Steuern und Finanzen

Andreas1975

Volt-Modder(in)
Der kleine Sparer könnte profitieren wenn die Kapitalsteuer dem individuellen Steuersatz entspricht. Diejenigen welche hohe Leistungslose Kapitaleinkünfte haben werden künftig nicht mehr pauschal mit 25% sondern gem dem Einkommen besteuert.

Wo ist das Problem für den armen Sparer?
 
Das Problem wird man in einer industrialisierten Gesellschaft leider nicht so leicht wegbekommen, egal, was man macht. Das liegt an den enormen Mengen an Menschen, die verwaltet werden müssen, sowohl in Unternehmen als auch in Staaten als solches. Das bedingt Bürokratie.
Die Frage ist nur...
Wobei das Ausmaß hier in Deutschland schon exorbitant hoch ausfällt. Ich persönlich sehe da viel Einsparpotenzial. Schauen wir einmal wie sich Musk in den USA macht, was Einsparungen diesbezüglich angeht, vielleicht schaut sich dann die zukünftige Regierung das ein oder andere noch ab.

MfG
Der kleine Sparer könnte profitieren wenn die Kapitalsteuer dem individuellen Steuersatz entspricht. Diejenigen welche hohe Leistungslose Kapitaleinkünfte haben werden künftig nicht mehr pauschal mit 25% sondern gem dem Einkommen besteuert.

Wo ist das Problem für den armen Sparer?
In der Theorie ja aber konkret wie genau? Bis du welcher Kapitalsumme reden wir hier noch vom kleinen Sparern, hast du dazu eine Idee und wo fangen hohe leistungslose Kapitaleinkünfte an? Das sind schon essentielle Fragen um die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme beurteilen zu können.

MfG
 
Bis du welcher Kapitalsumme reden wir hier noch vom kleinen Sparern, hast du dazu eine Idee und wo fangen hohe leistungslose Kapitaleinkünfte an?
Ich werfe mal 100.000 € in den Raum. Zu hoch? Zu niedrig? Und warum?

Die Schwäche der Bürokratie bzw. im weiteren Sinne auch des Rechtsstaats ist klar: Das Ergebnis interessiert nicht, sondern, ob man auch ja kein Gesetz verletzt hat.
Wenn man sich als Moralapostel durch die Welt bewegt, was ja nicht nur Politiker sondern auch Touristen mal gerne tun, dann muss man sich daran auch messen lassen. Ist halt keine Einbahnstraße.
 
In der Theorie ja aber konkret wie genau?
Das wird ein Gesetz beschreiben. Die Idee ist ja nicht neu.
Bis du welcher Kapitalsumme reden wir hier noch vom kleinen Sparern, hast du dazu eine Idee und wo fangen hohe leistungslose Kapitaleinkünfte an? Das sind schon essentielle Fragen um die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme beurteilen zu können.
Bei mehr als 1000€ Zinsen. Diese sind derzeit Steuerfrei alles darüber wird mit 25% versteuert. Egal ob das jetzt der 1€ von 1001€ ist oder der 1€ von 1000001€.
Derjenige mit höhere Zinserträgen wird demnach bei einer progressiven Steuererhebung eher belastet. Derjenige welcher bis 1000€ Zinsen erhält merkt nichts und wenn es mehr Zinsen sind könnte das bis zu einem gewissen Gesamteinkommen sogar günstiger werden.
Nein ich kann Dir aus dem Stehgreif jetzt keine Zahlen nennen oder errechnen. Aber wenn die persönliche Einkommenssteuer unter 25% liegt wird auch der Ertrag aus den Kapitaleinkünften niedriger besteuert. Wer jetzt zum Beispiel mit seinem Einkommen schon eine Einkommensteuer von z.b. 40% zahlt für den wird auch die Kapitalsteuer steigen.
Wer lediglich Einkommen aus Kapitalvermögen hat wird künftig nicht mehr mit 25% versteuert sondern so wie jedes andere Einkommen.
 
Jegliches Einkommen sollte gleich behandelt werden.

