Intel Core i5-11400F im Test: Der Preisbrecher legt sich selbst in Ketten

Aber dann kauf ich mir doch keine kastierte 6 Kern CPU ...

CPUs benutze ich zumindes sehr lange
Vor meinem 9900k war es eine 2600K daher würde ich immer zu einwer höherwertigen CPU greifen.

Denke GPU wechselt man 2 -3mal bevor CPU/ MB neu kommen.
 
Genau das meinte ich ja: Es hängt sehr von den eigenen Ansprüchen ab, ob sich ein Upgrade auf so eine CPU lohnt. Wer nur alle fünf oder sechs Jahre aufrüstet, gibt in der Regel etwas mehr für die neue Hardware aus. Andere dagegen setzen alle zwei Jahre auf einen neuen Unterbau und profitieren dann von günstigen Angeboten, wie dem 11400F.
 
Ich glaub da gibt es auch kein richtig oder falsch. Wirklich viel sparen kann man unterm strich auch nicht. Tatsächlich ist ja selbst eine RTX3090 keine völlig absurde investition, wenn man sieht, wie lange 1080ti und 2080ti oben mitspielen...

Hab das schonmal hier erläutert. Hab seit ca. 15 jahren beide Strategien ausprobiert und bin mit beiden gut gefahren.

Aktuell hab ich mir nen 5800X geholt, bin also den weg des höheren investments gegangen, weil mein Netzteil und mein Kühler mit den Peaks eines 11400f wohl zu hart an der Grenze wäre.


Ich denke der Punkt ist folgender: Nicht der Preis der Hardware die man kauft bestimmt wie viel einem sein Hobby über die Jahre kostet, sondern der Anspruch an die Performance.

Es gibt leute, die kaufen sich ne High End CPU, behalten sie aber nur 1-2 Jahre, weil sie dann was schnelleres wollen.
Gibt aber auch Leute, die kaufen sich ne High End CPU, weil sie gar nicht so viel Leistung brauchen, können sie dann aber viel länger nutzen.

Genauso im mittleren preisbereich. Da gibts auch leute, die oft wechseln, weil die Leistung dann nicht mehr reicht, genauso gibts leute, die damit lange glücklich sind.

Wenn ich ne bestimmte Anforderung habe und sowohl die mittlere als auch die hohe Preisstufe diese Anforderung erfühllt, dann entscheidet die Preisklasse nur noch darüber wie lange ich die Hardware nutzen kann.
Und genau das macht für die Kosten eben wenig Unterschied. Billig kaufen = weniger Lange nutzen bei Anforderung X
Teuer kaufen = länger nutzen bei Anforderung X.

Preis und Nutzen kürzen sich raus, die Anforderung bzw. mein Anspruch bestimmt letztendlich die Kosten und eben die Frequenz mit der ich die jeweilige Hardware wechseln muss.

Ergibt das Sinn? Denke schon :) An den Bezeichnungen der Variablen könnte man noch arbeiten, aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will?
 
Der User blautemple hat es auf den Punkt gebracht, ich dachte daher eigentlich, dass meine Bestätigung seines Beitrags ausreichend gewesen wäre.

Um des lieben Friedens willen: Es ging bei dem Test des Core i5-11400F nur um diese CPU, die anderen Daten stellen wir "nur" als Vergleich bereit. Das machen wir, damit potenzielle Käufer einen Eindruck davon erhalten, was sie von einem Kauf erwarten können und um sie möglichst gut über das Produkt zu informieren. Es geht beim Test nicht darum zu zeigen, was irgendein anderes (Konkurrenz-)Produkt mit beliebiger Optimierung erreicht (im Fall des Ryzen haben wir eigene Tuning-Artikel dazu). Zudem wurde der "OC-Part" im Test klar als solcher gekennzeichnet, auch mit dem Hinweis darauf, dass wir Spannungen nutzen, die wir nicht für den Alltag empfehlen.
Vielen Dank für die Ausführungen,

aber leider widersprichst Du dir selber. Ein potentieller Kunde möchte gerne einen Vergleich haben. Sinnvoller wäre es gewesen, nur den Intel 6 Kerner mit dem AMD 6 Kerner zu vergleichen.

