerk der internationalen Diplomatie liegt deswegen derzeit gar nicht darauf, die Lage innerhalb der Grenzen Palästinas zu bessern, sondern erstmal eine Eskalation hin zu einem internationalen Krieg zu verhindern. Und da spielt die Unterstützung für Israel eine extrem wichtige, abschreckende Rolle.
 
Soweit ich weiß: Alle. Die Grenzen sind geschlossen, niemand kommt rein.
ich verstehe diese Nachricht anders:

"... Zusage nur für Hilfslieferungen: Ägypten macht Grenze für Gaza-Flüchtlinge dicht ..."

Wo ist eigentlich der Aufschrei der Welt? Ägypten macht die Grenze für Kriegsflüchtlinge zu. Das geht gar nicht. Die TAZ kommentiert das sinnvoll. Der Artikel drückt mein Empfinden sehr gut aus.
Ich bin da in meinen Denken nicht so binär eingeschränkt.
Du hast noch nicht verinnerlicht, dass es sich hier um ein Weltkulturerbe handelt. Es ist, so nannte es die UNESCO, "... eines der wichtigsten Denkmäler menschlicher Idiotie. ..."
... . Aber wenn sie 2 Millionen Menschen bedrohen, von denen schätzungsweise wenigstens 1,8 Millionen nicht zum kämpfenden Arm der Hamas gehören, dann drängt sich moralische Kritik auf. ...
Natürlich finde ich das hundsmiserabel, was glaubst Du denn? Auch an Dich die Frage: Wie soll sich Israel schützen? Welche anderen Optionen siehst Du? Und warum gibt es keineHilfslieferungen der Verbündeten der Palästinerser? Die sind in der Pflicht, nicht Israel. Israel wurde angegriffen. Israel ist Kriegspartei und bemüht sich, zivile Opfer zu vermeiden.
 
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Ließ weiter: Da steht ausdrücklich drin, dass die Israelis Luftangriffe gegen den Grenzübergang fliegen. Da nützt es wenig, wenn die Ägypter ihn formell für humanitäre Zwecke offen lassen, denn Hilfsorganisationen fahren nichts ins offene Feuer.

Wo ist das Problem? Die israelische Armee ruft die Bewohner der Häuser an, gibt ihnen 5-10 Minuten Zeit, dann schlägt die Rakete ein.

Zahlreichen Berichten aus Palästina zu Folge macht sie das mittlerweile nicht mehr. Zumal auch angezweifelt werden kann, dass die israelische Armee die Telefonnummern aller Einwohner eines Ziels hat und/oder dass diese überhaupt erreichbar sind (Stichwort: kein Strom im Netz + zerstörte Leitungen sowohl für Strom als auch Kommunikation). Es liegt auch gar nicht im Interesse der Israelis, die Ziele effektiv vorzuwarnen, denn dann werden ja auch die Hamasangehörigen nicht getötet und ihre Waffen kriegen die auch in 10 Minuten rausgetragen (oder aber sie haben schwere Materiallager im Keller, den sie später wieder ausgraben können). Was dagegen unwiderbringlich verlorengeht, ist das spärliche Eigentum und das zu Hause der Zivilsten. Aktuell ist von 190000 Flüchtlingen, die ihr zu Hause verlassen/verloren haben innerhalb Gazas die Rede und davon haben 55000 gar kein Dach über dem Kopf.

Kann man sich noch fairer verhalten? Ich vermute, dass sie sich jetzt einen mehrere Kilometer breiten Steifen schaffen, der nicht mehr bewohnt sein wird. Danach kommen die Bulldozer und ebnen alles ein, damit man an der israelischen Grenze ein freies Schussfeld hat, wenn wieder ein Irrer über die Grenze will.

Der Gazastreifen ist über einen Großteil seiner Länge nur 6-8 km breit. Davon willst du jetzt "mehrere Kilometer" einebenen? Also die Hälfte des gesamten Lebensraums/Gebäude/Stadtteile/etc.?