Ein sinnvolle Reform sieht so aus:

Alle Krankenkassen werden zu einer Einheitskasse vereinigt, es gibt die gleichen Leistungen für alle Mitglieder. Zusatzversicherungen werden verboten.

Die Finanzierung erfolgt über eine Sozialsteuer und diese wird auf jegliches Einkommen angewendet. Krankengeld usw. werden pauschaliert und entsprechend den Leistungen des Bürgergeldes.
 
Na das sind derzeit eventuell 3000-4000€ Zinsen vom Tagesgeld.
Steuerlast bei 3000€
Pauschbetrag -1000€
Verbleiben 2000€ steuerpflichtige Kapitalerträge. Derzeit 25% sprich 500€ Steuer. Völlig egal wie viel sonst noch an Einkünften da sind.
Ein bisschen hoch gegriffen, die Zinsbeträge sind doch schon deutlich niedriger und zählen Zinserträge von 200 € im Monat für dich schon zu sozialabgabenpflichtigen Beiträgen, nebst der Differenz zu den aktuellen Freibeträgen? Wir reden ja hier von Geld was schon einmal besteuert wurde. Ich denke wo wir anfangen könnten darüber zu reden wären Zinserträge die sich in einem Rahmen bewegen, der mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt vergleichbar wäre, wo liegt dieser, bei über 3000 brutto? Damit wäre die Einkommensgrenze deutlich höher, und somit ist es eben sehr essentiell und wichtig, was Habeck ich nun konkret meint, wer wird belastet und an wen geht dieser Kelch vorbei?

MfG
Was tust Du dafür, dass das Kapital verzinst wird?
Der Gegenwert zum Zins ist das zur Verfügung stellen von Kapital mit dem entsprechenden Risiko es zu verlieren. Ist das Geld günstig in der Beschaffung und gibt es genug davon gibt es bekanntermaßen keine Zinsen, wegen Überschuss, so wie es die letzten Jahrzehnte war.

MfG
 
zählen Zinserträge von 200 € im Monat für dich schon zu sozialabgabenpflichtigen Beiträgen,
Ja, ich sehe da keinen Unterschied zwischen Erwerbsarbeit oder ändern Einkommen.
Wir reden ja hier von Geld was schon einmal besteuert wurde.
Das Geld wird ja auch nicht erneut besteuert sondern dessen Ertrag.

Ich denke wo wir anfangen könnten darüber zu reden wären Zinserträge die sich in einem Rahmen bewegen, der mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt vergleichbar wäre, wo liegt dieser, bei über 3000 brutto?
Wie das ausgearbeitet wird muss sich zeigen. Aber wenn jemand seine 3000€ Zinsen sprich Einkommen erhalten wird er vermutlich noch keine 25% Steuern darauf zahlen. So wie er das ja auch bei einem solchen Arbeitsentgelt ja nicht zahlt.

Wie gesagt wie das ausgestaltet wird bleibt abzuwarten. Es wird vermutlich auch nur mit einer längst fälligen Steuerreform umzusetzen sein. Der eine wird sich über seinen Kelch freuen und für den anderen wird es ziemlich bitter. Je höher das zu verzinsende Kapital desto bitterer.
Der Gegenwert zum Zins ist das zur Verfügung stellen von Kapital mit dem entsprechenden Risiko es zu verlieren. Ist das Geld günstig in der Beschaffung und gibt es genug davon gibt es bekanntermaßen keine Zinsen, wegen Überschuss, so wie es die letzten Jahrzehnte war.

MfG
Ja das hast Du aber nicht in der Hand. Das Risiko das Kapital zu verlieren ist durchaus vorhanden jedoch für die besagten 100k nicht relevant.
 
Ja, ich sehe da keinen Unterschied zwischen Erwerbsarbeit oder ändern Einkommen.

Das Geld wird ja auch nicht erneut besteuert sondern dessen Ertrag.


Wie das ausgearbeitet wird muss sich zeigen. Aber wenn jemand seine 3000€ Zinsen sprich Einkommen erhalten wird er vermutlich noch keine 25% Steuern darauf zahlen. So wie er das ja auch bei einem solchen Arbeitsentgelt ja nicht zahlt.