Leider entgeht dem Kunden nun die Möglichkeit eines Vergleiches.

Hier helfe ich mal nach:
AMD CPUs skalieren ebenfalls hervorragend mit schnellerem RAM.
1619779341171.png


Von 3200er RAM auf 3600er RAM, GANZE 40% mehr FPS !!!


WOW!!! Eine Sensation !

Für die Zukunft bitte mal mehr über den Tellerhand schauen und kritischer Testen und auch Fair testen, gegenüber Konkurrenzprodukten.
 
Skaliert FC5 überhaupt mit den Cores?

Da kommt mein kleiner 9400F@4GHz_50W(-125mV) schon ran.
(da reicht sicher schon preiswerter 3200erCL16@3000CL15 von meinem 24/7= besser als bei CB)
 

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Ich glaub da gibt es auch kein richtig oder falsch. Wirklich viel sparen kann man unterm strich auch nicht. Tatsächlich ist ja selbst eine RTX3090 keine völlig absurde investition, wenn man sieht, wie lange 1080ti und 2080ti oben mitspielen...

Hab das schonmal hier erläutert. Hab seit ca. 15 jahren beide Strategien ausprobiert und bin mit beiden gut gefahren.

Aktuell hab ich mir nen 5800X geholt, bin also den weg des höheren investments gegangen, weil mein Netzteil und mein Kühler mit den Peaks eines 11400f wohl zu hart an der Grenze wäre.


Ich denke der Punkt ist folgender: Nicht der Preis der Hardware die man kauft bestimmt wie viel einem sein Hobby über die Jahre kostet, sondern der Anspruch an die Performance.

Es gibt leute, die kaufen sich ne High End CPU, behalten sie aber nur 1-2 Jahre, weil sie dann was schnelleres wollen.
Gibt aber auch Leute, die kaufen sich ne High End CPU, weil sie gar nicht so viel Leistung brauchen, können sie dann aber viel länger nutzen.

Genauso im mittleren preisbereich. Da gibts auch leute, die oft wechseln, weil die Leistung dann nicht mehr reicht, genauso gibts leute, die damit lange glücklich sind.

Wenn ich ne bestimmte Anforderung habe und sowohl die mittlere als auch die hohe Preisstufe diese Anforderung erfühllt, dann entscheidet die Preisklasse nur noch darüber wie lange ich die Hardware nutzen kann.
Und genau das macht für die Kosten eben wenig Unterschied. Billig kaufen = weniger Lange nutzen bei Anforderung X
Teuer kaufen = länger nutzen bei Anforderung X.

Preis und Nutzen kürzen sich raus, die Anforderung bzw. mein Anspruch bestimmt letztendlich die Kosten und eben die Frequenz mit der ich die jeweilige Hardware wechseln muss.

Ergibt das Sinn? Denke schon :) An den Bezeichnungen der Variablen könnte man noch arbeiten, aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will?

Der Trick bei sehr kleinen CPUs: Man rüstet später auf den Maximalausbau auf, sobald man wirklich mehr Leistung braucht. 11400F => 11900K ist da schon hart an der Grenze, weil der Leistungsunterschied maxed out eben nur aus maximal 20 Prozent mehr Takt und 33 Prozent mehr Kernen resultieren kann, aber zum bBeispiel 3600X => 5950X wäre ein riesiger Sprung. Das ganze rechnet sich, solange man mehr Leistung, als mit dem Billig-Modell möglich ist, erst benötigt, wenn das Topmodell um mehr als den Preis des Billigmodells günstiger geworden ist. Also nach dem Motto "jetzt für 150 Euro Übergangs-CPU kaufen und in drei Jahren auf für 400 Euro auf Ex-800-Euro-CPU aufrüsten".
 