Und einen mehrere 100 m breiten Sicherheitsstreifen, also komplett freies Schussfeld über die volle effektive Reichweite normaler Infanteriebewaffnung, gibt es seit Jahren rundum. (Natürlich unter Enteignung der Palästinenser, deren Land das mal war)

Danach wird vermutlich noch eine riesige Mauert

Mauer gibt es stellenweise ebenfalls, über den gesamten Rest der Strecke große Zaunanlagen. Die Grenze zu Gaza ist stärker gesichert, als es die deutsch-deutsche außerhalb und möglicherweise/stellenweise sogar stärker als es die deutsch-deutsche innerhalb Berlins je war.
Nur mit dem Unterschied, dass die Schließer von dem Knast draußen leben.

mit Minenfeld und Selbstschussanlage gebaut und die Grenze geschlossen.

Minen wären, glaube ich, neu. Selbstschussanlagen sind bei der Masse an israelischen Grenzsoldaten eigentlich überflüssig bzw. würden die Menge an Geschossen, die kurzfristig die Luft füllen können, nicht übermäßig steigern.
Und die Grenze ist gerade geschlossen und wurde es auch in der Vergangenheit alle naslang. Jedesmal mit humanitären Problemen als Folge.

Wie würdest Du reagieren, wenn Du neben einer durchgeknallten Horde leben würdest, mit denen ein Dialog nicht machbar ist, die Dir Dein Lebensrecht absprechen, immer wieder Raketen auf dich abfeuern, Bomben in Menschenmengen zünden und, wie aktuell, losziehen, um Frauen und Kinder zu morden?

Zionisten reagieren mit "näher ranziehen und möglichst viele Freunde dazuholen, dann enteignen, dann näher ranziehen, dann..." - und das seit >100 Jahren.


Nein. Die schlagen alles kurz und klein. Mit Aufräumen hat das genauso wenig zu tun, wie der US-Einsatz in Afghanistan und das aus genau den gleichen Gründen. Und die Geschichte lehrt, dass daraus auch genau die gleichen "Erfolge" resultieren.
 
... Die aktuelle israelische Position lautet "Hamasmitglieder sind Tiere" (so heute von Netanjahu geäußert. Der Verteidigungsminister soll gestern sogar schon sämtlichen Einwohnern des Gazastreifens die Menschenrechte abgesprochen haben. Vielleicht sollte Deutschland Viehtransporter für eine Evakuiierung schicken? Käme bestimmt gut an.) und sie "müssen vernichtet werden". Zivile Opfer werden dabei in beliebig hohem Umfange akzeptiert.
Vielleicht sollten wir die israelische Regierung fragen, ob wir mit unserer Expertise Vernichtungslager erreichten sollen? Aber ich weiß, Politik mit Zynismus bringt uns nicht weiter.

Wir müssen nicht darüber reden, dass Netanjahu ein Kriegsverbrecher ist. Natürlich. Er nutzt die Steilvorlage der Hamas, um jetzt Tabula rasa zu machen. Natürlich ist das gegen die Menschenrechte. Aber die interessieren doch niemanden. Das ist das eigentliche Drama. Solange wir Drohnenkrieg aus Ramstein dulden, sollten wir uns nicht über andere mokieren.
... Nein. Die schlagen alles kurz und klein. Mit Aufräumen hat das genauso wenig zu tun, wie der US-Einsatz in Afghanistan ....
Ich hatte gehofft, Du verstehst meinen feinen Zynismus und Sarkasmus. Der mag nicht angebracht sein. aber was jetzt passiert, passierte mit Ansage.
.... Und von der Hamas gehen, soweit ich das nachverfolgen kann, mittlerweile keine Kampfhandlungen am Boden mehr aus und auch kaum noch was auf dem Luftweg. ...
Das ist doch eine sehr erfreuliche Entwicklung. Das ist das Ziel der israelichen Angriffe gewesen. Dazu entziehen sie den Palästinensern die Möglichkeiten, in naher Zukunft wieder Waffen im großen Stil zu bauen. Das kann man doch verstehen.

Warum öffnet Ägypten nicht seine Grenzen für Flüchtlinge und reduziert die humanitäre Krise? Die sind in der Pflicht. Nicht die Israelis.
 
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