Wie gesagt wie das ausgestaltet wird bleibt abzuwarten. Es wird vermutlich auch nur mit einer längst fälligen Steuerreform umzusetzen sein. Der eine wird sich über seinen Kelch freuen und für den anderen wird es ziemlich bitter. Je höher das zu verzinsende Kapital desto bitterer.

Ja das hast Du aber nicht in der Hand. Das Risiko das Kapital zu verlieren ist durchaus vorhanden jedoch für die besagten 100k nicht relevant.
Ich streite den Sinn dieser Idee nicht ab sondern frage mich wo hier die Grenzen gezogen werden und das ist eine rein theoretische Debatte hier, allerdings sind das die relevanten Informationen zur Wertung ob das eine gute Idee ist oder eben nicht und erfahrungsgemäß immer dann wenn wichtige Details vorab nicht benannt werden meistens, weil diese Details nicht öffentlichkeitswirksam sind und doch mehr betreffen, als vielleicht angenommen oder suggeriert.

Kleines Beispiel, die Großeltern die sich über Jahrzehnte hinweg ein kleines Sparvermögen aufgebaut haben, wo sie vielleicht 100 bis 150 € Zinsen im Monat erhalten nach aktuellem Stand, die will man nun mit diesen erneuten Sozialabgaben belasten oder nicht?

Für mich fängt, wie schon beschrieben, ein belastbares Kapitaleinkommen auf dem Niveau eines durchschnittlichen Monatsgehaltes an. Darunter finde ich es ziemlich schwer eine sinnvolle Grenze zu ziehen, bzw eine Grenze neben den jetzt schon vorhandenen Abgaben ab einem jährlichen Freibetrag von, glaube ich, 2000 €

Daher ist dieser Vorschlag für mich auf cdu-niveau Steuergeschenke von 100 Millionen Euro versprechen aber null Plan haben wie das ganze real finanziert werden soll.

MfG
 
Die interessieren niemanden. Wieso eigentlich immer wieder die selbe Leiher? Da hattest Du dich doch schon in BILDmanier drüber aufgeregt. Ich finde seinen Ansatz echt gut, über die Umsetzung muss sich dann eben ausgetauscht werden und Möglichkeiten müssen erörtert werden. Wo ist das Problem?

Mit geht seine "ich hab mich mit meiner Heizung verplant, andere müssen schuld sein"-Leier zwar auf den Sack. Aber das heißt nicht, dass Habeck sich nicht mal erklären müsste. Wie Geld ausgegeben werden soll, dafür hat Habeck nämlich regelmäßig sehr, sehr konkrete Pläne. Und das sind mit unschöner Regelmäßigkeit Milliardengeschenke an die Wirtschaft und somit an die vermögenden, denen selbige gehört. Ebenso sehr konkret und umsetztungsfreudig ist er, wenn es darum geht der künftigen Allgemeinheit Ausgaben in Form von hohen Schulden aufzubrummen, die er für genannte Geschenke aufnehmen will.

Reichlich unspezifisch und totaler Untätigkeit gekennzeichnet waren dagegen seine bisherige Bemühungen um die ärmere Mehrheit der deutschen. Und das obwohl die Grünen eigentlich schon ein sehr weit ausgearbeitetes Klimageld im letzten Wahlkampfprogramm hatten und auch relativ weit fortgeschrittene Überlegungen zu einer Reform der reichenbegünstigenden Erbschaftssteuer, zu einer Vermögenssteuer, zu Kapitalertragsabgaben, etc.. Aber aus all dem ist rein gar nichts geworden, nicht einmal ein Entwurfsversuch. Und das kann man nicht allein mit einem gewissen Ex-Koalitionspartner begründen, denn bei anderen (wirtschaftsfreundlichen) Themen war Habeck durchaus bereit, Kante zu zeigen. Nur wenn es um arme Menschen geht, da regierte Stillstand bzw. Rückschritt.