Der Trick bei sehr kleinen CPUs: Man rüstet später auf den Maximalausbau auf, sobald man wirklich mehr Leistung braucht. 11400F => 11900K ist da schon hart an der Grenze, weil der Leistungsunterschied maxed out eben nur aus maximal 20 Prozent mehr Takt und 33 Prozent mehr Kernen resultieren kann, aber zum bBeispiel 3600X => 5950X wäre ein riesiger Sprung. Das ganze rechnet sich, solange man mehr Leistung, als mit dem Billig-Modell möglich ist, erst benötigt, wenn das Topmodell um mehr als den Preis des Billigmodells günstiger geworden ist. Also nach dem Motto "jetzt für 150 Euro Übergangs-CPU kaufen und in drei Jahren auf für 400 Euro auf Ex-800-Euro-CPU aufrüsten".
Ich denke das machen die wenigsten, einen 6 Kerner kaufen und dann in 2 Jahren den 8 Kerner upgraden. Da kann man gleich an Tag1 die 100 Euro mehr auf den Tisch legen. Es ist mehr als Sinnvoll jetzt eine CPU zu kaufen, die einer Spielkonsole am ähnlichsten ist, denn Spiele werden darauf optimiert. Ein 6 Kerner macht 2021 keinen Sinn mehr. In jeder Spielkonsole sind 8 Kerne verbaut.
Bei den heutigen GPU Preisen macht ein Gaming PC System eh keinen Sinn mehr. Da sollte man lieber JETZT eine PS5 kaufen für 400 Euro und in zwei Jahren wenn die Preise wieder sinken, einen Gaming PC.
 
"100 Euro mehr"? Ich (und vermutlich andere auch) hätte(n) gerne den Bestelllink zu einem 11900K für 190 + 100 = 290 Euro oder noch lieber den zu einem 5950X für 280 + 100 = 380 Euro.

Wenn man dagegen vorerst 500 bis 650 Euro sparen kann, sieht die Welt schon ganz anders aus. Es ist durchaus realistisch, dass man das eigentliche Objekt der Begierde später zu einem niedrigeren Preis nachkaufen und so insgesamt Geld sparen kann. Und die Einsteiger-CPU behält man gratis on Top, was sich zumindest bei Modellen mit IGP zwecks Office-Zweitverwertung durchaus als nützlich erweisen kann.
 
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Oder auf die OEM-5800(65W) warten und in nem Komplett-PC kaufen.(falls 8c/16t reichen)
Mit etwas Glück gibts auch ne ordentliche Graka dazu.

dito 10700 geht vom Preis her sicherlich auch


edit:
Bei Igor gibts auch ne Info zu Gear2:
 

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Zuletzt bearbeitet:
Von 3200er RAM auf 3600er RAM, GANZE 40% mehr FPS !!!
Das ist ja eher 4x single ranked ist 40% schneller als 2x single ranked. Das ist durchaus eine Sensation.* :D

In Zukunft dürften weitere AGESA-Updates aber dafür sorgen, dass auch der versprochene 2000 MHz-Takt für die Infinity Fabric erreicht werden kann.
Die Jungs sind echte Spaßvögel. Kann man nicht anders sagen. :ugly:

* Das ist natürlich Quatsch mit Soße.
 
Das ist ja eher 4x single ranked ist 40% schneller als 2x single ranked. Das ist durchaus eine Sensation.* :D


Die Jungs sind echte Spaßvögel. Kann man nicht anders sagen. :ugly:

* Das ist natürlich Quatsch mit Soße.
Es kommt immer darauf an, wie man Testet... Man kann jeden Test so gestalten, das man mehr fps bekommt durch tuning, was gar kein richtiges Tuning ist.
*wink mit dem Zaunpfahl*
Intel hat seine Core11 künstlich verlangsamt und durch umlegen eines Schalters im Bios hat man 15% Mehrleistung. Naja... Intel halt...
 
"100 Euro mehr"? Ich (und vermutlich andere auch) hätte(n) gerne den Bestelllink zu einem 11900K für 190 + 100 = 290 Euro oder noch lieber den zu einem 5950X für 280 + 100 = 380 Euro.

