News Intel: Kann nur die US-Regierung den einstigen Giganten retten?

Komm, so schlecht sind die aktuellen Prozessoren auch nicht
Das habe ich auch nicht gemeint, siehe Post davor. Es ist eher so, dass man nun seit Jahren ernsthafte Konkurrenz hat und die Produkte besser bewerben müsste. Vielleicht hätte es auch eher Alternativen für Gamer mit 8 P-Kernen und ohne E-Kerne geben müssen.
Der Core Ultra 5 225F für 170€ ist eigentlich ein Nobrainer.
 
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Also bei AMD hat damals kein Hahn der Regierung danach gekräht und die haben es auch selbst geschafft, indem sie halt einfach seitdem Lisa Su an der Spitze haben und Ryzen brachten.

Aber auch vorher:

Athlon 64, also erste Desktop CPU mit 64 Bit-Anbindung, Athlon 64 X2, erste Desktop-CPU mit 2 Kernen auf einem Die und integriertem Speichercontroller, 2007 dann der Opteron mit Barcelona-Kern, also der erste native Quad Core mit 4 Kernen auf einem Die und gemeinsamen L3 Cache.

Was brachte da Intel an Innovationen in der Zeit, außer Technologien zu übernehmen, die AMD erfand?

Der vielzitierte Bulldozer-Flop danach brachte AMD zwar in die Bredouille, aber nicht in dem Ausmaß, in dem Intel jetzt in Schwierigkeiten steckt.

Auch dass AMD imemr als Underdog bezeichnet wurde - waren es doch sie, die später die Innovationen brachten und Intel eher Nutznießer war.

Warum so weit ausgeholt? Weil Intel jetzt im Endeffekt das Gleiche tut: sie haben nichts neues/keine Innovationen. Vorher wars Tik Tok, dann halt Brechstange. Funktioniert eben jetzt alles nicht mehr.

Eine Verstaatlichung könnte funktionieren. Für Intel hoffe ich das, eben wegen der Konkurrenz, die es braucht. AMD als Monopol würde ich mir auch nicht gerade wünschen. Aber wie an anderer Stelle bereits erwähnt: da kommen sicher auch früher oder später noch die Chinesen als Konkurrenz.
 
Und was war mit AMD als die am Boden waren? Denen hat auch niemand geholfen soviel ich weiß.
Aber ein Konkurs für Intel wäre für alle schlecht. Nicht nur für deren Mitarbeiter.

Ist meiner Meinung schlecht vergleichbar. Selbst bevor AMD damals auf dem absteigenden Ast war, waren sie um mehrere Faktoren kleiner als Intel. Damals haben sie auch ausschließlich CPUs designed.

Wäre AMD damals untergegangen, hätte das die Marktsituation wahrscheinlich nicht viel geändert.
Intel ist aber an Produkten deutlich breiter aufgestellt und hat eigene Fertigung (auch wenn das deren Hauptproblem ist...). Der Verlust wäre letztendlich nicht abschätzbar.

Breiter aufgestellt ist AMD heute auch und ich denke, dass heute auch AMD unter die Arme gegriffen würde, würden sie in Schieflage geraten.

Bla Bla ist kein Ersatz für fehlende Qualität, fehlende Geschäftsethik, fehlende Produkte oder fehlende Kundenorientierung. Bla Bla kann nichts davon ersetzen. Wenn es so einfach wäre, könnte jeder
Dummschwätzer bei Youtube ein Unternehmen wie Intel gründen.



Ja ?
Was denn?
Die Prozessoren, die die Kunst beherrschen sich selber zu zerlegen?
Klar, die Sache mit der 13th-Gen. war echt unschön. Aber es ist ja nicht so, dass AMD das nicht alles auch schon mal gemacht hat. Mit Bulldozer Kunden belogen und falsche Versprechen gemacht.
Und ich kann mich auch noch an brennende Opteron-CPUs erinnern, vor... keine Ahnung, ~15 Jahren.
Und die ganzen Probleme von den Sockeln und Temperaturproblemen in den 3D-Cache in letzter Zeit mal ganz zu schweigen.

AMD ist da kein bisschen besser als Intel. Seit AMD Oberwasser hat, verhalten sie sich exakt genau so wie Intel damals. Massive Preissteigerungen, Qualität und Qualitätskontrolle reduzieren, fragwürdige Designentscheidungen, Innovationsstopp und ausruhen auf dem, was man hat und möglichst viel Geld damit scheffeln.