Wenn er jetzt also ankommt und verspricht, endlich mal was zulasten der Reichen zu machen, dann gibt es natürlich rein prozesstechnisch keinen Grund, bereits jetzt alle Details absimmungsbereit vorzulegen, da hast du recht. Es gilt aber in Anbetracht von Habecks Vorgeschichte zu belegen, dass die Sprüche mehr sind als nur Wahlkampfverarsche und dass diese Ambitionen wirklich eine hohe Priorität und Bedeutung für ihn haben/mit ihm in einer Regierung hätten. Diese dringend nötige Glaubwürdigkeit kann er am besten unter Beweis stellen, in dem er vorlegt, wie viel Gedanken er sich schon erfolgreich zu dem Thema gemacht hat.
Oder er kann es eben nicht.


Deutschland ist da sowieso schon gaaaanz oben dabei (durchschnittliche Abgaben vom Arbeitergehalt in %):

Bei der Initiative geht es doch eben gerade um Abgaben, die nicht auf Gehälter erhoben werden sollen, damit jemand anders als Arbeiter für nötige Ausgaben zahlt.


Hier in Kiel rammt schön regelmäßig wer ein Tor der einen oder der anderen oder auch beider Schleusenkammern des NOK. Hier stand auch schon einmal über Wochen der Kanal still, weil zwei Tore in kurzer Zeit gerammt wurde und das eine Austauschtor in der Werft war.

Man beachte den Unterschied: In Kiel liegt immer ein Austauschtor bereit (genauer: je eins für beide Schleusentypen, wobei durch die alten halt nur Kleinkram passt) und wenn ein monatelanger Ausfall drohen würde, hat man afaik auch noch Pläne, die beschädigte Schleusenkammer komplett abzudichten und mit der zweiten alleine weiter zu machen. An der Mosel (wo es nicht einmal die "um Dänemark rum"-Notlösung gibt) hatte man scheinbar nur die beiden im Einsatz befindlichen Tore mit 0 Reserve. Da war der Ausfall kritischer Infrastruktur also vorprogrammiert und die Schuld dafür jetzt allein auf die Bundesregierung zu schieben, weil es (afaik) EU-Vorgaben (! In der Regel EVP-geschrieben) für Ausschreibeverfahren bei Großinvestitionen existieren...
Es ist grad Wahlkampf, wa?


Wir reden ja hier von Geld was schon einmal besteuert wurde.

Wo bitte schön wurden Zinsen, die es bis zur Zahlung gar nicht gab, schon mal besteuert?

Ich denke wo wir anfangen könnten darüber zu reden wären Zinserträge die sich in einem Rahmen bewegen, der mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt vergleichbar wäre

Und warum sollen deiner Meinung nach Gewinne aus Kapital erst ab der höhe eines Durchschnittsgehalts besteuert werden, während Gewinne in Form von Gehältern schon ab Höhe des Freibetrags dran sind?
Was du hier forderst ist schlichtweg eine Sonderbürokratie zur Begünstigung von Leuten mit einem gewissen (immerhin nicht extrem hohen, aber durchaus ansehnlichen) Vermögensstand.

Der Gegenwert zum Zins ist das zur Verfügung stellen von Kapital mit dem entsprechenden Risiko es zu verlieren.

Das Risiko liegt bei den bislang besprochenen Größenordnungen juristisch bei null durch den Bankeneinlagenfond und in der Praxis auch noch bei weitaus höheren Summen, denn im Zweifelsfall springt der Staat bei "too big to fail" ein. Das haben wir ja bei der Bankenkrise gesehen. Jeder Vermögende, der sich damals hat den goldenen Arsch retten lassen und heute auf ""Risiko"" durch sein geschenktes Einkommen pocht, soll erstmal seinen angemessenen Anteil der damals entstandenen Staatsverschuldung abbbezhalen. Das wäre weitaus mehr als sämtliche bislang im Raum stehenden Steuerpläne.