Wenn man dagegen vorerst 500 bis 650 Euro sparen kann, sieht die Welt schon ganz anders aus. Es ist durchaus realistisch, dass man das eigentliche Objekt der Begierde später zu einem niedrigeren Preis nachkaufen und so insgesamt Geld sparen kann. Und die Einsteiger-CPU behält man gratis on Top, was sich zumindest bei Modellen mit IGP zwecks Office-Zweitverwertung durchaus als nützlich erweisen kann.

Ryzen 5600X 318 Euro
Ryzen 5800X 417 Euro

99 Euro mehr für die wirklich bessere CPU !!!!

Und naja, zuerst 318 Euro ausgeben und dann in zwei Jahren nochmal 417 Euro, da spart man ja wirklich viel Geld! Scheint höhere Mathematik zu sein, die ich nicht verstehe.

Auch muss man berücksichtigen, dass kein Mensch in zwei Jahren die CPU mehr kaufen will und man gebraucht, weniger als die Hälfte dafür bekommt, von dem was man selber bezahlt hat.
 
Auch muss man berücksichtigen, dass kein Mensch in zwei Jahren die CPU mehr kaufen will und man gebraucht, weniger als die Hälfte dafür bekommt, von dem was man selber bezahlt hat.

Das ist doch der Punkt. Der Verlust beim Wiederverkauf des kleinen Modells ist geringer, als die Einsparung beim Gebrauchtkauf des größeren Modells. Bzw. teilweise lässt sich auch beim Neukauf im Abverkauf noch viel einsparen (siehe bspw. 2700X 319,- Startpreis, 159,- Abverkauf).

Ob es diese Einsparung nun wert ist, muss jeder selbst entscheiden.
Ryzen 5600X 318 Euro
Ryzen 5800X 417 Euro

99 Euro mehr für die wirklich bessere CPU !!!!

Warum dann nicht gleich 5900X/5950X? Beide sind nochmal ein paar Euro günstiger pro Kern, als der 5800X. Oder an welchen Kriterien machst du die "wirklich bessere CPU" fest? ;)
 
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Das ist doch der Punkt. Der Verlust beim Wiederverkauf des kleinen Modells ist geringer, als die Einsparung beim Gebrauchtkauf des größeren Modells. Bzw. teilweise lässt sich auch beim Neukauf im Abverkauf noch viel einsparen (siehe bspw. 2700X 319,- Startpreis, 159,- Abverkauf).

Ob es diese Einsparung nun wert ist, muss jeder selbst entscheiden.


Warum dann nicht gleich 5900X/5950X? Beide sind nochmal ein paar Euro günstiger pro Kern, als der 5800X. Oder an welchen Kriterien machst du die "wirklich bessere CPU" fest? ;)
Meine Argumentationskette war halt, für 100 Euro mehr, bekommt man was besseres. Und muß dann nicht in 2 Jahren nochmal updaten. In der Summer zahlt man durch den zweimal Kauf mehr.
Wieso nicht gleich 12 oder 16 Kerne? Mein Argument war, möglichst nah an einer Spielkonsole zu bleiben damit alle zukünftigen Spiele problemlos laufen. Mit einem 6 Kerner wird das nicht das Fall sein. Alle Konsolen haben 8 Kerne.
Auch ist es extrem selten das jemand eine kleine CPU kauft, dann aber ein sehr teures Mainboard dazu. Das heißt, ein CPU Update macht auf einem Billig Board meist keinen Sinn. Im Grunde kauft man dann entweder beides neu, oder gleich was vernünftiges.
 
Wer muss denn in 2 Jahren überhaupt schon wieder nachkaufen mit einem aktuellen 6-Kerner?
Schaut euch doch mal um, wieviele 4-Kerner von Anno-dazumal hier noch unterwegs sind, die jetzt nach und nach alle upgraden wollen...
Jetzt allmählich haben die 4C/8T CPUs von vor ein paar Jahren tatsächlich zu wenig Rohleistung.
Bis man 8C/16T oder sogar mehr wirklich braucht (beim Gaming), vergeht sicherlich wieder ein Jahrzehnt.
 