Nur AMDs Marketing ist verdammt gut, sodass viele Leute über all das hinwegsehen oder gezielt ignorieren und das Unternehmen bis zu bitteren Ende verteidigen.

Sorry, aber dann hast Du irgendwie die letzten beiden Chipgenerationen nicht auf dem Schirm gehabt,
oder sprichst Du von Pentium III ?
Vor allem die letzten beiden Generationen, Core Ultra 100 und 200, sind richtig gute Chips!
Vielleicht nicht in der maximalen Gamimg-Performance, aber in vielem Anderen sind sie den AMD Pendants, meiner Meinung nach, überlegen.

[...]
Ja klar, Dagobert Duck hat angerufen, er hat noch 3 ungenutzte Geldspeicher mit Geld, das da noch sinnlos rumliegt....

Nein, mal im Ernst.

Investieren?
Worin?
Und vor allen Dingen, warum?

Aktuell ist Intel nur ein Milliardengrab.

1. Das Kerngeschäft liegt am Boden.
2. Die Foundrys fressen nur Geld und benötigen Milliarden Dollar, jeden Monat!
Nur um den Betrieb aufrecht zu erhalten, es werden aktuell keine Stückzahlen produziert.
3. R&D (Research and Development) ist das Einzige was von Interesse ist, besonders die GPU-Sparte.

Aber ich kauf doch nicht eine Kuh die Milliarden Dollar kostet,
nur weil ich Milch trinken möchte,

Das geht viel einfacher.

Wie im Fall 3dfx / NVidia.
Warten bis die Insolvenz eingetreten ist,
die Reste für kleines Geld kaufen und deren
Technologie anschließend als eigene vermarkten.
So ein Unternehmen nach einer Insolvenz in kleinen Häppchen zu veräußern ist eine ganz schlechte Idee. Dabei geht letztendlich jegliches "Know-How" verloren und die einzelnen Happen sind nichts wert.

So eine "Feindliche-Übernahme" wie bei 3dfx und Nvidia willst du auch nicht. Vor allem nicht bei einem quasi Duopol von so spezialisierten Bereichen. Die einzigen, die da kräftig zuschlagen (können), wären AMD und "Patent-Verwalter". Damit hast du einen sofortigen Innovationsstopp und Preissteigerungen, bei dem jeder Aktionär feuchte Träume bekommt.

Ich würde davon ausgehen, dass es mehr in eine Aufteilung in verschiedene Unternehmensbereiche hinausläuft.
Zum Beispiel CPU, KI, Networking, Embedded und Factory. Für die einzelnen Teilbereiche würde man dann schon Investoren finden.
 
Und was war mit AMD als die am Boden waren? Denen hat auch niemand geholfen soviel ich weiß.
Das Problem hier ist, dass es Intel als CPU Design und Verkaufsfirma gut geht und die Milliarden Gewinn machen, während es dem Teil der für die US Regierung tatsächlich wichtig ist, nämlich die inländische Fertigung schlecht geht.
Letztere ist nicht nur für die nationale Sicherheit wichtig, auch für Forschung und Entwicklung bzw für die Wettbewerbsfähigkeit der USA im Halbleiter Bereich.
Für uns Kunden ist einfach Konkurrenz wichtig, damit die Preise in Rahmen bleiben.

AMD müsste sich tatsächlich damals großteils selbst retten, wobei es sicher praktisch war zwischenzeitlich ein Mal eine Milliarden-Spritze von Intel zu bekommen. Da gab es meiner Erinnerung nach einem "Lizenz Deal".
Was genau da vereinbart wurde weiß man natürlich nicht, fest steht aber, dass Intel damals einen Konkurrenten gebraucht hat weil man sonst das x86 Monopol hatte im PC Markt
Bei extremen Stromverbrauch
Eigentlich nicht, außer man schaut nur auf die extrem hoch getakteten Modelle.
Aber das macht hoffentlich keiner, das wäre ja kindisch bei 30 CPU Modellen nur 1 zu verwenden und so zu tun als wären alle gleich...
 
@Rollora
Wobei es den durchaus guten und effizienteren Alder Lake und Raptor Lake 6+4 Kernern an Takt mangelte um im Gaming-Bereich die Konkurrenz von den Socken zu holen, ansonsten durchaus brauchbare Prozessoren.

