* Die Zugangstechnologie kann einen erheblichen Einfluss auf den "Ping" haben. Die unterschiedlichen DSL Varianten, deren Eigenschaften, Kabel, Glasfaser, Mobilfunk funktionieren anders und leiten selbst bei ähnlicher Datenrate die Daten nicht mit dem exakt gleichen Ping durch.
* Stärker noch ist der Einfluss von Überbuchung. Wenn zuviele Leute über die gleichen Datenverbindungen senden, stauen sich die Daten. Wie bei einem Autostau kommt es dann zu Verzögerungen. Ein ISP mag mehr "Staus" haben als ein anderer, wenn er per Leitlinie mehr zur Überbuchung bereit ist. Es kann aber auch regionale Unterschiede bei ein und demselben ISP geben, je nachdem wo wie gut ein Netz ausgebaut ist.
* Oft werden die Daten wenigstens noch ein Stück über Backbone-Dienstleister geleitet, welche Regionen, Länder und Kontinente miteinander verknüpfen. Auch hier kann es wieder zu Unterschieden kommen. Ebenfalls wie gut sich ein bestimmter Dienstleister Richtung der Zielserver verbindet. Ist dort eine Engstelle dann staut es sich wieder und der Ping wird erhöht.
* Dann hat natürlich das Zielrechenzentrum und Server einen Einfluss. Sind dort Engpässe wirkt sich das auch auf den Ping aus.
* Wer dann auch noch zu Hause über WLAN, dLAN ins Internet geht erhöht seinen Ping deutlich. Wenn die Verbindungen gut sind, dann kann man akzeptabel darüber spielen. Doch die Foren sind voll von Posts mit Fragen zu hohen Pings bei WLAN/dLAN.
In der Praxis ist meine Empfehlung auf die Karte auf "breitbandmessung.de" zu sehen. Dort kann man nach Provider getrennt und für seine Region einen Eindruck bekommen wie gut ca. die Datenraten im Verhältnis zu den versprochenen Datenraten sind. Ist das Verhältnis schlecht ist das ein Indiz das auch der Ping leidet, bei Kabel mehr, bei DSL weniger.