Also nach dem Motto "jetzt für 150 Euro Übergangs-CPU kaufen und in drei Jahren auf für 400 Euro auf Ex-800-Euro-CPU aufrüsten".
3 Jahre Übergangs-CPU? Manche hier haben dann schon die dritte CPU im Rechner. Entweder, die CPU (oder besser gleich die gesamte Ausstattung) genügt mir für die geplante Lebenszeit des PCs oder ich kaufe etwas anderes.

Es ist durchaus realistisch, dass man das eigentliche Objekt der Begierde später zu einem niedrigeren Preis nachkaufen und so insgesamt Geld sparen kann.
Stimmt, wir sind hier ja in einem Bastelforum wo das Hobby aus dem Zerlegen und Zusammenbauen des PCs und anschließendem Gebrauchthandel mit der ausgebauten HW besteht.

Für mich wird sowas immer ein notwendiges Übel bleiben und ich bin jedesmal froh, wenn der Neubau von Anfang an problemls läuft.

Und die Einsteiger-CPU behält man gratis on Top, was sich zumindest bei Modellen mit IGP zwecks Office-Zweitverwertung durchaus als nützlich erweisen kann.
Womit sich aber das Aufrüsten erledigt hat, da ich zur Zweitnutzung bis auf die Grafikkarte alle anderen Komponenten weiter benötige.

Kaufe ich heute ein Z-Board um dies ggf. in 3 Jahren mit einem 11900K auch ausnutzen zu können, muss ich für die Zweitnutzung der kleineren CPU auch noch ein neues Board kaufen (wenn ich das dann noch zu günstigen Preisen bekomme). Ob ein i9-11900K in 3 Jahren wirklich schneller ist wie ein dann zu vergleichbarem Preis verfügbarer Nachfolger (Markenunabhängig) wird heute niemand sagen können.

Für reines Office genügt mir auch mein 10 Jahre alter i7-2600K noch. Hier ging es außerdem mal um den i5-11400F, also genau die kastrierte Version ohne IGP.
 
Warum dann nicht gleich 5900X/5950X? Beide sind nochmal ein paar Euro günstiger pro Kern, als der 5800X. Oder an welchen Kriterien machst du die "wirklich bessere CPU" fest? ;)

Er hat offensichtlich weder "Topmodell" noch die genannten Beispiele gelesen, sondern, ohne dies anfangs anzugeben, mit zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Prozessoren gerechnet. Da ist der Leistungsunterschied natürlich von vorneherein so klein, dass es nicht einmal den Aufwand lohnt und der Preisunterschied so knapp, dass man quasi nichts sparen, sondern nur draufzahlen kann. Interessante Optionen sind, wie gesagt vom 11400F oder einem 10000er Core i5 und kleiner auf einen 11900K sowie von einem 5600X oder 3600X (und noch kleiner) auf einen 5950X respektive 5900X.

Es ist lange her, dass solche Sprünge innerhalb bereits erschienener Generationen möglich waren, man also nicht auf kommende Veröffentlichungen wetten musste. (Core i5-6600 auf Cannon-Lake-Sechskerner war zum Beispiel eine gute Idee, aber letzterer erschien nie und Phenom II X4 auf FX lohnte sich wegen der Performance letzterer auch nicht wie geplant.) Als es zu Sockel-775-Zeiten das letzte Mal eine homogene Plattform über alle Klassen gab, konnte man jedenfalls gut Geld sparen. Die Leistung von billigen Einsteiger-CPUs reichte zum Spielen 1-3 Jahre aus und bis dahin war das ehemalige High-End-Flaggschiff auf ein Drittel bis ein Sechstel seines ursprünglichen Preise gefallen und bescherte dem System weitere 2-4 Jahre Lebensdauer, je nach Anspruch sogar länger. Und meist bremst der Preisverfall der Enthusiast-CPUs dann auch noch massiv ab, sodass man sie nach den insgesamt sieben Jahren auch noch weiterverkaufen kann. Für meinen nachgerüsteten Sockel-775-Quadcore habe ich Jahre später noch genauso viel bekommen, wie der zuerst genutzte Dual-Core ursprünglich gekostet hat. Netto habe ich im Laufe der Jahre für CPUs also nur die einmalige Quad-Core-Anschaffung bezahlt – zum Gebrauchtpreis drei Jahre nach Erscheinen. Von dem dadurch gesparten Geld hätte man vor einem Dreivierteljahr noch ganze Grafikkarten kaufen können. :-)