Des weiteren waren gerade die interessanten Modelle wie i5 13500, 14500 zu teuer.
@perupp
Die hochtaktenden Modelle liefen auf Brechstange und den effizienten Modellen dieser Fertigung fehlte es an Takt um AMD zu überholen, wie ich bereits schrieb. Es waren im Schnitt sicherlich keine üblen Produkte, nur die Fertigung scheint bei Intel seit dem Sprung von 14+++++++ auf Intel 7 zu hinken.
=)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es immer wieder schön zu lesen, wie gut das hoch gelobte kapitalistische System mit der freien Marktwirtschaft funktioniert.
Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste sollen nun solidarisiert werden :D
So ists fein.

Wo bei mir die Situation von Intel immer noch nicht so recht klar ist.
An sich bauen die doch gute Produkte. Klar, was die aktuelle Chipproduktion angeht, hängen die der Konkurrenz etwas hinterher. Aber das kann ja wohl nicht alles sein, was da "vom Band geht".
Fließt da so viel Geld für Managergehälter und Aktionäre ab? (Gehälter ab mittleren Positionen können in den USA gern mal das 300-fache und mehr über dem üblichen Lohn sein).

Ich denke, die Trump Regierung wird da irgendwie eingreifen. Und sei es nur, um gegen die drohende Chinesische Übermacht noch was in der Hand zu behalten. Die Zeiten stehen dafür "besser" als noch damals bei AMD. Schleißlich geht es hier nicht nur um Geld, sondern um Macht und Kontrolle.
 
Intel. Gibt es den Laden noch?
Falls ja, wird Trump und seine mafiöse Bande sicherlich dafür sorgen,
dass diese CPUs in der ganzen Welt reisenden Absatz finden werden.

So zusagen ein Angebot unter vorgehaltener Waffe, das man nicht ablehnen kann.

In der USA produzieren, dann in Taiwan verpacken und für einen Zollsatz von 30% wieder in die USA importieren
um damit das neue Chip-Werk in Ohio zu finanzieren.
Am besten noch zwei, drei weitere neue Werke in Ohio, denn Europa wird die nächsten Jahre mehr CPUs
brauchen als sie benötigen werden.
 
Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass Intel nicht wieder den Weg zurück in den Desktop findet. "To big to fall" ist mein Gedanke. Jetzt hat AMD die Nase vorne. Aber bereits mit Raptor Lake hat Intel gezeigt, was für ein Know How vorhanden ist trotz Fertigungsnachteil.

Und jetzt mit Arrow Lake ist Intel ziemlich nah angerückt. Dem 265K kann AMD nicht wirklich was entgegensetzen. Leider hat Intel diese CPU verbugt auf den Markt gebracht und erst nachträglich flott gemacht. Der Ultra 7 ist hingegen nicht wirklich eine Konkurrenz für AMD im High End Bereich.

Intel hat die besten Ingenieure. Mein Gefühl sagt mir, dass sich das Blatt bald wieder wendet sobald die Fertigung stimmt und die CPUs ordentlich gelauncht werden.
 

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Der Punkt ist der: Während man hier gegenseitig mit den Fingern auf sich zeigt, wird keine Lösung des Problems gefunden. Es ist am Ende eigentlich egal wer der Schuldige ist. Intel ist wichtig für den Westen, bzw. dessen Chipfertigungsanlagen.

Warum hat man AMD nicht geholfen? AMD ist fabless, das heißt die hatten niemals solch einen massiven Overhead wie Intel, das ist, als würde man Äpfel mit Eiern vergleichen. Die haben keine nationale Fertigung, die man Subventionieren könnte.

Gemini spuckt mir das hier aus,

Die entscheidende "Hilfe" für AMD kam indirekt durch die taiwanische Regierung, und zwar durch deren jahrzehntelange, strategische Förderung des eigenen Halbleiter-Ökosystems, aus dem TSMC als Weltmarktführer hervorging. Die Regierung Taiwans war maßgeblich an der Gründung und dem anfänglichen Erfolg von TSMC beteiligt. AMDs Erfolg ist untrennbar mit der technologischen Exzellenz und den Fertigungskapazitäten von TSMC verbunden. Man könnte also argumentieren, dass AMD von der weitsichtigen Industriepolitik Taiwans profitiert hat, die TSMC hervorbrachte.

Da wurde staatlich gefördert, und zwar die Halbleiterindustrie, die Geschichte zeigt, wie massiv erfolgreich TSMC ist.

Der Markt regelt absolut nichts.

Sondern die Rahmenbedingungen der Politik und Kaufkraft der Konsumenten entscheidet darüber, ob sich E-Autos verkaufen werden.

Ich würde eher Anreize für E-Autos schaffen, aber das will auch keiner so wirklich.