Reales Risiko zugunsten anderer hat man, wenn man sein gesamtes Geld nimmt und damit ein produktives Unternehmen ohne staatliche Beihilfen auf die Beine stellt. Aber das machen vergleichsweise wenige. Die meisten zocken bestenfalls an der Börse, wo als Faustregel gilt: Je mehr Geld jemand investieren kann, desto bessere Berater kann er sich leisten und desto geringer ist sein Risiko. Umgekehrt sind die mit den kleinsten Anlagebträgen regelmäßig die am schlechtesten informierten (z.B. weil sie schlicht nicht die nötige Zeit haben, sie gehen ja arbeiten) und dadurch diejenigen, deren Geld an andere umverteilt wird, während sie (relative) Verluste machen. (absolut gemacht kommt auch manch Kleinanleger ins Plus, davon muss man allerdings noch die allgemeine Umverteilung durch Inflation abziehen, welche ebenfalls von Kleinsparern zu Großbesitzern wirkt.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleines Beispiel, die Großeltern die sich über Jahrzehnte hinweg ein kleines Sparvermögen aufgebaut haben, wo sie vielleicht 100 bis 150 € Zinsen im Monat erhalten nach aktuellem Stand, die will man nun mit diesen erneuten Sozialabgaben belasten oder nicht?
Ich hab noch keine Zahlen von Habeck gelesen. Du?
Aktuell gibt es Steuerfreibetrag von 1000€. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Betrag steigen soll, aber es gibt eben noch kein durchgerechnetes Konzept. Denn die Abgaben auf Einkommen durch Arbeit sollen ja gleichzeitig sinken.
 
Mit geht seine "ich hab mich mit meiner Heizung verplant, andere müssen schuld sein"-Leier zwar auf den Sack. Aber das heißt nicht, dass Habeck sich nicht mal erklären müsste. Wie Geld ausgegeben werden soll, dafür hat Habeck nämlich regelmäßig sehr, sehr konkrete Pläne. Und das sind mit unschöner Regelmäßigkeit Milliardengeschenke an die Wirtschaft und somit an die vermögenden, denen selbige gehört. Ebenso sehr konkret und umsetztungsfreudig ist er, wenn es darum geht der künftigen Allgemeinheit Ausgaben in Form von hohen Schulden aufzubrummen, die er für genannte Geschenke aufnehmen will.

Reichlich unspezifisch und totaler untätige gekennzeichnet waren dagegen seine bisherige Bemühungen und die ärmere Mehrheit der deutschen. Und das obwohl die Grünen eigentlich schon ein sehr weit ausgearbeitetes Klimageld im letzten Wahlkampfprogramm hatten und auch relativ weit fortgeschrittene Überlegungen zu einer Reform der reichenbegünstigenden Erbschaftssteuer, einer Vermögenssteuer, Kapitalertragsabgaben, etc.. Aber aus all dem ist rein gar nichts geworden, nicht einmal ein Entwurfsversuch. Und das kann man nicht allein mit einem gewissen Ex-Koalitionspartner begründen, denn bei anderen (wirtschaftsfreundlichen) Themen war Habeck durchaus bereit, Kante zu zeigen. Nur wenn es um arme Menschen geht, da regierte Untätigkeit.

Wenn er jetzt also ankommt und verspricht, endlich mal was zulasten der Reichen zu machen, dann gibt es natürlich rein prozesstechnisch keinen Grund, bereits jetzt alle Details absimmungsbereit vorzulegen, da hast du recht. Es gilt aber in Anbetracht von Habecks Vorgeschichte zu belegen, dass die Sprüche mehr sind als nur Wahlkampfverarsche und dass diese Ambitionen wirklich eine hohe Priorität und Bedeutung für ihn haben/mit ihm in einer Regierung hätten. Und diese dringend nötige Glaubwürdigkeit kann er am besten unter Beweis stellen, in dem er vorlegt, wie viel Gedanken er sich schon erfolgreich zu dem Thema gemacht hat.
Oder er kann es eben nicht.




Bei der Initiative geht es doch eben gerade um Abgaben, die nicht auf Gehälter erhoben werden sollen, damit zur Abwechslung mal jemand anders als Arbeiter für die nötigen Ausgaben zahlen.