@fotoman: Nach Verkauf des nachgekauften Quad-Cores lief der beschriebene Dual-Core übrigens wieder als Office-Knecht in dem alten Sockel-775-Board. Das meinte ich mit "behalten". Ist bei der Konstellation zugegebenermaßen weniger relevant, aber beispielsweise bei einer AM4-Zusammenstellung waren die vor 2 Jahren attraktiven Einsteiger-Lösungen APUs, die High-End-Modelle aber CPUs. Wer mit einem 3x00G angefangen hat, jetzt auf einen 3950X aufrüstet und in ein paar Jahren das System wieder mit dem 3X00G in die Zweitverwertung schickt, hat in meinen Augen alles richtig gemacht.

CPU-Wechsel innerhalb einer kompatiblen Plattform sind in meinen Augen übrigen sehr einfach und meiner Erfahrung nach NIE mit Systemproblemen verbunden, ganz im Gegensatz zu Mainboardwechseln. Wer in 20 Jahren dreimal Board und CPU wechselt, hat meiner Einschätzung nach mehr Ärger als jemand, der viermal die CPU aber nur zweimal die Platine austauschen musst, weil er auf halber Strecke nachrüstet. Für Personen, die alle 18 Monate nach mehr Leistung dürsten, ist mein Konzept dagegen nichts, da gebe ich dir recht. Die sind aber selbst innerhalb der PCGH-Leserschaft seltener, als man annehmen würde. Eben gerade habe ich einen Leserbrief mit der alten "CPU oder GPU?"-Aufrüstfrage vom Besitzer einer RTX 2060 und eines 4C/4T-Sandy-Bridges(!) beantwortet. Der wird sich jetzt vermutlich kurz vor der Markteinführung von DDR5 noch einmal alles neu kaufen müssen. Wäre der Markt damals so homogen wie heute dank AMD gewesen, also eine Aufrüstung von Mittelklasse-Sandy-Bridge auf die SB- oder gar IB-Topmodelle mit acht Kernen innerhalb eines Sockels möglich gewesen, hätte ich diesem User selbst noch geraten, mal nach derartiger Gebrauchtware zu gucken. Die ist nämlich spottbillig und wäre für ihn ein 100-Prozent-Leistungs-Upgrade gewesen. Lohnt sich in dem Fall aber eben leider nicht, weil man trotzdem den Sockel ändern müsste – das ist bei heute gekauften Systemen anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer mit einem 3x00G angefangen hat, jetzt auf einen 3950X aufrüstet und in ein paar Jahren das System wieder mit dem 3X00G in die Zweitverwertung schickt, hat in meinen Augen alles richtig gemacht.
Das kann man so sehen, wenn man von Anfang an richtig geplant hat und den 3x00G nicht als Billiglösung sondern als Übergangslösung gekauft hat.

Sonst hat man u.U. ein A320 oder ein "falsches" B350 Board gekauft und bekommt den 3950X in dem Board nicht zum Laufen. Auch bei AMD ist es nicht so trivial mit der Aufrüstung, wenn man zu Beginn günstig kaufen will/muss und erst ein paar Jahre später merkt, dass man mehr Leistung nachrüsten möchte.

CPU-Wechsel innerhalb einer kompatiblen Plattform sind in meinen Augen übrigen sehr einfach und meiner Erfahrung nach NIE mit Systemproblemen verbunden, ganz im Gegensatz zu Mainboardwechseln.
Das einzige, um das ich mir in den letzen 30 Jahren PC-Eigenbau immer Gedanken gemacht habe, waren Einbau+Befestigiung des CPU-Lüfters. Teilweise musste ich dafür das Mainboard aus dem Gehäuse bauen bzw. es erst mit eingebautem Lüfter einbauen. Daher endet der CPU-Wechsel für mich in einer Komplettzerlegung des aktuellen PCs. Dazu das Gematsche mit der WLP bei der ich nie weiss, ob es jetzt zu viel oder zu wenig war.