Zuwenig Lademöglichkeiten, Autos zu Teuer. Die Strecke die ich mit einem Verbrenner zurücklegen ist deutlich größer.

Bestimmt gibt es noch mehr Aspekte.

Das Verbrennerverbot sind nur Rahmenbedingungen, damit die Wirtschaft Planungs und Investitions Sicherheit hat.

Ich schätze Müll im Meer, sowie Millionen von Tonnen an Kleidung auf Deponien als größeres Problem ein, die man sogar aus dem ALL sieht. Umweltbewusstsein gibt es eh nicht, sonst würden Menschen ihren Müll und kippen nicht selbstverständlich auf den Boden werfen.

Der Private Sektor interessiert sich nur für Gewinne.

Ist zwar off topic wie sau und eher persönlich anekdoten, aber ich muss sagen das in meiner Stadt hier, da ist das Ladenetz eigentlich echt nicht schlecht. Ich sehe auch immer mehr E-Autos durch die Gegend fahren, so Konsorten wie der Netto usw. haben da mittlerweile Ladesäulen aufm Parkplatz. Für den täglichen Stadtgebrauch und damit relativ kurzen Arbeitswege sind die Stromer definitiv zu gebrauchen.

Über Land? Weiß ich jetzt nicht so genau.

Da ist der Hybrid einer bekannten bestimmt besser, Hyndai Qashqai, lässt sich super fahren, und der Spritverbrauch, der auf der Website steht, stimmt auch so halbwegs.

Zu dem Müll im Meer, damit hat, sichs glaub auch schon, hab 'ne bekannte im Stromwerk, wir trennen den Müll nur dafür das die denn später zum Verbrennen besser Mischen können, Biomüll, Restmüll und Plastik hat alles unterschiedliche Brennwerte. Kein Witz, die war auch mal so Öko eingestellt, bis sie da zum Arbeiten angefangen hat.
 
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Ja gute Idee Intel (Teil) verstaatlichen war ja in der Vergangenheit bei anderen großen Firmen auch schon immer die beste Idee :klatsch: . Sollte das wirklich so kommen ist Intel für mich ein für alle mal Geschichte.
 
Ich verstehe nicht, was der Abgesang auf Intel soll. Einfach mal 2 Jahre abwarten und dann nochmal schauen. Und nur weil der Orangenmann morgens nach dem Aufstehen eine Eingebung hatte muss das noch lange nicht heißen, dass Intel kurz vor der Pleite steht. (man erinnere sich: vor ein paar Tagen wollte er den Chef noch rausschmeißen und übermorgen interessiert ihn Intel vielleicht überhaupt nicht mehr).

Das hat nichts mit "Abgesang" zu tun.
Bitte die Realität betrachten.
Intel fährt Monat für Monat, Milliarden Verluste.

Für das Jahr ´24 meldete Intel 18,7 Milliarden $ Verlust.
Für Q1 ´25 war es "nur" 1 Milliarde $.
Für Q2 ´25 waren es dann wieder 3 Milliarden $....

Zur Erinnerung. Wir reden von Milliarden.
Das sind normalerweise Dimensionen in denen Länder rechnen,
nicht Unternehmen.

Kurz, wer sich auch nur ansatzweise mit BWL oder
Unternehmenssteuerung auskennt, wird sich 2 Fragen stellen:

1. Wie lange halten die Rücklagen, bevor die Kasse leer ist?
2. Wann , wenn überhaupt ist ein Turn Around schaffbar?

Antwort 1:
Barmittel sind aktuell in Höhe von 21 Milliarden verfügbar.
Revolvierende Kredite in Höhe von 12 Milliarden.
(Die wird Dir aber keiner bewilligen, wenn das Unternehmen gerade in den Keller abrauscht.)
Kurz, noch 2 - 3 schlechte Quartale und ab da ist es nur noch ein kurzer und vor allen Dingen
absehbarer Zeitraum bis zur Insolvenz.

Antwort zu 2:
Node 18A (P) muss in den nächsten 2 Quartalen brauchbare Ergebnisse liefern.
Aber selbst das wäre den meisten Kunden für Auftragsfertigung zu spät.
Und 14 A (P) traut Intel aktuell niemand mehr zu.


Kurz, was Intel benötigt, ist ein Investor der mal eben bereit ist ,
blind 50 - 60 Milliarden in ein Unternehmen zu pumpen, das gerade
auf die Pleite zusteuert, unwahrscheinlich.
 
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