Man beachte den Unterschied: In Kiel liegt immer ein Austauschtor bereit (genauer: je eins für beide Schleusentypen, wobei durchn die alten halt nichts großes durchpasst) und wenn ein monatelanger Ausfall drohen würde, hat man afaik auch noch Pläne, die beschädigte Schleusenkammer komplett abzudichten und mit der zweiten weiter zu machen. An der Mosel hatte man scheinbar nur die beiden im Einsatz befindlichen Tore mit 0 Reserve. Da war der Ausfall kritischer Infrastruktur vorprogrammiert und die Schuld dafür jetzt allein auf die Bundesregierung zu schieben, weil es (afaik) EU-Vorgaben (! In der Regel EVP-geschrieben) für Ausschreibeverfahren bei Großinvestitionen existieren...
Es ist grad Wahlkampf, wa?




Wo bitte schön wurden Zinsen, die es bis zur Zahlung gar nicht gab, schon mal besteuert?



Und warum sollen deiner Meinung nach Gewinne aus Kapital erst ab der höhe eines Durchschnittsgehalts besteuert werden, während Gewinne in Form von Gehältern schon ab Höhe des Freibetrags besteuert werden?
Was du hier forderst ist schlichtweg eine Sonderbürokratie zur Begünstigung von Leuten mit einem gewissen Vermögensstand.



Das Risiko liegt bei den bislang besprochenen Größenordnungen juristisch bei null durch den Bankeneinlagenfond und in der Praxis auch noch bei weitaus höheren, weil im Zweifelsfall der Staat bei "too big to fail" einspringt. Das haben wir ja bei der Bankenkrise gesehen. Jeder Vermögende, der sich damals hat den goldenen Arsch retten lassen und heute auf ""Risiko"" durch sein geschenktes Einkommen pocht, soll erstmal seinen angemessenen Anteil der damals entstandenen Staatsverschuldung abbbezhalen. Das wäre weitaus mehr als sämtliche bislang im Raum stehenden Steuerpläne.

Reales Risiko zugunsten anderer hat man, wenn man sein gesamtes Geld nimmt und damit ein produktives Unternehmen ohne staatliche Beihilfen auf die Beine stellt. Aber das machen vergleichsweise wenige. Die meisten zocken bestenfalls an der Börse, wo als Faustregel gilt: Je mehr Geld jemand investieren kann, desto bessere Berater kann er sich leisten und desto geringer ist sein Risiko. Umgekehrt sind die mit den kleinsten Anlagebträgen regelmäßig die am schlechtesten informierten (z.B. weil sie schlicht nicht die nötige Zeit haben, weil sie ja arbeiten gehen) und dadurch diejenigen, deren Geld an anderer umverteilt wird, während sie (relative) Verluste machen. (absolut gemacht kommt auch manch Kleinanleger ins Plus, davon muss man allerdings noch die allgemeine Umverteilung durch Inflation abziehen, welche ebenfalls von Kleinsparern zu Großbesitzern wirkt.)
Zu deinen obigen Erläuterungen, keine Einwände. :daumen:

Kapitalerträge ab einem bestimmten Freibetrag werden in Deutschland besteuert. ;-)

MfG
Ich hab noch keine Zahlen von Habeck gelesen. Du?
Aktuell gibt es Steuerfreibetrag von 1000€. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Betrag steigen soll, aber es gibt eben noch kein durchgerechnetes Konzept. Denn die Abgaben auf Einkommen durch Arbeit sollen ja gleichzeitig sinken.
Das sehe ich genauso, es liegt nichts Konkretes vor daher bleibt es eben wieder nur eines von zahlreichen Versprechungen die entweder nicht gegenfinanziert oder konzeptionell zu Ende gedacht sind, daher schrieb ich auch weiter oben, für mich ist das belastbar auf dem Niveau der CDU mit ihren 100 Millionen nicht refinanzierten Steuerversprechen. Kann man in der Pfeife rauchen. Das einzige was ich an der Stelle ergänzen muss ist, das Habeck
rhetorisch wieder anfängt den gleichen Fehler wie damals beim Heizungsgesetz zu machen und das ist genau das wofür er sich ja bereits entschuldigt hatte, es so schlecht und falsch kommuniziert zu haben, und genau das wird ihm aber jetzt, zurecht, auch von den anderen Parteien, vorgeworfen. Es ist schade, da so eine vielleicht gute Idee von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, weil man sie eben wieder einmal falsch angegangen ist.