Damit sind natürlich die Leute besser dran, die sowas alle paar Monate machen und die Werkzeuge und Chemikalien griffbereit haben.

Dass das OS und die installierte SW danach ohne Änderungen läuft, ist zwar schön, aber für mich das kleinere Problem (obwohl auf dem i7-2600K noch das Inplace Win 10 Upgrade der Win 7-Installation aus 2011 läuft)

Eben gerade habe ich einen Leserbrief mit der alten "CPU oder GPU?"-Aufrüstfrage vom Besitzer einer RTX 2060 und eines 4C/4T-Sandy-Bridges(!) beantwortet.
Den SB i5 habe ich damals schon bewusst abgelehnt. Für gigantische 50€-80€ Aufpreis (warum geht die Preisentwicklung beim i5-2500K nur noch ein Jahr zurück?) wurde es die 4C/8T Variante und sie hat mir daher mind. zwei Jahre länge genügt.
 
Als Mainboard-Fachredakteur empfehle ich natürlich immer besondere Sorgfalt bei der Platinenwahl. :-)

Der ein- und Ausbauaufwand kann unter Umständen etwas größer ausfallen, das stimmt. Mit Ausnahme der Dark Rock Pro und einiger Top-Down-Designs ist mir aber schon lange kein Kühler mehr untergekommen, den man in einem Gehäuse mit 2-3 cm Luft über der Boardoberkante nicht auch so rein und raus bekommt. Modelle, bei denen der Lüfter montiert bleiben kann (z.B. Fuma 2, einige weniger empfehlenswerte Cryorig und Cooler Master) sowie nahezu alle Wasserkühlungen (außer modular mit Hardtubes) ermöglichen sogar einen CPU-Wechsel innerhalb weniger Minuten in praktisch jeder Behausung.

Eigentlich bezog sich mein Kommentar aber eher auf die Softwareseite. Selbst ein Mainboard-Aus- und -Einbau kostet nur 5-15 Minuten extra, wenn Kabelmanagement & Co unverändert bleiben dürfen, da eben die gleiche Platine wieder eingebaut wird. Aber bis Betriebssystem und Treiber wieder perfekt laufen hat man zum Teil einiges mehr an Aufwand, weil sich zusammen mit der Platine eben auch unzählige Controller ändern. Das Maximum an Hassle bei einem CPU-Upgrade (neben einem obligatorischen UEFI-Update, das man auch bei Neubau machen sollte) war dagegen die Installation der neuesten AMD-Treiber für Ryzen-Energiesparschemata, die sich im Laufe der Zeit ein paar mal geändert haben.

Ansonsten ist ein CPU-Upgrade auf-raus-rein-zu-fertig und wäre meine universelle Empfehlung für alle, gäbe es ein paar mehr Plattformen, innerhalb derer ausreichend schnelle Wechselmöglichkeiten bestehen. Leider hat AMD I/O-Hub-Politik viele interessante Möglichkeiten zur Generationen-übergreifenden Aufrüstung versalzen und Intel hat seit dem Sockel 775 kein Format mit einer Leistungssteigerung um mehr als 30-40 Prozent gegenüber dem Launch-Portfolio hervorgebracht. Deswegen lohnt sich so etwas leider nur, wenn man beim Erstkauf bewusst tief gestapelt hat.
 
...war dagegen die Installation der neuesten AMD-Treiber für Ryzen-Energiesparschemata, die sich im Laufe der Zeit ein paar mal geändert haben.
Auch, wenn man das alles Windows 10 überlässt (sowohl vorher als auch nachher)? In dem Fall hatte zumindest ich nie Probleme gehabt.

Beim aktuellen Win 10 gibt es mWn auch keine großen Vorteile mehr, die AMD Sparpläne/Treiber manuell nachzuinstallieren. Da kann ich bei der Alltagsperformance aber nur von einem 3600@fixed Allcore sprechen, auf dem Testbench hatte ich eher andere Prioritäten ;)
 
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