MfG
 
Wobei das Ausmaß hier in Deutschland schon exorbitant hoch ausfällt. Ich persönlich sehe da viel Einsparpotenzial.
Ich ebenso. Bürokratie ist aber nicht allein staatlich, sondern fällt auch in Unternehmen an, wo es Richtlinien und all das gibt. Sicher gibt es da einige sinnvolle, aber auch viel Schwachsinn.
Schauen wir einmal wie sich Musk in den USA macht, was Einsparungen diesbezüglich angeht, vielleicht schaut sich dann die zukünftige Regierung das ein oder andere noch ab.
Das wichtigste meiner Meinung nach ist, vom Verwalten mehr zum Machen zu kommen. Klar, bspw. ein kaputter Fahrstuhl ist nicht so schnell geflickt wie das Schild drangeklebt, aber nur weil das Schild dran ist, funktioniert er nicht einfach. Stattdessen hat irgendjemand seine Zeit damit vergeudet, das Schild mit 'außer Betrieb' zu drucken, zu laminieren und dranzukleben.
Wenn man das weiter spinnt, geht eine ganze Menge Arbeitsleistung für so einen Kram drauf und ich denke, das ist u.A. der Ansatz, den Musk da verfolgt.
Ich werfe mal 100.000 € in den Raum. Zu hoch? Zu niedrig? Und warum?
Zu niedrig.
Gut, 100.000€ sind nicht so schnell erwirtschaftet. Ich müsste mit einem Einkommen recht nahe am Median ein, zwei Jahrzehnte sparen, um dahinzukommen. Aber es wird ja nicht ohne Grund gespart und wenn man das Geld mal hat, dann sehe ich auch wenig Grund, dass die spärlichen Zinsen dann schon besteuert werden.
Nun wird das Geld über die Jahre immer weniger wert, da würde ich dem Sparer nicht an die Zinsen gehen. Genau deshalb bekommt Habeck wieder eine Hasswelle. Gut, meiner sehr persönlichen Meinung nach hat er die auch verdient, aber bleiben wir neutral.
Stattdessen würde ich erst da an Kapitalerträge gehen, wo man sich schon außerhalb der üblichen Maße des Durchschnittsdeutschen bewegt. Spontan würden mir da die halbe oder die volle Million einfallen.
Wenn man sich als Moralapostel durch die Welt bewegt, was ja nicht nur Politiker sondern auch Touristen mal gerne tun, dann muss man sich daran auch messen lassen. Ist halt keine Einbahnstraße.
Gut, dass ich keiner bin. :ugly:
Jegliches Einkommen sollte gleich behandelt werden.
Nö.
Also, los, bitte, mach es und ziehe jedem pauschal 20% Steuern und noch mal 20% Sozialbeiträge ab, auch dem Geringverdiener. Da gehen dann die Leute auf die Barrikaden, aber bitteschon, nur zu.
Zusatzversicherungen werden verboten.
Dann läuft das schwarz ab. Ist auch ein guter Grund, um ins Ausland abzuhauen, wo es nicht so ist. Gerade für hochqualifizierte Fachkräfte, von denen man jetzt schon nicht genug hat, wenn man so manchen Aussagen glauben will.
Die Finanzierung erfolgt über eine Sozialsteuer und diese wird auf jegliches Einkommen angewendet. Krankengeld usw. werden pauschaliert und entsprechend den Leistungen des Bürgergeldes.
Die Rente auch?
Nun, ich erwarte zwar, dass das das schlussendliche Ergebnis sein wird, wenn der Verhältnis zwischen Empfängern und Einzahlern weiter kippt (oder die Einzahler machen irgendwann Randale), aber so einfach ist das nicht.
Ich gehe mit mit dem Gedanken, dass im Krankheits-, Arbeitslosen-, und schließlich auch Rentenfall so viel gezahlt werden soll, dass man was zu essen und ein Dach über dem Kopf hat.
Mehr aber auch nicht und da sehe ich persönlich die Leute selbst in der Pflicht, was aus ihrem Leben zu machen. Dementsprechend würde ich private Zusatzversicherungen eher bevorzugen.
Lass den Leuten die Eigenverantwortung, und sie können was aus ihrem Leben machen und schließlich die Früchte ihrer Arbeit ernten. Natürlich gibt es dann Verlierer, aber die gibt es bei jedem System und bis zu einem gewissen Grad ist das auch kein Problem.
Was tust Du dafür, dass das Kapital verzinst wird?
Er vertraut der Bank, wo er es angelegt hat, dass sie mit seinem Geld haushalten und es vermehren können.
Ich hab noch keine Zahlen von Habeck gelesen. Du?
Und da geht es schon los. Ehe man als Politiker irgendwelche Ideen ausspricht, sollte man sich vorher vielleicht mal mit paar Experten zusammensetzen und ein grobes Konzept erarbeiten, wie das am Ende aussehen könnte. Dann hat man auch einen Plan und erzählt nicht einfach nur, was man machen will.
Wenn man dann einen Plan hat, dann zieht man vielleicht auch nicht so einen Shitstorm auf sich. Gut, am Ende hilft es nichts gegen Leute, die einfach pauschal loshaiden und grundsätzlich dagegen sind. Gleichzeitig hätte man aber ein Konzept vorzuweisen.
 
Kapitalerträge ab einem bestimmten Freibetrag werden in Deutschland besteuert. ;-)

Jein.

Erstmal sind einige Arten komplett ausgenommen.

Dann gibt es diverse Absetzungs- und vor allem Verrechnungsmöglichkeiten. Um mit Aktienhandel Kapitalerträge zu erwirtschaften muss ich z.B. Verlustrisiken eingehen. Tritt der Verlust ein, zahle ich den aber nicht aus meinem Privatvermögen, sondern ich ziehe ihn VOR Versteuerung von meinen Erträgen ab. Defacto ist es also nur eine Kapitalprofitsteuer. Brauche ich dagegen z.B. ein Auto, um Gehaltserträge zu erwirtschaften (aka zur Arbeit zu fahren) und wickel das um einen Baum (aka Risiko schlägt zu), ist da nichts mit Steuerfreiheit für die nächsten 1-2 Jahre. Diesen ertragsbedingten Verlust muss ich aus versteuertem Vermögen selbst bezahlen.

Vor allem aber steht Kapitalertragssteuer für sich und bei nur 25%, während auf Gehälter diverse Abgaben von im Schnitt 40%, nach oben hin (da, wo Kapitalerträge bedeutende Größen erreichen) eher 50% erhoben werden. Und das ist jetzt nur der Vergleich, wenn man es als reiner Privatier handhabt. Ab einer gewissen Vermögensgröße bietet es sich aber an, die Kapitalinvestitionen unternehmerisch aufzuziehen und dann ist die Kapitalertragssteuer afaik nur noch ein Vorsteueransatz, abgerechnet wird am Ende des Jahres gemäß der Unternehmensbesteuerung, welche afaik noch deutlich unter 25% liegen dürfte.
 
Exakt deswegen muss jedes Einkommen mit den gleichen Steuern und Sozialabgaben belastet werden und zwar ohne jegliche Bemessungsgrenzen.
 
Exakt deswegen muss jedes Einkommen mit den gleichen Steuern und Sozialabgaben belastet werden und zwar ohne jegliche Bemessungsgrenzen.
Das ist eine ziemlich unkluge Idee, denn damit belastest du vor allem Kleinsparer ab dem ersten Euro an und wenn die Belastung oberhalb der Inflation liegt, würde Sparen überhaupt keinen Sinn mehr machen.

MfG
 
Die Steuer berücksichtigt ja mit der Progression wer stärkere Schultern und wer schwächere hat. Sozialabgaben zahlt man als kleine Arbeiter auch auf den ersten Euro Einkommen. Abgesehen davon können sich normale Arbeiter heute es sowieso nicht mehr leisten relevant zu sparen. Das würde also sowieso nur Bonzen betreffen.
 
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